22. April 2016

RezensionBrian Bagnall: Volkscomputer

Aufstieg und Fall des Computer-Pioniers Commodore

Artikelbild

Das Buch „Volkscomputer“ ist ein Buch aus dem Verlag Gameplan, welches sich im Wesentlichen mit der Geschichte hinter der Firma Commodore und dem Werdegang des Unternehmers Jack Tramiel befasst. Sekundär beschreibt das Buch die Entwicklung der frühen Computerindustrie der USA und die Verbindungen der Firmen untereinander. Zum Thema „Wie man ein guter Unternehmer wird“ zeigt das Buch aber zunächst kein Paradebeispiel. Tramiel war nämlich eher ein Anti-Vorbild, was besonders sein Verhalten zur Amiga Corporation zeigte. Aber das Buch zeigt auch deutlich, dass der Markt „Moralverstöße“ regeln und bestrafen kann, ohne den Staat zu brauchen und staatliche Regulationen von „korrupten Unternehmern“ missbraucht werden können, um kleinere Firmen zu schikanieren. Sehr gut an dem Buch sind die extrem detaillierten Insider-Infos über das, was im Management der Firma vor sich ging. Alle Commodore-Produkte werden ebenfalls ausführlich besprochen und bebildert,  genauso wie nennenswerte Mitarbeiter, was einen guten Überblick über die Firma gibt und manche Überraschungen beinhaltet, die heute lustig wirken (zum Beispiel die Tatsache, dass Commodore auch in Armbanduhren investierte, die aber keine Vorläufer der Apple Watch waren.). Besonders interessant für Leser, die sich mit Commodore nicht auskennen, ist das Verhältnis zwischen USA und Europa, und dass Commodore in Europa deutlich erfolgreicher war, als in den USA. Fazit: Dieses Buch ist eines der umfangreichsten Bücher zum Thema der frühen Computerindustrie und eine Empfehlung für jeden, der sich für diese Branche interessiert.


„Brian Bagnall: Volkscomputer – Aufstieg und Fall des Computer-Pioniers Commodore“ bei amazon.de kaufen


Artikel bewerten

Artikel teilen

Facebook Icon Twitter Icon VZ Icon del.icio.us Logo Reddit Logo

Anzeigen

Kommentare

Die Kommentarfunktion (lesen und schreiben) steht exklusiv Abonnenten der Zeitschrift „eigentümlich frei“ zur Verfügung.

Wenn Sie Abonnent sind und bereits ein Benutzerkonto haben, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, nutzen Sie bitte das Registrierungsformular für Abonnenten.

Mit einem ef-Abonnement erhalten Sie zehn Mal im Jahr eine Zeitschrift (print und/oder elektronisch), die anders ist als andere. Dazu können Sie dann auch viele andere exklusive Inhalte lesen und kommentieren.

Dossier: Literatur

Mehr von Michael Kumpmann

Über Michael Kumpmann

Anzeige

ef-Einkaufspartner

Unterstützen Sie ef-online, indem Sie Ihren Amazon-Einkauf durch einen Klick auf diesen Linkstarten, oder auf ein Angebot in der unteren Box. Das kostet Sie nichts zusätzlich und hilft uns beim weiteren Ausbau des Angebots.

Anzeige