18. April 2016

RezensionAkif Pirinçci/Andreas Lombard: Attacke auf den Mainstream

„Deutschland von Sinnen“ und die Medien

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Selten hat ein politisches Buch derart viel Staub aufgewirbelt wie „Deutschland von Sinnen“. Wenn der türkischstämmige Zuwanderer Akif Pirinçci Deutschland nicht aus der Perspektive des diskriminierten Hassobjekts ewig rassistisch-faschistoider „Biodeutscher“ schildert; wenn dieser Mann seiner deutschen Heimat sogar eine Liebeserklärung macht; wenn er sich anmaßt, Probleme zu benennen, die (außer den Redakteuren des Feuilletons und den ungezählten Sozialisten in allen politischen Parteien) jede(r) erkennt, ist Feuer unterm Dach. „Attacke auf den Mainstream“ ist die chronologische Bestandsaufnahme der Reaktionen, die auf die Veröffentlichung des Bestsellers erfolgt sind. Es ist eine entlarvende Dokumentation der Realitätsverweigerung, des Unverstands und der puren Niedertracht, die im deutschen Feuilleton herrscht. Wer „Deutschland von Sinnen“ gelesen hat, meint, nicht recht zu sehen, wenn ein völlig entgleister Rezensent meint, einen Vergleich mit Hitlers „Mein Kampf“ anstellen zu müssen. Ist, ohne Adolf zu bemühen, kein demokratischer Wohlfahrtsstaat zu machen? Welches Buch wird da kommentiert, wenn in vielen Besprechungen von Frauenhass, Homophobie und Fremdenfeindlichkeit die Rede ist? Nichts davon stimmt! Aber: Es kann eben nicht sein, was nicht sein darf. Und Zuwanderung ist super, Feminismus ist toll und Schwulsein das Allergrößte. Basta. Pirinçci wendet sich in seinem Buch gegen nichts davon. Er schreibt lediglich gegen die sinnfreie Verkultung bestimmter Personengruppen und Lebensentwürfe an – und er bricht eine Lanze für den Rückzug des Staates aus allen privaten Lebensbereichen. Ziel seines Furors sind die „linksversifften Medien“ und der Gouvernantenstaat. Das macht ihn zum Gottseibeiuns der zu Tausenden in den Redaktionsstuben hockenden, steuer- und subventionsabhängigen Symbionten des Leviathans. Fazit: Ein Sittenbild des intellektuellen Proletariats. 


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