22. Januar 2016

Update IOTA Startvorbereitungen laufen auf Hochtouren

Ohne Blockchain ins Internet der Dinge

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Bildquelle: shutterstock Kurz vor dem Startschuss: Coinprojekt IOTA

IOTA ist das Coinprojekt, dem ich seit meiner Rückkehr die meiste Aufmerksamkeit geschenkt habe. Bisher völlig zu Recht: Weiterhin läuft alles nach Plan und damit im Sinne der Investoren und des Entwickler-Teams. Es hat sich bereits eine sehr aktive und engagierte Community gebildet. Nicht nur bei Bitcointalk, sondern auch im Ryver-Communication-Tool.

Zunächst einmal zur technischen Seite: Come-from-Beyond hat die Entwicklung weitgehend abgeschlossen. Gestern wurde der Entwurf für den sogenannten Genesis-Block veröffentlicht. In ihm wird genau festgelegt, wie hoch der Anteil für die einzelnen Investoren ausfällt. Also quasi die Grundsteinlegung des Ganzen. Bisher sieht das Feedback positiv aus, die Investitionen wurden also korrekt in IOTA umgemünzt. So erhalten die meisten Investoren (das sind die, die bereits mit 15 Prozent Startbonus investiert haben) für ein Bitcoin rund 860.134 IOTA. Der Startpreis je IOTA liegt für diese „Early-Bird-Investoren“ also bei rund 116 Satoshi. In den nächsten Tagen wird dann die Beta-Phase eingeleitet, bei der IOTA ausgiebig getestet werden wird. Diese Tests sind sehr wichtig, schließlich handelt es sich um die erste Coin ohne traditionelle Blockchain. Parallel dazu überprüft Kryptolegende Sergio Demian Lerner den Code auf Bugs und Flaws (Audit). Wenn die Ergebnisse der Betaphase und des Audits zufriedenstellend ausfallen, deutet alles auf einen offiziellen Start bis Mitte Februar hin.

Den anderen sehr aktiven Part des IOTA-Teams nimmt IOTAtoken alias David ein. Er befasst sich intensiv damit, praktische Nutzungsmöglichkeiten für diesen Baustein des Internets der Dinge zu finden. Es bestehen bereits Kontakte zum IOT-Lab von Bosch, das bisher aber noch den Bitcoin 21 favorisiert. Generell sind Bitcoin-21-Projekte leichte Ziele für IOTA, da IOTA auf diese Anwendung optimiert ist und Bitcoin im Vergleich ein schwerfälliger Tanker ist. So wird jedes Bitcoin-21-Projekt proaktiv von David und der Community angegangen, um sie von den Vorteilen von IOTA zu überzeugen. Dies wird mit dem Start des Betas natürlich noch leichter fallen, da aktuell die praktischen Funktionen von IOTA nur in der Theorie erklärt werden können. Auch wird das IOTA-Team auf jeden Fall Präsenz zeigen bei den nächsten IOT-Konferenzen (selbst bei der wichtigen Konferenz in Israel will das Team dabei sein). Es geht also etwas, selbst ohne die Jinn-Prozessoren.

Über die Nxt-Asset-Exchange hat sich ein vorbörslicher Handel für IOTA entwickelt. Und hier sieht es sehr vielversprechend aus. Die letzten Kurse lagen bei 500 Nxt für 1.000 IOTA. Das impliziert einen Kurs von circa 840 Satoshi je IOTA, also knapp achtmal so hoch wie der Startkurs. Die Situation spielt dem Projekt auch deutlich in die Hände. Aktuell wankt die Dominanz des Bitcoin etwas. Mike Hearns Beitrag „The resolution of the Bitcoin experiment“ war sicher etwas zugespitzt und überzogen, hat aber viele wunde Punkte benannt. Währenddessen entwickelt sich Ethereum zum Liebling der Presse und könnte demnächst Litecoin von der Marktkapitalisierung her überholen. Altcoins sind auf einmal wieder gefragt. Nun kommt mit IOTA eine Altcoin mit völlig neuer Technik (ohne Blockchain), perfekt für spezifische Anwendungen im Internet der Dinge entwickelt. Schnell, leichtgewichtig und mit einer Community, die mittlerweile Dutzende von Krypto-Schwergewichten umfasst. Das sieht schon sehr, sehr gut aus – sofern die Betaphase und das Audit auch entsprechend reibungslos über die Bühne gehen. Ich bleibe hier am Ball.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog Der Altcoinspekulant.


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Markus Bohl

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