29. Dezember 2015

Geschlechtergeschichten Der Nonsens vom Rollentausch

Drücken wir den sanft freakigen Eltern und vor allem dem Kind die Daumen!

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Bildquelle: villains.wikia.com Lustig, solange sich niemand an Kindern vergreift: Rocky Horror Picture Show

Passend zu den tradierten Weihnachtswundern meldete, gleichsam magisch gestimmt, Spiegel online: „Rollentausch: Mann trägt Baby seiner Partnerin aus. Fernando Machado ist ein Mann – und im vierten Monat schwanger.“

Und „Bild“ ergänzte: „Diane Rodriguez wurde als Mann geboren und macht erstmals 2013 auf sich aufmerksam, als sie als erste Transsexuelle für den ecuadorianischen Kongress kandidierte. Mexikanischen Medien gegenüber sagte Diane Rodriguez: ‚Es war unser beider Wunsch. Nichts Rechtliches oder Biologisches konnte uns stoppen. Wir leben als Mann und Frau. Ich bin eine Transfrau und Fernando ist ein Transmann.‘ Die Zeugung des Babys soll laut ‚Daily Mirror‘ auf natürlichem Wege gegangen sein. Ihre ursprünglichen Geschlechtsorgane, so hieß es, haben beide noch. Und offensichtlich finden sie noch Verwendung."

Natürlich – sic! – ist das alles Nonsens. Nie wird ein Mann ein Baby bekommen. Beide haben jeweils ihr Geschlecht gewechselt, mit Hormontherapie und chirurgischen Eingriffen. Ein Wesen mit Gebärmutter, Vagina und Brüsten ist ein weibliches, eines mit Penis und eigener Spermaproduktion ist ein männliches. Und nun drücken wir den beiden, mit Verlaub, sanft freakigen Eltern die Daumen, dass das Kind ohne psychische Probleme aufwächst und dereinst Oma und Opa seriös gezeugte Enkel schenkt.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Acta diurna.


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