20. Dezember 2015

West und Ost Auf nach Byzanz!

Die neue Spaltung Europas

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Bildquelle: shutterstock Osteuropa: Zukunft mit christlicher Orthodoxie

Von allen deutschen (westeuropäischen?) Qualitätsmedien beschwiegen, fand – wann eigentlich? – zu Warschau eine der größten oder auch die größte Demonstration(en) in der Geschichte des polnischen inzwischen ja wohl längst Schurkenstaates statt, und zwar gegen – na Sie wissen schon, den Gorilla auf der Party. Also gewissermaßen Ewiggestrige im Kampf gegen Ewigvorgestrige. Einige Monate zuvor eräugnete sich eine vergleichbare Manifestation störrischen Volkswillens zu Riga, von der man aus der Lückenpresse desgleichen nichts erfuhr, und Ähnliches passiert überall im allmählich wieder zum Reich des Bösen sich zurückverwandelnden Osten, für dessen Disziplinierung den Deutschen zwar keineswegs die Propagandisten, aber leider Gottes bekanntlich die Truppen ausgegangen sind.

Es scheint keine sonderlich gewagte Prognose, dass sich Europa analog zur Teilung des Römischen Reiches anno 395 auch in diesem Jahrhundert spalten wird in einen ethisch-religiös eher orthodoxen Ost- und einen willkommenskulturellen Westteil, woselbst Neu-Goten und Neo-Vandalen die Wonnen einer allerdings nur teilweisen Pseudomorphose auskosten (sie dürfte letztlich an fehlenden Finanzierungsmodellen scheitern). Die Grenze wird etwas weiter westlich verlaufen, und der NATO-Partner in Kleinasien könnte sich nach der Abschaffung von NATO-Partnern als solchen in ein islamisches Südbündnis verabschieden, sofern die Russen nicht auf die Idee kommen, Konstantinopel der Christenheit zurückzuerobern, woran sie zu hindern die bis dato stramm rechristianisierten Amerikaner angesichts der neuen Weltlage gar kein Interesse mehr haben dürften, ja vielleicht sogar Legionäre zur Verfügung stellten. Auf nach Byzanz, Brüder und Schwestern, versammelt euch an der adriatischen Küste zu Wein und Gebet!

Video von der Demonstration in Warschau

Dieser Artikel erschien zuerst auf Acta diurna.


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