07. Oktober 2015

Herbert Grönemeyer Was soll das?

Neues vom Toleranzexperten aus London

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Bildquelle: Kurt Kulac (CC BY-SA 3.0)/Wikimedia commons Als Kind schon auf Gutmensch geeicht: Herbert Grönemeyer

Nach Til Schweiger hat sich nun in Gestalt von Herbert Grönemeyer der zweite prominente Unterhaltungskasper zur sogenannten Flüchtlingsdebatte zu Wort gemeldet. Er warf dem CSU-Chef Seehofer vor, er betreibe, indem er die planlose Politik der Kanzlerin geradezu vorsätzlich „planlos“ nenne, „verbale Brandstiftung“, und zwar mit dem Ziel, „im rechten Lager zu fischen“ (so zumindest Spiegel online, naturgemäß schau‘ ich mir das Zeug nicht an; wie fischt man eigentlich in Lagern?).

Soll heißen, Grönemeyer erreichte auch in der abendlichen Schwatzrunde des Gevatters Jauch gewissermaßen aus dem Stand das intellektuelle Niveau seiner Liedtexte – „Männer sind schon als Baby blau“ –, während das „Fischen“ im linken Lager bekanntlich okay ist. Ansonsten gilt die Faustregel: Je weniger Kontakt einer zu Einwanderern ohne Bildung, Eigentum und europäische Zivilisiertheitsnormen hat, desto toller findet er die Einwanderung als solche. Je weiter weg vom sozialen Brennpunkt einer siedelt, desto beflissener bellt er im Fernsehen „Toleranz!“

Was im konkreten Falle des Schmalziers aus anfangs Bochum und heute „steueroptimiert“ (Roland Tichy) London bedeutet, dass er besser dem Allmächtigen, also Allah, danken sollte, und zwar bis zu fünfmal am Tag, dass Er in seiner unbegreiflichen Güte einem allenfalls mäßig Talentierten Millionen von Dukaten aus den Taschen der anscheinend unumkehrbar Verblödeten in die eigenen zu schaufeln gestattete. Dazwischen mag er sein Gewissen mit privaten Wohltaten ohne öffentliches Palaver beruhigen. 

Dieser Artikel erschien zuerst auf Acta diurna.


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