31. Juli 2015

Klima Kleine Eiszeit gefällig?

Weg mit der Energiewende, zurück zur Vernunft!

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Bildquelle: www.shutterstock.com Steckt tief im CO2-Wahn: Klimaaktivist

Wie verbohrt, wie hirnverbrannt müssen jene Menschen sein, die den Klimawandel „bekämpfen“ wollen, wobei sie mit „Wandel“ stets nur „Erwärmung“ meinen. Das kommt einem so vor, als wenn sie demnächst versuchen würden, die Sonne auszuschalten, damit sie es auf der Erde endlich wieder kälter haben – so nach dem Motto „Kleine Eiszeit gefällig?“ Die Verdummung der Menschen durch Menschen will kein Ende nehmen.

Da ließ sich doch jüngst abermals die Avaaz-Organisation vernehmen, um bei der „Bekämpfung des Klimawandels“ nun auch noch auf die Tränendrüse zu drücken, indem sie wie folgt begann: „Eine führende Wissenschaftlerin ist kürzlich bei einem Interview zur Klimaverschmutzung unter Tränen zusammengebrochen, als sie eine finstere Zukunft beschrieb, in der die Ozeane zerstört sind. Ob ihr Alptraum Wirklichkeit wird, hängt von uns allen ab.“

Meine Güte, die arme Frau. Zusammengebrochen! Unter Tränen! In Selbstergriffenheit unter der Last ihrer eigenen Prophezeiung. Dicker kann man kaum auftragen, um Emotionen zu schüren, damit die Menschen auch wirklich glauben, was sie glauben sollen: Das hochgiftige Kohlendioxid (CO2), das die Menschheit durch selbstsüchtiges Verbrennen von Kohle, Erdgas, Erdöl – und nicht vergessen: durch Ausatmen! – in unsere irdische Atmosphäre blasen, auf unverantwortliche Weise, macht alles, alles kaputt: das Klima, die Ozeane, das Polareis, die Alpengletscher und zuletzt die Menschen selbst.

Was die Avaaz-Aktivisten am 30. Juli per Mail herumschickten, las sich im weiteren unter anderem so: „In nur vier Monaten findet der größte Klimagipfel des Jahrzehnts statt. Dort könnten sich unsere Politiker auf das revolutionäre Ziel einigen, die Welt von fossiler Energie zu befreien. Wie ein Polarstern würde es uns den Weg weisen und von einer Klimakatastrophe wegsteuern — und gleichzeitig Politikern, Vorstandsetagen und Börsen zeigen, dass die Ära der schmutzigen Energie vorbei ist. Es wird nicht leicht — doch wenn wir den Entscheidungsträgern die Kraft dieser Gemeinschaft zu spüren geben, können wir es schaffen.“

Und weiter: „Wir haben bereits die nötige Technologie, um die Revolution auszulösen, die uns von unserem Kollisionskurs mit einer Klimakatastrophe abbringt. Doch über Jahrzehnte hinweg haben unsere Politiker der fossilen Industrie in die Hände gespielt — und sie könnten schon wieder einknicken, wenn wir ihnen nicht klarmachen, dass Menschen rund um den Globus für ihre Zukunft kämpfen werden.“

Aber die naturwissenschaftlichen Kenntnisse stützen nicht, was Avaaz mit seinem Aufruf vorgibt zu wissen. Die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse aus Physik, Chemie, Meteorologie sehen anders aus als das, was Avaaz und andere Blender dem von Menschen erzeugten CO2 andichten. Sie betreiben plumpen, aber gefährlichen Alarmismus. Es gibt keinen „Kollisionskurs“ als Folge des menschenverursachten Kohlendioxids. Es gibt keine „Klimakatastrophe“ als Folge dessen, dass wir für die Erzeugung von elektrischem Strom fossile Rohstoffe verfeuern und damit das in ihnen gebundene CO2 freisetzen. Aber einen anderen Kollisionskurs gibt es durchaus. Das ist der Kurs, den Avaaz und die anderen Kurs-Profiteure mit ihrem CO2-Wahn steuern. Das ist der Kurs, der den Strom unglaublich verteuert. Das ist der Kurs, der die einst sichere Stromversorgung vom Zufall abhängig macht, nämlich von dem Zufall, ob genug Wind weht und die Sonne hinreichend scheint. Das ist der Kurs, der die bisherigen Stromerzeuger mit ihren vielen Aktionären staatlich enteignet, der stromintensive Produktionen außer Landes treibt, der unsere Wirtschaft zerstört, der mit all dem Arbeitsplätze vernichtet.

Daher sollten wir Bürger den „Entscheidungsträgern“ auch unsere „Kraft zu spüren geben“, damit sie endlich das Gegenteil von dem tun, was die Avaaz-Organisation von ihnen fordert. Von diesem Kurs müssen wir sie abbringen. Wer Strom ohne CO2 erzeugen lassen will, sollte nicht für den Zufallsstrom aus Wind, Sonnenlicht und „Biogas“ eintreten, sondern für Strom aus Kernkraft. Auch aus Wasserkraft. Was alles gegen diesen Zufallsstrom spricht, ist vielfältig längst dargelegt, beschrieben, begründet. Viele Fachkundige haben das getan, ich habe das getan, wir alle tun es weiter und predigen: Weg mit der Energiewende, zurück zur Vernunft. Doch müssen endlich auch jene Bürger aufwachen, die mit ihrer Mischung aus gutmenschlicher Gefühlsseligkeit, Unwissenheit, Ahnungslosigkeit und Bequemlichkeit noch tief und fest schlafen oder nicht wahrhaben wollen, was ihnen, was uns allen mit dem Kollisionskurs letztlich blüht. Es sind noch immer zu viele.

Napoleon Bonaparte (1769 – 1821) hat den Deutschen schon in seiner Zeit  attestiert: „Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie.“ Wie lange soll er denn noch recht behalten?

Aufgeschnappt

„Politiker, die vorgeben, das Klima schützen zu wollen, sollten als unzurechnungsfähig abgewählt werden.“ (Von Unbekannt)

„Nicht unser Klima ist bedroht, sondern unsere Freiheit.“(Václav Klaus, Präsident a. D. der Tschechischen Republik. Er wirft  den vorgeblichen Klimaschützern vor, unter dem Deckmantel eines missverstandenen Umweltschutzes eine Rückkehr zu totalitären Gesellschaftsordnungen zu betreiben.)

„In der Vergangenheit opferten die Heiden Tiere und mitunter auch Menschen, um grausame Götter zu besänftigen. Heute verlangen sie eine Reduktion des CO2-Ausstoßes.“ (Kardinal Pell während der „Klima-Konferenz“ beim Vatikan im April 2007.)

„Zunächst mal haben wir Industrieländer die Atmosphäre der Weltgemeinschaft quasi enteignet. Aber man muss klar sagen:Wir verteilen durch die Klimapolitik de facto das Weltvermögen um. Dass die Besitzer von Kohle und Öl davon nicht begeistert sind, liegt auf der Hand. Man muss sich von der Illusion freimachen, dass internationale Klimapolitik Umweltpolitik ist. Das hat mit Umweltpolitik, mit Problemen wie Waldsterben oder Ozonloch, fast nichts mehr zu tun.“ (Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, Professor für die Ökonomie des Klimawandels an der Technischen Universität Berlin und ein Kovorsitzender der Arbeitsgruppe III des „Weltklimarates“ IPCC, bei den Vorbereitungen zum Klima-Gipfel im mexikanischen Cancún. – Quelle: „Neue Zürcher Zeitung“ vom 14. November 2010.)

PS. Wer sich zusätzlich anderweitig informieren will, der sei auf die Stromverbraucher-Schutzvereinigung NAEB e. V. hingewiesen, zu deren Beirat auch ich gehöre.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog des Autors.

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