29. Juli 2015

Zombies, Hacker und legale Drogen Mit Augenzwinkern gegen rote Mythen

Eine Buchrezension

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Bildquelle: shutterstock Zombie: Anspruchsvoll?

Zugegeben, wenn man den ungewöhnlichen Titel „Zombies, Hacker und legale Drogen“ das erste Mal hört, denkt man nicht  gerade an ein anspruchsvolles Buch hohen Niveaus.

Aus diesem Grund hat mich Henning Lindhoff besonders überrascht. Nicht unbedingt die liberale Auffassung der Welt des Autors, diese war mir durchaus schon vorher bekannt, sondern viel eher der Gehalt und die Art und Weise der Präsentation der Inhalte, die sehr gelungen sind. Hier ist anzumerken, dass das Geschriebene stets eine Basis in den Fakten wiederfindet. Wie etwa einem tief sitzenden Pessimismus damit entgegengetreten wird, dass die Lebenserwartung und das durchschnittliche Jahreseinkommen weltweit steigen, oder der Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Freiheit und Korruption an verschiedenen Korrelationen deutlich gemacht wird.

Lindhoff gelingt es, Theorien, Geschichte und Fakten so zu kombinieren, dass er dem Anspruch, Denkanstöße zu liefern, gerecht wird, etwa beim Thema Freihandel, der Entwicklung Afrikas oder der Drogenpolitik. Er stellt die Bedeutung von Freiheit, Marktwirtschaft und Recht in allen Bereichen des Lebens klug heraus und arbeitet dabei immer mit einer gewissen Leichtigkeit von einem Schwerpunkt zum anderen, begegnet vermeintlichen Volksweisheiten stets mit einem Augenzwinkern. Deshalb ist dieses Buch gerade dann zu empfehlen, wenn sich jemand fragen sollte, was das geeignete Geschenk für den aufgeschlossenen Leser sein könnte.

Anschließen kann ich mich nur Ronald Stöferle, der über dieses Buch schrieb, dass es das Zeug dazu habe, ein Klassiker des Libertarismus zu werden und zwar, weil man als Kenner der Werke Frédéric Bastiats und Henry Hazlitts im Stil stellenweise sehr an „Was man sieht und was man nicht sieht“ und „Economics in One Lesson“ erinnert wird.

Besonders gefallen hat mir der Abschnitt „Wie die staatliche Fürsorge Menschen zu Waren macht“. Man kann darüber streiten, ob staatliche Wohlfahrt eine Notwendigkeit darstellt oder nicht, doch die Logik, die Lindhoff anwendet, ist bestechend.

Es ist keine Pflicht, jeder Zeile in „Zombies, Hacker und legale Drogen“ zuzustimmen. Nein. Aber das Buch ist es auf jeden Fall wert, gelesen zu werden, und die Thesen verdienen ihre gerechte Aufmerksamkeit.

Man wird gespannt sein dürfen, womit Henning Lindhoff dem geneigten Leser als nächstes aufwartet.

Das Buch kann hier käuflich erworben werden.


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Guilherme Kübler

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