12. Juni 2015

Freiheitspartei Eine andere Richtung

Rück- und Austritt des Bundesvorsitzenden Manuel Peters

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Bildquelle: shutterstock Richtungswechsel: Denkschulenwechsel

Liebe Mitstreiter,

hiermit trete ich als Bundesvorsitzender der Freiheitspartei zurück. Darüber hinaus erkläre ich meinen Austritt aus der Partei.

Diese Entscheidung liegt darin begründet, dass ich beschlossen habe, meinem Leben künftig eine andere Richtung zu geben. Nachdem ich mich in der letzten Zeit näher mit der Denkschule des integralen Traditionalismus befasst habe und insbesondere von den Gedanken des italienischen Kulturphilosophen Julius Evola angetan bin, strebe ich an, mich vertieft in diese Gedankenwelt einzuarbeiten und für ihre Verbreitung und Wiederentdeckung in Deutschland zu wirken. Ich halte diesen Ansatz auch deswegen für zielführend, weil die Konzentration auf die Verbreitung von Ideen eher meiner Persönlichkeit entspricht als die Tätigkeit in der konkreten Tagespolitik.

Der integrale Traditionalismus ist eine antimoderne Bewegung, die darauf abzielt, einer von ihm angenommenen „Philosophia perennis“, einer immerwährenden Philosophie, zur Geltung zu verhelfen. Als solche steht er in einem scharfen inhaltlichen Gegensatz zum Liberalismus und betrachtet diesen sogar als einen seiner Hauptgegner. Auch deswegen kann ich einer libertären Partei inzwischen nicht mehr glaubwürdig vorstehen und konsequenterweise auch nicht angehören.

Ich habe jedoch mit dem Bundesvorsitz der Freiheitspartei Verantwortung übernommen und lege Wert darauf, vor derselben nicht davonzulaufen. Daher habe ich alles unternommen, um einen geordneten Übergang sicherzustellen. Bis zur Wahl eines neuen Bundesvorstandes wird mein bisheriger Stellvertreter Mirko Wilde die Partei kommissarisch führen. Ich habe volles Vertrauen, dass er der richtige Mann ist, um diese Aufgabe zu meistern.

Es war spannend, beim Aufbau einer neuen Partei mitzuwirken. Insbesondere möchte ich Euch allen für die gute Zusammenarbeit, für die vielen herausfordernden Erfahrungen, für Euer Vertrauen und für Eure Unterstützung danken. Ich bleibe Euch mit Wertschätzung verbunden und würde mich freuen, wenn auch Ihr mir trotz meiner geänderten Auffassungen weiter gewogen bleibt.

Ich wünsche Euch viel Erfolg bei dem wichtigen Anliegen, eine neue und wahrhaft freiheitliche Kraft in Deutschland aufzubauen und politisch zu verankern.


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