28. Mai 2015

Staat und Freiheit Ironische Flagge

Wo das eine endet und das andere beginnt

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Bildquelle: shutterstock Geboren durch Gewalt: Das Land der Freien?

In der Parteihymne der NSDAP heißt es, „der Tag für Freiheit und für Brot“ würde anbrechen. Der Alliierte Kontrollrat hat dieses Lied 1945 verboten und die Bundesrepublik Deutschland hat dieses Verbot in Paragraph 86a StGB übernommen.

Wenn irgendwelche Idioten also Freiheit und Brot herbeisingen wollen, scheint dies für die neuen Herrscher derart gefährlich zu sein, dass sie sich bemüßigt fühlen, ein Lied zu verbieten. Mehr als lachhaft.

„Im roten Schein der Raketen und dem Knallen der Bomben in der Luft“, fragt die amerikanische Nationalhymne, ob das sternbesetzte Banner schon über dem Land der Freien und dem Heim der Tapferen wehe.

Das US-amerikanische Herrschaftssystem schließt, wie jedes andere Herrschaftssystem, Freiheit bereits performativ aus. Es entbehrt dann auch nicht einer gewissen Ironie, wenn gefragt wird, ob ein Symbol des gewaltsamen Zusammenschlusses von zuvor souveränen Landstrichen, ein Symbol der Sklaverei und des Rassismus, ein Symbol der militärischen Dominanz, bereits über dem Land von Freien wehe.

Ich jedenfalls würde dafür kämpfen, Lied und Banner singen und hissen zu dürfen, damit die Freien sich daran orientieren können, wo die Freiheit zu Ende ist.

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Facebook-Seite des Autors.


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