14. März 2015

Internationales Treffen für individuelle Freiheit im britischen Bournemouth Fokus auf gemeinsame Ziele und Synergien

Partei der Vernunft wird Gründungsmitglied der Internationalen Allianz Libertärer Parteien (IALP)

Dossierbild

eigentümlich frei dokumentiert an dieser Stelle eine Pressemitteilung der Partei der Vernunft vom 12. März 2015:

Am 6. März 2015 nahmen die Vertreter der Partei der Vernunft, Bundesgeschäftsführerin Maria Zanke und Bundesgeneralsekretär Dirk Hesse, am Gründungstreffen der International Alliance of Libertarian Parties (IALP) im südenglischen Bournemouth teil und unterzeichneten das Gründungsdokument.

Die Ziele der Allianz sind die Schaffung und Erweiterung eines weltweiten Netzwerkes unabhängiger, libertärer Parteien. Auf internationaler Ebene wollen die Mitglieder sich über politische Strategien, Taktiken, Erfahrungen und bewährte Methoden austauschen und Parteigründungen unterstützen. Die Allianz entwickelt damit eine globale Marke für libertäre, marktwirtschaftliche Perspektiven und Lösungen.

Zudem steht die IALP für aktive Veränderung in der Politik. Da nur libertäre Parteien Mitglieder sein können, unterscheidet sich die Allianz klar von Thinktanks und Diskussionsgruppen, mit denen sie nicht in Wettbewerb tritt.

Zu den Erstunterzeichnern gehören die Vertreter von libertären Parteien aus den USA, Großbritannien, Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Spanien, Italien, der Schweiz, Deutschland, Tschechien, Russland und Südafrika. Die offizielle Sprache wird britisches Englisch sein. Als legalen Sitz der Organisation entschieden sich die Mitglieder für die Schweiz.

Der auf zwei Jahre gewählte Vorsitzende, Geoffrey Neale (USA), betonte humorvoll: „Libertäre Menschen in einer Organisation zusammenzubringen ist in etwa so schwierig, wie eine Herde Katzen zu hüten.“

Folglich gaben sich die Mitglieder nur wenige Regeln, wählten einen Vorstand von minimaler Größe und zogen keine weiteren Hierarchieebenen ein.

Der nächste Schritt wird die Erstellung einer Webseite mit einem Diskussionsforum und internationalen Ansprechpartnern sein.

Libertäre definieren sich über das vollständige, uneingeschränkte Eigentumsrecht an sich selbst und den erwirtschafteten Früchten ihrer Arbeit. Sie stehen für ein selbstbestimmtes, eigenverantwortliches Leben und das Recht auf das Streben nach dem eigenen Glück. Anspruchsrechte gegen andere lehnen Libertäre ebenso ab wie die Bevormundung durch einen starken Staat. Stattdessen akzeptieren sie nur Ausschlussrechte und streben eine freie und gerechte Wirtschaft mit fairem Wettbewerb nach den Erkenntnissen der „Österreichischen Schule“ an, in welcher staatliche Eingriffe und besonders ein staatliches Währungsmonopol nichts verloren haben. Das Recht auf freie Wahl des Geldes sowie Vertragsfreiheit, die garantiert, dass das Recht auf freie Vereinbarungen ohne die Einmischung Dritter die Grundlage des gemeinschaftlichen Zusammenlebens bilden, sind die wichtigsten Kernforderungen der Libertären. So wurde der geringe Mitgliedsbeitrag für laufende Kosten der Organisation auch nicht in Dollar oder Euro definiert, sondern in Gold.

Maria Zanke: „Mich hat besonders die Harmonie und Konstruktivität der Teilnehmer beeindruckt, sowie deren Humor und die Entschlossenheit, für die Freiheit einzutreten.“ Dirk Hesse ergänzt: „Viele Menschen sind heute betrunken von lauter Staat. Der Weg zu mehr Freiheit und Demokratie, und darunter verstehe ich, dass ich selbst über die Verwendung meines verdienten Geldes entscheiden darf, ist noch weit. Wir sollten unseren Fokus auf das gemeinsame Ziel und Synergien ausrichten.“

Fanden Sie diesen Artikel interessant?

Dann werfen Sie einmal einen Blick in die aktuelle eigentümlich frei 150. In diesem Heft erwarten Sie ausführliche Hintergrundartikel zu unserem Schwerpunktthema „Heiße Phase im Kalten Krieg: Fiebermessen und Farbenlehre im neuen Ost-West-Konflikt“. Dazu finden Sie in ef 150 detaillierte Analysen der Pegida-Bewegung, eine Einschätzung zum Attentat auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“, eine Darstellung der Flügelkämpfe zwischen Alt- und Jung-Emanzen, eine Reportage von der Supermarktkasse, eine ausführliche Debatte über die Sterbehilfe, ein Lob auf den Tennissport, den pädagogischen Kern eines Computerspiels sowie Lifestyle, Musik, Autos, Film, Empfehlungen über ein sinnvolles Anlageverhalten während der lange nicht beendeten Finanzkrise und weitere Analysen aus ungewohnter Sicht. Dazu viele weitere Überraschungen und Informationen, die Sie andernorts vergeblich suchen werden. Als ef-Abonnent profitieren Sie zusätzlich vom erweiterten Online-Angebot, können das Heft auch digital lesen, erhalten Zugang zu neuen und älteren Ausgaben im Archiv und können Online-Artikel im Leserkreis kommentieren.

Einzelhefte und Abonnements finden Sie hier:

eigentümlich frei bestellen


Artikel bewerten

Artikel teilen

Facebook Icon Twitter Icon VZ Icon del.icio.us Logo Reddit Logo

Anzeigen

Kommentare

Die Kommentarfunktion (lesen und schreiben) steht exklusiv Abonnenten der Zeitschrift „eigentümlich frei“ zur Verfügung.

Wenn Sie Abonnent sind und bereits ein Benutzerkonto haben, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, nutzen Sie bitte das Registrierungsformular für Abonnenten.

Mit einem ef-Abonnement erhalten Sie zehn Mal im Jahr eine Zeitschrift (print und/oder elektronisch), die anders ist als andere. Dazu können Sie dann auch viele andere exklusive Inhalte lesen und kommentieren.

drucken

Dossier: Liberalismus

Mehr von Redaktion eigentümlich frei

Über Redaktion eigentümlich frei

Anzeige

ef-Einkaufspartner

Unterstützen Sie ef-online, indem Sie Ihren Amazon-Einkauf durch einen Klick auf diesen Linkstarten, oder auf ein Angebot in der unteren Box. Das kostet Sie nichts zusätzlich und hilft uns beim weiteren Ausbau des Angebots.

Anzeige