09. Dezember 2014

ef 149 Editorial

Heiße Eisen zur Winterzeit

Auf der ersten großen dreitägigen Konferenz, die wir mit eigentümlich frei Mitte November auf der Insel Usedom zum Thema Russland veranstaltet haben (Berichte dazu in diesem Heft), wurde es wieder besonders deutlich: Die schnellen Antworten, die einfachen Schuldzuweisungen, die alten und die neuen politischen Feindbilder – sie alle führen eher in die Irre, als dass sie weiterhelfen, und sei es nur bei der Analyse der Probleme.

In diesem Heft möchten wir uns einem weiteren „heißen Eisen“ nähern, das von vielen in diesen Tagen nur noch allzu einseitig mit Freund-Feind-Vokabeln (von beiden Seiten der politischen Frontstellungen) betrachtet wird: dem Islam. So einfach wollen wir es uns nicht machen. Wir beleuchten in diesem Heft fünf Aspekte zum Thema, die – wie wir finden – häufig vernachlässigt werden. Als Autoren konnten wir dafür sowohl Islam-Kritiker als auch einen kenntnisreichen Muslim mit ökonomischem Interesse gewinnen.

Uns geht es beim Thema Islam nicht um Schelte an der Religion, an ihrem Propheten oder am Koran. Der Glaube anderer ist tabu, so lautete einmal der Standard in kultivierten Kreisen, lange bevor deutsche Medien über Pussy Riot zu jubeln begannen. Aber der Islam hat auch eine politische Komponente, und dabei ist Kritik nicht nur zulässig, sondern geboten. Lassen Sie sich also überraschen – und betrachten Sie den Islam aus eigentümlich freier Perspektive. Dabei kann es nur um einzelne Facetten gehen, die das Bild langsam schärfen. Fortsetzung folgt – denn das Thema bleibt uns erhalten.

Insofern wünsche ich wie immer und auch bei den anderen Inhalten viel Lesefreude und Erkenntnisgewinn – bleiben Sie uns gewogen!

Information

Diesen Artikel finden Sie gedruckt zusammen mit vielen exklusiv nur dort publizierten Beiträgen in der am 13. Dezember erscheinenden Jan./Feb.-Ausgabe eigentümlich frei Nr. 149.


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