26. Mai 2014

Europawahl 2014 in Deutschland Zwölf Sätze für ein Halleluja

Ab dafür

Würden Wahlen etwas ändern, wären sie verboten. So ein alter Spruch der 68er-Spontis. Vielleicht hatten sie ja nicht in allem Unrecht. Zwölf Sätze müssen reichen. 

SPD

Die Würselen-Version von Conchita Wurst hat die Wahl gewonnen, auch weil die SPD mit rechtspopulistischen Werbeanzeigen nach Herkunft der Kandidaten diskriminierte.

CDU

Elmar Brok ist als Wurst mit halben Bart zwar doppelt so deutsch, aber nur drei Viertel so sexy.

CSU

Eine Stasitante aus Mecklenburg wird in Bayern zur Not mannhaft ertragen, ein Saupreiß aus Luxemburg geht zu weit.

Grüne

Sag mir, wo die Beamten und Sozialarbeiter sind, wo sind sie geblieben?

Linke

Niemand hat 25 Jahre nach dem Fall der Mauer die Absicht, eine solche zu errichten – die Kommunisten bleiben die deutscheste Konstante.

FDP

Wie schon bei der Bundestagswahl zwei Drittel der ehemaligen Wähler konsequent veräppelt und deshalb sozial gerecht für immer verloren (an die AfD).

AfD

Sieben Sitze, bunte Truppe (wird sie fünf Jahre zusammenhalten?), Gratulation – aber Lucke will kein Farage sein und ist es auch nicht.

Freie Wähler, Tierschutzpartei, ÖDP, Familienpartei

Die FDP locker überholt, zusammengerechnet, bald auch einzeln.

NPD

Ein deutscher Nazi im Europaparlament, die Medien in ganz Europa wird’s freuen.

Piraten

Auf Augenhöhe mit der NPD, in jeder Beziehung – nur wird ihr Abgeordneter ein Beisitzer der Grünen-Fraktion, soviel zur „Unverwechselbarkeit eines einmaligen Politikansatzes“.

Die Partei

Ja, die hat immer recht; mehr Satire als die anderen ist sie nicht.

Das Universum und der ganze Rest

Die Freunde der kleinen, feinen Partei der Vernunft (PdV), die schon am Wahlantritt scheiterten, dürfen sich im Vergleich mit den müden Kriegern von REP, DKP, AUF, Pro NRW, PBC, MLPD und vielen anderen als die moralischen Sieger fühlen; sie durften den Frühsommer diesseits eines Drecksgeschäfts genießen – weiter so!


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