24. Januar 2014

AfD-Klimapolitik „Auch hier bitte klare Kante!“

Interview mit Michael Limburg

Die Alternative für Deutschland wird am Samstag in Aschaffenburg die Kandidaten für die Europaliste wählen, ef sprach mit einem weiteren Kandidaten: Michael Limburg ist Gründungsmitglied des Europäischen Instituts für Klima und Energie (EIKE) und heute als dessen Vizepräsident zuständig für die Bereiche Politik und Wirtschaft. Er führt Forschungsarbeiten zu Klimathemen durch, hält Vorträge und veröffentlicht Fachaufsätze in nationalen und internationalen Magazinen. Zudem ist er stellvertretender Vorsitzender des Bundesfachausschusses Energie der AfD.

ef: Herr Limburg, Sie bewerben sich in Aschaffenburg für einen aussichtsreichen Listenplatz beim Europawahl-Parteitag der AfD. Mit welchen Zielen?

Limburg: Mein Thema ist die bei uns eingeleitete Energiewende. Sie ist in ihrer Wirkung, finanziell wie gesellschaftlich, noch viel verheerender als die Eurokrise. Denn sie führt nicht ins Nichts, wie der eurokritische Ökonom Hans Werner Sinn jüngst in einem vielbeachteten Vortrag ausführte, sondern direkt ins Elend.

ef: Wie das?

Limburg: Die Kosten der Energiewende werden sich auf viele Billionen Euro belaufen, von denen jetzt schon durch zum Beispiel die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare Energiengesetz (EEG) cirka 700 Milliarden Euro von uns – den Verbrauchern – bezahlt wurden. Parallel zur Energieverteuerung und dadurch ausgelöst, bauen die Unternehmen massenhaft wertschöpfende Arbeitsplatze ab. Das heißt, bei der größten Umverteilung von unten nach oben, die es seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges in diesem Lande gegeben hat - 80 Millionen Deutsche zahlen per EEG-Umlage in die Taschen weniger, und dies auf 20 Jahre garantiert – werden auch noch Arbeitsplätze in großer Zahl auf Nimmerwiedersehen hierzulande verschwinden.

ef: Sind Sie neidisch auf die Einkünfte der Wenigen, die sich die „Erneuerbaren Anlagen“ leisten können?

Limburg: Nein, denn diese Leute müssen erkennen, dass dass ihre Einkünfte allein zu Lasten ihrer Nachbarn erzielt werden – und deswegen nicht von Dauer sein können. Zumal kein erkennbarer Nutzen durch den Ersatz herkömmlicher sicherer, umweltschonender und billiger Energiequellen durch „Erneuerbare“ gegeben ist. Die EU hat mit Ihrer Klimagesetzgebung und den darin enthaltenen diversen Richtlinien wie Ökodesignrichtlinie, 20-20-20-Regel, Glühlampenverbot, Emissionshandel, Flugverkehrsabgabe und so weiter einen gehörigen Anteil daran, ohne dass sie damit irgendetwas am Welt-Klima, genauer gesagt an der Welt-Erwärmung oder an den CO2 Emissionen ändern könnte. Zumal die Erwärmung seit nunmehr 17 Jahren entgegen allen Prognosen stagniert.

ef: Sie möchten all diese Richtlinien ebenso wie die Energiewende ersatzlos abschaffen?

Limburg: Richtig, genau dafür will ich mich mit aller Kraft, Kompetenz und Aktivität einsetzen. Die Energiewende wird das beherrschende Thema zur Europawahl und darüber hinaus werden, da bin ich mir ganz sicher.

Michael Limburg ist neben Konrad Adam, Petr Bystron, Alexander Dilger, Torsten Heinrich, Hans-Olaf Henkel, Dagmar Metzger und Beatrix von Storch einer von acht ef-Autoren, die am Samstag für die AfD-Liste zum Europaparlament voraussichtlich kandidieren werden.


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