10. Dezember 2013

Lindner, Behlen, Schäffler Neues aus dem Bunker

Bevor wir die FDP ganz übersehen

Na gut, gönnen wir uns doch noch beinahe drei Sätze zur Fast-Drei-Prozentkombo nach ihrem Bundesparteitag.

Christian Westerwelle, der neue Rhetorikroboter an der Spitze, plädierte in seiner vielgelobten Vorstellungsrede (reden konnten sie immer gut…) für einen „Staat, der in seinen Kernaufgaben Bildung und Betreuung überzeugt“ – 79 Prozent der FDP-Delegierten stimmten freudig zu, ein paar theoretisch argumentierende Libertäre benörgelten den heraufziehenden FDP-Nanny-Staat (auch das noch).

Gegenkandidat Jörg Behlen dagegen meinte, „wir haben Steuern- und Abgabenquoten für untere Einkommensschichten, die asozial sind“ – ein paar theoretisch argumentierende Libertäre riefen „recht hat er“, 90,6 Prozent der FDP-Delegierten lehnten das soziale Angebot dankend ab.

Klar, dass vor einem solchen Publikum „verdienter Kommunalpolitiker“ – das sind in der FDP jene Aufsichtsratsmitglieder der Kreiswerke, Schulplaner, Umweltentwickler und Sparkassenstiftungskuratoren, die in genau dieser Partei landeten, weil die entsprechenden Fachausschüsse der CDU und SPD schon besetzt waren (typischer O-Ton in jenen Kreisen: „Liberalismus, was ist das denn?) – auch Euro-Fighter Frank Schäffler abschmierte, alles wenig überraschend; wenn allerdings nach dem Parteitag einer der hier schon genannten Personen im Glashaus seiner Kandidatur ausgerechnet Frank Schäffler öffentlich einen „Egotrip“ vorwirft, dann darf man das an dieser Stelle – hier stehe ich und kann nicht anders – durchaus verblüfft kommentieren: Mein lieber Mann, das ist Bullshit, nein das ist eine Frechheit!


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