21. Mai 2013

ef 133 Editorial

Schäffler wählen heißt FDP-Luschen quälen!

Unser Kolumnist Frank Schäffler ist seit Jahren der einsame Kämpfer für Eigentum und Recht und Freiheit innerhalb einer verlotterten FDP, die in der Regierung all das verraten hat, wofür sie im Wahlkampf 2009 noch zu kämpfen vorgab. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die gelbsozialdemokratischen Euro-Retter ihre Soße auch noch mit dem Mindestlohnquatsch verfeinerten. Frank Schäffler hält mit seinem Liberalen Aufbruch stets dagegen – eine Minderheit zwar, aber eine feine. Nun haben FDP-Wähler, die in der Vergangenheit mangels Alternative oft beide Augen am Wahltag zugedrückt haben, diesmal bundesweit eine Alternative – die Alternative für Deutschland (AfD). Die ist zwar längst nicht so liberal wie Schäfflers Aufbruch – Parteichef Lucke fordert etwa einheitliche europäische Steuersätze, wo Schäffler auch innerhalb Deutschlands für Steuerwettbewerb eintritt –, aber das kleinere Übel im Vergleich zur FDP könnte sie für viele dennoch sein. Es ist nicht ausgeschlossen, dass am 22. September die AfD über und die FDP unter fünf Prozent landet, dass die Blauen die Gelben im Bundestag ersetzen. Und das hätte Folgen. Unter anderem könnte und müsste sich die FDP dann außerparlamentarisch erneuern – ein Liberaler Aufbruch wäre gefragt.

Und jetzt der Clou: Frank Schäffler ist auch Direktkandidat im ostwestfälischen Wahlkreis 133 (ehemals 134) Herford-Minden-Lübbecke II. Wer dort die meisten Erststimmen holt, ist unabhängig vom Parteiergebnis direkt in den Bundestag gewählt. Schäffler plant nun mit einem jungen engagierten Team einen Sonderwahlkampf inklusive betreutem Sommercamp für die Helfer in der Zeit vom 30. August bis 4. September. Liberale und libertäre Mitstreiter werden dafür ebenso noch gesucht wie finanzielle Unterstützer. Beide sollten sich über Facebook oder seine Homepage bei Frank Schäffler melden. Geplant ist in dieser Zeit eine Großveranstaltung mit Überraschungsgästen aus ganz Europa, originelle Guerillawerbung und ganz klassisch der Häuserwahlkampf von Tür zu Tür. Die Ausgangslage: 2009 lag der SPD-Kandidat mit 38,5 Prozent knapp vor dem CDU-Mann (37,7 Prozent). Bereits an dritter Stelle folgte der damals bundesweit noch kaum bekannte Frank Schäffler mit 9,6 Prozent. Die beiden anderen Direktkandidaten erhielten zusammen 14,2 Prozent. Das bedeutet, dass bei einem außergewöhnlich eindrucksvollen Wahlkampf dem Eurofighter Schäffler 30 Prozent der Stimmen (oder absolut knapp 50.000 Wähler) reichen könnten, sofern sich die anderen ein wenig gegenseitig neutralisieren. Dann hätte die FDP womöglich vier Jahre lang nur einen Abgeordneten im Bundestag – und der wäre ein sturer ostwestfälischer Liberaler von echtem Schrot und Korn. Bald auch der neue Vorsitzende? Ein faszinierendes Szenario ist es jedenfalls – und nichts ist unmöglich: Das grüne Enfant terrible Hans-Christian Ströbele hat es mit einem personenbezogenen Wahlkampf gegen die eigene Partei mit Slogans wie „Ströbele wählen heißt Fischer quälen“ in Berlin dreimal hintereinander geschafft. ef-Leser dürfen also gerne dabei sein und kräftig mithelfen: Go, Frank, go! Oder: Schäffler wählen heißt FDP-Luschen quälen!

Etwas anderes: Vielleicht haben Sie es in den letzten Monaten bereits wahrgenommen: Im 16. Jahrgang wagt eigentümlich frei zunehmend etwas Neues – die Königsdisziplin: Früher haben wir den bescheidenen Mitteln gemäß berichtet und kommentiert, mehr und mehr aber möchten wir nun zusätzlich auch investigativen Journalismus betreiben. Federführend bauen unsere Autoren Henning Lindhoff und Holger Thuß diesen neuen Zweig auf. Wir erweitern damit ef um ein Feld, das mit besonders hoher Seriosität beackert werden muss. Wir wollen insbesondere auf Missstände aufmerksam machen, die von den führenden Medien vernachlässigt werden, etwa die Verflechtungen der Grünen mit der Ökoindustrie, der Sozialdemokraten mit der Sozialindustrie, allgemein der Linken mit der Betreuungsindustrie, der Währungspolitik mit der Finanzindustrie und ähnliche nationale und internationale Verflechtungen des politmedialen Komplexes, die bislang wenig bekannt sind.

Bei der Recherche können uns unsere Leser helfen. Sie haben interessante Dokumente, die bislang Ungeahntes verraten? Sie haben Informationen, die den Lauf der Geschichte in ein neues Licht rücken werden? Sie hatten Kontakt zu Hintermännern und Drahtziehern von Big Government und Big Business? Dann schreiben Sie eine E-Mail an unsere neue Enthüllungsabteilung: investigativ@ef-magazin.de. Unser Team wird sich fachkundig mit Ihren Informationen auseinandersetzen und verdächtigen Spuren folgen. Unterstützen Sie uns also, die Machenschaften von Big Brother und seinen Freunden aufzudecken. Kein Fußbreit! Der Freiheit eine Stimme.

Information

Diesen Artikel finden Sie gedruckt zusammen mit vielen exklusiv nur dort publizierten Beiträgen in der am 27. Mai erscheinenden Juni-Ausgabe eigentümlich frei Nr. 133


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