16. Mai 2013

Wochenwahnwitz Nächste Runde

Von den Machern von „Eraserstate“, „Aus Mangel an Beweisen“ und „Zeit der Umschuldung“ kommt nun „Tax Trek: Endgame“

Der surreale, groteske und bizarre Wettbewerb um die beste Horror- oder Tragikomödie mit starken zeitgeschichtlichen Bezügen produziert auch weiterhin einen Knaller nach dem anderen. Wer glaubte, die „Saw“-Reihe sei schon schlimm gewesen oder die „Hostel“-Filme Eli Roths eine Zumutung für Filmfans, sollte die turbulente Echtzeitreihe „24 : Depravation“ im Auge behalten. Es wird wohl wirklich immer doller.

Das Assad-Regime in Syrien hatte angesichts seiner prekären Lage eine brillante Idee, wie es den nunmehr schon seit Jahren dauernden Attacken importierten Terrors trotzen und sich um eine Entspannung der Situation bemühen könnte: Es sprengte an der syrisch-türkischen Grenze Autos in die Luft. Behauptete zumindest der türkische Innenminister. Das schreit nach einem Vergeltungsschlag! Man habe handfeste Beweise für einen pro-Assadschen Hintergrund der Untaten. Wie immer vergaß man jedoch, durch Einnahme von Knoblauchpillen der Marke „Ilya Rogoff“ sein Gedächtnis in Schuss zu halten und ließ das unwiderlegbare Beweismaterial daher dummerweise auf dem Küchentisch liegen. Dafür, dass dann wahrscheinlich auch noch eine Katze auf selbigen sprang und durch Umwerfen einer vollen Kanne Kaffees die Unterlagen unlesbar machte, kann man nichts – höhere Gewalt!

Auch US-Außenphilister John Kerry, eine der mit Abstand schmierigsten Gestalten internationaler Politik, zudem Auswurf des Soziopathenzüchtervereins „Skull & Bones“, eines  Clubs für moralisch besonders verdorbene und skrupellose Spukgestalten an der Yale-Universität, sprach wieder einmal von „eindeutigen“ Beweisen für den Einsatz von C-Waffen durch syrische Regierungstruppen. Allerdings konnte auch er sich nicht mehr erinnern, wo genau sein Hund das stichhaltige Datenmaterial im Garten verscharrt hatte. So blieb es wie immer lediglich bei vollmundigen Vorwürfen und Anschuldigungen. Hauptsache, man hat einen Grund, mit dem Feuer zu spielen – auf Basis unbewiesener Behauptungen. Wann die Mehrheit der Menschen endlich auf die Idee kommen wird, das machtgierige politische Gesindel jedweder Couleur, das pyromanische Gesocks und Gelump dafür, unentwegt an der Welt herumzukokeln, aus dem Sonnensystem scheucht, ist leider noch unklar.

In Deutschland monierten unterdessen die Anwälte Beate Zschäpes, nicht ernstgenommen zu werden. Man lache sie aus. Kein Wunder. Wie soll man diesen ganzen Prozess überhaupt noch ernstnehmen? Täte man dies, bliebe einem nichts anderes übrig, als seine Koffer zu packen und Deutschland eingedenk dieses ekelhaften Schmierentheaters den Rücken zu kehren. Man kann es nur mit viel schwarzem Humor ertragen. Die Verwicklung auch ausländischer Geheimdienste in die Morde sowie die Verbindungen zur organisierten Kriminalität kommen ja eh nicht zur Sprache und werden wahrscheinlich auch nie hundertprozentig aufgedeckt. Wer sich für die Hintergründe interessiert, dem sei die reichhaltige NSU-Spezialausgabe des „Compact“-Magazins empfohlen. Vor der Lektüre sollte man jedoch sicherheitshalber Baldriantropfen oder eine Jumbopackung Valium bereitstellen, denn das Ausmaß der Mauschelei zerhaut zweifellos auch den stärksten Kreislauf.

Nun kurz zu einem personellen Treppen-, besser Kugelwitz der deutschen Politikgeschichte: Der an Steuergeldern satt und rund gefutterte Sigmar „Siggi Pop“ Gabriel warnte potentielle Wähler eindringlich davor, ihr Kreuzchen bei der SPD zu machen, indem er durch den Vorschlag einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen lediglich auf diejenige in seinem Kopf zurückverwies. Mag man im Hause Gabriel auch glauben, sich mit solchen albernen Vorstößen als Öko-Gutmensch etablieren zu können, schüttelten selbst viele überzeugte Sozialdemokraten angesichts des Gabrielschen Näpfchenneids nur den Kopf, und das soll was heißen (Näpfchenneid, der: ein Gefühl der Eifersucht und Missgunst gegenüber dem Fettnäpfchenrekord Peer Bankenbrücks).

Die Grünen wollen ihre pädophile Vergangenheit aufarbeiten. Es wird auch Zeit, dass sie erwachsen werden. Nun könnte man ja ganz geschmacklose, böse Witzchen über die Vorliebe mancher Grüner für Sex mit Kindern machen: Natürlich fühlen sie sich zu Kleineren hingezogen, da kein geistbegabter Erwachsener mit einem Mindestmaß an Selbstachtung und Stolz sich auf sie einlassen würde. Wer gibt freiwillig seine Stimme einer Partei, die Gestalten wie Claudia Roth und Cem Özdemir zu ihren Vorsitzenden macht? Man sollte aber nicht zu sehr auf den Grünen herumhacken, da Pädophilie auf dem politischen Parkett gerade ganz allgemein hoch im Kurs steht. Obwohl man bei diesem Verhalten, zukünftigen Kindern Schuldenberge zu hinterlassen, strenggenommen eher von „Vergewaltigungsphantasien mit zeugungstechnisch angedachten Generationen“ sprechen sollte.

Und um den Eindruck grüner Weltentrücktheit und pubertären Problembewusstseins noch um ein Vielfaches zu verstärken, schlug Marianne Bukert-Eulitz unlängst eine Miss-Wahl für „weniger schöne Frauen“ vor. Eine erstaunliche Karriere haben sie hingelegt, diese Grünen. Von der Anti-Establishment-Partei zur Telefonseelsorge des Bundestages für Dr.-Sommer-Patienten. Mein Vorschlag: Eine Schönheitssteuer, nein, klingt schlecht, besser: ein Attraktivitäts-Soli, zahlbar von Besseraussehenden (passt auch prima zu Besserverdienenden!), verwaltet vom neu einzurichtenden Bundesministerium für Bauch, Beine und Po. Übrigens: Sowas gab‘s schon. Also, Schönheitswettbewerbe für molligere Damen beispielsweise, die nicht dem Ideal der Modewelt entsprechen, das bekanntlich verlangt, auszusehen wie ein von einem Schwarm Piranhas blitzsauber abgenagtes Frettchen. Ich zweifle ja auch immer an den Naturgesetzen, wenn ich solche bulimischen Beauties über den Catwalk staksen sehe: Können zwei Kohlenstoff-Nanoröhrchen wirklich das Gewicht eines Menschen tragen? Egal, entscheidend ist, dass die Leute solche Wettbewerbe schon ganz alleine organisieren, wenn sie es für nötig halten. Dazu brauchen sie keine Geistesblitze aus dem politischen Gouvernantenstadl.

In Frankreich liebäugelt man mit einer Steuer auf Smartphones. Das ist allerdings nicht smart, sondern einfach nur phony und fiskalistisch allzu fishy. Smells like thief spirit. Die Leadsänger des Steuer-Grunge und ihre willfährigen Enteignungsmafiosi lassen sich immer was Neues einfallen, um ihren Bürgern auch noch den letzten Cent zu stehlen. Und das natürlich nicht nur in Frankreich. Machen sie so weiter, wird es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die nächste große Revolte an die Tür klopft. Es gibt jedoch einen praktikablen Ausweg aus dieser Situation, den ich hiermit der Öffentlichkeit zur Restrukturierung Deutschlands vorschlagen möchte. Die Bürger erklären sich solidarisch und spalten das Land einfach vom Regierungsviertel in Berlin ab. Ich nenne diesen Vorschlag die „Zweistaatenlösung“, oder vielleicht besser: Zwergstaatenlösung. Dann hätten wir eine neu zu gründende Bundesrepublik, der man beispielsweise den Namen „FBRD“ geben könnte („Freibürgerliche Bundesrepublik Deutschland“) sowie einen Zwergstaat namens „Etatanien“ oder „Fiskalien“. Um das Problem illegaler Zuwanderung radikalfiskalistischer Migranten mit Verbindungen zum internationalen Finanzterrorismus zu lösen, könnte man diesen Mini- oder Monopolstaat auf eine künstlich geschaffene Insel im Bodensee verlegen, dessen Gewässer von Haifischen patroulliert werden. Ein Bekannter von mir wandte zwar ein, dies ergäbe keinen Sinn, da Haifische und Fiskalisten artverwandt seien und somit der Abschreckungseffekt verloren ginge. Sein Vorschlag, den See unter Starkstrom zu setzen, ist jedoch zu energieintensiv und kostspielig, also nicht nachhaltig. Allerdings könnte man durch das Aufstellen von Laufrädern einen großen Teil des Stroms von den etatistischen Insulanern (auch unter dem Kürzel „ETA“ bekannt) selbst produzieren lassen. Wär‘ das was?

Der Vorsitzende der „SafD“, der Scheinalternative für Deutschland, möchte Berichten zufolge der NPD Personal abwerben. Viel zu umständlich. Einfach eine E-Mail an den Verfassungsschutz mit der Bitte um Bereitstellung neuer V-Leute schicken, fertig. Bei den systemisch eingetupperten Scheindemokraten gab man sich empört: Nun zeige die „SafD“ ihr wahres Gesicht. Na, dann sind sie doch in bester Gesellschaft. Schließlich haben Parteien wie die „Charybdisch-Demophobe Union“ (CDU), die „Sozialdemiurgische Partei Deutschlands“ (SPD), die „Fried Democrats Party“ (FDP) sowie das „Bündnis 90/80/90“ ihr wahres Gesicht ja schon gezeigt. Dann käme eben noch ein kleines Stück Wahrhaftigkeit hinzu. Es geht aufwärts.


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