André F. Lichtschlag

Jg. 1968, Gründer und Herausgeber der Zeitschrift "eigentümlich frei", Verleger (ef und Lichtschlag Buchverlag).

Internet: André F. Lichtschlag auf eifrei.de

ef investigativ

Haben Sie Informationen oder Dokumente für uns? Hier können Sie unserem Investigativ-Team eine Nachricht schreiben.

investigativ@ef-magazin.de

ef auf Facebook

Besuchen Sie uns auch auf Facebook:
facebook.com/efmagazin

Anzeige

ef 129: Editorial

von André F. Lichtschlag

Allen Lesern erholsame und gesegnete Weihnachtstage

17. Dezember 2012

Wir heißen das neue Jahr willkommen, nun also 2013. Wahljahr in Deutschland. Interessiert das noch jemanden? Würde eine Regierung Steinbrück-Trittin in entscheidenden Punkten wirklich gefährlicher sein als Merkel-Westerwelle? Eher nicht. Vermutlich weniger schlimm, legen doch erfahrungsgemäß linke Regierungen eher rechts aus und umgekehrt, weil dort die Opposition ihnen den Rücken freihält. Rot-Grün unter Schröder verschaffte dem Arbeitsmarkt immerhin etwas mehr Freiheit und reformierte die Sozialhilfe geringfügig in Richtung Arbeitsanreize durch die Hartz-Gesetze. Schwarz-Gelb dagegen haben wir einen noch einmal verschärften Linkskurs zu verdanken: Energiewende, massiver Staats-, Krippen- und Schuldenausbau und so manches Kuckucksei mehr. Die politische Interventionsspirale dreht längst im Rekordtempo.

Rückblick: Kaum je seit 1930 ist eine Partei so senkrecht aus dem Nichts aufgestiegen (worden) wie die Piraten. Ui, da waren sie da, just als die Unzufriedenheit über die Eurorettung und gegen unsere Parteienoligarchie drohte, in spürbare Opposition auf Straßen und in Parlamenten umzuschlagen. Piraten als Blitzableiter. Hätte es sie nicht plötzlich gegeben, man hätte sie erfinden müssen. Jetzt verschwinden sie womöglich so schnell, wie sie gekommen waren. „The Show must go on.“ Vielleicht ab Herbst in neuen Modefarben: schwarz-grün. Was auch keinen wirklichen Unterschied macht, da die Politik unter Merkel ohnehin „alternativlos“ ist.

Friedensnobelpreistreiber Obama wurde bereits wiedergewählt. Die Granden der EUdSSR sind seine würdigen Nachlader beim Erhalt des modernen Leninordens. Haben Sie das Foto gesehen, auf dem Schulz, Barroso und Van Rompuy die Urkunden in Oslo in Empfang nehmen? Grandiose Karikaturen von Breschnew, Honecker und Andropow. Volkssturmmänner der aktuellen Herrscherkaste. Unsere Enkel werden das Foto in jedem ihrer elektronischen Geschichtsbücher wiederfinden. Versehen mit den pädagogischen Fragen: Wie konntet Ihr das zulassen? Warum habt Ihr nichts dagegen getan?

Noch lacht das letzte Aufgebot. Die elektronischen Gelddruckpressen laufen auf Vollgas, um noch einmal die letzte heiße Luft ins System zu blasen. Vieles erinnert an das Jahr 1913, das letzte Friedensjahr vor Ausbruch der großen Katastrophe in Europa. So mancher Wirtschaftsexperte datiert den Zeitpunkt des bevorstehenden Zusammenbruchs unseres Schuldenfinanzsystems als Beginn der Katastrophe auch in diesem Jahrhundert ins Jahr 14. Wird es dann auch Krieg geben? Was passiert in Syrien? Im Iran? Immerhin: Wir hätten noch ein Friedensjahr. Und sollten das genießen.

Die meisten Leser wird dieses Heft noch vor den Festtagen erreichen. Ihnen wünsche ich von Herzen erholsame und gesegnete Weihnachtstage! Und allen einen guten Rutsch und vor allem Gesundheit und Frieden im neuen Jahr! Bleiben Sie uns gewogen. Geschichte – das mag Trost und Hoffnung zugleich sein – ist niemals vorbestimmt. Vielleicht kommt alles ganz anders. Es hängt auch von uns selbst ab. Und deshalb gilt mehr denn je: Kein Fußbreit den neusozialistischen Ausbeutern aller Parteien! Mehr Freiheit!

Information

Diesen Artikel finden Sie gedruckt zusammen mit vielen exklusiv nur dort publizierten Beiträgen in der am 22. Dezember erscheinenden Jan./Feb.-Ausgabe eigentümlich frei Nr. 129

Unterstützen Sie ef-online

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien.
Klicken Sie hier für Informationen zur Fördermitgliedschaft.

Testen Sie eigentümlich frei

Prominente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht.

Diesen Artikel teilen

Anzeigen

Kommentare


Der Kommentarbereich für diesen Artikel wurde geschlossen.

Anzeige