Mario Fleischmann

Mario Fleischmann, Jahrgang 1990, studiert Ressortjournalismus in Ansbach, erstellte die Internetseite Mises-media.de und arbeitet derzeit als Praktikant für eigentümlich frei.

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Presseschau 28.11.2012: Nachrichten aus dem Netz

von Mario Fleischmann

Bemerkenswertes aus Wirtschaft, Kultur und Politik

28. November 2012

Frank-Schäffler.de

Die Eurogruppe breche ihre eigenen Regeln, kritisiert der FDP-Finanzexperte Frank Schäffler. Jetzt würden alle roten Linien überschritten. Es sei völlig klar, dass die Griechenland-Hilfe staatlich finanziert wird. Das bedeute, dass die Steuerzahler nun dafür aufkommen müssen. Die Eurogruppe breche ihre selbstgegebenen Regeln, dass Griechenland bis zum Jahr 2020 die Verschuldung auf 120,5 Prozent reduziert haben muss. Griechenland habe im Euro keine Chance, Investoren zu finden. Hier finde eine Insolvenzverschleppung statt, um die Eurozone um jeden Preis zusammenzuhalten. Die Bundesbank werde nun genötigt, Gewinne auszuschütten. Wenn man die Bundesbank zwingt, ihre Gewinnverwendung nach tagespolitischer Opportunität zu gestalten, gehe man jedoch an ihre Unabhängigkeit heran. Die Bundesbank wird darauf pochen, keine Gewinne auszuschütten. Dann werden die Griechenlandkosten kassenwirksam. Das bedeutet, das Geld muss aus dem Bundeshaushalt 2013 finanziert werden, und der Steuerzahler wird zur Kasse gebeten. Rund drei Milliarden Euro sind es, die an anderer Stelle fehlen. „Der Bundestag und alle Deutschen werden getäuscht“

Handelsblatt.com

Das Leistungsschutzgesetz soll den Presseverlagen einen Schutz vor „systematischen Zugriffen auf die verlegerische Leistung durch die Anbieter von Suchmaschinen“ gewähren. Das sei geboten, weil das Geschäftsmodell von Google und Co. „in besonderer Weise darauf ausgerichtet ist, für die eigene Wertschöpfung auch auf die verlegerische Leistung zuzugreifen“. Nicht gelten soll die Regelung für Blogger, Unternehmen der sonstigen gewerblichen Wirtschaft, Verbände, Rechtsanwaltskanzleien oder private beziehungsweise ehrenamtliche Nutzer. Aber wer profitiert eigentlich von wem? Für die Medienhäuser ist die Suchmaschine mindestens genauso wichtig wie die Verlage für Google. Die Suchmaschine leitet ihnen Massen an Besuchern zu – jeden Monat eine Milliarde Klicks weltweit. Warum die Google-Steuer schädlich ist

Zeit.de

Rating-Agenturen müssen sich in der Europäischen Union künftig einer strengeren Kontrolle unterziehen. Das sehen neue Regeln vor, auf die sich Vertreter der EU-Kommission, des Europaparlaments und der EU-Staaten geeinigt haben. Künftig sollen die Agenturen für „grobe Fehlentscheidungen“ haftbar sein. Zentrales Anliegen der neuen Regelungen ist eine schärfere Vorgabe für die Notenveröffentlichung. Die Agenturen müssen in einem Kalender vorher festlegen, wann sie Ratings vergeben. Deren Bekanntgabe soll auf einer europäischen Plattform erfolgen. Die Veröffentlichung soll nur außerhalb der Geschäftszeiten und mindestens eine Stunde vor der Öffnung der europäischen Börsen möglich sein. Die Forderung, Länderbewertungen auszusetzen, solange Rettungsprogramme organisiert werden, steht allerdings nicht mehr zur Diskussion. EU-Staaten einigen sich auf strengere Regeln für Rating-Agenturen

FAZ.net

Es gibt Angriffe, die sich als Geschenk erweisen. Vor einigen Tagen entschieden Mitarbeiter eines Jugendamts im nordenglischen Rotherham, einem Ehepaar seine Pflegekinder wegzunehmen, weil das Paar der „United Kingdom Independence Party“ angehört. Mitglieder einer „rassistischen Partei“ böten kein geeignetes Umfeld für Kinder. Rasch griff die Empörung aufs Land über. Repräsentanten aller Parteien sahen sich plötzlich gezwungen, die Entscheidung zu hinterfragen. Für den UKIP-Führer Nigel Farage sind damit gute Zeiten angebrochen. Die UKIP freut sich nicht nur, weil ausgerechnet in Rotherham an diesem Samstag Nachwahlen abgehalten werden. Erstmals findet sich die Anti-EU-Partei in der Position wieder, von allen Seiten des Parteienspektrums als politische Kraft verteidigt zu werden. Wegen ihrer Forderung nach einem Austrittsreferendum wurde die UKIP lange Zeit als „Ein-Punkt-Partei“ bezeichnet. Das entspricht auch ihrer Gründungslogik. Entstanden ist sie aus Protest gegen den Maastricht-Vertrag, der 1992 die damalige EG zur politischen Union umformte. Doch ab 2006 baute sie ihr Programm aus und vermischte konservative Ansichten mit liberalen.  Gute Tage für einen talentierten Mann

Thorsten Polleit auf MisesDE.org

Wenn die Inflation ein gewisses Maß überschreitet, verleitet sie jedermann zur Aufzehrung seines Vermögens; sie hemmt das Sparen und damit die Neubildung von Kapital. Sie fördert die konfiskatorische Steuerpolitik. Der Hinweis auf die hohen Scheingewinne, die man den Unternehmern nachzuweisen vermag, bildet ein ganz vortreffliches Mittel zur Entfachung der Wut des Volkes. Damit vermag man unschwer, alle Unternehmertätigkeit als ,,Schieberei“, als Schwindel und Schmarotzertum, hinzustellen. Und wenn dann schließlich das Geldwesen durch die hemmungslose, lawinenartig anschwellende Neuausgabe von Noten ganz zusammenbricht, dann bietet das Chaos die günstigste Gelegenheit, um das Werk der Zerstörung zu vollenden. Das letzte Wort des Destruktionismus ist die Inflation

Freitum.de im Interview mit Stefan Blankertz

Der promovierte Soziologe und habilitierte Pädagoge Stefan Blankertz gilt im deutschsprachigen Raum als libertäre Koryphäe. Sein „libertäres Manifest“ ist eines der wichtigsten freiheitlichen Werke der jüngeren Vergangenheit. Blankertz vertritt in konsequenter Weise anarchokapitalistische Positionen. Derzeit beglückt er die libertäre Community mit einer editierten Neufassung seines ,,libertären Manifests“ und einer neuen Herausgabe der deutschsprachigen Fassung von Murray Rothbards Klassiker ,,For a new Liberty“. Ein libertäres Manifest für eine neue Freiheit, ohne Zugeständnisse: Stefan Blankertz im Gespräch

Deutsche-Wirtschafts-Nachrichten.de

Bald können US-Bürger mit Hilfe von frei verkäuflichen 3D-Druckern komplexe Werkzeuge, Kunstgegenstände und auch Waffen bequem von zu Hause aus herstellen. Entsprechende Geräte sind bereits auf dem Markt frei erhältlich. Schritt für Schritt kann auf diese Art auch ein Fahrrad produziert werden. Bislang wird hauptsächlich Kunststoff verarbeitet, es gibt aber auch schon 3D-Metalldrucker. Ganz ohne Waffenschein und ohne jegliche staatliche Kontrolle könnten Bürger daher auch voll funktionsfähige Waffen im heimischen Wohnzimmer herstellen. Die Organisation Defense Distributed ist kurz davor, entsprechende Tests durchzuführen. Der Entwicklung der ersten „Wiki-Waffe“ steht nichts mehr im Weg: Logistik, Zeit, Ressourcen und Geld sind vorhanden. Sie warten nur noch auf die Genehmigung von der amerikanischen Kontrollbehörde. Das Ende des Waffenscheins: US-Bürger bauen Pistolen mit 3D-Druckern

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