Mario Fleischmann

Mario Fleischmann, Jahrgang 1990, studiert Ressortjournalismus in Ansbach, erstellte die Internetseite Mises-media.de und arbeitet derzeit als Praktikant für eigentümlich frei.

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Presseschau 19.11.2012: Nachrichten aus dem Netz

von Mario Fleischmann

Bemerkenswertes aus Wirtschaft, Kultur und Politik

Marc Faber auf MisesDE.org

Unter den Präsidenten der US-Notenbank Alan Greenspan und Ben Bernanke war und ist die amerikani­sche Geldpolitik durch ein übermäßiges Kreditwachstum gekennzeichnet. In den USA sind die Gesamtschul­den der privaten Haushalte, der Unternehmen und des Staates von rund 140 Prozent des BIP im Jahre 1980 auf zur Zeit knapp 380 Prozent gestiegen. Diese 380 Prozent schließen noch nicht die fun­dierten, aber bestehenden künftigen Verpflichtungen in der Sozialversi­cherung und im Gesundheitswesen ein, die auf rund 400 Prozent des Bruttosozialprodukts geschätzt werden. Zudem haben die führenden amerikanischen Notenbanker den Zweck von Krediten völlig vernachlässigt. Es besteht nämlich ein großer Unterschied zwischen einem Kredit, der für nicht produktive Finanzspekulationen oder für gegenwärtigen Konsum auf­genommen wird, und einem Kredit, der für Kapitalinvestitionen, wie den Bau einer Fabrik und die Beschaffung von Maschinen, in Anspruch genom­men wird. Beim Konsumkredit ist der Multiplikatoreffekt sehr begrenzt, während der Kredit für Kapitalinvestitionen eine nachhaltig positive Wirkung hat. Zudem sollte es ein­leuchten, dass der Konsumentenkredit lediglich die künftige Nachfrage vor­zieht und dass eines Tages, wenn der private Haushaltssektor überschuldet ist, der Konsum der Haushalte schrumpfen muss. Die heimliche Enteignung

Axel Reimann auf FTD.de

Das Zeug, das da im Handy ruht, könnte eine längere Lebensdauer haben als der Euro. Denn es hat Eigenschaften, die es – fast – unkaputtbar machen. Es ist eher ein Virus als eine Währung, und das ist jetzt freigesetzt. Was bisher geschah: Seit Jahren schon kämpft eine kleine, wechselnde, aber wachsende Schar von Rebellen gegen die Allmacht des staatlichen Geldmonopols. Bisher mit, sagen wir es vorsichtig, mäßigem Erfolg. Mit Bitcoins haben die Währungsrebellen seit 2009 eine Waffe, die weitaus gefährlicher ist als alles, was bisher als Geldalternativen zirkulierte: Es gibt keinen zentralen Emittenten dieser Währung, niemanden, der „verantwortlich“ ist – und den man staatlicherseits in die Pflicht nehmen oder festsetzen könnte. Nur einen offenen Computerquellcode, programmiert von einem Unbekannten, gepflegt von ein paar Freiwilligen. Die Bitcoins selbst aber fließen in einem Netzwerk von Tausenden von Rechnern. Die elektronischen Münzen sind nach heutigem Stand fälschungssicher und anonym, und jeder Nutzer weiß, dass ihre Zahl schließlich maximal bis knapp unter 21 Millionen Stück (bis zum Jahr 2140) anwachsen wird. Zahlungen – auch über Kontinente hinweg – kosten nichts und sind fast so einfach und schnell wie Copy-and-paste. Selbst die häufigen Meldungen über Bitcoin-Diebstähle und -Marktmanipulationen und die Warnungen, dass Bitcoins vor allem für illegale Transaktionen verwendet würden, haben der Währung nicht dauerhaft geschadet. Das Bitcoin-Virus

Foonds.com im Interview mit Peter Boehringer

In der deutschen Presse haben sich in letzter Zeit Kommentare und Artikel gehäuft, die die Sinnhaftigkeit von Goldreserven für das Geldsystem in Frage gestellt haben. Der aktuelle Anlass liegt darin begründet, dass der öffentliche Druck in diesem Jahr stark zugenommen hat, endlich einmal Klarheit zu schaffen, was die deutschen Goldreserven anbelangt. Die Bundesbank besitzt rund 3.400 Tonnen Gold und ist damit laut offiziellen Zahlen nach den USA der größte Besitzer von Gold. Die vulgären, teils fast schon beleidigenden Artikel „richten sich weitgehend selbst“, findet Peter Boehringer, Initiator von „Holt unser Gold heim“. Die Kommentare auf den zugehörigen Online-Seiten und in den Print-Leserbriefen seien zu 90 Prozent negativ. Es herrsche eine komplette Divergenz zwischen Redaktionsmeinung und Lesermeinung. Bei Bundesbank und der Systempresse lägen die Nerven blank nach dem öffentlichen Druck. Jede ernsthafte Inventur oder gar Heimholung der Goldreserven solle verhindert werden – und offenbar sogar schon die Debatte darum. Jedoch ist der Schuss anscheinend komplett nach hinten losgegangen. „Die Bundesbank will mit ‚Gold-Heimholungsaktionen‘, die in 50 Jahren beendet sind, nur Zeit gewinnen“

Deutsche-Wirtschafts-Nachrichten.de

Eine Umfrage des „Instituts der deutschen Wirtschaft Köln“ unter 2.300 deutschen Firmen kommt zu dem Ergebnis, dass 28 Prozent der Befragten im nächsten Jahr einen Personalabbau beabsichtigen. Nur ein Fünftel der Firmen plant, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Vom Stellenabbau sei vor allem die deutsche Exportindustrie betroffen. Die Wissenschaftler fordern deshalb von der Politik Maßnahmen, die den Arbeitsmarkt stabilisieren. Dazu gehören der Verzicht auf Steuererhöhungen, die „Nutzung aller Spielräume für Abgabensenkungen in der Sozialversicherung, die Weiterentwicklung der Infrastruktur und eine überzeugende Lösung der Energiewende“, verlangt IW-Direktor Michael Hüther. Die Reserviertheit bei Neueinstellungen rühre vor allem von den düsteren Geschäftsaussichten. Lediglich 24 Prozent der Betriebe rechnen mit einer steigenden Produktion im Jahr 2013. Rund die Hälfte erwartet eine Stagnation, und 28 Prozent befürchten eine rückläufige Produktion. Sie gehen davon aus, dass sich das Wirtschaftswachstum im Gefolge der nachlassenden Weltwirtschaft und der schwelenden Staatsschuldenkrise abschwächen wird.  Krise kommt nach Deutschland: Jedes dritte Unternehmen plant Entlassungen

Deutsche-Mittelstands-Nachrichten.de

Deutsche Wissenschaftler eines Kooperationsprojekts der Universität Jena, von Wintershall und der biotechnischen Einheit von BASF haben einen Pilz entdeckt, der dazu geeignet ist, Wasser die gleiche Konsistenz wie Erdöl zu verleihen. Presst man das modifizierte Wasser in ausreichender Menge in eine Erdöllagerstätte, kann es verbliebenes Öl aus den Poren des Gesteins verdrängen und an die Oberfläche befördern. Nachdem die Flüssigkeit abgeschöpft worden ist, wird das Öl von der Pilzflüssigkeit wieder getrennt. Die alten Verfahren erlaubten bisher nur eine Förderung von maximal 30 Prozent eines Vorkommens. Der Pilzschleim könnte hingegen eine Förderung von bis zu 45 Prozent eines Erdölvorkommens ermöglichen. Eine Steigerung um 50 Prozent.  Rohstoff-Förderung: Pilz spült Erdöl aus Gestein heraus

FAZ.net

Die Zinswelt in Deutschland ist völlig durcheinander. „Wir sind seit 25 Jahren im Geschäft, aber so etwas haben wir noch nie erlebt“, sagen Falko Schöning und Torsten Daenert, ranghohe Manager der Commerzbank. Die Zinsen sind nicht nur niedrig wie nie seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland. Es gibt auch die verrückte Situation, dass die Zinsen für Hypothekenkredite zum Teil niedriger sind als die Sparzinsen. Das ist ganz außergewöhnlich und eine Umkehrung der normalen Situation. Zum ersten Mal muss man für Kredite weniger Zinsen zahlen als man für Spareinlagen bekommt. Mit einer hohen Kreditwürdigkeit kann man nun abkassieren – vorausgesetzt, die entsprechende Bank geht nicht pleite. Die verrückte neue Welt der Zinsen

19. November 2012

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