Mario Fleischmann

Mario Fleischmann, Jahrgang 1990, studiert Ressortjournalismus in Ansbach, erstellte die Internetseite Mises-media.de und arbeitet derzeit als Praktikant für eigentümlich frei.

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Presseschau 14.11.2012: Nachrichten aus dem Netz

von Mario Fleischmann

Bemerkenswertes aus Wirtschaft, Kultur und Politik

Thorsten Polleit auf MisesDE.org

Vor 100 Jahren, im Jahr 1912, veröffentlichte Ludwig von Mises das Buch „Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel“. Es ist seine Habilitationsschrift, ein bahnbrechendes, zeitloses Werk. Das Buch beinhaltet wichtige Erkenntnisfortschritte über Wesen und Wirkung des Geldes. Wer das Buch gelesen hat, der konnte alle monetären Katastrophen des 20. Jahrhunderts vorhersehen, konnte erkennen, welche monetären Architekturen Bestand haben würden und welche zerfallen mussten. Auch 100 Jahre danach ist der Wissenswert seiner geldtheoretischen Einsichten ungeschmälert. Gerade in der heutigen Finanz- und Wirtschaftskrise helfen Mises‘ geldtheoretische Einblicke, die Ursache der Finanz- und Wirtschaftskrise besser zu verstehen und konstruktive Lösungswege zu formulieren. Mises erkannte, dass das Ausgeben von ungedecktem, per Kredit „aus dem Nichts“ geschaffenem Geld unweigerlich für Wirtschaftsstörungen sorgt. Er erkannte, dass das Teilreservebanksystem unweigerlich Krisen auslöst, und er sah auch die unheilvolle Rolle staatlicher Zentralbankinterventionen. Im Grunde formulierte er bereits 1912 eine tiefgehende Kritik an einem Geldsystem, das erst Jahrzehnte später seine volle Gestalt annehmen sollte: das staatliche Geldproduktionsmonopol, in dem Geld per Kredit, dem keine Ersparnisse zugrundeliegen, geschaffen wird. Die wahre Lehre vom Geld: Vor 100 Jahren erschien Ludwig von Mises’ „Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel“

Spiegel.de

Nach wochenlangem Streit hat die EU-Kommission eine Frauenquote für Europas börsennotierte Unternehmen vorgeschlagen. Diese soll den rund 5.000 börsennotierten Firmen in der EU vorschreiben, bis 2020 Aufsichtsratsposten zu 40 Prozent mit Frauen zu besetzen. Bei gleicher Qualifikation sollen weibliche Bewerberinnen Vorrang haben. Wenn sich Firmen nicht daran halten, soll es Strafen geben. Der Vorschlag bedarf allerdings noch der Zustimmung von Europaparlament und EU-Ministerrat, in dem die Mitgliedsstaaten vertreten sind. Einige Staaten, darunter Deutschland, sind gegen eine gesetzliche Quote. Ob der Vorschlag daher Gesetzeskraft erhält, ist offen. Zurückgewiesenen Bewerbern müssen die Konzerne zudem erklären, warum und nach welchen Kriterien sie sich anders entschieden haben. Die Beweislast liegt bei der Firma. Laut EU-Kommission stellen Frauen in Führungsgremien derzeit 13,5 Prozent der Mitglieder. EU-Kommission beschließt Frauenquote für Aufsichtsräte

Gérard Bökenkamp auf Liberalesinstitut.wordpress.com

Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat erneut eine Studie zu rechtsextremen Einstellungen in der deutschen Bevölkerung vorgelegt. Für die Studie „Die Mitte im Umbruch” wurden im Sommer 2012 mehr als 2.500 repräsentativ ausgewählte Menschen befragt. Die Studie macht die „rechtsextreme Einstellung“ anhand verschiedener Einstellungskomplexe fest: Dazu gehören Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus, Chauvinismus, Sozialdarwinismus, Verharmlosung des Nationalsozialismus und Befürwortung einer Diktatur. Auffällig ist, dass die SPD-Anhängerschaft bei Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus und Chauvinismus die höchsten Anteile aufweist. Üblicherweise als „rechts“ bezeichnete Positionen scheinen unter der Anhängerschaft der SPD am weitesten verbreitet zu sein. Die Zahlen verdeutlichen, dass die abgefragten Einstellungen in der bürgerlichen Mitte eher weniger verbreitet sind. Aufschlussreich ist auch, dass „sozialdarwinistische” Einstellungen nicht etwa bei der „neoliberalen” FDP-Anhängerschaft Anklang finden, wie oft unterstellt, sondern vor allem bei der Linkspartei und den Sozialdemokraten. FES-Rechtsextremismus-Studie: Linke Parteien mit rechtsextremer Anhängerschaft?

Patrick Beuth auf Zeit.de

Google berichtet: Nie wurde der Konzern aufgefordert, so viele Nutzerdaten auszuhändigen wie heute. David Petraeus ist nicht allein. Der ehemalige CIA-Chef, der zurücktrat, als das FBI seine außereheliche Beziehung zu seiner Biographin aufdeckte, ist nur einer von Tausenden, die vom Staat ausgespäht werden. Das Ausmaß der zunehmenden Überwachung deutet der Transparency Report an, den Google alle sechs Monate veröffentlicht. Demnach haben allein US-Behörden in diesem Zeitraum knapp 8.000 Mal versucht, an Nutzerdaten von Google heranzukommen. Fast immer hatten sie Erfolg, Google musste die Daten – wie zum Beispiel IP-Adressen, Log-Daten oder auch E-Mail-Inhalte – in 90 Prozent der Fälle herausrücken. Weltweit gab es rund 21.000 solcher staatlicher Anfragen. Nach den USA kamen die meisten von indischen Behörden (rund 2.300), es folgten Brasilien, Frankreich und dann Deutschland, wo staatliche Stellen 1.533 Anfragen an Google stellten, von denen 39 Prozent erfüllt wurden. Doch in dem Bericht von Google fehlen staatliche Anfragen, die der Geheimhaltung unterliegen. Die US-Regierung kann die Herausgabe von Nutzerdaten zum Beispiel nach dem Antiterrorgesetz Patriot Act verlangen. Dies geschieht häufig in Kombination mit einem Verbot für das betroffene Unternehmen, irgendjemanden über den Antrag zu informieren. Staatliche Überwachung im Netz nimmt weltweit zu

Udo Ulfkotte auf Info.Kopp-Verlag.de

Wohin man in der deutschen Medienlandschaft auch schaut, überall herrscht Angst in den Redaktionsstuben: Angst vor Entlassungen. Schuld sind aus der Perspektive der Journalisten immer die anderen: die Menschen da draußen, die ihre Arbeit einfach nicht würdigen – also ihre journalistischen Ergüsse nicht mehr kaufen. Nüchtern betrachtet sind die Journalisten und Verlagshäuser daran selbst schuld. Wenn ein Produkt keine Käufer findet, dann stimmt mit dem Produkt etwas nicht. Entweder ist es zu teuer oder die Qualität stimmt nicht. Die Insolvenz von Medien ist stets auch eine geistige Insolvenz. Ein Drittel aller Journalisten steht hinter den Grünen, ein weiteres Drittel ist links – nur rund sieben Prozent sind konservativ. Wenn 93 Prozent der Journalisten in den Redaktionsstuben ein anderes Weltbild haben als ein Großteil der Bevölkerung, für die sie schreiben, dann kann das auf Dauer nicht gut gehen. Dann sind nicht sinkende Anzeigenerlöse oder die schlechte Wirtschaftslage schuld an Entlassungen, sondern ein Überangebot an links ausgerichteten Medienprodukten, für die es schlicht keine Käufer mehr gibt. Geistige Insolvenz: Warum immer mehr Journalisten arbeitslos werden

FTD.de

Angesichts der niedrigen Zinsen blickt die Bundesbank mit Sorge auf den deutschen Immobilienmarkt. In Ballungsgebieten verzeichnen die Immobilienpreise einen beschleunigten Anstieg, warnt die Bundesbank in ihrem am Mittwoch vorgelegten Finanzstabilitätsbericht 2012. Im vergangenen Jahr kletterten die Preise für Neubauten um über neun Prozent. Sorge bereitet insbesondere ein möglicher selbst verstärkender Prozess, bei dem sich steigende Preise und wachsende Verschuldung gegenseitig befördern. So kann die Erwartung steigender Preise die Bereitschaft zur Verschuldung erhöhen. Die Bundesbank warnt damit vor einer potentiell destabilisierenden Dynamik auch in Deutschland. In der Zeit von 1999 bis 2008, als die Immobilienblasen in Großbritannien, Irland und Spanien entstanden, hatten die Preise hierzulande noch stagniert. Bundesbank warnt vor Immobilienblase

14. November 2012

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