Mario Fleischmann

Mario Fleischmann, Jahrgang 1990, studiert Ressortjournalismus in Ansbach, erstellte die Internetseite Mises-media.de und arbeitet derzeit als Praktikant für eigentümlich frei.

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Presseschau 12.11.2012: Nachrichten aus dem Netz

von Mario Fleischmann

Bemerkenswertes aus Wirtschaft, Kultur und Politik

Philipp Bagus auf MisesDE.org

Der Dollar ist unbestrittene Weltreservewährung. Doch wie lange noch? Der Status einer Reservewährung bringt beachtliche Vorteile. In Weichwährungsländern horten die Menschen Dollars als Schutz gegen die Inflation, Zentralbanken halten ihre Reserven überwiegend in Dollars. Der Export von Dollars erlaubt es den USA, ein gewaltiges Handelsdefizit zu finanzieren. Sie drucken Dollars und kaufen reale Güter im Ausland. Der Nachteil des Status der Weltreservewährung besteht darin, dass er den Keim seiner Zerstörung in sich trägt. Denn das Privileg ist unwiderstehlich. Auch die USA haben sich dessen mittlerweile dermaßen bedient, dass der Dollar gefährdet ist. Sie haben mit dem Dollarexport Überkonsum, Fehlinvestitionen, militärische Überdehnung und ein immenses Staatsdefizit finanziert. Die Staatsschulden der USA – ein Großteil gehalten von ausländischen Zentralbanken –  wachsen in den Himmel. Eine Rückzahlung ohne Inflation erscheint unmöglich und bringt die Gefahr immenser Verluste für Besitzer von US-Schulden. Wer aber soll nach dem Dollar die Rolle der Reservewährung übernehmen? Die kommende Entwertung des Papiergeldes

Ronald Gläser auf Jungefreiheit.de

Der deutsche Staat trifft Vorbereitungen, sich Zugang zu den sorgsam gehüteten Passwörtern von Millionen von Deutschen zu sichern. Egal ob Handy-Pin, E-Mail-Passwort oder PC-Zugangscode. Alle diese Daten sollen, wenn es nach der Bundesregierung geht, staatlichen Behörden – also Polizei, Justiz, Geheimdiensten und sogar Ordnungsämtern – über eine „elektronische Schnittstelle“ zugänglich gemacht werden. Immer wieder wird auf den Terrorismus verwiesen, der eine stärkere Bedrohung für die Bürger sei als die Staatsbeamten im Sicherheitsapparat. Dabei wurden weder Anders Breivik noch die Zwickauer Terrorzelle dank abgehörter Telefone, verwanzter Räume oder mitgelesener E-Mails ertappt. Die Polizei hat bei ihren Ermittlungen zur „Dönermordserie“ 20 Millionen Funkzellendatensätze untersucht, 14.000 Namen ermittelt – und doch keinen Täter gefunden. Die Kriminellen wandern dann einfach ab. Zum Beispiel zu kleinen E-Mail-Anbietern mit weniger als 100.000 Kunden, die keine solche elektronische Schnittstelle einrichten müssen. Kleine Firmen sind nicht betroffen, aber Millionen unschuldiger Deutscher stehen unter Generalverdacht und leben mit dem beklemmenden Gefühl, dass ihre E-Mails von Fremden gelesen, die Bilder ihrer Familie oder Freunde angeschaut werden. Es scheint völlig egal zu sein, ob wir von rechten oder linken Parteien regiert werden – der Überwachungsstaat wird immer weiter ausgebaut und hat schon jetzt bald Ausmaße erreicht, die Erich Mielke vor Neid erblassen lassen würden. Hände hoch, Passwort her!

Patrick Welter auf FAZ.net

Afrika könnte sich selbst ernähren, wenn es die Handelsbarrieren zwischen den Ländern für Nahrungsmittel abbaut und seine Lebensmittelmärkte für mehr Wettbewerb öffnet. Der Kontinent könnte rund 20 Milliarden Dollar zusätzliche Einkommen hervorbringen, wenn die Regierungen sich auf eine umfassende Marktöffnung einigen könnten. Ein wichtiger Grund für Mangelversorgung und Nahrungsmittelkrisen in Afrika ist nach einer Analyse der Entwicklungshilfebank, dass die Lebensmittel, vor allem Mais und Reis, aufgrund politischer und bürokratischer Hemmnisse nur eingeschränkt zwischen den Ländern und in Krisengebiete transportiert werden können. Die Weltbank rät umso mehr zu einer Öffnung dieser Märkte, als der Bedarf an Nahrungsmitteln in der Region sich bis 2020 in etwa verdoppeln werde. Derzeit sind nach Schätzung der Weltbank rund 19 Millionen Menschen südlich der Sahelzone von Hunger und Unterernährung bedroht. Dabei sind rund 400 Millionen Hektar fruchtbaren Lands nicht bewirtschaftet. Ein Beleg für die zersplitterten Märkte sind die Preise für Mais, die in Afrika viel mehr schwanken als im Rest der Welt. Das deutet darauf hin, dass der Versuch der nationalen Selbstversorgung zu Instabilitäten an den Märkten führt und die Investitionen in agrarische Erzeugung behindert. Freierer Handel könnte Afrikas Hungerproblem lindern

Deutsche-Wirtschafts-Nachrichten.de

Die griechische Demokratie befindet sich in einer Legitimationskrise. Die griechischen Bürger misstrauen ihren Politikern und Parteien und blicken zunehmend pessimistisch auf ihr Land und ihre eigene finanzielle Zukunft. Rund 80 Prozent der Befragten sind von der Demokratie in Griechenland enttäuscht. Sie geben an, dass die Demokratie schlecht funktioniert habe. Zwar hat es in den vergangenen Monaten kaum nennenswerte Putsch-Gerüchte gegeben. Dennoch ist das Militär immer noch die graue Eminenz. Sollten die Generäle der Auffassung sein, dass sich die Lage nicht stabilisieren lässt, werden sie nicht zögern, die Regierung unter Druck zu setzen. Anzeichen deuten darauf hin, dass der Unmut wachsen könnte: Eine große Mehrheit der befragten Griechen glaubt, dass sich ihre finanzielle Situation in Zukunft verschlechtern wird. Nur fünf Prozent denken, dass sie künftig über mehr Geld verfügen können. Besondere Verachtung bringen die Griechen ihren politischen Parteien entgegen.  So betrachten 39 Prozent weder die Regierungskoalition noch eine der Oppositionsparteien als die richtige Partei. Rund drei Viertel der Befragten glaubt, dass die regierende Koalition, bestehend aus Nea Dimokratia, Pasok und der Demokratischen Linken, die Legislaturperiode nicht überstehen wird. Gefährlich: 80 Prozent der Griechen zweifeln an Demokratie

Deutsche-Wirtschafts-Nachrichten.de

Der Widerstand der Mitgliedsstaaten vor der Abstimmung über den neuen EU-Haushalt auf dem nächsten EU-Gipfel am 22. und 23. November wächst. Nun meldet sich die EU-Kommission mit einer Stellungnahme der Justizkommissarin zu Wort: „Das Vetorecht in der EU muss verworfen werden“. Stattdessen sollen Entscheidungen künftig auf Basis von einfachen Mehrheiten zustandekommen können, sagte Viviane Reding. Das Mehrheitswahlrecht solle auf mehreren Politikfeldern eingeführt werden, zum Beispiel bei den Steuern. Für eine Änderung der Entscheidungsfindung müssten die EU-Verträge geändert werden. Angesichts eines gespaltenen Europas bei dem Thema EU-Budget ist ein solcher Vorstoß unwahrscheinlich. Aus verschiedenen Kreisen kommt jedoch immer wieder der Versuch, die Entscheidungsfindung der EU zu vereinfachen und ihre Handlungsfähigkeit zu erhöhen. EU-Kommissarin Reding will Veto-Recht für Mitgliedsstaaten abschaffen

12. November 2012

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