Mario Fleischmann

Mario Fleischmann, Jahrgang 1990, studiert Ressortjournalismus in Ansbach, erstellte die Internetseite Mises-media.de und arbeitet derzeit als Praktikant für eigentümlich frei.

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Presseschau 09.11.2012: Nachrichten aus dem Netz

von Mario Fleischmann

Bemerkenswertes aus Wirtschaft, Kultur und Politik

09. November 2012

Interview mit Hans-Hermann Hoppe auf MisesDE.org

Der Staat ist das Resultat aggressiver Gewalt und Unterwerfung. Er ist ohne jede vertragliche Basis entstanden, genauso wie eine Bande von Schutzgelderpressern. Der Kampf aller gegen alle ist ein Mythos. Natürlich schützt ein Schutzgelderpresser seine Opfer auf „seinem“ Territorium vor anderen Erpressern, aber doch nur, um die eigenen Erpressereien umso erfolgreicher durchführen zu können. Es waren allein Staaten, die im 20. Jahrhundert für mehrere hundert Millionen Tote und unermessliche Zerstörung gesorgt haben. Dagegen fallen die Opfer privater Kriminalität kaum ins Gewicht. Sämtliche Hochreligionen verbieten es, das Eigentum anderer zu begehren. Dieses Verbot ist die Basis friedlicher Kooperation. Im Gegensatz dazu kann in der Demokratie jeder das Eigentum eines jeden anderen stehlen, vorausgesetzt, dass er Zugang in die Staatsgeschäfte findet. Bei Massenwahlen gibt es also die Tendenz, dass diejenigen Mitglieder der Gesellschaft Eingang in die Staatsgeschäfte suchen und dort aufsteigen, die keine moralischen Hemmungen haben, sich am Eigentum anderer zu vergreifen: gewohnheitsmäßige Amoralisten, die besonders talentiert darin sind, aus vielfältigen hemmungslosen und sich gegenseitig ausschließenden Forderungen Mehrheiten zu bilden. Der realistischste Ausweg aus dem Dilemma: Sezession und politische Dezentralisierung. Kleine Staaten müssen liberal sein, sonst laufen ihnen die produktiven Personen weg. Erstrebenswert ist darum eine Welt von Tausenden von Liechtensteins, Singapurs und Hong Kongs. „Vom Größenwahn besessen“


Ferdinand Krauß auf WiWo.de

Entwicklungspolitik funktioniert nicht, weder in Europa noch in Afrika oder sonstwo. Nation Building ist eine Baustelle, die nie fertig wird. Der Ablauf ist meist so: Ein kriegerischer oder bedrohlicher Zustand wird durch eine militärische Intervention oder andere unwiderstehliche Machtmittel von außen beendet. Sofort nach den Soldaten kommen die ausländischen Experten: Ein Heer von staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen strömt herein. Natürlich hilft das zunächst sehr schnell, die unmittelbare Not zu lindern. Mit üppigen Mitteln aus den Staatskassen der Geberländer und großzügigen Spenden wohlmeinender Bürger dieser Länder rekrutieren die Hilfsorganisationen eine Truppe einheimischer Fahrer, Dolmetscher und Vorzeigeunternehmer. Es entsteht eine Schicht von Privilegierten und Profiteuren der Entwicklungspolitik, die kein Interesse daran haben, dass sich am Zustand der Hilfsbedürftigkeit etwas ändert. Und dabei bleibt es dann auf Jahre hinaus. So ist es im Kosovo, in Bosnien, in Afghanistan, in zahlreichen Ländern Afrikas und des Nahen Ostens. Eine Variante dieses Modells der Entwicklungshilfe ist auch innerhalb der EU zu beobachten. Die Geschichte der Süderweiterung und der Kohäsionsfonds ist letztlich eine Geschichte der innereuropäischen Entwicklungspolitik. In der wirklichen Welt jenseits des falschen Menschenbildes, das im Westen nach Jahrzehnten des Friedens und Wohlstands entstanden ist, haben aufstrebende Gesellschaften aber stets selbst und aus eigener Kraft ihren Weg zur Sonne gefunden. Das endlose Scheitern der Entwicklungspolitik


Jungefreiheit.de

Die Europäische Union will Unterrichtsmaterialien abschaffen, die Schülern ein traditionelles Rollenverständnis der Geschlechter vermitteln. Kinder seien bereits mit jungen Jahren durch Fernsehserien, Fernsehwerbung, Unterrichtsmaterial und Erziehungspläne mit Geschlechterstereotypen konfrontiert, heißt es in einer Handreichung des EU-Komitees für Frauenrechte und Geschlechtergleichheit. Daher sei es wichtig, Kinder so früh wie möglich weitgehend dem Einfluss von Geschlechterstereotypen zu entziehen. Kritiker aus Großbritannien fürchten nun, dass Kinderbuchklassiker wie „Die fünf Freunde“ von Enid Blyton oder „Peter Pan“ von James Matthew Barrie wegen der EU-Richtlinien aus dem Unterricht verbannt werden. EU geht gegen traditionelle Kinderbücher vor

Spiegel.de

Forscher sagen den großen Schwellenländern in den kommenden 50 Jahren einen fulminanten wirtschaftlichen Aufstieg voraus. So wird die Bundesrepublik laut einer langfristigen Prognose der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ihre Position als fünftgrößte Wirtschaftsmacht verlieren. Demnach rutscht die deutsche Volkswirtschaft bis zum Jahr 2060 auf Platz zehn ab. Aufsteiger seien neben China und Indien auch Brasilien und Indonesien. Schnell wachsende Schwellenländer werden in den kommenden 50 Jahren einen immer größeren Anteil an der weltweiten Wirtschaftsleistung erbringen. Die Verschiebung in Richtung Niedriglohnländer werde dort dazu beitragen, die Lebensstandards zu verbessern. So dürfte sich das Pro-Kopf-Einkommen in den ärmsten Ländern bis 2060 vervierfachen. In China und Indien könnte es sogar auf das Siebenfache steigen. In einem halben Jahrhundert werde die Kluft zwischen den Lebensverhältnissen in aufstrebenden und hoch entwickelten Nationen weniger ausgeprägt sein als heute. Deutschland fällt als Wirtschaftsmacht zurück


Deutsche-Wirtschafts-Nachrichten.de

Griechenland könnte kommende Woche in ernste Schwierigkeiten geraten. Nachdem das Land eigentlich seit zwei Jahren zahlungsunfähig ist, könnte nun auch das offizielle Ende kommen. Am kommenden Freitag sind fünf Milliarden Euro einer Anleihe fällig, die, nachdem sich die Banken dezent verabschiedet haben, nun komplett bei der EZB liegt. Die EZB hat erklärt, dass sie auf die Zahlung nicht verzichten wolle und eine unbesicherte Umschuldung ablehnt. Aber die EU kann noch nicht helfen: Zwischen der EU und dem IWF tobt ein Kampf um die Zeit nach der nächsten Tranche. Der IWF glaubt nicht mehr an die positiven Prognosen der EU und fordert, dass die Europäer Verluste realisieren. Daher nützt es Griechenland auch nicht, dass am Mittwoch ein weiteres Sparpaket beschlossen wurde. Seit Juni ist die nächste Zahlung der Finanzhilfe an Griechenland in Höhe von 31,5 Milliarden Euro eingefroren. Und bis Ende November ist auf EU-Ebene auch nicht mit einer Zahlung der nächsten Tranche zu rechnen. EU will nicht zahlen: Griechenland ist kommende Woche pleite

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