26. März 2012

Rezension Freiheit oder Knechtschaft?

Ein Buch von Gerd Habermann

Dossierbild

Der Wirtschaftsphilosoph Gerd Habermann braucht unseren Lesern nicht vorgestellt zu werden. Der Vorstandsvorsitzende der Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft möchte mit seinem Handlexikon „Freiheit oder Knechtschaft?“ mit über 400 Einträgen auf elementarem Niveau den Beschönigungen entgegentreten, mit denen unsere Berufspolitiker und die ihnen dienstbaren Hauptstrommedien die Missetaten des Wohlfahrtsstaates vernebeln. Dabei stellt er nicht nur wichtige Vordenker des Wirtschaftsliberalismus wie Milton Friedman, Friedrich August von Hayek, Ludwig von Mises und Wilhelm Röpke vor, sondern auch Philosophen und Schriftsteller wie Aristoteles, Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller, Michel de Montaigne, Friedrich Nietzsche, Ayn Rand, Alexis de Tocqueville und Max Weber. Auch prinzipienfeste liberale Politiker wie Ronald Reagan, Margaret Thatcher oder auch Frank Schäffler würdigt er. Das Wörterbuch erklärt nicht nur gängige, aber selten eindeutige Begriffe wie Arbeitskampf, Eigentum, Eurobonds, Geld, Korporatismus und soziale Gerechtigkeit, sondern beschäftigt sich auch mit der Energiewende und der Klimareligion. Es gibt sogar sehr nachdenkliche Stichwörter über den Tod und die Todesstrafe. Erstaunlich ist, dass Habermann unter dem Stichwort „Wohngeld“ nur Positives zu vermelden hat. Dagegen vermisst der Leser das Stichwort „Nihilismus“, zumal Professor Habermann mehrmals das einschlägige Werk „Der Todestrieb in der Geschichte“ des russischen Mathematikers und Philosophen Igor Schafarewitsch zitiert. Das Wörterbuch schließt mit einem Essay über die Ökonomie und die Sprache des Neids. Insbesondere jüngere Freunde der Freiheit sollten das Wörterbuch immer zur Hand haben, wenn sie sich mit den Lügen und Mystifikationen der Taktgeber des Marsches in die Knechtschaft des schuldenfinanzierten europäischen Wohlfahrtsstaates auseinandersetzen.

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Diesen Artikel finden Sie gedruckt zusammen mit vielen exklusiv nur dort publizierten Beiträgen in der am 31. März erscheinenden April-Ausgabe eigentümlich frei Nr. 121


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