30. November 2010

ef 108 Editorial

Verbrauchte Herrscherkaste vor ihrer Abdankung

Bereits in der letzten Ausgabe äußerten wir Zweifel, ob es sich bei den Aufzügen gegen Stuttgart 21 oder die Castor-Transporte tatsächlich um „Bürgerprotest“ handelt oder ob nicht vielmehr die üblichen linken Verdächtigen nun auf den Juchtenkäfer gekommen sind. Wir sind unserer Vermutung nachgegangen und haben weitere Belege und Bühnenstücke gefunden, allen voran die ganz große Show der Achtundsechziger. Blicken Sie mit uns in diesem Heft hinter die Kulissen der inszenierten Proteste als letztem Trumpf einer verbrauchten Herrscherkaste vor ihrer Abdankung.

Die Ikonen fallen tief in Wendezeiten. Erst wurde Angela Merkel in der altehrwürdigen „FAZ“ als „Nacktschnecke“ beschrieben, dann entdeckte ausgerechnet die kulturell längst links positionierte „Welt“ das „hässliche Gesicht“ der Alice Schwarzer. Die vermeintlichen Eliten, die dieses Land in den letzten 40 Jahren systematisch und nachhaltig, moralisch und materiell heruntergewirtschaftet haben, sie dürfen sich der Jahreszeit entsprechend bereits etwas wärmer anziehen. Denn die Illusion des ein letztes Mal mit aberwitzigen Kreditsummen aus dem Nichts herbeigezauberten „Aufschwungs“ wird nicht lange währen, die Substanz ist längst aufgezehrt. Erste Vorbeben von dem, was dann kommt, erleben derzeit bereits die Iren, die Griechen und die Briten. In Krisenzeiten werden die Menschen abrechnen. Auch der ersatzreligiöse Oberscheinheilige höchstselbst, Barack Obama, durfte bei den jüngsten Kongresswahlen schon einmal vorkosten. Spannende Zeiten – Ihnen, verehrte Leser, wünsche ich wie immer viel Erkenntnisgewinn und Lesevergnügen mit dem vorliegenden Heft!

Anfang November präsentierten wir eigentümlich frei auf der Edelmetallmesse in München. Zuletzt waren wir mit ef vor vier Jahren auf einer solchen Ausstellung vertreten, ebenfalls in der bayrischen Landeshauptstadt. Die Entwicklung ist atemberaubend, die Messe – mit einer geballten Ladung werthaltiger Wirklichkeit inmitten der Schein- und Scheingeldwelt – platzte aus allen Nähten, der Umsatz der zahlreich wie nie anwesenden Gold- und Silberhändler muss sagenhaft gewesen sein. Dann sprach unser Kolumnist Dr. Bruno Bandulet: Der große Saal war voll besetzt, ganz vorne saßen die Älteren gedrängt im Schneidersitz, hinten bis zur Saalwand und noch weit aus dem Eingang heraus standen die Menschentrauben dicht an dicht. Ein befreundeter Journalist war vom Bild und der Stimmung überwältigt: „Das ist ja wie bei Rudi Dutschke damals im Audimax!“ Der SDS als Bote einer neuen Zeit, das sind nun wir. Rudi heißt jetzt Bruno und aus Ho-Ho-Ho-Chi-Minh wird Lu-Lu-Ludwig Mises. Vor vier Jahren war ich glücklich, als in den zwei Messetagen immerhin ein Abonnent den Weg zu unserem kleinen Tisch fand. Jetzt schauten unsere Leser – sowie einige Autoren und viele neugierige Interessenten – im Minutentakt vorbei, viele wollten uns „einfach nur einmal ein positives Feedback geben“. Zuweilen standen die Freunde Schlange vor dem ef-Stand. Eindrucksvoller hätte der geänderte Stellenwert auch dieser Zeitschrift kaum demonstriert werden können. Den Besuchern möchte ich an dieser Stelle für den schönen Motiva-tionsschub zum Jahresende ganz herzlich danken!

Allen Lesern wünsche ich eine vermutlich hektische und dennoch schöne Vorweihnachtszeit – das gehört nun mal dazu, lesen Sie Benno Ohm auf Seite 64 – sowie vor allem von Herzen besinnliche Weihnachtstage und einen guten Rutsch in ein gesundes und glückliches Jahr 2011! Auch bei Kerzenlicht gilt wie stets: Kein Fußbreit den neosozialistischen Ausbeutern aller Parteien! Mehr netto!

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Dieser Artikel erschien zuerst in eigentümlich frei Nr. 108


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