05. Oktober 2010

Aktuelle Nachricht – Internetschutz Europarat bemüht sich

5. Internet Governance Forum

(ef-DF) Der Europarat hat bei dem kürzlich in Wilna tagenden 5. Internet Governance Forum (IGF) seinen Vorschlag zum Internetschutz vorgestellt.  Dazu beteiligte sich der Europarat mit Vertretern von Regierungen, Unternehmen und Zivilgesellschaft an einem offenen Dialog über die Fragestellung, wie Freiheit, Sicherheit, Offenheit und Privatsphäre im Internet gewährleistet und die Nutzer vor Risiken geschützt werden können. „Das Internet sollte ein Raum der Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie sein“, erklärte Maud de Boer-Buquicchio, Stellvertretende Generalsekretärin des Europarates, bei der Eröffnung des IGF.

Das Konzept des Europarates befasst sich mitunter mit dem Internet aus Gender-Perspektive, mit dem Schutz persönlicher Daten, Schutz und Partizipation von Kindern, Cyber-Verbrechen und Meinungsfreiheit.

Es sei eine Herausforderung, die Folgen von schädlichen gender-bezogenen Inhalte zu vermeiden. Gender-Gleichheit sei sonst nicht zu erlangen. Zwar würden insbesondere für Kinder einige Anstrengungen unternommen, doch gäben etwa Tracking-Anwendungen Stalkern Mittel in die Hand, die Frauen schadeten. Nicht-sexistische Sprache müsse ebenso gefördert werden wie die Beteiligung von Frauen an den Entscheidungsprozessen in der Internetbranche. Der Europarat plane unter anderem die Herausgabe eines Handbuchs für Strategien, mit denen Gender-Stereotype in den Medien bekämpft werden könnten.

Auch die Provider von Online-Spielen werden ins Ziel genommen. Sie sollen sich um die Einhaltung von Standards zum Jugendschutz bemühen, etwa indem sie über die Einhaltung der Angemessenheit von Gewaltdarstellungen und Inhalte, die zu Gewalt aufrufen oder xenophobischen Hintergrund haben, zu wachen haben.

Die Staaten werden aufgerufen, Behörden einzurichten, die über die für eine gewisse Zeit zu speichernden Daten wachen, damit sichergestellt wird, dass über die per Gesetz auf Vorrat gespeicherten Daten in ordnungsgemäßer Weise verfügt wird.

Quelle

IGF beim Europarat


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