27. August 2010

Aktuelle Nachricht – FED-Mitarbeiter Die Schreibtischtäter der Inflation

Interview des Radiosenders „npr“ mit den banal-bösen Aufkäufern fauler Hypotheken

(ef-RG) Der amerikanische Radiosender „npr“ hat gestern zwei Mitarbeiter der Federal Reserve interviewt, die auf dem Höhepunkt der aktuellen Finanzkrise im Herbst 2008 beauftragt wurden, um die Wirtschaft zu stützen, Eigenheim-Hypotheken im Wert von 1,25 Billionen Dollar aufzukaufen.

„Sechs Wochen verbrachte das Team damit, seinen Angriff zu planen“, heißt es im begleitenden Artikel. Die folgenden 15 Monate verbrachte es damit, in einem engen Zellenbüro, das aus dem Filmset von „Brazil“ stammen könnte, „Hypotheken-Papiere aufzukaufen, die allesamt mit einer Deckungsgarantie der Regierung versehen waren, falls die Schuldner zahlungsunfähig sind.“

Auf die Frage, wo das ganze Geld herkommt, antwortet ein Mitarbeiter, dass die FED schlicht die Zahlen in ihren Konten ändert. „Das Geld wird aus dem Nichts erzeugt ... das ist die übliche Vorgehensweise aller Zentralbanken auf der Welt ... im Grunde ist es ein magischer Prozess.“ Die interviewten Mitarbeiter Julie Remache und Nathaniel Wuerffel geben zu, niemals einen Gedanken an die einzelnen Häuser verschwendet zu haben, deren Hypotheken sie aufkauften. „Möglicherweise habe ich meine eigene Hypothek gekauft“, sinniert Wuerffel lakonisch.

Zwar gibt es Leute, die befürchten, dass mit diesen Mega-Ausgabe neuen Geldes Inflation erzeugt wird, berichtet am Ende der Sendung der Interviewer David Kestenbaum. Seine Kollegin Chana Joffe-Walt beruhigt die Zuhörer jedoch mit dem Schlusswort, dass die „viel verblüffendere“ Möglichkeit bestünde, dass Billionen Dollar in die Wirtschaft geworfen werden können, und „wir damit davonkommen“.

Quelle:

„npr“: How To Spend $1.25 Trillion (mit Link zum Radiointerview)


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