04. August 2010

Aktuelle Nachricht – Chilcot-Inquiry Blix sieht Irakkrieg als illegal an

Keine Massenvernichtungswaffen, kein Bruch von Auflagen der Vereinten Nationen

(ef-DF) Das britische Gremium zur Untersuchung der Hintergründe des Irakkriegs, nach seinem Vorsitzenden Chilcot-Inquiry genannt, hat Ende Juli den ehemaligen obersten Waffeninspekteur der Vereinten Nationen vernommen. Blix sagte, er sei der festen Überzeugung, dass der Irakkrieg illegal gewesen sei. Trotz der Hinweise der amerikanischen und britischen Geheimdienste und der Untersuchung von über 700 verdächtigen Anlagen habe man keine Massenvernichtungswaffen finden können. Es sei davon auszugehen, dass Saddam Hussein seine Bestrebungen zur Erlangung von B- und C-Waffen nach dem Krieg im Jahr 1991 aufgegeben habe. Zum gleichen Zeitpunkt seien auch die atomaren Bestrebungen Saddam Husseins eingestellt worden.

Die Alarmglocken hätten klingeln müssen, als noch vor der Invasion die Inspektoren vor Ort im Irak nichts hätten finden können. Dennoch seien die Planungen vorangegangen. Die Invasion des Iraks durch die USA beruhe auf "absurden" Gründen. George Bush und seine Kumpane seien auf einen militärischen Feldzug fixiert gewesen. Es widerspreche dem gesunden Menschenverstand, dass die USA damals behauptet hätten, sie wollten den Vereinten Nationen Autorität verschaffen. Vielmehr seien sie der Ansicht gewesen, mit ihrem Vorhaben durchzukommen.

Internet

Blix-Protokoll des Iraq Inquiry Gremiums (pdf)


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