21. Juli 2010

Aktuelle Meldung – Sommerente Höchste Globaltemperaturen aller Zeiten?

EIKE weist lückenhafte Datenbasis nach

(ef-DS) Der überdurchschnittlich warme Juli in Deutschland ermutigt staatlich besoldete Wetterexperten aus aller Welt wieder dazu, das Gespenst der klimawandlerischen Erderwärmung an die Pressewand zu malen. Bei der Kälteanomalie des vergangenen Winters war man noch zurückhaltend bis zurückrudernd, so auch der mediengewandte deutsche Klimafrosch Mojib Latif, der sogar eine vorübergehende jahrzehntelange Abkühlung prophezeit hatte.

Doch die momentane Wärmeanomalie in Deutschland wird von den amtlichen Klimawahrsagern, etwa vom „Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung“ und selbst von Mojib Latif wieder eindeutig der Erderwärmung zugeschrieben. „Das sind die Spuren des lange prophezeiten Klimawandels“, so Latif vor einer Woche gegenüber der „Bild“. Und auch die meisten anderen Presseorgane sprangen auf den Wetterzug auf, vor allem als die staatliche amerikanische Wetterbehörde NOAA meldete, dass in diesem Jahr, genauer gesagt im Zeitraum April bis Juni 2010, die höchsten Globaltemperaturen aller Zeiten gemessen worden seien.

Das privat finanzierte „Europäische Institut für Klima und Energie“ (EIKE) überprüfte die Angaben der NOAA und stellte fest, dass „an vielen Orten, die als sehr warm bezeichnet wurden, die NOAA gar keine Messstationen hat“. Eine Weltkarte, welche die NOAA zur Illustrierung der Behauptung der extremen Erwärmung herangezogen hatte, ist mit breitflächigen beneluxgroßen „Hotspots“ übersät. Gerade dort, wo dieser Weltkarte zufolge Hotspots mit besonders starken Temperatursteigungen eingezeichnet sind, befinden sich aber gar keine Messstationen, beispielsweise im größten Teil von Grönland und auch der Sahara.

Zudem haben sehr viele herangezogene Wetterstationen gerade in Entwicklungsländern und unbewohnten oder sehr dünn besiedelten Gebieten nur eine sehr geringe Mess-Historie, so dass sie bei der Auswertung nicht mit anderen Stationen mit einer vielfach längeren Historie, was die Zahl der Messjahre angeht, in einen Topf geworfen werden dürften. Eine Erwärmung zeigt die NOAA-Karte auch für den ganzen amerikanischen Kontinent mit Ausnahme der Südspitze Südamerikas an, was wiederum mit dem regelmäßigen Phänomen El Niño zusammenhängt, der selbst Nordkanada noch betrifft.

Die extreme Kältewelle, die halb Südamerika in den letzten Wochen erfasst hat, dürfte überdies die gemessenen Erwärmungen für diese Region wieder mehr als wettgemacht haben. Das zeigt auch, dass es nicht sehr aussagekräftig erscheint, überhaupt eine Periode von nur drei Monaten für eine Klimaprognose heranzuziehen und in eine recht ferne Zukunft fortzuschreiben.

Internet:

EIKE-Studie über die Datenbasis der NOAA zum angeblichen globalen Temperaturmaximum


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