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Aktuelle Nachricht – Profisportler: Reverend Jesse Jackson sieht Basketball-Superstar LeBron James wie einen Sklaven behandelt

von Redaktion eigentümlich frei

Skandal in der NBA-Sommerpause

15. Juli 2010

(ef-DF) Die jeweils neue Basketballsaison in der amerikanischen Profiliga NBA beginnt jeweils am 1. Juli des Jahres. In diesem Jahr fand dieses Datum besondere Beachtung, weil es gleichzeitig den Beginn der Periode der sogenannten "Free-Agency" markiert. Spieler, deren Vertrag mit Saisonende ausgelaufen ist, dürfen erst ab diesem Zeitpunkt von neuen Vereinen umworben und hofiert werden. Die "Free-Agency" versprach in diesem Jahr besonders turbulent zu werden, weil zahlreiche Superstars Free-Agents wurden und auf der Suche nach neuen Vereinen waren. Namhaftester und gleichzeitig begehrtester Spieler war  LeBron "King" James von den Cleveland Cavaliers, bei denen er als Flügelspieler seine ersten Profijahre überaus erfolgreich zugebracht hatte. Cleveland in Ohio gilt als verfluchte Stadt, weil kein einziges Profisportteam jemals hat einen nationalen Titel gewinnen können. Die Hoffnung der Menschen aus Cleveland war, dass mit LeBron James, der ganz in der Nähe in Akron aufgewachsen ist, diesen Fluch würde brechen können. Trotz beachtlicher Erfolge hat es jedoch nie für den Titel gereicht, obwohl die Clevenland Cavaliers beachtliche Anstregungen unternommen hatten, um LeBron die richtigen Helfer an die Seite zu stellen.

Als LeBron sich am Donnerstag vergangener Woche in einer inszenierten Fernsehsendung live gegen Cleveland und für die Miami Heat entschied, führte das zu Tumulten in Cleveland. Fans verbrannten spontan ihre Trikots von King James und beschimpften ihn als Verräter. Eine hauswandgroße Werbetafel mit dem Konterfei von James wurde entfernt. Dem Zorn schloss sich der Eigentümer der Cleveland Cavaliers Dan Gilbert mit einem offenen Brief an die Anhänger seines Clubs an. Der Fluch von Cleveland werde an James haften bleiben. Er bezichtigte ihn als Fahnenflüchtling, als Betrüger, feige und narzisstisch. Die NBA belangte ihn daraufhin mit einer Geldstrafe. Fans haben unterdessen Spenden gesammelt, damit Gilbert die Summe nicht allein aufbringen muss.

Der berühmte Bürgerrechtler Reverend Jesse Jackson erhob den Skandal dann zum Politikum, als er behauptete, Dan Gilbert betrachte LeBron James wie einen weggelaufenen Sklaven. Mit seinem Brief habe Gilbert LeBron in Gefahr gebracht. Das Verhalten Gilberts habe soziale und rechtliche Folgen für die Liga, die Spielergewerkschaft und auf LeBron James. Er führe sich wie ein Sklavenhalter auf.

Inwiefern sich das Geschehen in der Zukunft auswirkt, wird sich am ehesten beim Spiel der Miami Heat in Cleveland zeigen. Außer James haben die Heat mit Chris Bosh einen weiteren Superstar unter Vertrag genommen und zusätzlich Zydrunas Ilgauskas, der 14 Jahre lang ausschließlich für Cleveland gespielt hat. Zusammen mit dem schon zuvor in Miami spielenden Dwayne Wade gelten die Heat als heißer Anwärter auf den Titel der nächsten Saison.

Nach Meinung vieler außenstehender Beobachter hat LeBron James seinen Rang eines landesweit geachteten Publikumslieblings verloren. Sein Verhalten wird als illoyal und egoistisch wahrgenommen. Viele hassen James für das, was er Cleveland angeblich angetan habe.

Quellen:

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