10. Juli 2010

Aktuelle Nachricht "Push Forward" gegen die Pressefreiheit

Mit Nazi-Methoden gegen "Rechte"

(ef-CV) Unter dem Titel »Let's Push Things Forward« (Übersetzt: Lass uns die Dinge voranbringen) möchte ein Bündnis verschiedener Organisationen, unter anderem die Gewerkschaft ver.di Berlin, verschiedene Juso-Verbände und Antifa-Gruppen, den Vertrieb bestimmter Zeitschriften an Kiosken unterbinden. Nach Aussage von Isabell Münch, der Sprecherin der Kampagne, soll dadurch "die Erschließung von neuen Leserschaften erschwert und damit die Position der genannten Zeitungen auf dem Markt generell geschwächt werden", auch wolle man "Vertriebs- und Verkaufsstrukturen öffentlich aufdecken" und damit "ein Klima schaffen, in dem sich der Großhandel überlegt, ob er es sich weiter leisten kann, rechtes bis extrem rechtes Schrifttum zu vertreiben".

Konkret genannt werden in dem Aufruf die Zeitungen "Junge Freiheit", "Deutsche Stimme", "Zuerst!", "Deutsche Militärzeitung" und "Preußische Allgemeine Zeitung". Neben dem Verteilen von Flugblättern möchte die Initiative Kioskbesitzer in "Gesprächen" davon "überzeugen", die genannten Titel nicht mehr anzubieten.

Zu Gewalttaten fordert die Initiative nicht auf, distanziert sich aber auch nicht ausdrücklich davon. Allerdings wird auf ihrer Webseite auf den "engagierten Protest und Widerstand" gegen "Nazi-Demonstrationen" und "Thor-Steinar-Läden" verwiesen; insbesondere gegen letztere wurden wiederholt Anschläge mit Farbbeuteln, Steinen und Brandsätzen verübt sowie potentielle Kunden bedroht und eingeschüchtert. Mit einer ähnlichen Vorgehensweise hatte die nationalsozialistische SA bereits in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts Terror vor allem gegen jüdische Geschäftsinhaber ausgeübt.

Internet


Artikel bewerten

Artikel teilen

Facebook Icon Twitter Icon VZ Icon del.icio.us Logo Reddit Logo

Anzeigen

Kommentare

Die Kommentarfunktion (lesen und schreiben) steht exklusiv Abonnenten der Zeitschrift „eigentümlich frei“ zur Verfügung.

Wenn Sie Abonnent sind und bereits ein Benutzerkonto haben, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, nutzen Sie bitte das Registrierungsformular für Abonnenten.

Mit einem ef-Abonnement erhalten Sie zehn Mal im Jahr eine Zeitschrift (print und/oder elektronisch), die anders ist als andere. Dazu können Sie dann auch viele andere exklusive Inhalte lesen und kommentieren.

drucken

Mehr von Redaktion eigentümlich frei

Über Redaktion eigentümlich frei

Anzeige

ef-Einkaufspartner

Unterstützen Sie ef-online, indem Sie Ihren Amazon-Einkauf durch einen Klick auf diesen Linkstarten, oder auf ein Angebot in der unteren Box. Das kostet Sie nichts zusätzlich und hilft uns beim weiteren Ausbau des Angebots.

Anzeige