23. Juni 2010

Aktuelle Nachricht – USA Libertäre Hochburgen

Mehr Freiheitsfreunde in Montana, Alaska, New Hampshire und Idaho

(ef-DS) Der Politologe Jason Sorens, der auch Gründer des „Free State Project“ in New Hampshire ist, hat untersucht, wie sich die Zustimmung zu libertärem Gedankengut auf die US-amerikanischen Bundesstaaten verteilt. In die Untersuchung einbezogen wurden unter anderem der Zuspruch für den libertären Präsidentschaftskandidaten der Republikaner Ron Paul. Gemessen am Anteil an der Gesamtbevölkerung sind somit die Bundesstaaten Montana, Alaska, New Hampshire und Idaho am libertärsten.

Was die ideologische Einstellung angeht, gibt es zum Teil bevölkerungsgeographische Schnittmengen zwischen Konservativen und Libertären: In Staaten mit einer besonders konservativen und somit verfassungstreuen Bevölkerungsstruktur wie Idaho, Alaska oder Wyoming gibt es auch relativ viele Libertäre. Es gibt aber auch Ausnahmen wie die konservativen Staaten Nebraska und Oklahoma, wo es relativ wenige Libertäre gibt. In Staaten mit eher sozialdemokratischer („liberal“) Bevölkerungsstruktur gibt es durchweg relativ wenige Libertäre wie etwa in Vermont, Rhode Island, Massachusetts, Hawaii, Connecticut und New York.

David Boaz vom Cato Institute weist darauf hin, dass sich diese Erkenntnisse weitestgehend auch mit den langjährigen Wahlergebnissen für die Libertarian Party deckt. So stimmten bei den Präsidentschaftswahlen 1980 in Alaska über 11 Prozent der Wähler für den LP-Kandidaten Ed Clark. Überdurchschnittlich stark schnitten die Libertären auch in Montana, Wyoming, Oregon, Colorado, Arizona, Idaho und Nevada ab. Aufholen konnten die Libertären in den letzten dreißig Jahren im Süden, etwa in Georgia, vor allem aber auch im nördöstlichen Bundesstaat New Hampshire.

Quelle:

David Boaz: Where are the Libertarians? (Beitrag auf der Webseite des Cato Institute)


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