18. Juni 2010

Aktuelle Nachricht – Pogrome Kirgisische Libertäre starten Hilfskampagne

Sorge um einen zentralasiatischen Flächenbrand

(ef-DS) Mitglieder des libertären kirgisischen Think Tanks „Central Asian Free Market Institute“ (CAFMI) arbeiten fieberhaft an einer Hilfskampagne für die Opfer der gegen die usbekische Minderheit gerichteten Pogrome im Süden Kirgisiens. Die Massaker, die sich auf die Städte Osch und Dschalalabad konzentrieren, halten einigen Nachrichtenagenturen zufolge immer noch an. Bislang forderten die ethnischen Säuberungen nach offiziellen Schätzungen etwa zweitausend Tote. Vierhunderttausend Usbeken sind auf der Flucht, und die in den Bürgerkriegsstädten verbliebenen Usbeken haben sich in ihren Quartieren verschanzt.

Nach Angaben auf der Webseite des amerikanischen Cato Institute, das enge Kontakte zum CAFMI unterhält, plant die Denkfabrik neben Spendensammlungen und der Organisation von Hilfslieferungen auch Aufklärungsaktionen. Man möchte verhindern, dass die Gewalt sich ausbreitet und von politischen Kräften dazu genutzt wird, wieder ein autoritäres Regime zu errichten. So soll ein Team aus Computerexperten, Technik-Freaks, sozialen Netzwerkern und anderen Aktivisten unter dem Motto „Ich will Frieden in Kirgisien“ auf die Beine gestellt werden. Mithilfe von Mobilfunk, Datenbanken, Internet (u.a. Google Maps) soll die Hilfe koordiniert werden, um Opfern und Verletzten in den betroffenen Stadtteilen zu helfen. Eine Informations-Guerilla soll falschen Gerüchten begegnen, durch welche der ethnische Hass geschürt wird. Auch in anderen Ländern will die Gruppe aktiv werden, um etwaigen Racheakten an Kirgisen und an einer länderübergreifenden Ausweitung des Konflikts vorzubeugen.


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