Ralph Janik

Student der Politik- und Rechtswissenschaften in Wien.

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Gender-Mainstreaming: Wie politisch ist das Private?

von Ralph Janik

Die schöne neue Welt der Geschlechtsideologen

Dieser Tage ist in jenem „diestandard.at“ genannten Teil der Online-Ausgabe der österreichischen Tageszeitung „Der Standard“, in der man sich Frauen beziehungsweise Geschlechterrollen widmet, ein Interview mit Gabriele Michalitsch zu lesen. Michalitsch ist Politik- und Wirtschaftswissenschaftlerin in Wien, und im Interview wird die Frage nach der Rolle der Politik im Privaten aufgeworfen.

Michalitschs Position steht dabei repräsentativ für das starke Bestreben unserer Zeit, das Privatleben der Menschen zu beeinflussen, sofern darin von im institutionellen Bereich tätigen Menschen Missstände und Abweichungen vom Idealbild vermutet oder gesehen werden.

So prägt sie den Begriff des „neoliberalen Geschlechterregimes“, den sie folgendermaßen formuliert:
„Zentral dabei ist, dass das Verhältnis zwischen Öffentlichem und Privatem neu definiert wurde und an die Stelle politischer zunehmend individuelle Verantwortung getreten ist. Geschlechterverhältnisse werden dabei nicht mehr als strukturelle Hierarchien begriffen, sondern als private Arrangements - unter dem Titel der freien Wahl und der Freiheit des Individuums. Polit-ökonomische Rahmenbedingungen und der historische Kontext werden dabei ausgeblendet. Sie aber bestimmen unsere Freiheit ebenso wie unsere Geschlechterkonzeptionen.“

Ist dem so? Wurde die politische durch die individuelle Verantwortung abgelöst? Was bedeutet „politische Verantwortung“ überhaupt und wann lag diese in allgemeiner Form vor? Es ist dies eine der schwierigen Aussagen, die in Interviews eigentlich nicht getätigt werden dürften, ohne näher erläutert zu werden, wenn sie keine unhinterfragbaren, gut klingenden Stehsätze werden wollen.

Denn „politische Verantwortung“ wirkt in diesem Sinne sinnentleert. Es ist ein Begriff, der bei näherer Betrachtung schwer erklärbar ist. Verantwortung bedeutet ganz allgemein gesprochen, die Konsequenzen des eigenen Handelns zu tragen. Im politischen Sinne heißt dies somit etwa, dass ein Politiker Fehlleistungen seinen Rücktritt vom Amte folgen lässt (freilich nicht, dass er wie etwa ein gescheiterter Unternehmer auch persönlich einstehen müsste, solange er sich keines schweren Delikts schuldig gemacht hat).

Auf den Durchschnittsbürger bezogen könnte politische Verantwortung nun aber etwas ganz anderes bedeuten. Die naheliegendste Bedeutung wäre, dass die Politik in Form von Reglementierungen das Private reguliert. Dass die Politik also „ihre Verantwortung“ wahrnimmt, indem sie das Private, also letztlich das Individuum, reguliert, beeinflusst und verändert – auf indirektem (etwa durch finanzielle Anreize wie Förderungen, durch steuerliche Anreize oder durch Aktionen wie Aufklärungskampagnen) oder direktem (durch Gesetze; dieser Weg wird – noch – relativ zaghaft gegangen, ist aber der logische zweite Schritt, wenn indirekte Maßnahmen als unbefriedigend wahrgenommen werden; so ist etwa in Schweden gleicher Lohn für gleiche Arbeit für Männer und Frauen gesetzlich festgeschrieben).

Freie Entscheidungen im Bereich Familie und Partnerschaft oder im Bereich von Arbeitsverhältnissen werden somit als strukturell vorgegeben de-legitimiert und zum Gegenstand der Beeinflussung und Abänderung gemacht. Etwa, wenn Pflichten der Ehepartner gesetzlich festgelegt werden oder Anreize geschaffen werden, um beide Elternteile gleichermaßen zur Kinderbetreuung zu bewegen (zur Benachteiligung von Paaren, bei denen etwa der weibliche Teil freiwillig den größeren Teil der Betreuung übernimmt, etwa, indem diese Paare weniger Kindergeld erhalten), wie dies heute bereits der Fall ist.

Insofern bleibt die Frage offen, inwiefern auf einmal, im Zuge des „Neoliberalismus“, um in Michalitschs Jargon zu bleiben, diese politische Verantwortung im Sinne von politischer (also gesetzlicher) Bestimmung durch Eigenverantwortung abgelöst wurde, wo doch sämtliche Maßnahmen der letzten Jahre in diesem Bereich das Gegenteil bezeugen?

Hinter dem Konzept des „neoliberalen Geschlechterregimes“ steckt, um es drastisch zu formulieren eine perfide Legitimation der gezielten und sich selbst entgrenzenden Beeinflussung der Gesellschaft von oben herab – freilich im Namen der Menschen, denen unterstellt wird, nicht zu wissen, in welch vorgegebenen Geschlechterstrukturen sie gefangen sind. Die Wissenschaft von den Geschlechterstrukturen und -rollen hat längst Einzug in den heimischen Bildungskanon gefunden hat und staatliches Handeln findet immer mehr Einzug in allen Ebenen des privaten Bereichs.

Ein Beispiel ist der Begriff „Gender Budgeting“, das ist laut Homepage des deutschen Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend „die geschlechtsdifferenzierte Analyse der öffentlichen Haushalte. Gender Budgeting umfasst - im Rahmen der Strategie des Gender Mainstreaming (GM) - ein Bündel von Instrumenten, mit denen der Haushalt auf seine Wirkungen für die Gleichstellung zwischen den Geschlechtern hin überprüft werden kann. (…)Der konzeptionelle Ausgangspunkt von Gender Budgeting ist, dass der gesamte öffentliche Haushalt und seine einzelnen Teile Auswirkungen auf die Gleichstellung von Frauen und Männern haben“.

Und dennoch wird eine Re-Privatisierung des Privaten (!) vermutet, und die Lehre von den Geschlechterverhältnissen sieht sich ihres starken Einflusses zum Trotz nach wie vor als David im Kampf gegen den Goliath der Ungleichbehandlung. Dies ist wenig verwunderlich, denn die Rolle des Davids bedeutet auf allen Ebenen (ob im Krieg, wenn etwa palästinensische Jugendliche mit Steinen auf israelische Panzer werfen oder eben in der Beeinflussung der Gesellschaft) Sympathie und daraus folgend Unterstützung, gepaart mit Unterschätzung.

Der Idealzustand des Konzepts des „neoliberalen Geschlechterregimes“ ist, dass das Private öffentlich ist, öffentlich thematisiert und insofern auch beeinflusst wird – kurzum; aufhört, privat im eigentlichen Sinne zu sein. Privat bedeutet in diesem Zusammenhang nur noch, dass eine Entscheidung (freiwillig, so wird es attestiert) getroffen wird, die einem Leitbild entspricht – dies, sobald strukturelle, geschichtlich entstandene Ungleichheiten ausgemerzt sind.

Nach wie vor gilt laut Michalitsch also, dass die Bürger sich zu stark anmaßen, vermeintlich eigenständig zu handeln und Entscheidungen zu treffen, die ihre Haltung konterkarieren; jede Entscheidung, die dem Bild der idealen Gesellschaft widerspricht, gilt als unfrei, egal, wie wohlüberlegt sie getroffen worden sein mag – dementsprechend gelten etwa Frauen als Produkte „struktureller Hierarchien“, da diese ihre Determiniertheit entweder nicht einmal erkennen oder sich damit aufgrund dieser Strukturalität abfinden, ja abfinden müssen.

Mit dem Begriff der strukturellen Hierarchie wird ein schier endloses Betätigungsfeld für Einflussnahme eröffnet. Jede Sozialbeziehung, jedes Arbeits- und Ausbildungsverhältnis, kurzum die Gesellschaft als solche wird zum beeinflussbaren Feld, zu einem Feld, das beeinflusst werden muss, will „die Politik“ ihre Verantwortung im privaten Bereich wahrnehmen.

Wenn etwa eine Frau wirklich aus freien Stücken eine etwaige Karriere opfert, weil sie spürt, dass sie Erfüllung in der Gründung einer Familie findet, gilt sie als „weibliche Androzentristin“ – als Opfer der Geschlechterrollen, als jemand, der nicht weiß, dass er sich in vorgegebenen Rollen bewegt, die ein bloßes Konstrukt seien – als Frau, die den Mann als Ideal sieht und sich selbst als Komplementärwesen. Dementsprechend sei es die Aufgabe einer Gesellschaft, die „politische Verantwortung“ im Bereich des Privaten übernimmt, dem entgegenzuwirken, Geschlechterrollen und -identitäten allen Erkenntnissen der Neurologie etwa zum Trotz als bloße von Männern geschaffene Konstrukte zu enttarnen, zu diffamieren und letztlich aufzuheben.

Man darf sich fragen, wo das Ende des politischen Handelns im Privatleben ist, wo die Grenze gezogen wird, ab der privates Handeln als solches respektiert wird und ab der dieses nicht als bloßes Ergebnis geschichtlich vorgegebener, strukturell-festgefahrener Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten diskreditiert wird. Wo liegt diese Grenze, ab der Menschen sich in der Tat unterscheiden, aus welchen Gründen auch immer und ab der man diese Unterschiede respektiert? Die Grenze, ab der ein gesellschaftlicher Gesamtzustand akzeptiert wird als Ergebnis freien Handelns und nicht als logische, zu bekämpfende Folge von geschichtlicher wie hierarchischer Vorbestimmtheit, der es entgegenzuwirken gilt?

Die Antwort ist zu einfach, als dass es viele Proponenten des Eingriffes in das, was einmal privat war, (wie Frau Michalitsch), wahrhaben oder akzeptieren wollen; das Private, will es diesen Namen verdienen, muss privat bleiben. Man muss den Menschen zugestehen, ihre Entscheidungen zu treffen, auch wenn sie für einen selbst nicht nachvollziehbar sein mögen; selbst, wenn man darin einen geschichtlichen Prototyp erkennt, den man als schlecht einstuft.

Man muss die Menschen in ihren Unterschieden – in diesem konkreten Fall in den Geschlechtern, aber freilich auch in allen anderen – akzeptieren und darf darin, dass Menschen sich in vielen Dingen so stark unterscheiden, nicht zwangsläufig einen Missstand sehen, sondern sollte vielmehr gerade die Unterschiede und Besonderheiten der Menschen als konstituierend für das Menschsein an sich schätzen. Man kann, ja soll sie (als Privatperson oder private Vereinigung) durchaus beraten und unterstützen, wenn sie etwa Probleme haben – aber das ist keine Legitimation, sie auf institutionellem Wege einer Ideologie oder Geisteshaltung entsprechend zu formen, wie dies heute immer mehr, noch dazu im Namen der Freiheit (wenn es heißt, die Menschen wären in ihren Entscheidungen aufgrund der strukturellen Hierarchien und Ungleichheit zugleich auch unfrei), versucht und aktiv betrieben wird.
Das schließt alles nicht aus, dass man Geschlechterforschung betreibt.

Dies soll nicht bedeuten, dass es ein Unding wäre, Grundlagen zu untersuchen, die zu bestehenden Unterschieden, etwa in der Gehaltsstruktur, geführt haben. Nichts spricht dagegen, Forschung zu betreiben, falsche Denkmuster und Rollenbilder zu enttarnen, Zweifel und Kritik anzumelden. Wenn etwa daraus folgt, dass weibliche Stärken im Beruf bewusst gemacht oder aufgezeigt werden, dass Männern fälschlicherweise positive Eigenschaften qua Geschlecht zugewiesen werden, die nicht zwangsläufig vorliegen müssen und ein Umdenken hinsichtlich der Bezahlung (dem am öftesten genannten Beispiel für Ungerechtigkeit) die Folge ist, so ist dies natürlich mehr als zu begrüßen. Die wirkliche, auf Erkenntnisgewinn zielende Wissenschaft soll so wenige Tabus kennen wie möglich (natürlich im Bereich der körperlichen Integrität) und soll und darf vor Geschlechtern und ihren Rollen genauso wenig Halt machen wie vor irgendwelchen anderen Bereichen. Alles andere als die Offenheit für wissenschaftliche Untersuchung würde den Anschein erwecken, Männer hätten Angst vor einer Veränderung von Missständen zu ihren Ungunsten, auch in Bereichen, in denen ein Umdenken angebracht ist, und würde somit ohnedies nur den falschen in die Hände spielen.

Höchst problematisch ist es aber, wenn die Untersuchung und Benennung nicht negierbarer Missstände weit über das Ziel herausschießt, den Balanceakt zwischen (angebrachter) Kritik und überbordendem Alles-in-Frage-Stellen nicht schafft und nach einer schönen neuen Welt, an allen Realitäten vorbei, trachtet.

Gefährlich für die Freiheit wird diese Art von Forschung dann, wenn sie aus sich selbst heraus ein Idealbild ableitet, das sämtliche Unterschiede unter den Menschen negiert, alles, was an Ungleichheit besteht als Konstrukt darstellt und den Ansatz verfolgt, eine Gesellschaft zu formen, die diesem Idealbild entspricht. Es ist gefährlich, wenn dieses Idealbild Absolutheitsanspruch erhebt und sich dementsprechend durchgesetzt sehen will. Wenn die Forschung nicht mehr Erkenntnisgewinn bringt, sondern zum Hilfsinstrument einer Idee wird, womit übrigens die Wissenschaft auch aufhört, Wissenschaft zu sein. Man muss nicht allzu lange zurückblicken, um Beispiele zu finden für die Auswirkungen der Unterordnung der Wissenschaft unter eine Ideologie, der ihre Ergebnisse zu entsprechen haben.

Wenn die Geschichte eines lehrt, dann dass Gesellschaften und ihre Einzelmenschen nicht einer Idee und einem Idealbild gemäß geformt werden sollen und dürfen – unabhängig davon, wie gut, überzeugend und vielversprechend diese Idee auch klingen mag und natürlich umso weniger, wenn sie nicht einmal das tut. Es sei an Friedrich Hölderlins Zitat „Immer noch haben die die Welt zur Hölle gemacht, die vorgeben, sie zum Paradies zu machen“ mahnend erinnert. Das Paradies ist in diesem Sinne oft auch nur das Idealbild einer Welt, das an der Wirklichkeit, am Menschen und seiner Natur vorbeigeht und ihn insofern immer stärker entmündigen muss, um sich zur Durchsetzung zu verhelfen.

Um zur Ausgangsfrage zurück zu gehen – das Private ist also nicht politisch und darf es gar nicht sein, wenn man den Bürger nicht entmündigen möchte, vor allem dann nicht, wenn dies bedeutet, dass das Privatleben der Menschen Gegenstand von (institutioneller) Regulierung und Einflussnahme wird. Oder wenn damit einhergeht, dass beispielsweise die Gestaltung privater Beziehungen unter Abwesenheit von Zwang einem Idealbild, einer Norm folgen muss und jegliche Abweichung von dieser als zu behebender Missstand deklariert wird. Denn es gibt in einer Gesellschaft nicht-entmündigter Einzelpersonen keine Norm für die Gestaltung sozialer Beziehungen egal welcher Ebene, so wie es erst recht keine Instanz gibt, die zu deren Festsetzung überhaupt legitimiert wäre.


Quellen:
Interview mit Gabriele Michalitsch in „Der Standard“

„Gender Budgeting“ auf der Webseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

30. Mai 2010

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Kommentare

Olaf Janowski, am 31. Mai 2010 um 1:22 ( Link )

Ich mag Frauen in nicht zu langen Röcken.

Bin ich jetzt schon ein Nazi, nein schlimmer noch: ein - ahem- "Sexist"?

Olaf Janowski, am 31. Mai 2010 um 4:42 ( Link )

"Es sei an Friedrich Hölderlins Zitat „Immer noch haben die die Welt zur Hölle gemacht, die vorgeben, sie zum Paradies zu machen“"

Ein wahres Wort von Hölderlin, das Zitat kannte ich noch gar nicht!
Gültig seit spätestens der französischen Revolution, wo eine "Göttin der Vernunft" angebetet werden sollte. Nichts anderes als eine solche Anbetung ist die "political correctness" heutzutage meiner Meinung nach.

freiheitistunteilbar, am 31. Mai 2010 um 6:40 ( Link )

Man muss nicht allzu lange zurückblicken, um Beispiele zu finden für die Auswirkungen der Unterordnung der Wissenschaft unter eine Ideologie, der ihre Ergebnisse zu entsprechen haben.

Neuerdings nennt man dies "Post Normal Science." Ich würde es eher Pipi Langstrumpf Wissenschaft nennen. ;-)

Adolescent, am 31. Mai 2010 um 8:38 ( Link )

Wirklich guter Artikel!

Der Weg zur Hölle ist eben stets gepflastert von gutmenschlichen Intentionen.

Adolescent, am 31. Mai 2010 um 8:39 ( Link )

@James Blond:
Kinderarbeit und Massenenteignungen sollen typische Resultate eines freien Marktes sein ?! Dass ich nicht lache.

Kurt_G Fördermitglied, am 31. Mai 2010 um 8:49 ( Link )

Nach wie vor gilt laut Michalitsch also, dass die Bürger sich zu stark anmaßen, vermeintlich eigenständig zu handeln und Entscheidungen zu treffen, die ihre Haltung konterkarieren; jede Entscheidung, die dem Bild der idealen Gesellschaft widerspricht, gilt als unfrei, egal, wie wohlüberlegt sie getroffen worden sein mag – dementsprechend gelten etwa Frauen als Produkte „struktureller Hierarchien“, da diese ihre Determiniertheit entweder nicht einmal erkennen oder sich damit aufgrund dieser Strukturalität abfinden, ja abfinden müssen.

Na klar, Männer wollen immer nur das Eine - wie die Politik das andere will. Jeder wusste doch schon, dass das männliche Pedant zur Hebamme nicht Hebammer sei sondern Entbindungspfleger genannt wird. Und dieser seinen Job nur ausübt – weil Beruf sondern freiwillig weil die nassen F*** ja so anschaulich und reizend sind. Ein Lustvoyeur schlimmster Güte. Denn wer so etwas freiwillig macht muß ein schmerzbefreiter Feminist oder gar Triebtäter sein. Der Gynäkologe war demnach schon immer eine Lustmolch. Und die Gewichtheberin, die angab ihren Sport gerne auszuüben weil er ihr Freude bereitet tat dies nur weil sie sadistisch masochistisch ausgerichtet ist. Eine von innen sadistisch gedrängte, malträtierte Frau. Das kann nur ein Mann verursacht haben.

Wie krank muss also so eine Frau sein, die in den Boxring steigt um sich die Brüste mit Fäusten malträtieren zu lassen? Doch nur, weil es politisch gut zu Gesichte steht indem etwa solche Frauen das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten. Sie müssen sich nur blau und grün genug schlagen lassen wie es Stefan Raab machte. Männer bekämen das BvK nicht. Zumindest nicht fürs Boxen. War nicht schon immer ein solcher Trieb, sich plätten zu lassen, privat und wurde er nicht dadurch politisiert, indem man diese Ausnahmen zur politischen Ausnahmen machte. Ausgestellt im europäischen, marxistisch ideologisierten, politisch völlig korrektem Schaufenster? So etwa wie im Damenfußball der sich zudem immer größerer Beliebtheit erfreut, und den Zwanziger kommentierte als eine, so wörtlich: "Errungenschaft des modernen pluralistischen Europa im dem alle Menschen gleich seien".

Deswegen bin ich auch Lena und Papst gleichzeitig.

Kokospalme, am 31. Mai 2010 um 8:53 ( Link )

Super Artikel!

Wobei der Vergleich von David mit den Palästinensern und Goliath mit den Israeliten natürlich witzig ist. Denn der historische David war ein Israelit, während Goliath ein Philister war, was übersetzt „Palästinenser“ heißt.

Feixholzer, am 31. Mai 2010 um 9:08 ( Link )

Ralph Janik sollte bei Volker Zastrow "Gender - Politische Geschlechtsumwandlung"(und anderen) nachlesen, warum Gender Mainstreaming geradezu das Feindbild des Liberalen ist. Obwohl diese Parawissenschaft der Sozialisten gesellschaftlich fett dotiert daherkommt und in mit Hilfe der Parteien und natürlich der EU in alle Lebensbereiche eingreifen möchte - und zwar von der Liege bis zur Bahre - ist sie Herrn Janik anscheinend progressiv genug, um sich nicht näher damit zu befassen. Das erklärt dann diesen dünnen Artikel, der sich in der Kernfrage um die Ungleichbezahlung und die Frage, warum Privat und Politisch zu trennen sind, dreht.

Gender ist eine Top-Down-Version, die mit dem Transmissionsriemen jeder weiteren Ebene politisch in alle Lebensbereiche eingreifen soll und erlaubt dem Staat jedes Lebensdetail institutionell zu regeln. Dabei sind in erster Linie die Familie, die Frau, die Kinder gemeint und in zweiter Linie werden in sämtlichen Bereichen Frauen gleichgestellt, unabhängig von Leistung und individuellem Vermögen. Dieser Gedanke geht über eine Gleichberechtigung weit hinaus und zielt auf eine Nivellierung sämtlicher gesellschaftlicher oder geschlechtlicher Unterschiede. Der Versuch, GM als Werkzeug für Männer und Frauen darzustellen, alte Geschlechterrollen zu überwinden, ist pure Augenwischerei: Es geht schlicht um lobbyistischen Feminismus, der Frauen befördert und Männer ausschließt. Bipolarer oder dichotomer geht schon gar nicht mehr. Aber, Herr Janik, einen dritten Versuch haben Sie noch frei, sich in das Thema einzulesen.

SchelmVomElm, am 31. Mai 2010 um 9:30 ( Link )

neoliberales Geschlechterregime, weibliche Androzentristin

Ich glaub mein Schwein pfeift. Die Terminologie der Familienvernichter wird immer feindseliger.

@Kurt
Die korrekt durchgegenderte, emanzipierte Frau unserer Zeit lässt sich im Swingerklub, beim Rudelbumsen von einer Bande Prekariatsmännchen den Körper besamen. Oh, du holde Weiblichkeit.

Charlotte Stumm, am 31. Mai 2010 um 10:01 ( Link )

So richtig ist es nicht verstanden worden,
worum es wirklich geht?
Männer zeigen sich sich von ihrer gewohnter Seite.
Vielleicht liegt es wirklich daran,
dass Frauen ihren Feldzug zur Freiheit so führen.
Sie sehen die Probleme der Männer.
Sehen,dass sie vermutlich nichts ändern können?
Frauen brauchen Männer ,auf die Verlass ist.
Frauen brauchen Sicherheiten um Kinder aufziehen zu können,dann können sie sich wieder zurückziehen.
Nach der Grunderziehung der Kinder sind sie dann wieder voll im Berufsleben.
Die Politik hat sich aus dem Privatleben ganz herauszuhalten.
Je mehr sie sich einmischt,um so schlimmer wird es.
Die Manipulation der Gesellschaft findet trotz aller Bildung ständig statt.
Ganz heimlich damit es niemand merkt.
Alle denken ,sie hätten einen freien Gedanken?
Sie merken es alle zu spät.

Kokospalme, am 31. Mai 2010 um 10:48 ( Link )

@Charlotte Stumm:

Die Manipulation der Gesellschaft findet trotz aller Bildung ständig statt.

Die Manipulation der Gesellschaft findet gerade durch die – sogenannte – Bildung statt, die unsere Staatsideologen unseren lieben Kleinen über ihr Schulmonopol völlig selbstlos angedeihen lassen. Und natürlich auch durch die „Erwachsenenbildung“ von bpb, BZgA und „öffentlich-rechtlichem“ Staatsfernsehen.

Kreuzweis, am 31. Mai 2010 um 11:39 ( Link )

"... So etwa wie im Damenfußball der sich zudem immer größerer Beliebtheit erfreut, und den Zwanziger kommentierte als eine, so wörtlich: 'Errungenschaft des modernen pluralistischen Europa im dem alle Menschen gleich seien.' ..."

Gerade beim Sport könnten die verlogen-bekloppten Feminigederisten beweisen, daß Geschlecht ein Konstrukt sei. Doch sie wissen, daß sie Lügenbolde sind, weshalb man bis zum jüngsten Tag darauf warten wird!
Oder hat jemand schon mal die Forderung, nach Abschaffung der diskriminiernden Geschlechtertrennung im Sport gehört?

vonclausewitz, am 31. Mai 2010 um 12:10 ( Link )

Keine Sorge, das kommt noch. Die Tage des patriarchalischen Diktats in der Bundesliga sind bald gezählt.

Pectoralis, am 31. Mai 2010 um 13:14 ( Link )

@vonclausewitz:
das ganze dann mit legalem doping für frauen, weil diese durch den männlichen, höheren testosteronspiegel von der natur diskriminiert werden!

Goldelse, am 31. Mai 2010 um 13:55 ( Link )

Guter Artikel, Erziehung des Bürgers durch Bestrafung (Steuern) oder Gaben (Umverteilung), einher geht der Rotfunk der Medien, der Einzelne ist diesem Dauerbeschuss nicht lange gewachsen und resigniert.
Schaun wir uns doch einmal das "Bildungsfernsehen" an, der Quotenschwule darf da nie fehlen.

Magnus Goeller, am 31. Mai 2010 um 14:03 ( Link )

Ja, eine 50% Frauenquote in der Fußball-Bundesliga ist zwingend erforderlich, als Tormenschen sollten nur Zwitter zugelassen werden.

Und Männer, die nicht bereit sind, sich von Hebammern entbinden zu lassen, gehören wegen sexueller Diskriminierung vor Gericht.

Es kann auch nicht weiterhin angehen, dass Bundeswehrsoldatinnen unterdurchschnittlich oft, nämlich gar nicht, in Afghanistan an die Front geschickt werden, zumal sie, wenn in Gefangenschaft von einem Talib geschwängert, auch noch ein besonderes Zeichen gegen Rassismus und für Völkerverständigung setzen könnten.

Außerdem ist es an der Zeit, dass Frauen, wofern sie sich nicht zum Islam bekennen natürlich, endlich ebnsoviel Bier und Schnaps trinken wie Männer, nicht nur diesen verblödenden Prosecco, den sie sich durch eine andropozentrisch dominierte, übelst untergejubelte Frauenrolle dauerndzu reindrehen.

Und wenn der Mann in der Schwangerschaft nicht aufhört zu rauchen, dann darf die Frau das auch nicht!

Auch klare, durchgegenderte Onanierleitlinien für Jugendliche müssen her; es ist einfach nicht mehr zu dulden, dass durch traditionelle Anwendung verschiedener Selbstbefriedigungstechniken bereits Pubertierende einseitige Geschlechterrollen übergestülpt bekommen.

Wir stehen erst am Anfang!

Henry, am 31. Mai 2010 um 14:07 ( Link )

Ich würde um die eigentliche Ideologie nicht zu viele Worte machen.
Gender-Mainstream ist eine Ideologie, die auf die Abschaffung (oder auch Vernichtung) des normalen Familienmodells abzielt. GM wurde über die EU zur "Querschnittsaufgabe" der EU-Politik gemacht.
Es gibt, steuergeldfinanziert natürlich, so genannte Gender-Kompetezzentren, die das Familienminsterium in "Genderfragen""beraten" sollen. Der Staat kümmert sich also hingebungsvoll um die Umerziehung der Kinder und Jugendlichen, damit diese ihr "soziales Geschlecht" frei bestimmen können und nicht, wie ihre Eltern, durch "Wahrnehmungsstörungen" traditionelle Geschlechterrollen annehmen. Link Text
die wesentliche to-take-home Message ist hier das Demokratieverständnis der Ideologen selber, aber auch des europäischen Parlaments und des deutschen Parlaments, die diese wirre Ideologie widerstandslos durchgewunken und ratifiziert haben.
In der Öffentlichkeit ist GM niemals diskutiert worden.
Weiterhin kann man auch keine Ideologie "demokratisch" legitimieren, die ins innerste Privatleben der Menschen eingreift und Kinder und Eltern entfremdet.
Will man seine Kinder diesem nicht aussetzen, wird man abgeholt:
Link Text
Wir haben es mit einem Kollaps des demokratischen und menschlichen Umganges miteinander zu tun, der alles seit 1945 bzw. 1989 dagewesene in den Schatten stellt.
Über alle diese Vorkommnisse wird in den Mainstreammedien nicht oder nur als Randnotiz berichtet, so dass die mir bekannten Vorfällen nur die Spitze des Eisberges sein dürften.

SchelmVomElm, am 31. Mai 2010 um 14:37 ( Link )

Kein Schwein kennt den Begriff "Gender-Mainstreaming". Eine öffentliche Debatte wäre der Tod dieser Ideologie. Dass sich seit Mitte der 90er Jahre kein konservativer Politiker gefunden hat, diesen Themenkomplex der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sollte jedem zu denken geben. Dies zeugt von einer virtuosen Beherrschung des politischen Apparates und der Medien. Kommt es zu einer Auseinandersetzung, wie beim Hamburger "Pixie Buch Skandal", dann werden die Gender- Protagonisten, selbst in den linken Medien, wie eine kleine Gruppe von Spinnern dargestellt, die es in Deutschland nun mal gibt, da hier jeder seinen Blödsinn absondern kann und in sofern müsse man dem Ganzen auch keine besondere Bedeutung beimessen.

Realsatire aus der Hansestadt

illness, am 31. Mai 2010 um 14:44 ( Link )

Tja was soll man bei der EU Politik sagen, ausser das Mantra des gut ausgebildeten jungen Mannes zu wiederholen ?

Ich zahl nicht für euren Schwachsinn, lieber leb ich in Armut. Abgesehen davon hab ich selbst als Sozialhilfeempfänger ein besseres Leben als ich es als Student, der sein Studium komplett selbst finanzieren muss.

Kokospalme, am 31. Mai 2010 um 15:07 ( Link )

@SchelmVomElm:

Eine öffentliche Debatte wäre der Tod dieser Ideologie.

Also einfach weiterhin mit GM-Kritik an die Öffentlichkeit gehen (z.B. durch Blogs wie dieses), bevor die Masse derart gehirngewaschen ist, dass sie nicht mehr merkt, dass an GM was faul ist.

Kokospalme, am 01. Juni 2010 um 9:21 ( Link )

@SchelmVomElm:

Realsatire aus der Hansestadt

Meine Kinder haben ein Buch über die zehn kleinen Negerlein. Mal abgesehen davon, dass das Wort Neger politisch unkorrekt ist, bin ich entsetzt, dass in diesem Buch die Weißenquote nicht beachtet wird. Schließlich gibt es auch weiße Neger.

Außerdem beurteilen die beiden Hamburger Kämpferinnen für den Linksstaat das Pixie-Buch ziemlich falsch. Ich habe mal von einer Familie gehört, in der sich Vater und Mutter nicht einig waren, ob das neugezeugte Kind am Leben bleiben oder umgebracht werden soll. Papa war für Leben und „Mama“ für Tod. So wurden die Kinder gefragt, ob sie lieber ein Geschwisterchen oder neues, teures Spielzeug haben wollen. Die Kinder haben daraufhin gemeinsam mit „Mama“ den Papa überstimmt. Das ist es, was das Bild zur Familienkonferenz darstellen soll, in dem Papa auf der einen und „Mama“ mit den Kindern auf der anderen Seite sitzt.

Außerdem lassen die Kritikerinnen des Pixie-Buchs außer acht, dass die Buchautoren die Nazi-Quote völlig ignoriert haben. Da es nun mal Neonazis an deutschen Schulen gibt, müssen Neonazis auch im Pixie-Buch vorkommen. Einer der Schülersprecherkandidaten sollte Adolf heißen. Schließlich sind Neonazis bei Schülersprechern unterrepräsentiert.


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