01. Mai 2010

Erste deutsche Teaparty – die etwas andere Erste-Mai-Kundgebung Heute vor der griechischen Botschaft

Griechischer Wein? Ja, bitte. Griechische Schulden? Nein, danke!

(ef-RG) Vor der griechischen Botschaft (Jägerstraße 54-55 in Berlin) haben sich heute vierzig Teilnehmer einer Protestkundgebung zur ersten deutschen Teaparty getroffen. Hauptrednerin: die Stadtälteste Dr. Ursula Besser. Passend zum Motto der Kundgebung wurde griechischer Wein ausgeschenkt. Als musikalische Untermalung wurde das Lied „Griechischer Wein“ von Udo Jürgens gespielt.

Die Teilnehmer der Kundgebung verlangten von den Bundesregierung, dass sie keine deutschen Gelder zur Begleichung griechischer Schulden aufwendet. „Das ist ein Fass ohne Boden“, sagte ein Teilnehmer. Auf Plakaten war „Kein Geld für Griechenland“ zu lesen – auch in Englisch und Griechisch.

Der Veranstalter Volker Graffstädt warnte davor, dass nach der angekündigten Griechenlandhilfe noch weitere Bittsteller wie Portugal und Spanien deutsche Milliardenkredite einfordern würden. „Hier nebenan ist die irische Botschaft, auch dieses Land wird dann Hilfe beantragen“, gab er zu bedenken. Mit dem Verlauf der Kundgebung gab er sich zufrieden.

Dr. Ursula Besser  (CDU) unterstrich, dass die griechischen Regierungen seit Jahrzehnten falsch wirtschaften würden. Dafür dürfe nicht der deutsche Steuerzahler haftbar gemacht werden. Nach der Kundgebung spazierten die meisten Teilnehmer zum nahegelegenen Kupfergraben, direkt gegenüber vom Auswärtigen Amt. Dort kippten einige Teilnehmer Oliven und griechischen Wein in den Kupfergraben – so wie die Kolonisten in Amerika englischen Tee in den Hafen von Boston befördert haben.


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