14. April 2010

ef in anderen Medien Bericht, Interview, Gastkommentar

Eigentümlich freies in „Zur Zeit“, „Smart Investor“ und „Wirtschaftsblatt“

Im vergangenen Monat gab es drei Artikel in anderen Zeitschriften. Den Start machte Arno Delegesta mit einem Bericht über ef in der österreichischen Wochenzeitung „Zur Zeit“.

Unter der Überschrift „Erfolgreiche Querdenker“ schreibt Delegesta: „Sozialstaatskritische Texte, die früher allenfalls in eigentümlich frei denkbar waren, erscheinen mittlerweile auch in großen Blättern. Und sie stammen von prominenten Autoren: Sloterdijk, Bolz oder Heinsohn. Die ef-Parole ‚Mehr netto’ wurde inzwischen von der FDP übernommen. Guido Westerwelle bezog seitens der politisch korrekten Dressurelite Prügel, als er die auf ef geäußerte Kritik am Wohlfahrtsstaat wiederholte.“ „Zur Zeit“ zitiert ef-Herausgeber André F. Lichtschlag: „Hat also bei steter Verschlechterung der realen Zustände der Zeitgeist begonnen, sich zum besseren zu wandeln?“ Der angesehene Autor Roland Baader stoße in ef „ins selbe Horn. Angesichts der von der Nomenklatura verschuldeten Wirtschaftskrise meint er, es geht um mehr als um Krise und Depression. Es handelt von Staatsbankrott, verarmender Bevölkerung, Gesellschaftszerfall und Aufruhr.“ Baader befürchte „die totalitäre Entartung des Staatswesens. Sein Wort hat Gewicht, denn in seinen Büchern und Beiträgen in ef hat er die Wirtschaftskrise seit Jahren vorausgesagt.“

Das Wirtschaftsmagazin „Smart Investor“ führte unter der Überschrift „Eine Mischung zwischen konservativ und anarchisch“ ein Interview mit Lichtschlag. Der ef-Herausgeber gibt darin Internas zur Entstehungsgeschichte und zur Leserschaft der Zeitschrift preis. Auf die Frage „Wo im Links-Rechts-Spektrum würden Sie denn Ihre Zeitschrift einordnen?“ antwortet Lichtschlag: „Wenn Sie mich vor zwei Jahren gefragt hätten, wäre meine Antwort gewesen: weder links noch rechts, sondern quer in der Landschaft. Inzwischen gefällt mir jedoch die Links-Rechts-Definition von Ritter Erik von Kuehnelt-Leddihn besser: demnach wären wir rechts. Er hat eine Liste mit etwa 40 Kriterien aufgestellt, woraus hervorgeht, was alles links ist. Demnach ist jeder Sozialdemokrat, aber auch jeder CDUler und fast jeder FDPler heute klar ein Linker, aber ebenso klar auch zum Beispiel Adolf Hitler. Übrig bleiben ein paar klassisch Liberale, Individualisten, Reaktionäre, Marktradikale und vielleicht ein paar Monarchisten. Dazu würde nach dieser Definition dann auch mein Magazin gehören und als seltener wirklich rechter Ausnahmefall gelten.“ – „Was wäre dann Herr Westerwelle?“ wirft der „Smart Investor“ ein. Lichtschlag: „Nach dieser Definition auch eher ein Linker, aber immerhin rechts von Merkel und Hitler [allgemeines Gelächter].“

Schließlich publizierte Lichtschlag im Magazin „Wirtschaftsblatt“ unter der Überschrift „Freiheit, ein Zauberwort“ einen Gastkommentar. Lichtschlag darin: „Immer neue Abgabenerhöhungen, zweifache, dreifache und vierfache Besteuerung, Rauch-, Trink-, Ess-, Werbe- und Glühbirnenverbote, Diskriminierungsgesetze, Dosenzwangspfand und hässliche Windkraftsubventionierung, ökofeministische Umerziehung, erst Wegfall des Bankgeheimnisses im Inland, dann imperialistischer Angriff auf das Bankgeheimnis einst befreundeter und friedlicher Nachbarn, Meinungsgebote und Redeverbote, zunehmende persönliche und wirtschaftliche Überwachung, jetzt auch noch der Staat als Hehler – und Sie fragen, wie es um die Freiheit bestellt ist?“ Und: „Immer mehr der Besten sind auf der Flucht und verlassen in Scharen das Land. Also alles hoffnungslos?“ – „Nein!“, antwortet Lichtschlag sich selbst: „Denn jeder Sozialismus scheitert sozial gerecht am Ende immer an der Realität, dann, wenn der letzte Vorrat aufgezehrt, der letzte Produktive ausgepresst und die letzte Kreditlinie verbraucht ist. Wie zuletzt 1945 und 1989 steht der Wahnsinn vor dem Offenbarungseid. Rien ne va plus – nichts geht mehr. Das ist unsere Chance. Wir sollten sie nutzen. Das Zauberwort heißt: Freiheit!“

Internet

Gastkommentar im „Wirtschaftsblatt“

Zum „Wirtschaftsblatt“

Interview in „Smart Investor“

Zum „Smart Investor“

Artikel in „Zur Zeit“

Zu „Zur Zeit“


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