09. April 2010

Aktuelle Nachricht – Neue Studie von Haus & Grund Steuerlast auf Immobilieninvestitionen

Werden sich die Finanzpolitiker beeindrucken lassen?

(ef-DF) Die FAZ berichtet von einer durch Haus & Grund in Auftrag gegebenen Studie, die Zahlen für die Steuerlast einer deutschen Immobilie ermittelt. Danach liegt die Steuerlast einer Investition in eine selbstgenutzte Wohnimmobilie zwischen 46 und 50 Prozent der Bruttoinvestitionssumme. Sollte die Immobilie vermietet werden, so steigt die Steuerquote sogar auf 57 bis knapp über 60 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt das Centrum für angewandte Wirtschaftsforschung Münster, das die Studie durchgeführt hat.

Schwierigkeiten bereiteten die Rahmenbedingungen der Studie. Haus und Grund gab als Lebenszyklus der Wohnimmobilien einen Zeitraum von 40 Jahren vor und wollte wissen, wie der Staat an einer Immobilieninvestition dieser Dauer finanziell beteiligt ist. Neben der Dauer spielen auch die Höhe des Erwerbspreises, das Einkommen und der Steuersatz des Erwerbers, sowie dessen Alter und Eigenkapital eine Rolle. Besondere Schwierigkeiten bereitete die Besteuerung in Abhängigkeit vom Lebenszyklus. In der Ansparphase für das Eigenkapital fallen vor allem Einkommensteuer und Kapitalertragsteuer an. Beim Erwerb ist Grunderwerbsteuer zu entrichten und Umsatzsteuer auf die Erwerbsnebenkosten. Später in der Nutzungsphase wird dann vom Staat Grundsteuer eingefordert, bei vermieteten Objekten wird zusätzlich der Ertrag besteuert. Der Lebenszyklus endet mit der Übertragung der Immobilie, bei der dann wiederum Schenkungssteuer anfällt.

Haus & Grund hofft, mit den Zahlen der Studie Politiker bei der anstehenden Grundsteuerreform im Sinne des Verbands beeindrucken zu können.


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