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Eilmeldung: Neue Steuer-CD aufgetaucht?

von Redaktion eigentümlich frei

Ein Datenträger, der Geschichte schreiben könnte

Nach Angaben der FDP-nahen Initiative "Libertäre Plattform" wurde dieser vor kurzem von einer anonymen Quelle eine Daten-CD zugespielt, auf der sich angeblich Informationen zu Konten hochrangiger Beamter und Spitzenpolitiker befinden sollen. Wie die Initiative, der unter anderem auch der Bundestagsabgeordnete und ef-Autor Frank Schäffler angehört, in ihrem eigenen Weblog bekannt gab, handelt es sich um Daten zu in- und ausländischen Konten, Nebeneinkünften, Geldzuwendungen und Firmenbeteiligungen, die aus mehreren Quellen gesammelt und nunmehr gezielt in der Öffentlichkeit lanciert worden sein könnten.

Nähere Details wurden bislang nicht bekannt. Die Libertäre Plattform prüft nach eigener Aussage zur Zeit weitere Schritte mit Hilfe von Juristen, rät aber gleichzeitig betroffenen Beamten und Politikern zur vorsorglichen Selbstanzeige. Anfragen seitens der ef-Redaktion blieben bis dato unbeantwortet.

Internet

08. März 2010

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Kommentare

Griba, am 08. März 2010 um 21:54 ( Link )

Wie ich anderen Orts schon schrieb:
Da in Deutschland nichts mehr unmöglich ist, darf man davon ausgehen, daß diese CD tatsächlich existiert und die Politik wissentlich oder zumindest sehenden Auges mit dem Ankauf einer CD mit illegal erworbenen Daten genau den Dammbruch bewirkt hat, den Rechtswissenschaftler vorhergesagt haben und der jetzt auf eben diese Politik zurückfällt - man darf auf eine heilende Wirkung hoffen.

Wir sollten diesen Umstand nutzen und öffentlich machen, daß praktisch alle Daten, die irgendwo gesammelt werden, diesen oder andere, legale wie illegale Wege gehen werden - ob wir das wollen oder nicht.

Insofern gehören alle Datensammlungen - ob ELENA, Telefondaten oder eCard - schon vom Projekt her auf den Müllhaufen der Geschichte.

Mein Recht auf Freiheit umfaßt jedenfalls auch das Recht auf Vertraulichkeit meiner persönlichen Daten.

Fritzchen, am 08. März 2010 um 21:57 ( Link )

April April?

Olaf Janowski, am 08. März 2010 um 22:03 ( Link )

Nö der ist noch etwas hin.

Schön wäre aber eine Tabelle im Plain-ASCII-Format mit Tabs getrennt. Und ein Feld "Parteizugehörigkeit".

Lesezeichen, am 08. März 2010 um 22:12 ( Link )

Da fällt mir doch ein Germanismus ein, der hier in Nordamerika benutzt wird.

"Schadenfreud" is a German word for just haha :-)))

umverteiler, am 08. März 2010 um 22:39 ( Link )

Jetzt sind wir endlich soweit, dass jeder jeden denunziert. Das hatten wir schon zweimal im letzten Jahrhundert, aber jetzt wird dank finanzieller Honorierung der Denunziation durch den Staat das endlich wieder möglich. Das sind klare Anzeichen, dass es schon bald zum Abgesang auf diese offensichtlich totalitär gewordene DDR 2.0 gibt.

Man suche sich ein beliebiges Telefonbuch einer "reichen" Stadt, suche die besser situierten Viertel heraus und schreibe die Namen von bekannteren Mitbürgern heraus. Viel einfacher geht's natürlich mit den im Internet zur Verfügung gestellten Telefonnummern-Datenbanken oder einer Telefonbuch-CD mit Suchfunktion in der Datenbank.

Daten per Cut und Paste in Excel, fiktive Konten namhafter Banken hinzufügen, fiktive Umsätze und Depotbestände einfügen, die Excel-Dateien und gefakten sonstigen Dokumente auf CD brennen und ab mit der Post an interessierte Kreise.

Vielleicht zahlt ja sogar das Finanzamt dafür. Ist doch traumhaft, endlich zahlt das Finanzamt mal aus und verlangt pauschal nur 10% Flat Tax auf den Erlös.

Wen würde es überraschen, dass jeder seiner Mißgunst und seinem Neid gegenüber dem Nachbarn in Form einer Anschwärzung mittels "Steuerdaten-CD" Ausdruck verleihen könnte. Vielleicht kommt es demnächst auch zu einer neuen "Denunziationskultur", wenn man am Samstag oder Sonntag beim Nachbarn einen unbekannten Handwerker wahrnimmt. Bisher ist das ja äußerst selten, dass der eine Nachbar den anderen anschwärzt. Die Behörden und der Zoll sind ohnehin freitags ab 12:00 Uhr schon im Wochenende, da kommt bei einem Telefonat zur Behörde keiner raus.

Mit der staatlicherseits propagierten Denunziationskultur kann das demnächst anders werden, vielleicht wird eine "Schwarzarbeiter-Schwarzauftraggeber-Fangprämie" vom Finanzamt ausgelobt.

Wer Beweise wie Fotos liefern kann mit Kennzeichen des Handwerker-PKWs, wer dokumentieren kann, welcher Nachbar welchen Handwerker steuerfrei beschäftigt, erhält 10% der vom Finanzamt eingetriebenen Strafzahlungen. Nur über finanzielle Honorierung werden aus trägen, passiven Gutmenschen aktive, motivierte Denunzianten und Schwarzarbeit-Anzeiger.

Wäre doch gelacht, wenn die deutsche Bevölkerung nicht doch noch ein bißchen von den Genen besitzt, die das 3. Reich und die DDR erst ermöglicht haben. Dazu sind wir einfach zu "korrekt erzogen" und obrigkeitsgläubig, um uns nicht auf Geheiß der Obrigkeit selbst zu zerfleischen.

Lesezeichen, am 08. März 2010 um 23:06 ( Link )

@umverteiler:

völlig richtig. Ich warte nur auf die ersten Krankenkasseninformationen, die in Personalabteilungen größerer Unternehmen auftauchen, damit nur noch gesunde Leute eingestellt werden. Gegen Geld ist alles drin.

Wenn das alles in Ordnung ist, was war dann an Stasi und Gestapo so falsch?

Kopfschüttelnd....

EEkat, am 09. März 2010 um 0:50 ( Link )

Wer im Glashaus sitzt, wird Amnestie ernten.

Oder so ähnlich.

stereotyp Fördermitglied, am 09. März 2010 um 9:11 ( Link )

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/geheime-konten-schweiz-droht-deutschen-politikern-mit-offenlegung;2529320

Da war doch was...

Minarchist, am 09. März 2010 um 11:49 ( Link )

Das ist doch schon längst Realität, was hier manche befürchten, also daß Derartiges gefordert wird. Der Berliner Finanzsenator hat vor einigen Tagen allen Ernstes die Einrichtung einer zentralen Behörde zum Ankauf sämtlicher Bank- und Steuerdaten, die Bund und Ländern angeboten werden gefordert, siehe:

http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1268050/Finanzsenator-will-Behoerde-fuer-Steuerdaten-Ankauf.html

Goldelse, am 09. März 2010 um 12:19 ( Link )

Die Deutschen sind Meister der Denunziation. Wir hatten das ganz persönlich 2000 in Hamburg erleben dürfen, denn wir hatten einen von einem Tag zum anderen von allen Hamburger Politikern erklärten unwiderlegbar gefährlichen Hund. Bild machte bei der Hetze kräftig mit und rief die Bewohner auf zu melden, wer einen Staff oder Pitbull besitzt. Die SPD Politikerin Barabara Duden rief den Menschen zu, sie sollten die Halter gesellschaftlich ächten, was auch erfolgte. Das Ganze war wahrscheinlich nur das Trainingsspiel zu dem, was nun folgen soll.

Denunziation, der neue Volkssport, teile und herrsche, erleben wir doch bei allen Themen.

EEkat, am 09. März 2010 um 12:51 ( Link )

Goldelse,

das hat in Deutschland Tradition. Befassen Sie sich mal damit, wie im 3. Recih die Behörden überschwemmt wurden mit Denuntiationen. Mir ist mal ein Auswertung von Protokollen in die Hände gefallen, aus denen hervorging, daß die Hauptaufgabe der Behörden, hier der Gestapo, darin bestand, aus der Flut von Denutiationen diejenigen herauszusuchen, bei denen am meisten Substanz, "Fleich an den Knochen" war. Die ersoffen in Denuntiation.

Auch die DDR, in der jeder 10. !! als Zuträger für die Stasi erfaßt war, ist damit keineswegs als ein der Bevölkerung aufgesetzter Unterdrückerstaat zu bezeichnen. Die DDR hat lediglich das organisiert, was als charakterliches Inventar in den Deutschen schlummert.

Freilich hat die DDR, wie auch das Dritte Reich dieses Charakter-Inventar aktiv gegen Ihre Bürger instrumentalisiert, gegen diese gerichtet.

Obwohl beide auf verschiedene Weise agierten und dementsprechende Zustimmung mobilisierten: Erfolgreich war keines dieser Systeme.

Dennoch entwickeln wir in der BRD uns nun zunehmend ebenfalls in diese Richtungen.

Sichtbar wird unser potentielles Inventar an genau solchen Zusammenhängen, die Sie schilderten.

Unsichtbar wirkt dies schon immer in Finanzämtern, an die Sie einen untreuen Ehemann verpfeifen, oder einen mißliebigen Chef ausliefern.

Neu ist, daß wir dies nun wieder in großem Umfang von Staats wegen offensiv aufleben lassen, unseren Staat damit verbinden, diese Charaktereigenschaft zu fördern, und zu organisieren beginnen.

EEkat

Rüdiger Märzen, am 09. März 2010 um 14:29 ( Link )

Denunzieren() ist eine ableitete Funktion aus Speichellecken(), Arschkriechen(), Schleimen() und German.Angst().

Das ist in DE nicht nur vollkommen OK sondern wird gerne gesehen und belohnt. Das weiß jeder, der in einer deutschen Firma ausreichend lange arbeitet. Frei nach dem Motto "Unsre Ehre heißt Treue".

In jedem anderen Land dieser heillosen EU-Welt ist die Denunziation eine Schande und wird mit gesellschaftlicher Verbannung bestraft.

Kurt_G Fördermitglied, am 09. März 2010 um 16:51 ( Link )

Das schlimmste Schwein im ganzen Land das ist und bleibt der Denunziant

Olaf Janowski, am 09. März 2010 um 18:41 ( Link )

Diese pc-"Revolution" wird in Bälde ihre Kinder fressen.

Die Marats, Dantons und Robbespierres 2.0 dürfen schon mal zittern.

Und es wird noch dramatischer als weiland beim Flick- und CDU-Spenden Skandal, und es wird alle "staatstragenden" Parteifunktionäre treffen. Nicht nur die von CDU/CSU und FDP ...

Also ab in die Küche, Popcorn & Bier holen, die massenmedial zelebrierte Götterdämmerung unseres Systems in diesem kafkaesken Irrenhaus DDR 2.0 kann beginnen
*ggg* *scnr*

Friedrich Dominicus, am 10. März 2010 um 7:30 ( Link )

Der Perversität unsere Politiker sind keine praktischen Grenzen gesetzt:
http://www.suedkurier.de/news/baden-wuerttemberg/baden-wuerttemberg/art417921,4193742

Erst mal die "Steuersünder CD" kaufen und nach dem Kauf eben diesen Kauf als illegal verbieten. Wer kennt sich mit Rechtssachen aus, lässt sich da nichts machen?

Sven Adam, am 10. März 2010 um 22:59 ( Link )

Da es sich nur um eine CD und nicht um eine Bluray handelt, ist das bestimmt nur eine Ente ...

;-)

Max Wessenberg, am 13. März 2010 um 1:40 ( Link )

Ein kleiner Nachtrag...

http://libertaere-plattform.de/2010/03/12/cd-gate/


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