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Glaube und Umwelt: Dient die Weltklimapolitik einer naturreligiösen Staatslegitimation?Ein geistesgeschichtlicher Blick auf universale Herrschaftsansprüche Die Frage nach dem Schutz – und nach der Rettung – des Weltklimas erfährt eine vergleichsweise einzigartige öffentliche Aufmerksamkeit. Warum ist das so? Vieles spricht dafür, dass die besondere Attraktivität des Themas auf seiner bemerkenswerten Eignung beruht, zum Zwecke der staatlichen Herrschaftslegitimation eine Vielzahl von derzeit populären Denkmustern gleichzeitig anzusprechen. Das Weltwetter mag für Klimaforscher interessant sein; eine politisch-geistesgeschichtliche Analyse seiner Diskussion ist jedoch – ganz unabhängig von naturwissenschaftlichen Streitfragen – ungleich faszinierender. Sie gibt tiefe Einblicke in unser gegenwärtiges Verständnis von politischer Herrschaft. Der Klimawandel spricht – erstens – menschliche Existenzängste an. Kommen Fluten oder Dürren, müssen wir sterben. Also sind wir in diesen unsicheren Zeiten bereit, zu handeln und zu zahlen, obwohl wir doch eigentlich wissen, dass uns die finanziellen Mittel hierzu weltweit fehlen. Selbst wenn es uns nicht persönlich treffen sollte, sondern beispielsweise nur ein paar Südsee-Inseln untergingen, bleibt das Weltklima – zweitens – gleichwohl noch immer für den gesellschaftlichen Diskurs attraktiv. In diesem Falle nämlich können wir uneigennützig gut sein und für andere Opfer bringen. Das beruhigt ungemein und schmückt das eigene Gewissen. Da wir zudem – drittens – in unserem Westen nicht mehr unter den handlungsleitenden Drohungen eines mahnenden Gottes leben, sind unsere allgemeinen Sanktionserwartungen ohnehin wieder in die Kategorien des Naturreligiösen zurückgefallen: Nicht der Herrgott wird uns für unsere ökologischen Vergehen strafen, sondern die Allnatur selbst. Lebten wir also fortan sündig, fiele uns zuletzt der Himmel auf den Kopf. Dem gilt es selbstverständlich zu begegnen. Am besten – viertens – mit massiven technischen Anstrengungen, die ihrerseits, selbstredend, wieder gehöriger staatlicher Organisation bedürfen. Ordnung soll schließlich sein, denn wir wollen im Zeitalter der allumfassenden menschlichen Beherrschbarkeiten schließlich nichts dem freien Spiel der Kräfte überlassen. Hierhinein fügt sich dann – fünftens – die Überzeugung, dass wir unserer Einen Welt auch die Demokratie als maßgebliches politisches Herrschaftsinstrument nahebringen wollen: Und weil das Weltklima uns alle angeht, kann und darf bei dieser grenzenlos existentiellen Frage niemand auf dem Globus mehr abseits stehen. Anders gewendet: Wer Zweifel gegen die anthropogen steuerbare Beeinflussung des Weltklimas erhebt, der marginalisiert sich unmittelbar selbst. Hier treffen die Panikarchitektur von Welthunger, Weltarmut, Weltterror und Weltklima aufeinander: Jeder Kritiker ergriffener Maßnahmen wird unter den Verdacht gestellt, den Hunger zu akzeptieren, Armut zu banalisieren, Terroropfer hinzunehmen oder schlicht Flutkatastrophen kleinzureden. Alle aber sind sich einig: Das geht gar nicht. Hinter dieser politisch-medialen Großdiskussion über das Weltklima und seiner fünfteiligen Melange aus Angst, Güte, Glauben, Fortschrittswillen und der Suche nach der absolutesten aller demokratischen Mehrheiten steckt indes der kaum mehr verbrämte, allumfassende politische Wille zur unbedingten, grenzenlosen Staatsmacht. Denn weder ein einzelner Mensch, noch auch nur ein Staat allein wollen sich der proklamierten, globalen Problemlösung widmen. Im Falle des Weltklimas sieht sich gleich die ganze Weltstaatengemeinschaft insgesamt aufgerufen, die Furcht der Menschheit durch den Glauben an den Kampf um eine bessere Zukunft zu beherrschen – und zu zerstreuen. Der Freiburger Historiker Wolfgang Reinhard hat die absehbar zwangsläufigen Mechanismen einer solchen staatlichen Interventionsfreudigkeit bereits vor rund zehn Jahren in ihrer bitteren Konsequenz wie folgt beschrieben: „Hatte der bürgerliche Rechtsstaat des 19. Jahrhunderts nicht ohne Erfolg seine innenpolitische Zuständigkeit auf innere Sicherheit zu beschränken versucht, so bedeutet der moderne soziale Interventionsstaat eine Rückkehr zum früheren obrigkeitlichen Policeystaat, der sich auch schon in alles eingemischt hatte. Die bewaffnete Vollzugspolizei … sollte ursprünglich nur die gesellschaftliche Freiheit durch Gefahrenabwehr sichern. Nicht ihre weitere Aufrüstung schafft einen neuen Polizeistaat, sondern die Ersetzung ihrer Repressionsaufgabe durch einen beliebig ausdehnbaren Präventionsanspruch im Rahmen staatlicher Sozial- und Kontrolltechnologie … Der liberale bürgerliche Nationalstaat, das goldene Zeitalter laut Hannah Arendt, wurde in einigen Fällen vom totalitären Staat abgelöst, in der Regel vom sozialen Interventionsstaat … Damit wird der säkulare Prozess der ‚totalen Mobilmachung‘ möglich, die auch im Frieden das ganze Volk erfasst … Neben formalisierte bürokratische Verwaltung tritt die befehlsförmige … Der Anspruch des Staates ist ein totaler. Wer sein persönliches Geschick nicht dem nationalen restlos unterordnet, wird zur Rechenschaft gezogen.“ Und weiter: „Totaler Staat als totaler Krieg braucht den totalen Feind. Wenn er ihn nicht mitbringt, wie der Nationalsozialismus den Juden, muß er ihn erfinden, wie es in der Sowjetunion und in China mit der Produktion von immer neuen Klassenfeinden und Verschwörern erfolgreich geschah. Das ist mit der Formel von der ‚permanenten Revolution‘ gemeint, die bereits für den Terror der Jakobiner 1792-94 geschaffen wurde. In Russland und China lagen oft überhaupt keine ‚realen‘ Vergehen vor … Aber auf den fiktiven Charakter der Beschuldigung, der Tätern wie Opfern gleichermaßen klar gewesen sein dürfte, kam es dabei nicht an, … sondern schlicht um die Konstruktion des totalen Feindes.“ Übertragen und erweitert auf den jetzt in Rede stehenden Anspruch der Weltstaatengemeinschaft, nicht mehr nur einen Krieg gegen die Armut und den Hunger auf der Welt zu führen zu wollen, sondern gleich den Kampf um die Rettung des gesamten Weltklimas, erweist sich Erstaunliches. Denn der moderne Staatsbegriff umfasst inzwischen in vieler Augen tatsächlich die Vorstellung von der absoluten staatlichen Allzuständigkeit. Es gibt praktisch nichts, was der Kompetenz eines Staates noch unzugänglich wäre. Von der Stammzelle bis zur Patientenverfügung, von Raumfahrtprojekten bis zum Bergwerksgesetz – alles und jedes beschäftigt den Staat. Nicht nur am Hindukusch werden seine Werte daher gewaltsam und robust durchgesetzt. Vom Rauchersalon der Dorfgaststätte bis in die hintersten Winkel des indirekten Dopingbeweises marschieren seine hochgerüsteten Tugendwächter. Im öffentlichen Interesse der Allgemeinheit sichern sie die überragenden Gemeinschaftsgüter ihrer biometrisch erfassten Mitbürger permanent gegen allerlei Gefahr. Was aber kann zuletzt noch das Bindeglied zwischen all diesen auskragenden staatlichen Aktivitäten sein? Wie rechtfertigt sich ein derartiges, universelles Staatshandeln gegen den Vorwurf, sich längst in einer selbstvergessenen und selbstbezogenen, bunten Kasuistik des prinzipienlosen Aktivismus verloren zu haben? Bei ihrer Suche nach dem obersten denkbaren Begriff stießen mittelalterliche Philosophen bekanntlich auf „REVBAU“ als einen Ausdruck für die höchste denkbare Transzendentalie. Der alles Vorstellbare übersteigende Begriff war demnach – res, ens, verum, bonum, aeternam und unum – gegenständlich, seiend, wahr, gut, ewig und einzig. Doch ungeachtet dieser Art von Überrealität sind es gerade die Inhalte jenes Begriffes, die zugleich auch alles Seiende durchdringen. Nichts kann also ohne REVBAU gedacht werden und ohne REVBAU ist alles nichts. Unter diesem Blickwinkel erscheint die allumfassende Bedeutung des gegebenen, existierenden, wahren, guten, ewigen und einzigen Weltklimas für den Menschen an sich als wiederum das höchste denkbare Prinzip, das zuletzt auch alles staatliche Handeln treiben und legitimieren darf. Wo in der christlichen Vorstellung noch alles, was Odem hat, den Herrn loben sollte, da fällt es nun – nach dem Tode Gottes – in den modernen staatlichen Aufgabenbereich, die Bedingung der Möglichkeit von Odem überhaupt erst zu schaffen und zu erhalten. Die bisweilen hoch emotionale Verbissenheit, mit der um die Zweifel am anthropogenen Einfluss auf das Klima gerungen wird, erinnert indes fatal an den Niedergang just jener Institution, die sich weiland ebenfalls gleich der Vollgewalt über das ganze Universum berühmt hatte. Die „potestas plena“ des Papstes endete bekanntlich im Schisma und mündete in die Reformation. Anders als die seinerzeit aktiven und heilsvermittelnden Kleriker beschränken sich die heutigen Sachwalter des ökologischen Allgemeininteresses zum Erhalt ihrer eigenen Positionen jedoch nicht mehr nur auf die Schilderung eines uns bloß im Jenseits drohenden Unheils. Denn dann bliebe jedem einzelnen noch die gleichsam reformatorische Möglichkeit, durch unmittelbar eigene individuelle Müll- und Abgasvermeidung am Apparat vorbei unsere Umwelt sachgerecht vor Schaden zu bewahren. Der stattdessen etablierte Ablasshandel mit Verschmutzungsrechten schneidet diese Möglichkeiten jedoch schon präventiv und ganz erdverbunden ab. Wer also die Emissionssünde begeht, vergeht sich nicht nur an seinem eigenen ewigen Seelenheil, sondern gleich an der greifbar realen und strafrechtlich geschützten Wirklichkeit für die gesamte Mensch-, Tier- und Pflanzenheit. Damit aber ist das Werk der „Konstruktion eines totalen Feindes“ in bemerkenswerter Weise vollendet: Alles Handeln, das von nun an staatlicherseits als An- und Eingriff in die schiere und simple Realität definiert wird, kann zum vorwerfbaren Verbrechen gegen das staatlich geschützte Allgemeininteresse geraten. Der schon präventiv intervenierende staatliche Befehl, sich anders zu verhalten, ist damit unbedingt legitimiert. Wer gegen diese Wirklichkeiten sündigt, kann unmittelbar behördlich zur Rechenschaft gezogen werden. Das hierin liegende Herrschaftskonstrukt ist nicht nur voll funktionsfähig, sondern zudem bereits gegen alle herkömmlichen Kritikrisiken immunisiert. Die Ökologische Kirche hat nach ihren Klimatischen Konzilen in Rio und Kyoto sogar aus dem Fehler der Katholischen Kirche gelernt, ihre Vertreter gar nicht erst als unfehlbar zu definieren. Denn wer gerade erst die flächendeckende Einführung von Pkw-Katalysatoren gefordert hatte, um gefährliche Abgase in ungefährliches Kohlendioxid zu verwandeln, der hätte unter dieser Prämisse bei dessen anschließender Proklamation als Klimakiller augenscheinlich ein Glaubwürdigkeitsproblem. Durch die Aufforderung an ihre Kritiker, die pfiffig negativ formulierten Hypothesen doch bitte erst einmal zu falsifizieren, verschanzt diese neue Kirche ihr eigenes Nichtwissen inzwischen hinter der sicheren Asymptote der wissenschaftstheoretischen Restunsicherheit. Und sie verlagert – für die friedlich-kooperative Lösung der anstehenden Fragen weit gefährlicher – den Kern der Auseinandersetzung aus dem Bereich des Wissenskönnens in den des Glaubenssollens, mithin in den der politisch stets so fruchtbaren Emotionen. Sollte nach allem der Standpunkt des Deismus zutreffen, wonach Gott die Welt zwar schuf, dann aber sich selbst überließ, so wäre jetzt vielleicht der Zeitpunkt, an dem der Allwissende seine Assistenten zur Beobachtung an das Universums-Reagenzglas treten lassen könnte, um zu zeigen: Nachdem die Menschen wieder einmal all ihr Handeln auf einen einzigen Gesichtspunkt reduziert haben, wird ihnen auch dieses Konstrukt in Kürze zerfallen. Betrachten wir gespannt, was sich als Nächstes ergibt und hoffen wir inständig, dass uns ein Glaubenskrieg des Weltstaates gegen die totalen Feinde der von ihm definierten realen Natur erspart bleibt. 22. Januar 2010 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Arne Hoffmann, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Klaus Rainer Röhl schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Social BookmarksAnzeigenKommentarePeter Heller, am 22. Januar 2010 um 22:01 ( Link ) Hallo Herr Gebauer, Sie sprechen eine zentrale Fragestellung an und Ihrer Einschätzung kann ich nur zustimmen. Das war mir einen Lesetip wert: http://www.science-skeptical.de/blog/nur-ein-schneller-lesehinweis/001691/ Reiner Vogels Es entspricht einem unausrottbaren Bedürfnis des Menschen, angesichts von Mächten, denen gegenüber er machtlos ist, zu magischen Handlungen zu greifen, um diese Mächte irgendwie zu bannen. So haben die Neandertaler Blumen auf die Gräber ihrer Lieben gelegt, weil sie dem Grauen des Todes widerstehen wollten. Und die Germanen haben die Köpfe von geopferten Pferden überkreuz an ihre Hausgiebel (manchmal auch nur Attrappen - daraus ist das Logo der Voksbanken entstanden) genagelt, um den blitzeschleudernden Odin zu besänftigen. Und deshalb fallen die Menschen so leicht auf die Klimarattenfänger herein, die ihnen einreden, sie müssten nur Ablasszahlungen leisten (Emissionsagaben, Ökosteuern etc.), dann werde das Klima es schon gut mit ihnen meinen. Das Ganze ist ein primitiver und tückischer Priesterbetrug. Da ist die christliche Religion mit ihrem Dogma von der Erbsünde, das ja nichts anderes besagt, als dass der Mensch wirklich unfähig ist, selbst etwas zu seiner Erlösung beizutragen, und dass er alles allein von Gott erwarten soll, von Anfang an sehr viel aufgeklärter und rationaler gewesen. Tanja Krienen, am 23. Januar 2010 um 10:42 ( Link ) Es ist noch schlimmer, Herr Vogels. Die Erbsünde, also die Grundsünde der Menschheit, ist nach Auffassung der uns beherrschenden Religionen: die Erkenntnis!!! "Wer erkennt, sündigt", so lautet die "schlimme Botschaft", im Sinne Nietzsches. Erst wenn wir uns daraus befreien, wächst Hoffnung. Selbstredend heißt das Ziel nicht "Nihilismus", das haben lediglich jene über Nichtgläubige verbreitet, die sie zu schmähen versuchten. Und die Tatsche, dass es auch Verbrechen der Nichtgläubigen gab, ist kein gutes Argument, nicht zuletzt weil Hitlers Rhetorik, Klosterschüler Stalins Ursozialisation und Maos Bibel, allesamt in religiösen Anschauungen wurzeln. Reiner Vogels Liebe Frau Krienen, wir werden uns nicht einigen. Nur zur Selbstverteidigung: Die Grundsünde oder auch Erbsünde ist nach christlichem Verständnis nicht die Erkenntnis, sondern die vom Menschen aus unüberwindbare Trennung des Menschen von Gott und also von seiner Erösung. Tanja Krienen, am 23. Januar 2010 um 13:13 ( Link ) Was interessiert mich das "Selbstverständnis" subjektivistischer Anschauungen? Das Erkennen der Nacktheit und die Verspeisung einer Frucht, also beides kognitive und/oder aktive Handlungen, bilden den Anlass zur folgenden Strafe, unter der die Menschheit auf immerdar schuldig sei. So eine philosophische Grundlage muss zur Degeneration, zur Verkümmerung sämtlicher lebendigen Äußerungsformen führen! "Seit es Menschen gibt, hat der Mensch sich zu wenig gefreut: das allein, meine Brüder, ist unsere Erbsünde. Subjektivistische Anschauungen geschlossener Systeme, sind mit dem (philosophischen) Hammer zu zerschlagen! dickbrettbohrer, am 24. Januar 2010 um 13:19 ( Link ) Wir fordern die Demokratisierung des Klimas! Gleiches Klima für alle! Das Wetter muß abgeschafft werden, es ist ungerecht verteilt. So lange diese Ungerechtigkeit fortbesteht, fordern wir hier in Deutschland den Kälte-Soli! Horst Böttcher, am 24. Januar 2010 um 14:30 ( Link ) Ich stimme dem Autor völlig zu, dass mit dem Klimakult eine neue Religion entsteht. Religionen haben stets einen Alleinvertretungsanspruch erhoben, somit ist der globale Ansatz nur folgerichtig. Religionen zielen stets darauf ab, die Menschen zu beherrschen und Staatsführungen nutzen die Religion ebenfalls zu diesem Zweck. Gegenwärtig scheint es noch so zu sein, dass die Klima-Religion weniger in die Privatsphäre des Menschen eingreift als z.B. Christentum und Islam. Das kann sich aber leider im Zuge der weiteren Entwicklung ändern. Trotzdem, wenn wir schon so etwas wie Religion brauchen, ist mir der Klimakult noch lieber als gottbezogene Religionen, da ich mich mit letzteren nicht identifizieren kann. Die Öko-Religion ist weltumspannend was die Hoffnung nährt, dass es nicht zu Religionskriegen kommen wird, aber es besteht die reale Gefahr, dass die Gläubigen den Ungläubigen den Kampf ansagen. Keine schönen Aussichten aber besser als den Regeln des Papstes oder der Ayathollas gehorchen zu müssen. Tanja Krienen, am 24. Januar 2010 um 14:56 ( Link ) "Gegenwärtig scheint es noch so zu sein, dass die Klima-Religion weniger in die Privatsphäre des Menschen eingreift" Herr Böttcher, also bitte! Wenn Sie z.B. Wohneigentum besitzen, können Sie narrisch werden, z.B. wenn Sie vermieten wollen, das fängt mit dem "Energiepass" an. Und erst, wenn Sie neu bauen wollen! Haben Sie einmal mal nachgedacht, wie es früher war, als der Müll geholt wurde, und wie es heute ausschaut? Ich habe solche Straßenszenerien zum ersten Mal in New York in den 80er gesehen und dachte: wie gut sind wir doch organisiert! Die Ökoreligion ist aus meiner Sicht die Totalitärste, die man sich vorstellen kann. Sie umfasst ALLE Lebensbereiche, allzumal anderer Unfug Hand in Hand mit ihr vorgetragen wird. Und das ist erst der Anfang, wenn wir das nicht stoppen! Horst Böttcher, am 24. Januar 2010 um 17:32 ( Link ) @ Tanja Krienen "Die Ökoreligion ist aus meiner Sicht die Totalitärste, die man sich vorstellen kann. Sie umfasst ALLE Lebensbereiche," Ich kann Ihnen nicht zustimmen! Was Sie ausführen sind wirtschaftliche Folgen. Mit Privatsphäre meine ich aber mehr das Privatleben. z.B. die christlichen Verbote von ausserehelichem Sex, die Unauflösbarkeit der Ehe, Verbot homosexueller Handlungen. Solche Einmischung in das Privatleben hat für mich eine höhere Priorität als lästige bürokratische Regeln wie der Energiepass! Tanja Krienen, am 24. Januar 2010 um 18:07 ( Link ) "christlichen Verbote von ausserehelichem Sex" Kein 14jäjhriger Knabe küsst oder befummelt heute noch eine 13jährige ungestraft. Und umgekehrt auch nicht! "die Unauflösbarkeit der Ehe" Existiert hier schon nicht mehr seit der Sintflut. Aber die Auflösung langwieriger Ehen, bzw. ihre Abwesenheit, schreitet munter voran. "Verbot homosexueller Handlungen" Schnee von vorgestern. Heute wird eben das herosiert, wird die Öffentlichkeit damit an jeder medialen Ecke penetriert. Wer dagegen etwas einwendet, muss bis zur körperlichen Gewalt alles einkalkulieren. Gesellschaftspolitisch verliert derjenige jede Relevanz. Sie wissen nicht, was es heißt, den Energiepass nicht vorzeigen zu können! Er kostet Geld, UND Zeit UND bürokratischen Aufwand! Ist aber dafür völliger UNFUG!!!!Wärrr den EnerrgiepaSS nicht vorrrrzeigen kann, wirrrrd nicht unterrrr € bestrrrraft! Und erst die Auflagen bei neu installierten Heizungen, Fassadendämmungen usw.. Jetzt wurde jemand zu 5000 € Strafe verurteilt, weil er wohl sagte, er möchte nicht an "Neger" (eine objektiv völlig unanstößige Bezeichnung für negroide Menschen) vermieten. Gut, das sagt man wohl auch nicht so direkt und derjenige könnte darauf reagieren. Aber die Vertragsfreiheit ist seitdem außer Kraft gesetzt. Wie überhaupt seit den Antidiskriminierungsgesetzen. Darüber sehen Sie hinweg und somit nicht den Zusammenhang. Horst Böttcher, am 24. Januar 2010 um 22:02 ( Link ) @ Tanja Krienen Ihre Ausführungen zu den christlichen Verboten sind nicht ganz verständlich. Tatsach ist, dass die christliche Ideologie Sex ausserhalb der Ehe, Empfängnisverhütung, Ehescheidung und Homosexualität verbietet. Wenn diese Verbote heute in der westlichen Welt nicht mehr so relevant sind, liegt das nur daran, dass die Politik die kirchliche Ideologie nicht mehr bedingungslos unterstützt. Vor 50 Jahren war das noch anders! Was nun den Energiepass anbetrifft, so halte ich Was nun das Antidiskriminierungsgesetzt anbetrifft, so hat dies nichts mit der Klima-Religion zu tun! Mir graut ebenfalls davor, was sich die Politik in Zusammenarbeit mit den Klimatikern noch ausdenken wird, trotzdem ist mir das immer noch lieber als eine Regierung, die sich die christliche Ideologie zu eigen macht und damit die Menschen disziplinieren möchte. Dann lieber Energiepässe auch für Fahrräder und Rasenmäher Tanja Krienen, am 25. Januar 2010 um 12:50 ( Link ) Sie dürfen nicht alle ehemals vorgetragenen Bösartigkeiten im Namen der Kirche, dieser als immer und ewig geltende Einstellungen vorhalten. Es ist ja auch erlaubt, bei Linken zu differenzieren, die sich "irgendwie" auf Marx berufen. Nicht jeder will den Gulag für Westerwelle *g*. Tatsächlich sind fundamentalistische Moral-Positionen in der Kirche UND IN DER GESELLSCHFT virulent und bedürfen in der Regel der Abwehr. Oft aber ist es vor allem die Form der Meinung, die erschrickt, z.B. wenn ein Bischof die Homosexualität ablehnt, aber nur - als selbst unter Verdacht stehender (zumindest, was die Verneinung der Sexualität an sich angeht) - meist ein verschwiemeltes und kurios wirkendes "Vor Gott nicht erlaubt" oder "Nicht in der Schöpfung vorgesehen" u.ä. absondert, anstatt mit vernünftigen psychologischen Argumenten dem Gender-Wahnsinn zu begegnen. Kehren wir zum Thema zurück. Der Vermieter ist kein Hersteller, sondern nur ein Anbieter. Er hat die geforderten Standards nicht erfunden und auch der Mieter fordert sie eigentlich nicht. (Fordern ist toll, aber wer zahlt? Letztlich er selbst, was er zunächst nicht ahnt) Und wenn, kann er auf dem freien Markt sich seinen Ansprüchen Entsprechendes suchen. Ein schlechter Witz aber ist es, dass jeder Haus - oder Wohnungseigentümer genötigt wird, (hochgradig zweifelhafte) Standards einzuführen. Es ist in Wirklichkeit noch übler, weil die Erstellung des Energiepasses vor Unzulänglichkeiten nur so strotzt und im Einzelfall NICHTS aussagt. Üben wir uns in Dialektik: Wir benötigen weder eine fundamentalchristliche Adminisstration, noch eine (wie im Artiekl richtig beschrieben) quasi religiös verbrämte Öko(sozialistische) Neo-Gottheit "Klimaschutz" ("Der blaue Engel", nur ohne nacktes Bein, deshalb weniger anziehend und auch ohne schöne Musik). Horst Böttcher, am 25. Januar 2010 um 19:42 ( Link ) @ Tanja Krienen Wenn die Einmischungen der christlichen Kirchen in das Privatleben tatsächlich Schnee von gestern wären, würde ich Ihnen Recht geben. Leider hat sich da aber nichts geändert. Noch 2002 hat der damalige Papst Richter und Anwälte aufgefordert, Ehescheidungen zu vermeiden bzw. nicht daran mitzuwirken. Auch in Bezug auf Empfängnis-verhütung, ausserehelichem Sex und Homosexualität hat sich der Vatikan nicht bewegt und in den Dagegen ist der Energiepass für mich ein Rand-problem der Bürokratie. Autos sind Massenprodukte, Häuser aber individuell erstellt, so sollte also der Eigentümer für den Energiepass verantwortlich sein. Dass dieser nicht unbedingt aussagefähig ist, teilt er mit vielen anderen Erhebungen. Für Käufer oder Mieter werden aber die Energieverbrauchsdaten zunehmend wichtiger. Offenbar sehen Regierungen die Klima-Religion als neues Mittel, den Bürger zu bevormunden, statt die Wertenormen der christlichen Religion dafür zu benutzen. Ich habe schon zum Ausdruck gebracht, dass ich darüber auch nicht glücklich bin, aber - sieht man von der CO2-Hysterie ab - ist mir eine Religion, die Natur und Erde in den Mittelpunkt stellt, wesentlich lieber als eine, die sich um einen imagninären Gott dreht und konstruierte Regeln für das Privatleben. ErgrauendeHausfrau, am 26. Januar 2010 um 1:04 ( Link ) @ Tanja Krienen Ich finde Sie haben vollkommen recht. Ich sehe das genau so. Es ist nicht die Aufgabe des Staates, den Menschen irgendetwas vorzuschreiben, genauso wenig ist das die Aufgabe der Kirchen! Andererseits würde ich (Atheist) gerade die Kirchen vermissen, insbesondere die katholische, da sie auf die ihr eigene Art, die Menschen in der Verantwortung für ihr Handeln läßt. Natürlich muß man dies erst einmal erkennen, aber heutzutage ist das doch wohl wirklich nicht schwierig, wenn man sieht, welche schweren Schäden die Beliebigkeit und Freizügigkeit, die in den letzten 40 Jahren beschworen wurden, hinterlassen haben: Moral Hazard! Und das in allen Bereichen, die man sich nur vorstellen kann! Man könnte glauben, daß mit der Aufgabe des letzten Restes des Goldstandards, wirklich jegliche "Human Action" nur noch Papier (Schrott) ist! So nach dem Motto: Reden ist Papier (geduldig), Schweigen ist Gold. Bekannte schicken ihren 14jährigen Sohn vorsichtshalber mit Kondomen auf Klassenfahrt, anstatt ihm die Verantwortung, die sexuelle Kontakte eigentlich mit sich bringen, beizubringen, insbesondere der Umgang mit dem Mädchen, das sich wahrscheinlich aber auch nicht darüber im klaren ist, was Sex eigentlich wirklich ist, bzw. sein könnte, wenn ihm denn jemand etwas darüber erzählt hätte. Statt dessen hat Sex heute einen Stellenwert den man als reine Bedürfnisbefriedigung ansehen kann. Also reine Marginalisierung, nichts besonderes, aufregendes, erotisches! Heute ist Erotik doch nicht mehr das außergewöhnliche, spannende, sondern das Ordinäre. Im realen Sozialismus hatten die Ossis ja dann noch so viel Freiheit, daß sie letztendlich freiwillig nackend durch die Gegend (natürlich nur die sozial dafür vorgesehene) gerannt sind. Also lange Rede kurzer Sinn: eine pluralistische freie Gesellschaft ist absolut zu bevorzugen, aber keine ideologisch (früher gab es ja fast nur religöse Dogmen, heute gibt es fast tausende: Feministen, Marxisten, Ökologisten usw.) gesteuerte und demzufolge PC-gesteuerte (Schokokuß usw.). Und das gilt natürlich insbesondere für diese Einmischungen ins private, und lieber Herr Böttcher die Wohnung ist unverletzlich! (Habe nochmal im GG nachgesehen, ist aber mittlerweile wahrscheinlich dermaßen verwässert worden - s. neues Waffengesetz und die Bundestrojaner usw.) Dieser Energieausweis ist wirklich absolut das letzte. Schon rein rechnerisch. Angenommen, ich lasse für 40.000 Euro auf Pump in gutem Glauben an die Politik mein Haus dämmen und die Fenster erneuern und spare damit im Jahr 40 % Heizöl. Bei einem Heizölpreis von derzeit ca. 60 Euro incl. Märchensteuer wären das bei einem Jahresverbrauch von 3000 l (1800,-- Euro pro Jahr) dann pro Jahr 720 Euro Ersparnis! Nehmen wir an, ich kann meine laufende Hypothek aufstocken, so kostet mich die Investition im Jahr bei 1 % Tilgung und ca. 4,5 % Zinsen 2.200 Euro im Jahr (ach nein, stimmt ja nicht, bei der KfW bekomme ich das ja für 2 % und noch einen staatlichen Zuschuß! (Dann sind es im ersten Jahr 1200 Euro ./. 5000 Euro Grünen-Zuschuß ein Gewinn von 4000 Euro plus Heizkostenersparnis!!!! Geil!!!). Dafür werden aber meine Steuern erhöht, das merke ich aber erst später. --- Also (ohne KfW), auch wenn ich plötzlich ein Null-Energie-Haus hätte, wäre mein Verlust immer noch fast 2000 Euro /Jahr, und zwar so lange, bis ich diese 40000 Euro-Investion getilgt habe. Das bedeutet umgekehrt, daß ich mir die ganze Scheiße einschließlich den Dreck ersparen kann und dafür sogar einen Heizölpreis von 100 Euro/l oder mehr bezahlen kann. Sofern ich das überhaupt kann. Jetzt fragt man sich natürlich, warum machen die Leute denn sowas? Ja weil man doch einen Energieausweis braucht! Und mit meinem Verbrauch von 18 l Öl/qm/Jahr kann ich doch nie mein Haus verkaufen! Fazit: alles was der Staat empfiehlt oder tut ist Scheiße und kostet Geld, auch wenn ich es nicht tue. Herr Böttcher, Energiekosten waren für Käufer oder MIeter schon immer wichtig. Daß niemand diese mehr bezahlen kann liegt noch nicht mal an den Energiekosten, insbesondere von Öl oder Gas, die durch die Dollarnotierung bzw. Dollarschwemme in die Höhe geschossen sind, sondern am Staatsanteil (Tanken für die Rente usw.)! Dank Euro haben wir die volle Wucht ja nicht abgekriegt. Sprich: Es liegt an dieser beschissenen Klimaideologie, die nichts anderes ist, als die regierenden Parasiten nochmals mit einer Zusatzsteuer für eine kleine Verweildauer zu alimentieren! In England kaufen die (alten) Leute mittlerweile auf Flohmärkten dicke , Ideologien - egal ob religiöse oder weltliche - waren immer sehr teuer (oder tödlich) für die Menschen, und es ist ein Trauerspiel, daß sich bis heute nichts, aber auch gar nichts daran geändert hat. Im Gegenteil: Wie hier schon mehrfach diskutiert wurde, leiden die Menschen zum Teil an fehlender Spiritualität und suchen sich dafür Ersatzreligionen! Ich als Atheistin kann das leider nicht nachvollziehen. Ich brauche nur die Augen aufmachen und sehen, wie wunderschön diese Welt ist, aber auch welche Tücken sie hat. Und daß ich das erleben darf, reicht mir völlig! dickbrettbohrer, am 26. Januar 2010 um 5:57 ( Link ) Zustimmung. Das Dumme ist, daß wir braven, doofen Regierten (wozu auch ich zähle) das Wesens der Mächtigen verkennen. Wir machen den törichten Versuch, auf der sachlichen Ebene zu diskutieren, ganz so als ob die Mächtigen mit uns loyal und ihre Absichten moralisch gut wären. Ich habe in den letzten Monaten einsehen müssen, daß dies ein Fehler ist, denn die sinnlosen Diskussionen, Aufregungen, Rechnereien und Eingaben sind den Mächtigen willkommen: sie wissen uns beschäftigt! Während wir also Briefe schreiben, diskutieren, Enthüllungen lesen usw. haben DIE ANDEREN Zeit, um sich in Ruhe neue Strategien der Sklavenausbeutung auszudenken. Haben sich die Regierenden je einen Deut um Kritik an ihren Vorhaben geschert? Ist je ein „Reformprojekt“ mangels Zustimmung abgeblasen worden? Auch die staatliche Klimaindustrie wird intensiv an ihren lukrativen Wahnprodukten weiterarbeiten. All die Reformen und wohltönenden Worte seitens der Politik, die nichts anderes ist als Propaganda für Sklavenhaltung, sind Ablenkungsmanöver. Der über allem stehende Zweck der sogenannten Regierungstätigkeit ist mit einem einzigen Wort umschrieben: es ist die Ausbeutung des werktätigen Menschen. Tanja Krienen, am 26. Januar 2010 um 8:03 ( Link ) "Hausfrau", so sehe ich das auch. Der Katholizismus stellt die einzige Religion, die etwas zu sagen hat und an der man sich reiben kann. Herr Böttcher. Letztlich gehen Sie der Klimaschwindelindustrie doch voll auf den Leim, z.B., wenn Sie meinen, es sei prinzipiell gut etwas zu verbessern, aber nicht sehen, dass vieles nur verschlimmbessert wurde. Der Energiepass ändert erst einmal nichts und wenn sich etwas ändert, dann durch immens hohe Kosten, die oftmals kontraproduktiv zu nennen sind. Die "Hausfrau" hat das gut beschrieben. Hauseigentümer, vor allem Vermietern, wird die Pistole zur Zwangsmodernisierung auf die Brust gesetzt und damit "saubere Standards" eingefordert. Zahlen müssen natürlich nicht die, die es beschlossen haben, sondern die Eigentümer. Was geht einen grünen oder ultralinken Wursthaarträger (oder das angeschlossene Milieu) schon an, wie sich etwas finanzieren soll?! Strom kommt aus der Steckdose und Geld aus der Staatskasse. Ich bin froh, dass die Konservativen in der Kirche noch ein kleines Gegengewicht zur herrschenden Decadence bilden, würde mir aber wünschen, diese Gegenthesen kämen aus der aufgeklärten Mitte der Gesellschaft, aus dem Bereich, den man einst die Bürgerliche Zivilgesellschaft nannte. Auch glaube ich, dass der Kampf gegen den moslemischen Extremismus nicht gewonnen werden kann und auch nicht gewonnen werden sollte, wenn man mit ähnlichen Argumenten ficht und ähnliche Standards einführen will (oder den, des Schwarzer-Feminismus, was den Untergang noch in diesem Jahrhundert bedeuten würde). Wie wissen nur zu gut, wie schnell religiöse Christen ähnlich beleidgt wie Moslems reagieren, nur, dass sie sich in der historischen Defensive und somit weitgehend der Irrelevanz befinden. Die Klimareligion scheint mir die unausgesprochene Religion der Zwangsmodernisierung zu sein. Man agiert so, weil man weiß, dass die Ressourcen endlich, aber der Bedarf optional unendlich ist. Bei Ausklammerung der Atomenergie, will man mit einem Rückschnitt (der durchaus hier und da nötigt erscheint) eine Überschaubarkeit des Produzentenraumes herstellen. Gar nicht so schlecht, aber, weil verengt und ideologisch gesteuert, im Ergebnis falsch, das Leben verteuernd und extrem autoritär. Horst Böttcher, am 26. Januar 2010 um 12:24 ( Link ) @ErgrauendeHausfrau "Jetzt fragt man sich natürlich, warum machen die Leute denn sowas? Ja weil man doch einen Energieausweis braucht! Und mit meinem Verbrauch von 18 l Öl/qm/Jahr kann ich doch nie mein Haus verkaufen!" Ich will nicht Ihre Rechenbeispiele diskutieren, aber mit der obigen Aussage haben Sie ein Argument für den Energiepass geliefert. Dieser schafft nämlich Transparenz was den Verbrauch anbetrifft und das hat doch einen Vorteil für den Häusermarkt. Sie können wählen, ob Ihre Immobilie entsprechend Wert verliert oder Sie in Wärme-dämmung investieren wollen. Die Entscheidung liegt bei Ihnen! "Statt dessen hat Sex heute einen Stellenwert den man als reine Bedürfnisbefriedigung ansehen kann. Also reine Marginalisierung, nichts besonderes, aufregendes, erotisches! Heute ist Erotik doch nicht mehr das außergewöhnliche, spannende, sondern das Ordinäre." So what? Den Menschen macht es aber weiterhin viel Spass, vielleicht mehr als früher, als darum noch ein Kult gemacht wurde! Es gibt vieles, was früher eine Aura des Besonderen hatte und heute alltäglich ist. Ich kann das nur begrüssen! Was nun die Ideologien und Religionen anbetrifft, so stimme ich Ihnen teilweise zu. Diese wurden schon immer vom Staat für seine Zwecke missbraucht. Was ich lediglich zum Ausdruck bringen wollte, mir ist eine Naturreligion lieber als eine gottbezogene. Andere mögen das anders sehen. ErgrauendeHausfrau, am 26. Januar 2010 um 12:54 ( Link ) Herr Böttcher Der Energiepaß schafft eben keine Transparenz, weil er auf dubiosen Annahmen und Berechnungen basiert (k-Wert, ist das Haus gedämmt, Zustand der Fenster usw.). Der verbrauchsabhängige ebenfalls nicht, weil die Menschen wohl unterschiedliche Vorlieben bzgl. der Raumtemperatur haben. Von harten und milden Wintern einmal abgesehen. "Sie können wählen, ob Ihre Immobilie entsprechend Wert verliert oder Sie in Wärmedämmung investieren wollen. Die Entscheidung liegt bei Ihnen!" Eben nicht! Seit Sept. 2009 müssen bestimmte Energiestandards eingehalten werden, falls mehr als x Prozent der Fassade oder der Fenster erneuert werden. In meiner Nachbarschaft haben im letzten Sommer noch einige ihre Häuser streichen lassen, um diesem von Bürokraten ausgedachten Schwachsinn zu entgehen. Außerdem ist diese Wahl eine zwischen Pest und Cholera, deshalb habe ich ja die Berechnung angestellt, um den Irrsinn aufzuzeigen. Aber das Begreifen von Zusammenhängen scheint ja nunmal nicht jedem gegeben zu sein. Wer in diesem Land noch Wohnungen vermietet, der kann einem nur leid tun. Unglaubliche Forderungen der Mieter nach Reduktion der Nebenkosten, aber für die Investition soll allein der Vermieter aufkommen, von Mietnomaden und anderen Schmarotzern gar nicht zu reden. Das schlimmste ist aus meiner Sicht jedoch, daß auch ohne diese staatlichen Eingriffe die Menschen das notwendige unternehmen würden, um steigende Kosten zu vermeiden, sofern es sich denn rechnet! Daß es sich rechnet, bzw. daß intelligente Lösungen gefunden werden, verhindert der Staat ja gerade mit seinen Vorschriften. Gerade die im Zuge der Ökoreligion veranlaßten Maßnahmen - mir fällt keine ein, die irgendeinen Sinn macht - kosten wertvolle Ressourcen! Tanja Krienen, am 26. Januar 2010 um 12:55 ( Link ) "Dieser schafft nämlich Transparenz was den Verbrauch anbetrifft und das hat doch einen Vorteil für den Häusermarkt." Das ist völlig sinnfreier Unsinn. Sie haben sich weder damit beschäftigt, noch jemals einen solchen vorlegen müssen! Tanja Krienen, am 26. Januar 2010 um 12:58 ( Link ) Sehr richtig, "Hausfrau". Ich mache es trotzdem, weil derartige Anlagen sicher sind und außerdem die Sicherung des Wohnraumes eine soziale Aufgabe darstellt. Mit Mietnomaden wüsste ich schon umzugehen. Horst Böttcher, am 26. Januar 2010 um 22:40 ( Link ) @ErgrauendeHausfrau Ich gebe zu, ich bin nicht im Immobilienmarkt tätig, aber in den letzten Jahren haben sich viele "Heuschrecken" im Wohnungsmark im grossen Stil engagiert, trotz Energiepass und anderer Faktoren. Manche haben sich die Finger verbrannt, aber nicht wegen der Auflagen, sondern der Finanzierung. Der Wohnungsbau hat mich insofern interessiert weil es für mich unvorstellbar ist, dass im 21. Jahrhundert Etagenwohnhäuser immer noch nach der archaischen und sündhaft teuren "Steinchen-auf-Steinchen" Technik gebaut werden statt auf Basis industriell vorgefertigter Module. Der Grund dafür ist eine kriminelle Vereinigung zwischen Politik (umfassend Regierung, Parlamente, Verwaltung und Bauindustrie umfassend Bauhaupt-gewerbe, Handwerk, Architekten) Ich habe überlegt, ob die Umweltauflagen hier vielleicht einen Durchbruch zu moderner Technik (die es bereits gibt) bringen könnte, bin mir da aber nicht sicher. Tanja Krienen, am 27. Januar 2010 um 7:13 ( Link ) Auch das stimmt nicht, Herr Böttcher. Sie haben doch die freie Wahl zwischen den Angeboten! Es gibt doch Bauarten, Bausysteme, Methoden und Möglichkeiten in Hülle und Fülle! Aber wenn Sie sich damit beschäftigen, werden Sie merken, wieviel Sie für die unterschiedlichen Standards bezahlen müssen. Wenn Sie weiter forschen, werden sie sich fragen, wieviel von dem wirklich nützlich ist. Und dann gibt es noch den Unterschied zwischen dem Nutzen, den ich ebentuell für meinen Geldbeutel habe und dem, der "ideell" mit Zwang erfolgen soll, aber nicht selten kontraproduktiv ist. Es ist wie mit der Marke "Bio" an sich. Oft ist es anders, als man zweitens denkt... Horst Böttcher, am 27. Januar 2010 um 10:19 ( Link ) @Tanja Krienen Sie haben das falsch verstanden! Ich spreche nicht vom privaten Hausbau, sondern von der Massenproduktion von Wohnungen in Etagenhäusern. Michael Schlenger, am 27. Januar 2010 um 17:05 ( Link ) Herr Böttcher, nur mal so am Rande eine Frage, weil ich mich ein wenig für Bauhistorie interessiere: Was meinen Sie denn mit mittelalterlicher Technologie? Im europäischen Mittelalter wurden die Wände der Häuser für den Großteil der Bevölkerung aus Lehm und Stroh gebaut, Stabilität bekam das Ganze durch ein mehr oder minder aufwendiges Fachwerkgerüst. Dieses Bauprinzip wurzelt in der Jungsteinzeit, ist also rund 7000 Jahre alt und hat sich auch in Hochkulturen wie der römischen Zivilisation bestens bewährt. So wurden gerade Truppenquartiere der kaiserzeitlichen Armee oder die den Kastellen vorgelagerten Zivilhäuser oft aus Fachwerk auf einem Steinfundament mit solidem Keller ausgeführt. Vorteile: Die benötigten Materialien waren und sind günstig, mit begrenztem technischen Aufwand zu verarbeiten, gut zu reparieren und - sachgerechte Pflege vorausgesetzt - über Generationen haltbar. Unterhalten Sie sich doch mal mit Leuten, die sich in einem solchen letztlich steinzeitlichen Umfeld eingerichtet haben, also ein gut restauriertes Fachwerkhaus – sagen wir des 18. Jahrhunderts – bewohnen, wie es in Deutschland wohl noch zehntausendfach verbreitet ist. Betrachtet man Baukosten, Raumklima und Energieeffizienz solcher Häuser, wird deutlich, dass Technik von „gestern“ nicht so schlecht sein kann, wie Sie dies pauschal behaupten. Es sei denn, Sie glauben, dass alles automatisch besser sein muss, wenn es denn nur dem Stand der in der Industrie vorherrschenden Technik entspricht. Dann finden Sie sich auch die aus zusammengekehrten Holzresten bestehenden, mit Klammern zusammengehaltenen und aseptisch lackierten „Möbel“ aus den Wohnparadiesen an der Autobahn jedem in Schreinertradition hergestellten Stück aus Vollholz und mit Echtfurnier überlegen. Zurück ins Mittelalter: Da wäre noch eine weitere, weniger verbreitete, weil aufwendige, aber unerhört hochwertige Bautechnik: Zweischalenmauerwerk mit sorgsam gearbeiteten Sichtquadern, wie es bei Bauten der Kirche und der weltlichen Führungsschicht (Adlige, Kaufleute usw.) dominierte. Auch diese Technik hat ältere Wurzeln: die Griechen haben sie verbreitet und die Römer haben Sie zu unerreichter Perfektion gebracht: Zweischalentechnik mit eingegossenem Zementkern und ggf. integrierten Hohlziegeln zum Abzug der Heißluft aus der Fußbodenheizung (so vorhanden). Gerne lasse ich mir von Ihnen moderne Baufirmen und Techniker benennen, die auch nur näherungsweise in der Lage wäre, vergleichbar tragfähige, dauerhafte und ästhetisch überzeugende Bauten aufzuführen. Seit den 50er Jahren scheint es hierzulande nämlich nur noch Leute zu geben, die mehr oder weniger dilettantisch angerührten Beton ohne erkennbaren Zuschlag einsetzen, Eisenarmierungen bis an die Oberfläche reichen lassen, das Ganze in kindischer Einfalt zu vielen lustigen Quadern auftürmen, die Wände dann mehr oder minder unverkleidet lassen oder mit schöner Rauhfaser bekleben und einfach ignorieren, dass alles das ästhetisch, haptisch, schall- und wärmetechnisch unmenschlich und nach 20 bis 30 Jahren baufällig ist, unter anderem weil korrodierende Armierung die Oberfläche sprengt. Zu besichtigen in jeder deutschen Klein- und Großstadt mit den üblichen Betonbunkern von Sparkassen, Kaufhäusern, Verwaltung, Schulen und sonstigen staatlichen Aufbewahrungsanstalten. Über die bereits vor Jahrzehnten von Modernisten wie Ihnen als sehr wirtschaftlich zu verbauend angesehenen Fertigwohnelemente aus Beton mit vorgeblendeter Waschbetonbrüstung muss ich mich auch noch auslassen. In meiner Heimatstadt mit 30.000 Einwohnern und umfangreichem Baubestand aus Historismus und Jugendstil, in der im Krieg kaum eine Bombe gefallen ist, kam ab den 50er Jahren genau diese Mode auf: Weg mit den mächtigen drei- bis vierstöckigen Villen, die für locker 200 bis 300 Jahre gebaut sind, her mit den Schuhkartons aus Fertigteilen, frisch alles aufeinandergetürmt wie einst am Atlantikwall (Ähnlichkeiten rein zufällig)! Heute will diese Elendsquartiere mit Schießschartenfenstern, klinisch toten Treppenhäusern und teilweise nur 2,10m Deckenhöhe in allerbester Lage keiner mehr haben. Selbst die sündhaft teuren 60er Jahre Bauhausimitate der lokalen Prominenz gammeln vor sich hin. Die stolzen Villen aus Ziegel und Sandstein aber, so sie den bis in die 80er Jahre anhaltenden Furor überstanden haben, sind gefragter denn je, und zwar auch bei Normalverdienern… Und wenn es um Bauten für sehr viele Menschen geht, die kostengünstig, aber menschenwürdig wohnen sollen, ist meine Empfehlung: Massive Ziegelsteinmauern wie bei allen Großbauten der Kaiserzeit: Ewig haltbar, optisch gefällig dank lebendiger Oberfläche, patiniert in Würde, im Sommer kühlend, im Winter dämmend, befördert gesundes Raumklima und ist leicht bearbeitbar für Leitungen, Durchbrüche, An- und Umbauten usw. Ergibt nach dem nächsten Krieg auch allerbeste Ausgangsbasis für den Wiederaufbau (haben die Römer schon gemacht, die die europäischen Großmeister des Ziegelbaus waren). Wenn die seinerzeit quasi am Fließband hochgezogene Ziegelbauten unter Willi Zwo bezahlbar war, kann ich nicht verstehen, wieso das heute nicht mehr möglich sein soll. Schließlich gab es doch sooo viel Fortschritt, da wäre es doch gelacht, wenn man die Werke der Altvorderen nicht viel günstiger, aber genauso gut kopieren könnte. Oder liegt es gerade am Zuviel an Technik an der falschen Stelle, die den Blick aufs Bewährte, Naheliegende und Dauerhafte verstellt? Man mag mir Naivität unterstellen, aber die Frage muss erlaubt sein, weshalb man den Stand der Nachkriegsbautechnik ganz toll finden und alle Erfahrung aus Jahrhunderten einfach ignorieren soll. Diese blauäugig-brutale Technokratendenke ist genau das, was sich gegenwärtig wieder in den Köpfen zu verfestigen beginnt, dieses Mal propagiert, von einem inzwischen zwar ideologiefreien, aber nicht minder machtversessenen Pöbelelite aus Politikern, Unternehmenslenkern und Wissenschaftlern, die das Weltklima als die ultimative Lizenz zur Erweiterung der Einflussphäre, zum Gelddrucken und zum sich auf dem internationalen Parkett Hervortun entdeckt haben… Horst Böttcher, am 27. Januar 2010 um 18:19 ( Link ) @ Michael Schlenger Ihre Ausführungen sind unter dem Gesichtspunkt der Wir bauen heute moderne Autos ein keine historischen Kutschen mit Motor! Wenn man Autos so bauen würde wie heute Etagenhäuser, würde ein Gold mindestens 100.000 Euro kosten! Mit "mittelalterlich" meinte ich einfach nur altertümlich. Vor 100 Jahren konnte man bei dem Lohnniveau der Bauarbeiter Häuser bauen, für die selbst Geringverdiener die Wohnugsmiete zahlen konnten. Heute haben wir glücklicherweise höhere Löhne und müssen Technik einsetzen. Es ist möglich, Etagenhäuser aus Modulen zusammen-zusetzen. Als Fassaden kann man alles (aus ebenfalls fertigen Teilen) vorhängen, vom besten Rokkoko bis zum Futuristischen Look! "Steinchen-auf-Steinchen" lehne ich nur wegen der Produktionskosten ab; wenn Roboter-Maurer ent-wickelt werden können, wäre das eine andere Sache. Übrigens wurde schon in den 50'er Jahren in Hamburg ein 5-stöckiges Bürogebäude aus Modulen errichtet. Das Haus steht heute noch! Es geht nicht an, dass wir ein essentielles Gut wie Wohnungen so teuer bauen, dass die Mieten über Sozialen Wohnungsbau und Wohngeld subventioniert werden müssen. Wir brauchen deswegen eine industrielle Massenproduktion dieses Wirtschaftsgutes! Michael Schlenger, am 27. Januar 2010 um 22:51 ( Link ) Danke für die klaren Worte, Herr Böttcher! Was halten Sie davon, wenn wir es wieder Angebot und Nachfrage überlassen, wie für die breite Masse der Bevölkerung gebaut wird? Hat immerhin jahrtausendelang geklappt, ohne dass Menschen in Betonbunkern eingesperrt werden mussten... Woher kommt eigentlich der Zwang, dass die Was rauskommt ist natürlich städtebaulich wie ästhetisch absoluter Müll, aber das scheint die Insassen ja nicht zu stören... Entschuldigung für die Entgleisung, aber mir kommt einfach die Galle hoch, wenn sich jemand bemüßigt fühlt zu fordern, dass der Staat Sorge zu tragen haben, wie die Masse der Bevölkerung unterzukommen hat und dass es so günstig wie möglich geschehen möge. Kaufen Sie Ihre Lebensmittel, Ihre Kleidung, Ihr Benzin, Ihren Rotwein und Ihre Schallplatten eigentlich auch im staatlichen Monopolkonsum ein? aristodemos Horst Böttcher, am 27. Januar 2010 um 23:24 ( Link ) @ Michael Schlenger "Kaufen Sie Ihre Lebensmittel, Ihre Kleidung, Ihr Benzin, Ihren Rotwein und Ihre Schallplatten eigentlich auch im staatlichen Monopolkonsum ein?" Um mit dem letzten Absatz zu beginnen: würde ich tun, wenn dort das günstigste Angebot bestünde! Was den Wohnungsbau anbetrifft, so existiert der klassische Bau nur aufgrund einer kriminellen Vereinigung zwischen Staat und Bauindustrie. Was Sie als modernes Bauen in Frankfurt bezeichnen ist klassischer Bau mit modernen Werkzeugen. Ich denke an grossindustriell vorgefertigte Module, die zusammen installiert werden. Wenig Handarbeit, alles genormt und soviel Automatisierung wie möglich. Ohne staatliche Bauvorschriften mit Schutz für die klassische Bauindustrie gäbe es tatsächlich einen Markt, nämlich der Technologien! Stellen Sie sich bitte einmal vor, jedes Auto müsste extra von einem Architekten entworfen werden. Wohnungen sind für Menschen ein essentielles Gut, das so preisgünstig wie möglich produziert werden muss! Wenn ein ausländischer Konzern mit der von mir beschriebenen Technologie den deutschen Markt aufrollen würde, so wie es die japanische Industrie mit den deutschen Kamera-Herstellern getan hat, die sich auch für die Götter ihrer Branche hielten, ich würde mich diesem Unternehmen als One-Dollar-Man anbieten! dickbrettbohrer, am 28. Januar 2010 um 4:37 ( Link ) @Michael Schlenger "Was spricht in einer modernen Volkswirtschaft dagegen, dass heutzutage für jedermann Behausungen gemäß Nachfrage und Zahlungsbereitschaft angeboten werden? Ich wüsste nicht was." Der Teufel dieser Frage liegt in der Passivformulierung. Das nun ist es, was dagegenspricht. Und deshalb haben wir überall Kolonien von Kaninchenställen, triest, öd, uniform, verhältnismäßig teuer. Verhältnismäßig, sage ich, denn tatsächlich wäre die Freigabe des Marktes, wie bei der Telekomunikation, mit einem Technologieschub verbunden. (Dann könnten unsere Sklavenhalter wieder mehr Steuern absahnen - aber dafür müßten Sie einem Teil ihrer Hätschelkinder im Baugewerbe fallenlassen. Vor dem dann aufbrausenden Wutgeheul haben sie Angst. Außerdem mischen sie selbst ja auch kräftig im Bau- und Immobilienmarkt mit.) Tanja Krienen, am 28. Januar 2010 um 7:26 ( Link ) Prima, Michael Schlenger! Fundiert und treffend! Auch ich finde das Raumklima in einer meiner Wohnungen super, weil sie sich in einem Fachwerkhaus befindet! Zeitlos, ewig halbar, wenngleich nicht "ökologisch-perfekt" nach Ökospinner-Art. Aber darauf kommt es ja auch nicht an. Herr Böttcher, diese großen, massentauglichen Bauteile, gibt es doch schon. Schauen Sie sich die Plattenbauten an - da wird ihre Vorstellung vom "preiswerten, menschenorientierten" Wohnungen, umgesetzt. Ein echtes "essentielles Gut"! Begreifen Sie wirklich nicht, dass diese Einstellung die größten Scheußlichkeiten hervorbrachte? Schöne und bezahlbare Häuser werden hauptsächlich privatfinanziert entstehen können - was nicht heißt, es wäre nicht anders möglich. Doch die Phantasie der Öffentlichen hat fast immer nur Bauhaus - und Brutalismus-Bauten hervorgebracht. Und wenn Sie und Ihresgleichen das Bauen und den Erhalt von Häusern noch weiter mit fragwürdigen, statt mit angemessenenen Investitionen verteuern, dann wird es noch übler werden. Es wird noch weniger gebaut und die Mieten unbezahlbar. Ihre Taktik also, erweist sich als preistreibend, aber nicht qualitätsverbessernd. Horst Böttcher, am 28. Januar 2010 um 10:11 ( Link ) @Tanja Krienen "Herr Böttcher, diese großen, massentauglichen Bauteile, gibt es doch schon. Schauen Sie sich die Plattenbauten an - da wird ihre Vorstellung vom "preiswerten, menschenorientierten" Wohnungen, umgesetzt. Ein echtes "essentielles Gut"! Der Plattenbau war ein Schritt in die richtige Richtung, aber er lohnt sich nur für Gross-siedlungen. Leider hat man im Osten auch die Qualität sträflich vernachlässigt. Ansonten, ich habe nie gesagt, der Staat solle bauen, das kann weiter der Privatwirtschaft überlassen bleiben, nur die Rahmenbedinungen müssen moderne Technologie erlauben. Der Staat soll die Enticklung preiswerter Bauweisen fördern statt seine schützende Hand über Handwerker, Architekten, etc. zu halten, von den Beschäftigten in den Baubehörden ganz zu schweigen. 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Tanja Krienen, am 22. Januar 2010 um 13:58 ( Link )
Ein sehr guter Beitrag, hatte ihn schon vor Tagen auf der "Achse" gelesen! Vor einigen Wochen habe auch ich beim Besuch des Klimahauses in Bremerhaven, meinen Verdacht, es sei eine neue Religion entstanden, die den „Klimawandel“ als spirituellen Event lebt, dadurch direkt mit anderen Heilsversprechungen - resp. Untergangsszenarien - korrespondiert, eindruckvoll bestätigt gesehen. Freundlichst weise ich auf meinen Erfahrungsbericht hin:
„Das Klimahaus“ oder
„Kamerun und Solothurn
zum Auszuruhn und Rumzuturn“ -
http://www.campodecriptana.de/blog/2009/12/18/1465.html