13. Januar 2010

SPD-Kanzlerkandidaten per Urwahl Wer wird es? Schmidt, Buschkowsky, Sarrazin oder Broder?

Über eine nicht mehr für möglich gehaltene sozialdemokratische Parteirevolution

Einen „Paukenschlag“ nennt es heute der „Stern“: Die SPD, so der Vorschlag ihres Parteichefs Sigmar Gabriel, solle ihren nächsten Kanzlerkandidaten per Urwahl bestimmen, an der wie in den „Primaries“ der USA auch Nichtparteimitglieder teilnehmen dürften. Siggi Pop mag den Funken Realitätssinn durchaus besitzen, der ihm verraten wird, dass er selbst damit als Kandidat ausscheidet. Trösten wird ihn der Gedanke, dass Rivalin Andrea Nahles (Eifel) erst recht nicht in Frage käme.

Tatsächlich würde eine Urwahl ausgerechnet die mental wie historisch älteste Partei Deutschlands in ihren betonierten Grundfesten erschüttern. Als vom Volk gewählte Kanzlerkandidaten kämen realistisch gesehen folgende vier Sozialdemokraten in Frage: Vorneweg und für immer Helmut Schmidt (mit Vizekanzlerin und Freundin Sandra Maischberger) als Rächer der Raucher und auch generationengerechte Entsprechung zu „Ron Paul 2012“ in Deutschland. Zweitens Heinz Buschkowsky aus Neukölle (und Vizekanzler Udo Vogt aus Köpenick) mit seinem Slogan „Ick bin Multikulti“. Drittens Schöngeist und Underdog Thilo Sarrazin (mit Vizekanzler und Chefberater Peter Sloterdijk) als Krisenkandidat aller Sozialstaatsverlierer. Und last but not least, und nachdem ihm der Zentralratsposten nicht nachhaltig zusagte auch jetzt erst recht: Henryk M. Broder (mit Vizekanzler Arne Hoffmann und Staatssekretär Tanja Krienen im dynamisch-flotten Dreier), mit dem man immer rechnen muss und der „an sich gerne SPD wählen würde“, weil er sich „eine Bundesrepublik ohne eine starke Sozialdemokratie gar nicht vorstellen kann“.

Wer macht das Rennen?


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