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Nanny-Staat: Der Größenschluss vom kleinen Überraschungsei auf die große Spirale der Entmündigungvon Ralph Janik Beobachtungen im Supermarkt Haben Sie in letzter Zeit mal ein Überraschungsei gekauft? Wenn ja, wird ihnen gewiss aufgefallen sein (so es nicht ihr erstes Ü-Ei war), dass das kleine Spielzeug und selbst die gelbe Hülle unter der Schokolade sich verändert hat. Oft fallen gesellschaftlicher Wandel und Trends an kleinen Dingen auf. „Zu meiner Zeit“ war das Überraschungsei äußerlich dasselbe wie heute; innen befand sich jedoch eine gelbe Schale, die aus zwei separaten Teilen bestand. Heute sind die zwei Teile, die man früher noch auseinander trennen musste, zu einem geworden. Durch einen Druck in die Mitte „poppt“ der obere auf und das Spielzeug lässt sich herausnehmen. Der obere Teil bleibt jedoch mit dem unteren verbunden. Heute wie damals war und ist das Spielzeug entweder eine Figur aus einer Kollektion (die Figuren haben teilweise einen äußerst hohen Sammlerwert), die es nur in jedem dritten Ei gibt, oder etwas, das zusammengesetzt werden muss. „Damals“ freute Kind sich entweder über eine nicht mehr zu bearbeitende Figur oder über eine kleine Zusammenbau-Aufgabe. Dieses zusammenzusetzende Spielzeug ist nun einer starken Wandlung unterworfen; früher, also „zu meiner Zeit“, war das Zusammensetzen eine relativ trickreiche Aufgabe. Die Bedienungsanleitung hatte, vor allem für technisch eher minderbegabte kleine Kinder, durchaus Sinn und Zweck. Das hat sich heute geändert. Das „Zusammenbauen“ des Spielzeugs kann nicht mehr als solches bezeichnet werden und die „Bedienungsanleitung“ hat in etwa die Sinnhaftigkeit eines Lehrbuchs für korrektes Tür-Aufsperren. Das Spielzeug hat die Komplexität des Überziehens eines Handschuhs oder des Zuziehen eines Reißverschlusses. Im Prinzip steckt man heute Form A in Form B und somit hat der alte Überraschungsei-Slogan „Spiel, Spaß und Spannung“ keine Gültigkeit mehr. Er ist entsprechend auch in Vergessenheit geraten. Aus diesen zwei kleinen Veränderungen könnte man nun zwei Schlüsse ziehen: Entweder unsere Gesellschaft verdummt zusehends und die Überraschungsei-Hersteller wagen es nicht mehr, den geistig degenerierenden Kindern allzu knifflige Aufgaben zuzumuten. Dies ist freilich nicht der Fall. Kinder kommen heute mit demselben Entdeckungsgeist und -Drang zur Welt wie vor Tausenden von Jahren. Dennoch hat der Wandel des Überraschungseis nicht freiwillig stattgefunden. Es braucht nicht viel Kreativität, um sich auszumalen, dass vor allem Spielzeuge, die für kleine Kinder gedacht sind, immer strengeren Anforderungen genügen müssen. Sie müssen die totale Sicherheit erfüllen. Was für die Sicherheit der Großen gilt, gilt erst Recht und in noch viel stärkerem Ausmaß für die Kleinen. Wenn schon die Großen gewarnt werden müssen, dass Objekte im Rückspiegel größer wirken als sie wirklich sind, oder Kaffee heiß sein kann, dann müssen Kinder noch viel stärker behütet, gewarnt und angeleitet werden. Das bloße Anbringen der Warnung „nicht für Kinder unter drei Jahren geeignet, enthält Kleinteile, die verschluckt werden können“ auf der Außenseite des Eis reicht nun nicht mehr aus. Schließlich können Kinder unter drei Jahren noch nicht die Warnung lesen. Kinder über drei Jahre können Plastik nicht von Schokolade unterscheiden. Ihre sich an heißem Kaffee die Zunge verbrennenden Eltern könnten die Warnung ihrerseits überlesen und ihrem Kind das leicht verschluckbare Plastik geben. Oder gar die Warnung ignorieren. Also verändert man nun das Spielzeug selbst, um auch die letzte Gefahrenquelle zu minimieren. Dies letztlich zum Wohle der Firma Ferrero (ihres Zeichens Hersteller) und der möglichen Endabnehmer. Vor allem im US-amerikanischen Schadenersatzrecht, das im Gegensatz zum zentraleuropäischen ein strafrechtliches Element enthält, können enorme Strafsummen verhängt werden, wenn Dinge nicht den Anforderungen der Gerichte genügen. Jeder kennt den bereits angeschnittenen Fall von einer Fast-Food-Kette, zu heißem Kaffee und einer dadurch verbrannten Zunge, der letztlich eine Millionen-Einnahmequelle für den Menschen hinter der verbrannten Zunge bedeutete. In den USA ist das Überraschungsei aufgrund seiner Gefährlichkeit trotz dieser Art von Schadenersatzrecht sogar verboten, die Millionen an Schadenersatz reichen als Risiko-Minimierung nicht einmal aus. Im hiesigen Rechtskreis sieht die Sache anders aus; das Schadenersatzrecht hat hier Ausgleichsfunktion – der Geschädigte soll so gestellt werden, wie er ohne der Schadenszufügung dastünde. Das Schadenersatzrecht soll nicht strafend, sondern ausgleichend wirken. Daher braucht es zur Regulierung verstärkt des Gesetzes, weil es nicht zu exorbitanten Strafsummen im Zusammenhang mit verbrannten Zungen und dergleichen kommen kann. Wer sich in Mitteleuropa die Zunge verbrennt, bekäme dafür höchstens ein wenig Schmerzensgeld und die Krankenkassen könnten sich die Behandlungskosten zurückholen. Zurück zum Überraschungsei: Dieses ist den Hütern der Sicherheit auch für die Kleinsten schon seit Längerem ein Dorn im Auge. Man darf sich wundern, dass es in den USA verboten und hierzulande noch erhältlich ist. Ein einziges von Millionen Kindern, das ein Kleinstteil verschluckt (unabhängig von den Folgen für das Kind) reicht bereits aus, um einen Sturm der Entrüstung zu entfachen. Auch braucht es oft gar keinen konkreten Fall, um im Namen der Sicherheit der Kleinsten in unserer Gesellschaft nach dem Allheilmittel Verbot zu schreien. So geschehen in Deutschland vor einem Jahr in einer Stellungnahme der Kinderkommission des Deutschen Bundestages zum Thema „Kinder und Alltag“, in der auf die besondere Gefährlichkeit der Verbindung von Essen mit Spielzeug (in Kleinstteilen) hingewiesen wurde, weswegen diese Kommission ein Verbot von derartigen Kombinationen (und somit des Überraschungseis) forderte. Begründet wurde dies damit, dass Kindern dadurch die Unterscheidung von Essbarem und Nicht-Essbarem erschwer werde. Also ist es nur logisch, dass Ferrero sein Ei zusätzlich anpasst, um einem etwaigen Verbot dieses beliebten Produkts zu entgehen – vorauseilender Gehorsam, der aus Unternehmersicht nur allzu nachvollziehbar ist. Nun soll an dieser Stelle weniger die Debatte des Vorjahres neu andiskutiert werden, sondern vielmehr der Wandel des Zeitgeistes, der sich an kleinen Dingen wie der Veränderung des Überraschungseis zeigt. Ein Wandel hin zu immer mehr Sicherheit, egal, um welche Gefahrenquelle es geht – die Gefahr gehört ausgemerzt oder zumindest so weit wie irgend möglich minimiert. Das Kind soll erst gar nicht auf eine heiße Herdplatte greifen müssen, um zu wissen, dass sie heiß ist. Wir leben in einer „totalen Sicherheitsgesellschaft“, in der die Menschen nicht nur vor ihren Mitmenschen, sondern auch vor sich selbst geschützt werden. Der Schutz vor sich selbst, der zur Entmündigung führt, hat eine degenerative Wirkung. Eigenverantwortung verkümmert zu Lasten der Orientierung an Vorschriften. Die Vorschrift ersetzt das eigenständige Denken. Den Menschen wird die angeborene Aufgabe, selbst zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und Verantwortung zu übernehmen, abgenommen, und sie werden durch Kampagnen, Vorschriften und Anweisungen hinsichtlich der Gestaltung durch den Dschungel Leben geführt. Nur lernen die meisten Menschen durch Anwendung und Erfahrung besser als durch irgendein Warnschild, einen Hinweis oder, wie von der zitierten Kommission gewollt, durch „Kampagnen“, die meistens denjenigen am meisten bringen, die derartige „Kampagnen“ fordern oder durchführen. Wer an die Eigenverantwortung appelliert, bekommt sogleich als Gegenargument diverse Vorschläge des Boulevardfernsehens präsentiert, die in „Reality-TV“-Shows und dergleichen demonstrieren, wie unverantwortlich und uneigenständig die Menschen sind und dass man diese vor sich selbst schützen und sie bevormunden müsse. Es stellt sich hierbei jedoch die Frage, ob diese Erscheinungen nicht gerade die Folge der Bekämpfung von Eigenverantwortung und nicht ihre Begründung sind. Anders ausgedrückt: Könnte nicht auch aus der Bevormundung und dem Schutz vor sich selbst der Bedarf erst steigen, die Menschen noch mehr zu bevormunden und zu beschützen. Es ist wenig verwunderlich, dass im Lichte dieser totalen Behütetheit Extremsportarten aller Art zusehends beliebter werden. Darf man aufgrund der allumfassenden Fürsorge nicht mehr im Alltag Herausforderungen meistern, suchen sich viele diese eben anderswo. Albert Schweitzer hat dieses Bedürfnis für sich so schön ausgedrückt: „Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas zu sehnen und es zu verwirklichen, Schiffbruch zu erleiden und Erfolg zu haben.“ Der Wandel des Überraschungsei-Spielzeugs zu einem möglichst vor Verschlucken sicherem, jedoch langweiligen Gegenstand ist nur eines von vielen Beispielen, in dem die Sicherheit den Spaß und die Lust am Entdecken vermindert. In dem die Doktrin der totalen Sicherheit eine Spirale der Bevormundung begründet. Ein Detail einer langen Liste, die sich beliebig fortsetzen ließe. Angesichts der Veränderung des Überraschungseis kann man sich fragen, wie die Millionen von Kindern, die seit der Einführung des Eis 1974 gegessen und zusammengebaut haben, nur bis heute unbeschadet überleben konnten. Aber geht es darum überhaupt? 23. Dezember 2009 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann oder Michael Klonovsky schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Social BookmarksAnzeigenKommentareheswer, am 23. Dezember 2009 um 9:01 ( Link ) Der Plural von Spielzeug ist nicht "Spielzeuge", sondern Spielsachen. Ragnar, am 23. Dezember 2009 um 10:32 ( Link ) Keine Sorge, "Spielzeuge" ist korrekt. Euer Grammar Nazi uranium , am 23. Dezember 2009 um 11:20 ( Link ) Ralph Janik ist einer der weniger Studenten der Politik- und Rechtswissenschaften, die nicht staats- und obrigkeitsverseucht sind. Umso besser sind auch seine Artikel. Zu der Überraschungseigeschichte für die kleinen Kinder kann man auch noch die Experimentier- und Erfinderschiene als Indikator für die derzeitige Situation heranziehen. Früher gab es Physik & Chemiebaukästen, mit denen sich zukünftige Naturwissenschaftler und Techniker beschäftigen konnten. Der private Erfindergeist wurde seitens der Forschung auch forciert und war nicht selten Ausgangspunkt für zahlreiche Wissenschaftskarrieren, Patente und Firmengründungen. Im Zuge des Sicherheitswahns gibt es das alles nicht mehr oder es wurde kriminalisiert bzw. dermaßen aufgeweicht, dass es mittlerweile nicht mehr möglich ist, einfachste Chemikalien in die Kästen zu packen, geschweige denn in der Apotheke zu verkaufen. 15g (!) Kaliumnitrat wurden zu einer "tickenden" Zeitbome gemacht Die Forscher und Entdecker von morgen werden es dem Staat danken: Es wird sie nicht mehr geben. Kaengo, am 23. Dezember 2009 um 12:22 ( Link ) Ja, dieses (Mini-)Symptom unserer Gesellschaftsverfassung ist mir auch schon häufiger aufgefallen, wenn meine Kinder mal ein Ü-Ei geschenkt bekommen haben! vonclausewitz, am 23. Dezember 2009 um 13:10 ( Link ) @ uranium Ein wahres Wort. Wie habe ich die Chemie-, Geologie- und Elektronikkästen geliebt. Mittlerweile bekommt man viele Chemikalien selbt in geringen Mengen nur noch mit Labornachweis, als Jugendlicher sowieso nicht. Wie sieht es eigentlich mit den Modellraketen aus? Treibsätze ab 18, Sprengmittelschein für Eigenkreationen, Prüfungs- und Zulassungpflicht der Komponenten... Wer braucht schon Forscher und Entdecker? Die Zukunft benötigt Bürokraten, Kontrolleure, Pädagogen und Anwälte für Haftungsrecht. F. G., am 23. Dezember 2009 um 15:08 ( Link ) war es nicht jedes siebte Ei und nicht jedes dritte Ei? Rüdiger Märzen, am 23. Dezember 2009 um 16:35 ( Link ) Es gibt eine einfache Methode, der Verblödung eigener Kinder vorzubeugen oder diese zumindest abzumildern. So früh wie möglich den Fernseher abschaffen (auch für sich selbst). Denn bevor das Kind einen verantwortungsvollen Umgang lernt, verblödet es. Der Nutzen von TV-Sendungen ist minimal bei hohem Zeitaufwand, ausserdem lehren sie das Kind passiv zu sein. Das Kind sollte andere Entspannungstechniken lernen, abschalten ohne einzuschalten gewissermassen. Tanja Krienen, am 23. Dezember 2009 um 17:26 ( Link ) Ja die Überraschungseier: K. Köhler ist eines davon: die "Hoffnungsträgerin", das "Küken" in voller Aktion: toc toc - leewe, am 23. Dezember 2009 um 18:03 ( Link ) Als ehemaliger Planer versuchte ich vor einigen Jahren, eine Kletteranlage aus Holz in einen gemeindeeigenen Platz einzubauen. Das ganze war einem herkömmlichen Klettergerüst ähnlich, nur kreativer und von örtlichen Handwerkern entworfen. Molot, am 23. Dezember 2009 um 19:01 ( Link ) @Rüdiger Märzen , am 23. Dezember 2009 um 16:35 Paoyue, am 23. Dezember 2009 um 20:58 ( Link ) Bis das Ü-Ei alle EU-Normen erfüllt, fehlen noch eine Portion Gendermainstreaming und Kamp-gegen-Rechts. Kurt_G Mein Gott - diese dumme Pute zur Ministerin zu machen ist ähnlich blöde wie Atze Schröder einen 4 Jahres Vertrag als Formel-Eins Pilot in der bei Ferrari zu geben. MatthiasB, am 23. Dezember 2009 um 21:23 ( Link ) Das Thema "Nanny-Staat" erinnert mich an einen Kinobesuch vor drei Tagen. Irgendwie hat sich die Zahl von "Nanny-Spots" in den letzten Jahren signifikant erhöht. Das sagt mir zumindest mein Gefühl. Da wird man zwischen Zigaretten- und Handywerbung dezent darauf hingewiesen, dass man sich auf Parties nicht betrinken soll, man auch ja aufpasst im Straßenverkehr, da man ansonsten tot am nächsten Baum landen wird. Dazu noch der Tip beim partyabendlichen Beischlaf auch ein Kondom zu benutzen und dass man auch ja auf seinen CO2-Ausstoss achten soll. (im Moment läuft in diversen Kinos ein ca. 10minütiger (!) Klimapropagandaspot) etc. Das ganze selbstverständlich vom MinisteriumXY in Auftrag gegeben und bezahlt von ... naja, wahrscheinlich meinem Steuergeld und ohne Zustimmung. Kurt_G es wächst zusammen was zusammen gehört. Europa einig Vaterland. Deshalb müssen die Deutschen lernen und sich daran gewöhnt, dass auf sie merkwürdige Regeln und Gesetze zu kommen. Alkoholverbote wie in Schweden, Tempolimit wie in Niederlande etc, hohe Steuern wie in Belgien und Italien und auch - Aufstände wie in Frankreich und Griechenland. Denn nicht mehr der deutsche Bundestag beschließt und berät deutsche Gesetze sondern in Brüssel werden die Gesetze geschrieben. Europa bestimmt wie arm Deutschland werden muß ... Wohl bekomms und eine besinnliche Zeit wünscht Kurt .. der für 2010 Extrem Pleiten, hohe Arbeitslosenzahlen, wenige Spaß und politische Attentate - und ganz sicher einen politischen Skandal voraussagt wie es ihn noch nie gegeben hat ... killeragatha, am 24. Dezember 2009 um 0:47 ( Link ) Ich will mit euch nicht überirgendeinen belanglosen scheiss wie "mehrzahl von spielzeug usw." diskutieren sondern nur klarstellen, Überraschungseierspielzeug baut man Und bitte nächstesmal besser recherchieren. War schon immer nur jedes 7te Ei wie schon jemand bemerkt hat. So genug auf den mangelhaften Text hingewiesen....... Dem Author wünsche ich weiters noch frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!!!!!!! Killeragatha dickbrettbohrer, am 25. Dezember 2009 um 11:55 ( Link ) @Haderach Grundsätzlich okay - aber "auf Kosten der Ungeborenen"? Wie geht denn das? Kann der Mensch heute Äpfel essen, die erst im nächsten ober übernächsten Jahr heranreifen? Entschuldigung, aber dieses weitverbreitete Gerede von "auf Kosten der nächsten Generation" ist schlicht und einfach unerträglicher Blödsinn. Erst Hirn einschalten. WIR werden beraubt. WIR: Sie und ich. HIER und HEUTE. freigeistig, am 27. Dezember 2009 um 0:40 ( Link ) @Rüdiger Märze So früh wie möglich den Fernseher abschaffen (auch für sich selbst). Denn bevor das Kind einen verantwortungsvollen Umgang lernt, verblödet es. Natürlich, 99% des TV-Programms ist Müll und schädlich, aber es wäre doch wesentlich besser, wenn die Kinder da selbst drauf kommen würden. Und das können sie, wenn man sich ihnen widmet und ihnen zeigt, dass es auch noch andere Dinge im Leben gibt. Aber Fernsehen in seiner Form ist sowieso am absterben und das Internet mit YouTube und co. wird seinen Platz einnehmen. Ob das für Heranwachsende so viel besser ist ... fraglich. Möglicherweise wird die nächste Generation aber eine bessere Medienkompetenz als die derzeitige haben ... @dickbrettbohrer
Natürlich, wie können nichts von denen nehmen, die noch nicht geboren sind - wir können sie aber mit mehr SChulden zur Welt kommen lassen, als sie je abbezahlen können. Mit anderen Worten wir geben den GLäubigern das Versprechen, dass auch noch unsere Kinder (und deren Kinder ...) für ihn arbeiten werden, solange wir nur weiter Kredit bekommen. Schuldsklaverei trifft es denke ich, ganz gut ... Dr. Spiele, am 27. Dezember 2009 um 0:57 ( Link ) "auf Kosten der Ungeborenen"? Wie geht denn das? " Ganz einfach, durch Staatsverschuldung und die entsprechende Steuerlast zur permanenten Abzahlung derselben. dickbrettbohrer, am 27. Dezember 2009 um 10:45 ( Link ) Leben wir „auf Kosten unserer Kinder“? Lieber Leser, bevor nun das eigene Mund- und Handwerkzeug in Gang gesetzt wird, wäre es wünschenswert, auch den Verstand einzuschalten, sofern vorhanden. Nach gängiger – will sagen regierungskonformer – Meinung leben wir alle auf Kosten unserer Kinder. Meinen die MICH? Und SIE auch? Dä! Du gieriger Egoist! Hast wohl auf Kosten deiner Kinder gepraßt, was? WIR – Ich, Du, Sie ... wir leben eben NICHT auf Kosten unserer Kinder. Die Machtelite lebt auf unsere Kosten. So ist das. Und die Formel „auf Kosten unserer Kinder“ ist nur dazu erfunden worden, uns ein schlechtes Gewissen zu machen und das Denken zu vernebeln. Eine uralte sozialistische Taktik. Klima, Unmoral, Jüngstes Gericht: so macht man durch diffuse Drohungen und Weltuntergangbeschwörung Menschen gefügig. Schlechtes Gewissen zähmt. Noch etwas: Haben wir schon mal überlegt, wie die junge Generation den Schuldspruch über ihre Eltern goutieren wird, wenn die Lebensverhältnisse schlechter werden? Wen werden sie als Schuldige verprügeln und an Laternenpfählen aufknüpfen? Kluges Köpfchen, dem jetzt was dämmert: Das sind wir, die Eltern und Angehörigen der Generation, die gnadenlos „auf Kosten der Jungen“ gelebt hat! Die eigentlichen Vorratskammerdiebe, die Politiker und ihre Auftragsgeber, diejenigen, die sich auf unsere Kosten bis zum Herzinfarkt fettgemästet haben, werden sich als Kriegstreiber mit den Jungen gegen die Alten verbünden: JAGT SIE ZUM TEUFEL, DIE AUF KOSTEN DER JUNGEN GENERATION GELEBT HAT! Ehrlich. Ich kann es nicht mehr hören. Es schießt mir die Zornröte ins Gesicht. Wer sich als Flagellant betätigt, weil er „auf Kosten der Kinder" gelebt haben will, dem ist nicht mehr zu helfen. Erschwernis oder Verunmöglichung von Eigentumsbildung sowie der Raub bereits gesammelten Vorrats behindert die Entwicklung von neuen Machtzentren, wie sie organisch nur aus intakten Familien hervorgehen. Allein die hohe Erbschaftssteuer verhindert bereits, daß unsere Kinder die Früchte des Fleißes ihrer Eltern ernten können! Wir leben auf Kosten unserer Kinder? Welch lächerliche Aussage! Weshalb richten wir den Blick nicht auf die Schuldigen, die den Wohlstand rauben und dann ohne Gegengabe verzehren? Unser eigenes, verzichtvolles Leben hingegen, schauen Sie sich im Bekanntenkreise um: All die betrogenen Hoffnungen! Wir sind Arbeitssklaven wider Willen und ohne es zu wissen. Nicht wir sind es, die auf Kosten unserer Kinder leben (die unter diesen Umständen vielleicht gar nicht mehr geboren werden), sondern die Macht- und Funktionselite lebt auf unsere Kosten. Dies zu verbergen, dazu ist die propagandistische Phrase der Selbstbeschuldigung mit Blick auf die Zukunftsgeneration in die Welt gesetzt worden. An freigeistig und Dr. Spiele: Dr. Spiele, am 27. Dezember 2009 um 22:18 ( Link ) Ich bin beeindruckt von der dickbrettrhetorenden Brillianz. Wer wählt denn auch die pöhsen Politiker? Grossartig, wie unsere heldenhafte Generation die von den pöhsen "Mächtigen" verursachte Staatsverschuldung noch während ihres Erdenwandelns abtragen, auf das Abpressen Unsere Nachfahren werden uns in nostalgischen Tekkno-Heldengesängen verehren, ganz genderneutral. dickbrettbohrer, am 28. Dezember 2009 um 12:27 ( Link ) Das heißt Brillanz, wenn schon. Dr. Spiele, am 28. Dezember 2009 um 14:06 ( Link ) Brillant! uranium , am 29. Dezember 2009 um 22:44 ( Link )
Also Modellraketen waren und sind auch ein großes Hobby von mir. In Österreich kommt jetzt das neue Pyrotechnikgesetz, wie das aussieht kann man sich ausmahlen. EUdSSR Richtlinien. Wiederladen geht noch, das hat die IWÖ gerettet, selberbauen fast nicht legal machbar. Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können |
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Haderach, am 23. Dezember 2009 um 9:00 ( Link )
Der Risikominimierungswahn ist Ausdruck einer von politischen Versprechungen sedierten, faulen und feigen Gesellschaft.
Eine Gesellschaft die verlernt hat dass jede Chance Risiken beinhaltet, und dass Fortschritt ohne der Nutzung von Chancen, also dem akzeptieren von Risiken, nicht möglich ist.
Das Ergebnis ist ein Grad an Unselbsständigkeit und politischer Verlogenheit, der dazu geführt hat, dass wir hochverschuldet auf Kosten zukünftiger Generationen leben, und gleichzeitig politische Diskussionen über die Notwendigkeit von wirtschaftlichem Wachstum führen. Absurd.
Diese Infantilisierung kann man, wie auch bei sehr alten Menschen, als Vorstufe zum Tod betrachten. Unsere Gesellschaft hat jeden jugendlichen Elan verloren, sie schmarotzt bereits auf Kosten Ungeborener und hat keinen Sinn mehr für die Zukunft.
Ein weiterer Ausdruck dieses Niedergangs ist die Idealisierung des Weiblichen in Form politischer Perversionen wie "Gender Mainstreaming".
Ängstlichkeit und Rückwärtsgewandtheit als Gesellschaftsphänomen gehen einher mit gezielter Frauenförderung und Männerdiskreminierung. Eine logische Entwicklung, denn eine Gesellschaft am Totenbet bruacht keine Entdecker und Erfinder, sondern Krankenschwestern und Seelsorgerinnen.