André F. Lichtschlag

Jg. 1968, Gründer und Herausgeber der Zeitschrift "eigentümlich frei", Verleger (ef und Lichtschlag Buchverlag).

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Politische Gewaltwelle: Brutale rechtsradikale Schläger überfielen in der vergangenen Nacht den stellvertretenden SPD-Landesvorsitzenden von NRW

von André F. Lichtschlag

Wo bleibt der erneute Aufstand der Anständigen?

Wie die SPD soeben in einer Pressemitteilung meldet, wurde ihr Leichlinger Bürgermeisterkandidat Ronald Micklich heute Nacht vor seinem Privathaus überfallen und brutal zusammengeschlagen.

Dabei, so die SPD, hatte es hat sich in den letzten Wochen regelrecht angebahnt: Der Terror durch Rechte gegen nordrheinwestfälische Sozialdemokraten steigerte sich im dortigen Kommunal-Wahlkampf von Tag zu Tag. Zuerst Hunderte abgerissene oder zerstörte SPD-Wahlplakate, dann Drohbriefe und „Outing-Aktionen“ von SPD-Funktionären mit deren Privatadressen, Autokennzeichen, etc., und am Wochenende fielen in Gelsenkirchen sogar zwei Schüsse auf SPD-Wahlhelfer, bei denen zum Glück niemand verletzt wurde. Und nun gibt es den ersten ernsthaft Verletzten: Seit Wochen ist durch Neonazis gegen den pensionierten Beamten Micklich vor Ort eine regelrechte Pogromstimmung erzeugt worden, auch in Leichlingen wurden Dutzende SPD-Plakate zerstört und auch Micklich wurde Opfer von anonymen Steckbriefen und Outing-Aktionen.

In der Nacht von Montag auf Dienstag wurde der 56jährige Familienvater nun um 2 Uhr morgens von vier Tätern vor seinem Leichlinger Wohnhaus brutal zusammengeschlagen. Es hagelte Tritte und Schläge auf Micklich, er bekam eine Bierflasche auf den Kopf und es wurde auch noch weiter mit den Füßen auf ihn eingetreten, als er schon wehrlos auf dem Boden lag. Auch seine Frau, die ihm helfen wollte, wurde mit Schlägen bedacht. Nur das Eintreffen der Polizei verhinderte dann wohl das Schlimmste. Die Beamten konnten drei Mitglieder des rechtsextremen Rollkommandos noch an Ort und Stelle festnehmen, ein vierter konnte fliehen.

Die vier Täter hatten zuvor am Wohnhaus von Micklich randaliert und rechte Parolen gebrüllt. Micklich hatte daraufhin die Polizei verständigt. Als diese aber nach einiger Zeit immer noch nicht da war, wollte er selber nachschauen, was draußen vor seinem Haus los ist, worauf er auch schon von den vier Rechtsextremisten mit den Worten „Da ist das rote Schwein ja höchstpersönlich“ begrüßt wurde und die Schläger sofort auf ihn losstürmten und auf ihn einprügelten. Micklich wurde noch in der Nacht in das Leverkusener St. Remigius Krankenhaus zur Behandlung verbracht. Dabei wurden neben Schürfwunden auch Prellungen am Schädel, an der Hand, am Unterarm und am Knie diagnostiziert und behandelt.

Wenn Sie sich nun fragen, warum Sie über diesen brutalen Überfall nichts in den Mainstream-Medien gelesen haben, dann tauschen Sie bitte die Wörter rot und braun, SPD und Pro-Köln sowie rechts und links aus, so wie wir es mit der Pressemitteilung gemacht haben…

Internet

Die Pressemitteilung

21. Juli 2009

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Kommentare

Thambi, am 21. Juli 2009 um 18:16 ( Link )

Weil es eben ein konservativer Politiker war, also MUSS es ein Nazi gewesen sein - und die Republik befindet sich ja schliesslich im "Kampf gegen Rechts"

Stefan Miller, am 22. Juli 2009 um 8:04 ( Link )

Herr Lichtschlag,
anscheinend haben Sie die Leserschaft hier bereits mit simpler Ironie überfordert. Irgendwie scheint es ein Schicksal eines jeden Forums zu sein.
Viele fühlen sich berufen, aber nur wenige sind auserwählt.
Ich vermisse das frühere hohe Niveau sehr.

Kurt_G Fördermitglied, am 22. Juli 2009 um 9:05 ( Link )

Die politische Hasspropaganda gegen alles deutsche und alles nationale - welche seit 1945 permanent in die Ohren der Deutschen schallt und an die sie sich gewöhnt zu haben scheinen - kompenisert den Hass auf sich selbst mit dem alles zerstörbar scheint was zu Identifikation eines Deutschen notwendig wäre. Autosabotage! Lieber geht man gegen Deutsche los - und somit eigentlich gegen sich selbst - als dass man sich besinne auf Wurzeln und Autentifikation.

Es ist eben in Kirchen abzuschaffen und sie gegen Moscheen zu tauschen. Die heimliche Inlandnahme durch die osmanische Politik grauer Wölfe, einer nationalistischen Bewegung die ihresgleichen sucht - wird von verträumten linken Antinationalen und linken Jünger nicht wahr genommen. Da kann man machen was man will.

vonclausewitz, am 22. Juli 2009 um 9:48 ( Link )

Als Ausländer ist mir der schizophrene Umgang mit dem politischen Extremismus ein Rätsel. Doch wo liegt der Hund begraben?

Ist ein einheitlicher Unwillen der Polizeiführung bei der Ermittlung linker Gewalttäter zu beobachten? Oder die Unlust der Staatsanwaltschaften? Werden entsprechende Verfahren auf Druck politischer Instanzen abgebogen? Oder ist es schlicht so, dass eine aktive Konfrontation von Linksextremisten und ihren Apologeten der eigenen Karriere schadet?

Dass die Medien hier, wohl aus ideologischen Motiven, wegsehen und lieber über kahle Schläger aus Brandenburg und MeckPomm berichten, ist evident. Doch an welcher Stelle und aus welchen Gründen versagen die Justizorgane?

Um jede Erhellung des Dunkels dankbar

VonClausewitz

Reaktionaer, am 22. Juli 2009 um 11:02 ( Link )

@ vonclausewitz

--- Doch wo liegt der Hund begraben?...Doch an welcher Stelle und aus welchen Gründen versagen die Justizorgane?

Die linken Parteien bringen es zusammen konstant auf ca. 50%. Auch die Sozis sind nur modifizierte Linksextremisten. Das sieht man daran, daß ihre Jusos offen kommunistisch auftreten und viele SPD-Minister früher in linksextremen Splittergruppen aktiv waren.

Daraus ergibt sich natürlich, daß viele Medien in linker Hand sind, ebenso, wie auch viele Richter und Staatsanwälte rot sind und dementsprechend mit rotem Terror insgeheim sympathisieren.

Da ist es doch kein Wunder, daß linke Gewalttäter mit Samthandschuhen angefaßt werden.

Goldelse, am 22. Juli 2009 um 13:02 ( Link )

Die Sympathisanten und Schreibtischtäter sitzen in Parteien und Redaktionsstuben, die rote SA weiß um den Rückhalt durch ihre GenossInnen da ganz oben, und da auch die Justiz ebenso wie die Medien auf beiden linken Augen blind sind, haben wir Zustände wie vor der Hilerzeit. Der rote linksfaschistische Mob will ganz an die Macht, dann gute Nacht, als demokratisch kann man die Zustände in letzter Zeit nicht mehr erkennen. Dazu passt das hier, unfassbar, was in Deutschland alles so möglich wird.

http://www.swr.de/report/-/id=233454/did=4965150/pv=video/gp1=5147326/nid=233454/o4u8hj/index.html

Shuca, am 22. Juli 2009 um 22:55 ( Link )

Es geht ganz eindeutig darum , dieses deutsche Volk soll multikulturell vernichtet werden.Völlig überaltert,keinen Patriotismus,Zerschlagung aller seiner Werte.(Bis zur Rechtschreibung).Und die "Hände zum Himmel,laßt uns glücklich sein".Und die Kommunisten in der DDR waren größere Patrioten als die ganze 68ziger Nomenklatura.

Radiergummi, am 23. Juli 2009 um 20:31 ( Link )

@ vonclausewitz
Das Beispiel Pro-Köln ist nur eine von vielen Episoden der BRD-Satire "Kampf gegen Rechts" und dieser ist bekanntlich Staatsprogramm, ja Gesellschaftsprogramm.

Die Duldung von linken Terror verwundert daher wenig, ist sie wenigsten Hilfreich im Programm gegen Rechts.

Das eindrücklichste Beispiel für diese BRD-Realsatire war der Pro-Kölner Versuch eines Anti-Islamisierungskongresses. Unabhängig von der Thematik des Kongresses, war es kaum fassbar was dort passierte. Um dem noch die Krone aufzusetzen wurde der Entzug der Grundfreiheiten und die Kapitulation vor linker Gewalt unter Anfeuerung - wenn nicht Duldung - der kölner Polizei und Legislative von selben im Nachhinein als Sieg der Demokratie gefeiert.
Unten ist eben oben.

Hat man eigentlich schon die Rechtsradikalen gefunden, die mit dem Kuchenmesser auf Herrn Mannichl losgegangen sein sollen?
Nein?
Macht ja nichts; die Hysterie gab es umsonst. Die weiteren Gelder gegen Rechts dagegen nicht.

Auswirkung dieses Irrsinns ist, dass praktisch keine Rechte mehr existiert bzw. sie vollkommen unbedeutend ist. Oder je nachdem von welcher Seite man es betrachtet, linke Ideen unwidersprochen morgen politische Realität sind.

karen meiser, am 29. Juli 2009 um 10:41 ( Link )

...BRD-Satire "Kampf gegen Rechts" und dieser ist bekanntlich Staatsprogramm, ja Gesellschaftsprogramm.

Nichts geht über Feindbilder, wenn man die Masse lenken und führen will. Man kann Empörungen, Ängste und Wünsche kanalisieren, Haß und Verachtung ebenso wie Mut und Zivilcourage erzeugen und in einem Fernsehzeitalter eine Psychomacht aufbauen, wie sie bestenfalls noch durch Religionen erreicht wird. Der „Kampf gegen Rechts“ hat eigentlich auch quasireligiösen Charakter, über ihn lassen sich im Ernstfall immer noch Massen mobilisieren.

Und weil vor allem medial ausgeführt, so ist der „Kampf gegen Rechts“ ein Kampf gegen Phantomnazis, aus welchem die virtuelle „Gemeinschaft der Anständigen“ immer als Sieger hervorgehen kann.


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