André F. Lichtschlag

Jg. 1968, Gründer und Herausgeber der Zeitschrift "eigentümlich frei", Verleger (ef und Lichtschlag Buchverlag).

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Die Tagesschau ist wütend auf die niederländischen Wähler: Schmierig, kleingeistig und hochgradig peinlich

von André F. Lichtschlag

Die öffentlich-rechtliche Holländerbeschimpfung der ARD

Die Reaktionen der öffentlich-rechtlichen Staatsfunker auf Wahlerfolge von vermeintlichen oder wirklichen „Rechten“ sind legendär. Unvergessen etwa das hektische Gestammel, Wegdrängen, Weglaufen, Inswortfallen und Mikrofonabstellen gegenüber dem Spitzenkandidaten der NPD nach deren Wahlerfolg in Sachsen. Bei aller Komik musste die demokratische Attitüde notdürftig bewahrt werden. Die Wähler durften als „irrtümlich Verführte“ keinesfalls beschimpft oder entwürdigt werden, sondern – dafür um so mehr – die falschen Gewählten.

Eine solche Zurückhaltung gilt offenbar nicht gegenüber dem Ausland. Die gestrige „falsche Wahl“ der Niederländer macht den ARD-Korrespondenten Ludger Kazmierczak derart wütend, dass er auf der Internetseite der Tagesschau unter der doch recht deutschen Überschrift „Die Niederländer sollten sich schämen“ alle demokratische Maskerade vergisst: Kazmierczak ist es nämlich völlig „unverständlich“, dass „der selbsternannte Fortuyn-Epigone Geert Wilders als großer Triumphator aus der Europawahl hervorgegangen ist.“

Denn „der wasserstoffblondierte Sprücheklopfer Wilders“, so Kazmierczak, „hat weder die Ausstrahlung noch den Intellekt eines Pim Fortuyn, und dennoch haben etliche Wähler dem schmierigen Provokateur ihre Stimme gegeben.“

Auch diese Wähler – und das ist das Neue in der ARD – „sollten sich schämen!“ Dass nämlich „das Land nie so tolerant und liberal gewesen ist, wie wir alle angenommen haben, ist längst bekannt, aber dass sich die Sympathie für eine rechtsextreme, ausländerfeindliche und zudem diffamierende Politik so lange hält, ist erschreckend.“ Jawohl, erschreckend! Da gelten dann auch keinerlei Einwände, keine, lässt Kazmierczak wissen, denn was auch immer vorgebracht werde sei „noch lange kein Grund, einem kleingeistigen Patrioten hinterher zu hecheln“!

Schließlich hätten die Niederländer ja auch anders wählen können! Wirklich! Dann müssten sie sich jetzt auch nicht vom deutschen Staatsfernsehen anpöbeln lassen. Oder in Kazmierczaks Worten: „In den Niederlanden haben sich fast 20 Parteien für einen Parlamentssitz in Straßburg beworben, darunter auch konservativ-liberale Traditionsparteien, die Europa kritisch gegenüberstehen. Die Euroskeptiker hätten durchaus Alternativen gehabt, haben sich aber für die PVV entschieden.“ Und deshalb gelte: „Liebe Nachbarn, ich bitte um Nachsicht, aber das ist hochgradig peinlich!“

ARD und ZDF, so hört man, funken aus prächtigen Glashäusern.

Internet

Der Wortlaut der zwangsgebührenfinanzierten Wählerbeschimpfung

05. Juni 2009

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Kommentare

Bolkonskij, am 05. Juni 2009 um 14:15 ( Link )

Ich habs heute schon gelesen, sowas von dermaßen neben der Spur. Man sieht den Autor förmlich jene Zeilen mit Schaum vor dem Mund in seinen Rechner hacken. Am besten ausdrucken und einrahmen, so sieht nüchtern-objektiver Qualitätsjournalismus aus :-D

JohnGalt, am 05. Juni 2009 um 14:59 ( Link )

Moment mal:
Das steht doch nicht wirklich auf der Homepage
der TAGESSCHAU!
"Schmierigen Provokateur und Islamhasser"
"Hochgradig peinlich"

In der Tat: "Hochgradig peinlich"

Gerhard Bauer, am 05. Juni 2009 um 15:37 ( Link )

Schluss mit dem zwangsgebührenfinanzierten Staatsfernsehen.

EEkat, am 05. Juni 2009 um 15:43 ( Link )

ich begrüße die Äußerungen dieses öffentlich- rechtlichen Journalisten.

Besser dieser Kommentar, als deren normalerweise unterschwellig angesetzte, der Erkennbarkeit entzogene Beeinflussung.

Da werden normalerweise Aspkete unterschlagen, tendenziöse Überbetonungen in einer persönlich präferierten Richtung gestreut. Eben die übliche Art von heutigem Journalismus, die nicht mehr auf Information abzielt, sondern auf Beeinflussung. Propaganda.

Die wirklich gesellschaftlich relevanten, üblen Methoden von Angehörigen einer uns übergestülpten Erziehungkaste, die sich Journalist nennen, in Wirklichkeit jedoch von einer Betätigung angelockt werden, der es ihnen gestattet, ihre triebgeleitete persönliche Prägung über die Gesellschaft zu stülpen, und dadurch etwas Genugtuung für sich zu generieren.

Seite an Seite mit unseren genau dazu passenden Politikern, die sich beid er Lenkung dieser gesellschaft gegenseitig abstützen.

Nun haut es nun einen dieser Gesinnungsstylisten verbal aus der Fassung.

Der Mann leidet.

Irgendwas ist da falsch gelaufen.

EEkat

Lion Edler, am 05. Juni 2009 um 16:19 ( Link )

Dafür brauchen sie die GEZ-Knete also, da weiß man ja dass es gut angelegt ist! Entlarvend und besonders toll fand ich ja die Betitelung ,,kleingeistiger Patriot" für Wilders. Da sieht man mal was da für eine Ideologie durch die Sende-Anstalten weht.

Ansonsten bin ich ja eher für den Strauß/Wehner-Stil anstatt die geheuchelte und um den heißen Brei herumredende Ausgleicherei und Differenziererei a la Rau/Köhler. Deswegen finde ich Wählerbeschimpfung an sich absolut in Ordnung. Als ich das Ergebnis von den letzten beiden hessischen Landtagswahlen gehört habe, empfand ich Wählerbeschimpfung auch als völlig berechtigt und angebracht. Wieso soll man auch Politiker andauernd beschimpfen dürfen, den verblödeten Unterschichtspöbel jedoch nicht?

Bezeichnend ist hier aber wieder, wie radikal national, chauvinistisch und ziemlich deutlich ausländerfeindlich man bei der ARD plötzlich ohne das geringste Genieren zu ,,argumentieren" pflegt, sobald es um den KAMPF GEGEN RECHTS geht. Plötzlich dürfen große harte toitsche Journalisten sich zu den Oberlehrern und Polizisten der Welt aufspielen, die den barbarischen rechtsradikalen Negern... äh, ich meine natürlich Holländern..., mal Zivilisation und Knigge beibringen müssen. Der braune deutsche Chauvinismus und die braune manische Geltungssucht wurden lediglich in einen anderen deutschen Chauvinismus eingetauscht. Nachdem die rot-grünen Spinner mittels der von ihr gewählten NSDAP schon genug Elend über Europa gebracht hatten, müssen sie jetzt auch noch zu allem Überfluss die Welt mit dem nächsten totalitären Wahn made in germany verpesten. Wenn sie uns in den nächsten Krieg gehetzt haben, werden sie wieder so tun als ob sie nichts davon gewusst haben. Dabei ist ihr KAMPF GEGEN RECHTS lediglich das nicht gemeisterte Verarbeiten der Tatsache, dass ihre Eltern den Krieg verloren haben, was sie jetzt nachholen wollen, ohne das Risiko diesen Krieg zu verlieren. Während der Gutmensch sagt: ,,Schmieriger Provokateur", ,,Islamhasser", ,,hochgradig peinlich" etc., denkt er vermutlich gleichzeitig in Wirklichkeit: ,,Los jetzt, 6.Armee losstürmen!", ,,der russische Bär schläft gerade, jetzt kriegen wir ihn!", ,,Fuchspanzer voran!"

Johann Hartmann, am 05. Juni 2009 um 16:26 ( Link )

Wer die DDR und das "Sozialistische Lager" erlebt hat, den kann dieser Herr nicht überraschen. Wir, die ehemaligen Bürger der DDR, können weder den unseligen pathologischen Herrn Schnitzler vergessen, noch jene hasstriefenden Kommentare der roten Journaille, als die Ungarn 1956 und die Tschechen und Slowaken 1968 vom "rechten Weg" abwichen. Ersetzen Sie in dem Pamphlet des Herrn Kazmierczak die Namen Wilders und Pim Fortuyn durch Kadhar oder Dubcek und Sie sind 50 bzw. 40 Jahre zurück in der DDR.

kfa, am 05. Juni 2009 um 17:44 ( Link )

Kann man gegen sowas nicht klagen? Immerhin hat unser faststaatliches Zwangsbezahlfernsehen ja doch noch einen Auftrag die politische Neutralität zu wahren, zumindest auf dem Papier. Da gehen solche Ausfälligkeiten nun wirklich nicht, egal auf welcher Seite man steht.

Sven Adam, am 05. Juni 2009 um 17:46 ( Link )

Die offensichtliche Nervosität des Herrn Kazmierczak gefällt mir. Dieselbe Gemütsverfassung dürfte auch den übrigen Apparatschiks der EU zueigen sein, die Wahlergebnisse nicht vor Abschluß der Wahlen ALLER EU-Mitgliedsstaaten veröffentlicht sehen wollten. Genau dieses ermutigende Signal aus Holland treibt den Akteuren der Demokratiesimulation der EU die Schweißperlen auf die Stirn. Und das ist gut so.

EEkat, am 05. Juni 2009 um 18:40 ( Link )

Gerade in einem Kommentar gehört, auf den GEZ- Medien, zum Wahlergebnis in Holland, in Richtung auf Wilders:

"Man müsse nun ausloten, wo die Grenzen der Meinungsfreiheit aufhören und wo die Diffamierung beginnt."

Sagte dort ein öffentlich-rechtlicher Kommentator.

Tja, solche Journalisten haben wir in Deutschland, von uns zwangsweise abgepreßten Geldern gemästet.

EEkat

EEkat, am 05. Juni 2009 um 18:51 ( Link )

Ergänzung:

die Sendung, in der ein Journalist zur Beschneidung der Meinungsfreiheit aufrief, hieß "Vor Ort", auf Phoenix.

EEkat

Horst E. Böttcher, am 05. Juni 2009 um 19:09 ( Link )

Ich veruteile diese Einmischung in niederländische Angelegenheiten durch den deutschen Staatsrundfunk sehr, besonders die Ausdrucksweise. Persönlich lehne ich jedoch die Ansichten des Herrn Wilders ab und bedauere seinen Wahlerfolg.

In diesem Forum sind jedoch Demokraten bereits in übelster Form beschimpft worden, "Pöbel" ist nur eines der Attribute, die aufrechte Demokraten erfahren mussten. Politiker die Franz Müntefering oder Dr. Angela Merkel wurden aufgrund konstruierter Aussagen diffamiert. Daher steht diesem Forum nicht an, über die ARD-Berichterstattung zu richten.

Carl, am 05. Juni 2009 um 19:16 ( Link )

Die deutschen Medien haben schlicht und ergreifend ein Rad ab. Da macht es auch fast keinen Unterschied mehr, ob man das ÖR oder die großen Verlagshäuser heranzieht.

Da lobe ich mir wirklich RTL2 und 9Live, wo's wenigstens nur um Bumsen, Ballermann und heiße Kurvne geht. Das ist wenigstens politisch neutral...

Al_Bore, am 05. Juni 2009 um 19:50 ( Link )

Der tapfere Herr Böttcher rettet mal wieder die Demokratie. Ich fürchte, das hat sie gar nicht nötig. Ihnen sollte bei Ihren zweifellos häufigen Besuchen nicht entgangen sein, daß "dieses Forum" keine Person oder gleichgeschaltete Horde ist, die stets eine gemeinsame Meinung vertritt. Hier tummelt sich alles mögliche, und nicht selten sind die liberal bis libertär Gesinnten bei den Kommentaren in der Minderheit. Ich finde es unerhört, wenn Leute wie Sie permanent den Nachbargarten zum Pinkeln aufsuchen und sich dann noch mit großer Geste über den Umgangston beschweren.

Julian H, am 05. Juni 2009 um 20:05 ( Link )

Jedoch, lieber Herr Bötcher, muß Ihnen aufgefallen sein, daß Sie für die Benutzung (oder die Nichtbenutzung) dieses Forums nicht bezahlen müssen. Dies ist beim Staatsfernsehen anders, weshalb man erwarten kann, daß dieser Sender sich zu allen Richtungen neutral verhält, und nicht unsere Nachbarn beleidigt.

Aber ich schätze mal, daß das der neue gute Ton ist - die Politik machts vor ;/

Bolkonskij, am 05. Juni 2009 um 20:23 ( Link )

Lieber Herr Bötcher, wie hieß es doch sinngemäß so schön hier rechts oben auf der EF Webseite in einem Zitat von Mises? Der zivilisierte Mensch muss es aushalten, dass seine Mitmenschen eine andere Meinung haben als er. So ist das auch hier, wo sich - wie Al_Bore vollkommen richtig feststellte - ein riesiges Sammelsurium an Meinungen (vom Monarchisten bis zum Anarcho-Kapitalisten) alle möglichen Schattierungen tummeln. Da fällt es zugegeben schwer, sich mit allen Kommentaren zu identifizieren. Doch gerade dieser in den Mainstreammedien unbekannter Meinungspluralismus spricht ja eigentlich für den EF-Kommentarbereich - oder?

Das Sie mit Ihrer Meinung hinsichtlich der Demokratie ziemlich allein stehen, mag bedauerlich sein, aber es ist Realität. Wenn Sie "Linientreue" vermissen, dann sind wirklich andere Foren zu empfehlen. Wenn Sie jedoch Gefallen an anderen Sichtweisen haben, wie Sie durch ihre Anwesenheit beweisen, dann muss aber natürlich auch akzeptiert werden, dass viele Leute gerade heutzutage eine mehr und mehr kritischere Sichtweise auf die hiesige BRD-Demokratie an den Tag legen. Und ich wage zu prognostizieren, dass diese Kritik in den nächsten Monaten noch vehementer werden wird. Dieser Kommentar der Tagesschau markiert in gewisser Weise nämlich genau den nächsten Schritt im Kampf um mediale Deutungshoheit, bei dem nun die Masken fallen gelassen werden. Wir werden sehen, wie verbissen gerade "aufrechte Demokraten" in den kommenden Monaten noch um Macht und Einfluß kämpfen werden. Es bleibt spannend - und wo wäre es schöner dies zu verfolgen, als auf EF? :-)

Andreas Tögel, am 05. Juni 2009 um 22:19 ( Link )

Frage eines auch auf seine alten Tag´ noch immer Lernfähigen an Herrn Böttcher: was, bitteschön, ist denn ein "aufrechter Demokrat"? Was zeichnet ein solches Geschöpf Ihrer Meinung nach aus? Da Sie den Begriff mit Namen wie Müntefering und Merkel in einem Atemzug nennen, bin ich - als Außenstehender - diesbezüglich ein wenig ratlos...
Zumindest in Ösiland gibt´s weder schwarze Schimmel noch kleine Riesen...;-)!
Danke im voraus für die Aufklärung.
Servus aus Wien, A. Tögel

Satanas, am 05. Juni 2009 um 22:27 ( Link )

Tja, was will man hier noch hinzufügen.. besonders Zustimmung an @EEkat und @Lion Edler.

Ansonsten könnten die öffentlich rechtlichten endlich die Maske fallen lassen und sich in "Die Wahrheit" oder Prawda umbenennen. Es geht mir nur gegen den Strich, das wir unsere Verhöhnung auch noch bezahlen sollen. Wenn jemand solche Meinungen zum Besten geben soll, dann soll er sich dafür bitte selber am Meinungsmarkt ein Forum schaffen. Ich will ihn nicht bezahlen.

Satanas, am 05. Juni 2009 um 22:28 ( Link )

@Andreas Tögel
Aber Scheinriesen, die gibt's in der Politik.

Jürgen Hodler, am 05. Juni 2009 um 22:44 ( Link )

"Herrn Böttcher: was, bitteschön, ist denn ein "aufrechter Demokrat"? Was zeichnet ein solches Geschöpf Ihrer Meinung nach aus?"

Dies wäre in der Tat zu klären. Man spricht ja für gewöhnlich auch nicht von einem aufrechten Eierstehler, einem aufrechten Häuseranzünder oder gar einem aufrechen Hennenbumser. Die Demokraten, welche ausnahmslos en canaille zu behandeln sind, fallen ja in dieselbe Kategorie. Sei's wie es will, bei den "aufrechten" Demokraten will man in der Tat an keine Schmeicheleinheiten denken. Man hätte die führenden Köpfe dieser Canaille anno 1848 in der Tat mit Stumpf und Stiel zusammenkartätschen sollen. Der Welt wäre unsägliches Leid erspart geblieben.

Ernst-Gottlieb von Emhofen, am 06. Juni 2009 um 1:31 ( Link )

Wenn wir doch gerade ohnehin bei der Erweiterung unseres Wortschatzes sind, möchte ich doch den sehr geehrten Herrn Hodler gerne fragen, wobei es sich um "kartätschen" handelt.
Dieses Verbum klingt in meinen Ohren geradezu putzig, als daß man es in "Stumpf und Stiel" hätte praktizieren können.

Und zum Thema "aufrechter Demokrat": Mit Ausnahme der Mitglieder des US-Repräsentantenhauses, die für ihre Abstimmungen namentlich geradestehen müssen, schleichen doch alle Demokraten in gebückter Haltung aus ihren anonymen Wahlkabinen. Welches Körperteil denn am Demokraten genau aufrecht sein soll, erschliesst sich mir genauso wenig wie den werten Mitdiskutanten.

Andreas Tögel, am 06. Juni 2009 um 7:36 ( Link )

Herr Hodler wird mir vergeben, daß ich an seiner Stelle antworte: der Begriff leitet sich vom Hauptwort Kartätsche ab (Wortstamm französisch: "Cartouche") und bezeichnet eine spezielle Artilleriemunition, die man am ehesten mit Schrotpatronen vergleichen könnte. Eignet sich daher hervorrganed zur Bekämpfung "weicher Ziele" (wie z.B. auf Barrikaden stehender Revolutionäre) und fand im "Schrapnell" seine technische Weiterentwicklung.
Mit dem Aufkommen automatischer Waffen langsam aus der Mode gekommen; heute durch aus tieffliegenden Kampfflugzeugen abgeworfene "Streubomben" hervorragend und vollständig ersetzt...:-)!

bitter_twisted, am 06. Juni 2009 um 16:25 ( Link )

Wenn uns unsere Politiker gerade nicht peinlich sind, sind es die Staatsjornalisten.

Horst E. Böttcher, am 06. Juni 2009 um 19:49 ( Link )

@Alle Kritiker meiner Zuschrift

Ich bitte um Entschuldigung dafrü, dass ich offenbar den Eindruck erweckt habe, ich wollte die Diskussion "kastrieren", auf Linientreue trimmen oder mit dem Mainstream gleichschalten. Das ist nicht meine Absicht, ich lese viele konträre Meinungen mit
Interesse und auch wenn ich völlig anders denke, erkenne ich an, dass hier viel nachdenkenswertes gesagt wird. Ich bin jedoch der Meinung, dass man auch politische Gegner mit Respekt behandeln sollte und nicht mit konstruierten Vorwürfen (wie dies bei
Artikeln zu Franz Müntefering und Dr. Angela Merkel geschah) unsachlich angreifen sollte. Sicher sollte sich das Staatsfernsehen einer grösseren Zurückhaltung bedienen als es in diesem sehr freien Forum angebracht wäre. Trotzdem meine ich, auch umgekehrt sollte sich "ef" zurückhalten wenn mal im Staatsfernsehen genauso argumentiert wird wie an dieser Stelle. Mir fällt auch auf, dass nach Wahlen, wenn der nicht ef-genehme Kandidat gewinnt, das Volk zum "Pöbel" wird, während umgekehrt die Wähler gelobt werden. Was ich geschrieben habe, liegt mehr auf der Linie der kürzlich Ermahnung zur Sachlichkeit. Zur Frage was "aufrechte Demkraten" sind: Menschen, die sich aktiv im demokratischen Prozess engagieren. Als "Demokraten" können wir uns alle bezeichnen, da wir in einer Demokratie leben (für manche Forums-Teilnehmer sicher eher eine Beleidigung!) Ich hoffe, man vertsteht, was ich gemeint habe, kontroverse Diskussionen ja gerne, dafür gibt es das Forum, persönliche Angriffe finde ich weniger angebracht, und Begriffe wie "Pöbel" und "Canaille" schon garnicht.

FritzLiberal, am 07. Juni 2009 um 0:12 ( Link )

@Horst E. Böttcher:

Als "Demokraten" können wir uns alle bezeichnen, da wir in einer Demokratie leben

Wenn Sie mir meine von mir unterzeichnete Beitrittserklärung zur Deomokratie zeigen können, dürfen Sie mich als Demokraten bezeichnen. Bis dahin nicht.

Lion Edler, am 07. Juni 2009 um 3:53 ( Link )

Herr Böttcher, ich hingegen finde, man sollte sehr stark trennen zwischen Beleidigung einerseits, und Diffamierung/Verleumdung/üble Nachrede andererseits. Ersteres finde ich in so mancher Situation akzeptabel, Zweiteres nicht. Bei der Beleidigung ist nämlich ohnehin das Problematische, dass man auch ohne Begriffe wie "Schweinehund", "Pöbel" etc. beleidigen kann, mit diversen suptileren Möglichkeiten. Wo die Grenze ist zwischen "scharfer Kritik" und "Beleidigung", das sieht jeder anders. Die Tatsache dass Sie bereits den Begriff "Canaille" als untragbare Beleidigung erachten, bestätigt diese These. Eine Beleidigung ist letztlich immer auch eine Meinungsäußerung, der man ja nicht zustimmen muss. Bei einer Verleumdung hingegen wird eine Aussage als Fakt dargestellt, sodass sie von den Leuten geglaubt wird. Das Opfer wird dadurch objektiv geschädigt. Genau dies hat die Tagesschau betrieben. "Hochgradig peinlich" und "schmieriger Provokateur" hätte man noch als (allerdings nur so vor linker Heuchelei triefender) Meinungsäußerung hinnehmen können. (Geheuchelt vor Allem, weil die selben Journalisten sich am nächsten Tag mit erhobenem Zeigefinger über den "Ton" von Wilders & Co empören werden.) ,,Islamhasser" und "rechtsextreme, ausländerfeindliche und zudem diffamierende Politik" ist hingegen eine Verleumdung.

Sven Adam, am 07. Juni 2009 um 9:35 ( Link )

@ Horst E. Böttcher
Was den "guten Ton" angeht, möchte ich Ihnen gar nicht widersprechen. In Kreisen, in denen die Freiheit - mit recht - als höchstes Gut gepriesen wird, sollten Respekt und gepflegter Ton eine Tugend sein. Die Degeneration des guten Tons, die man sogar in der politischen Redekunst, welche diese Bezeichnung heute kaum mehr verdient, beobachten kann, führt mit zur Degeneration unserer Vorbildfunktion gegenüber unseren Kindern. Darüber lohnt es sich nachzudenken.

Ob man für einen Herrn Müntefering wirklich eine Lanze brechen muß, wenn es um guten Ton und Respekt geht, darf indes bezweifelt werden. Seine beständigen Konnotationen von Menschen mit Insekten ("Heuschrecken") und Krankheiten ("rechte Pest") steht der Nazi-Terminologie gegenüber den Juden wenig nach. Zumal er bei der "rechten Pest" - richtig: nicht "rechtsextreme Pest" - begrifflich auch den Koalitionspartner mit einschließt.
Dieser Ton paßt eher zu aufrechten Demagogen als zu aufrechten Demokraten. Für uns aber nur ein Grund mehr, einen gepflegten Ton zu wahren. Weil wir es, so hoffe ich doch, einfach besser können als Herr M.

Daß wir alle Demokraten sind, weil wir in einer Demokratie leben, halte ich hingegen für eine komplett untaugliche Bemerkung. Die Geschwister Scholl würden sich bei Ihnen für den Analogschluß sicher herzlich bedanken.
Im übrigen wissen Sie sehr gut, wie demokratisch die BRD wirklich ist. An den Entscheidungen, wie unser (Steuer-)Geld verpulvert wird, sind wir nicht beteiligt. Den Hinweis "ihr habt uns doch gewählt" müssen wir uns danach dennoch gefallen lassen. Am Aufstellungsprozeß der zur Wahl stehenden Kandidaten sind wir als Volk ebenso wenig beteiligt. Da müssen wir schon Parteimitglied sein und haben dann nur Einfluß auf die Kandidaten eben dieser einen Partei. Und das hat dann mit exklusiver Clubmitgliedschaft mehr zu tun als mit Demokratie.
Insofern sind Politiker wie Münte und Merkel noch nie aufrechte Demokraten gewesen, denn beide fühlen sich in der politischen Parteienexklusivität sehr wohl. Eine regelmäßige und mit möglichen Abwahlkonsequenzen einhergehende Rechenschaft gegenüber dem Volk würden beide politisch nicht lange überleben, ohne entgegen der bisherigen Gewohnheit mal den Finger am Puls der Menschen zu halten, die sie zu regieren belieben. Denn auch die "rechte Pest" ist definitiv Teil des Volks.

EEkat, am 07. Juni 2009 um 9:36 ( Link )

Lion Edler,

das sind interessante Präzisierungen, die Sie da vorgenommen haben, und die wichtige Unterschiede in das Bewußtsein heben.

EEkat

User_Agent, am 07. Juni 2009 um 15:55 ( Link )

Man tut in der BRDDR dafür Gebühren bezahlen, daß man als »Nazi« beschimpt wird…

Der_Klaus, am 07. Juni 2009 um 17:05 ( Link )

Die Guten drehen immer häufiger durch weil sie wissen das sie auf die Probleme von heute und morgen keine antworten haben und das verfluchte Stimmvieh das auch noch bemerkt! Darum wird nach unten Gift und Galle gespien, den der verlust der Macht jagt den Guten Angst ein, und das macht aggressiv.

Andreas Tögel, am 07. Juni 2009 um 20:53 ( Link )

...dass man auch politische Gegner mit Respekt behandeln sollte...

Das klingt ja gut, edel und ungeheuer zivilisert...aber hat es auch Sinn?

Sind Sie tatsächlich der Ansicht, daß Diebe, Räuber und gewerbsmäßige Betrüger mit "Respekt" zu behandeln sind? Das kann ich mir kaum vorstellen. Die Sozialisten in allen Parteien sind aber exakt das - und wenn sie so können wie sie wollen noch viel Schlimmeres (die Bilanz des 20 JH läßt ja daran kaum einen Zweifel zu). Warum, in aller Welt, einen Gangster mit "Respekt" behandeln, nur weil er ein politisches Mandat innehat???

Horst E. Böttcher, am 07. Juni 2009 um 23:16 ( Link )

@FritzLiberal
"Wenn Sie mir meine von mir unterzeichnete Beitrittserklärung zur Deomokratie zeigen können, dürfen Sie mich als Demokraten bezeichnen. Bis dahin nicht."

Ich glaube, Sie haben auch keine Urkunde unterzeichnet, Deutscher zu sein. Wenn Sie jedoch der Begriff "Demokrat" beleidigt, will ich mich gern korrigieren und sagen "die Mehrheit der Deutschen sind Demokraten".

Lesen Sie aber bitte einmal, was ef-Redaktions-Beirats-Mitglied Prof. H.H. Hoppe mit Andersdenkenden tun möchte. ("aus der Gesellschaft entfernen") So kann sich auch eine wehrhafte Demokratie gegen Sie stellen.

@Lion Edler
Man kann über Beleidigung, Kritik und Diffamierung philosophieren. Ich habe nicht "Pöbel" und "Canaille" als "untragbare Beileidungen" bezeichnet, nur gesagt, ich halte sie gegenüber dem politischen Gegner nicht für passend.

So halte ich die in diesem Forum konstruierten Anschuldigungen gegenüber Franz Müntefering für genauso unangebracht wie die Berichte über den Holländer Wilders im Staatsfersehen.

@Sven Adam
Ich gebe zu, dass man über den Ton Franz Münteferings durchaus streiten kann, m.E. hält er sich aber noch im Rahmen des politisch üblichen. Den Begriff "Heuschrecken" habe ich allerdings heftig kritisiert! Ich hätte hier von "Blutsaugern" gesprochen! (@Lion Edler: auch ich kann schon mal drastisch sein!)

Auch ich stehe dem Parteienwesen sehr kritisch gegen-über und würd eine Diskussion über mehr Mitbestimmung und Transparenz begrüssen, aber in diesem Forum steht meistens nur die Demokratie und der Sozialismus am Pranger, so werde ich zu einem Verteidiger der gegenwärtigen Demokratie.

@Andreas Tögel
Wer einen politischen Gegner als "Diebe, Räuber und Betrüger" bezeichnet, stellt sich ausserhalb einer sahclichen Diskussion

Lion Edler, am 08. Juni 2009 um 1:13 ( Link )

Da habe ich am Freitag, als ich diesen Tagesschau-"Kommentar" zur Kenntnis nahm, noch mit Blick auf die Tatsache, dass ausgerechnet ein Deutscher äußert dass die Holländer sich SCHÄMEN sollen, gedacht: Broder, kannst du bitte mal diesen ARD-Fanatiker publizistisch eins vorn Latz geben? Schließlich hatte sich Broder ja schon des Öfteren geäußert dass Wilders kein "Rechtspopulist" sei. Was läge da näher, als dass sich gerade Broder dazu äußert, im Gegensatz zu mir darf er es ja, und es bietet sich doch bei ihm quasi so richtig an. Und was sehe ich jetzt gerade? Ich fand folgenden super Kommentar von Broder in der "Achse des Guten":
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/der_spatz/

Geil!

RobertJosef, am 08. Juni 2009 um 1:47 ( Link )

Aber Herr Böttcher!

Sie pissen permanent in Al Bores Garten. Sie verteidigen die Demokratie. Und auch noch einige der Repräsentanten dieser. Sie schreiben hier umsonst. Und zwar in doppeltem Wortsinne. Dann auch noch das Attribut aufrecht in Zusammenhang mit dem Unwort Demokratie.

So geht das nicht, Herr Böttcher!

Hodler holt die Kanone 'raus und holt nach, was anno Achtundvierzig versäumt wurde. Streubomben aus Wien auf alle Demokraten. Seit 5:45 wird nun zurückgesch..., nein ...gepinkelt.

Andreas Tögel, am 08. Juni 2009 um 7:35 ( Link )

Sehr geehrter Herr Böttcher,
da bitte ich denn doch um ein vertiefende Erläuterung! Befinde ich mich "außerhalb der sachlichen Diskussion" weil meine Behauptung nicht stimmt, oder deshalb, weil man sowas als kultivierter Mensch einfach nicht ausspricht?
Es kann sich wohl nur zweiteres handeln, denn
was den Wahrheitsgehalt meiner Aussage (Diebe, Räuber...) angeht: Sie werden wohl kaum der Ansicht sein, daß eine Vergewaltigung, ausgeführt von einer durch ihre Mehrheit "legitimierten" Bande, eine andere rechtliche Qulität hat (nämlich "besser" ist) als dasselbe Verbrechen, verübt von einer Einzelperson - oder?
Wenn wir in diesem Punkt einig sind, dann fragen Sie sich doch bitte, ob ein Diebstahl/Raub - ausgeführt von einer Gruppe politischer Repräsentanten (im Dienste einer Mehrheit von Minderleistern) an einer Minderheit (der produktiven Elite) - und euphemistisch als "sozial gerechtes", progressives Steuersystem getarnt, wirklich "besser" ist, als ein gemeiner Taschendiebstahl oder Handtaschenraub in der U-Bahn...!
Wenn Sie auch das verneinen (was ich stark hoffen möchte), dann fehlt lediglich noch eine Erklärung dafür, warum man einen Gauner nicht auch als Gauner bezeichnen sollte...und auf die bin ich schon gespannt ;-)!
MfG,
A. Tögel

FritzLiberal, am 08. Juni 2009 um 8:58 ( Link )

@Horst E. Böttcher:

Ich glaube, Sie haben auch keine Urkunde unterzeichnet, Deutscher zu sein. Wenn Sie jedoch der Begriff "Demokrat" beleidigt, will ich mich gern korrigieren und sagen "die Mehrheit der Deutschen sind Demokraten".

Ich bin Insasse der VRÖ (Volksrepublik Österreich), aber das nur nebenbei. Dieses Attribut habe ich durch meine Geburt erworben. So wie ich männlich bin, Weißer und heterosexuell. Alles angeborene Attribute. Die Demokratie dagegen wird mir, ganz im Gegensatz dazu, von der Nomenklatura aufgezwungen.

Lesen Sie aber bitte einmal, was ef-Redaktions-Beirats-Mitglied Prof. H.H. Hoppe mit Andersdenkenden tun möchte. ("aus der Gesellschaft entfernen") So kann sich auch eine wehrhafte Demokratie gegen Sie stellen.

Was die "wehrhafte Demoktratie", der Hort der "Toleranz" und dem ganzen anderen Polit-Bla-Bla mit mir tun würde, wenn ich ihr jemals ernsthaft lästig fallen sollte, darüber habe ich sowieso keinerlei Illusionen. In dem von Hoppe entworfenen Gesellschaftsmodell gibt es allerdings, soweit ich weiß, das Sezessionsrecht. D.h. wenn ich mit der herrschenden Ordnung nicht einverstanden bin, kann ich mich - mitsamt meinem kompletten Eigentum inkl. Grund und Boden - aus selbiger verabschieden. Sollte ich das in der "toleranten Demokratie" versuchen, wird sie ihre Schergen gegen mich ausschicken.

Horst E. Böttcher, am 08. Juni 2009 um 10:18 ( Link )

@Andreas Tögel
Studieren Sie mal das Strafgesetzbuch und prüfen Sie, ob die von Ihnen kritisierten politischen Handlungen unter den Tatbestand von Diebstahl, Rau, usw. fallen.
Dann können wir weitersehen.

Horst E. Böttcher, am 08. Juni 2009 um 13:12 ( Link )

@FritzLiberal

Ich kenne nicht die Gesetze Österreichs aber
Deutschland könnten Sie ohne weiteres mit Ihrem versteuerten Eigentum verlassen

Horst E. Böttcher, am 08. Juni 2009 um 13:15 ( Link )

@RobertJosef

Wenn Demokratie für Sie ein Unwort ist, so ist das Ihre Sache. Ich werde weiterhin die Demokratie und Ihre Repräsentanten verteidigen bis mir von dem Adminstrator des Forums die Rote Karte gezeigt wird.

FritzLiberal, am 08. Juni 2009 um 14:18 ( Link )

@Horst E. Böttcher: mitsamt meinem Haus und meinem Grund und Boden? Das stelle ich mir schwierig vor.

Abgesehen davon, ist es eine unerträgliche Situation, einem immer frecher werdenden Gebietsmonopolisten und Schutzgelderpresser ausgeliefert zu sein, und als einzige Alternative die Möglichkeit eingeräumt zu bekommen, davonzulaufen. "Recht muss Unrecht nicht weichen" ist ein uraltes Rechstprinzip, das hier mit Füßen getreten wird.

Horst E. Böttcher, am 08. Juni 2009 um 15:24 ( Link )

@FritzLiberal

"mitsamt meinem Haus und meinem Grund und Boden? Das stelle ich mir schwierig vor."

Da haben Sie allerdings Recht! Die Situation, die Sie beklagen haben die Menschen seit allen Zeiten verfolgt. Heute können Sie wenigstens Ihre Immobilien veräussern und den Gegenwert transferieren. Das war nicht immer so


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