André F. Lichtschlag

Jg. 1968, Gründer und Herausgeber der Zeitschrift "eigentümlich frei", Verleger (ef und Lichtschlag Buchverlag).

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Bericht aus Bodrum 2009: Vom Treffen der Unkorrekten

von André F. Lichtschlag

Die vierte Jahresversammlung der Property and Freedom Society

Am vergangenen verlängerten Wochenende fand erneut im türkischen Bodrum das nunmehr bereits vierte Jahrestreffen der von Ökonomie-Professor Hans-Hermann Hoppe ins Leben gerufenen Property and Freedom Society statt.

Die Charakteristik dieser Treffen habe ich im letzten Jahr so beschrieben: „Michael Klonovsky spricht in einem seiner Aphorismen sinngemäß vom Genuss, einmal mit einem gebildeten Rassisten zu sprechen, im Meer der seichten, langweiligen Politischen Korrektheit. Die Treffen der PFS bieten genau solche Genüsse: In kleinen portionierten und damit verträglichen Dosen ist die Diskussion mit politisch unkorrekten Intelligenzforschern oder Nationalisten durchaus ein anregendes Erlebnis. Der radikale Anspruch freier Rede in Zeiten der Gedankenkontrolle ist es, der Bodrum für alle beteiligten Freidenker zu einem Erlebnis macht.“ Und es auch in diesem Jahr wieder uneingeschränkt machte.

Insgesamt 18 Vorträge zu den verschiedensten Themen zuzüglich diverser Diskussionsrunden boten ein unvergleichliches intellektuelles Abenteuer. Auf der Rednerliste standen dabei auch einige ef-Autoren, allen voran die Redaktionsbeiräte Hans-Herman Hoppe (mit einem Vortrag über soziale Evolution) und Jörg Guido Hülsmann (über die Finanzkrise) sowie unser Kolumnist Carlos A. Gebauer (über das deutsche Gesundheitssystem). Zu den Höhepunkten zählte auch in diesem Jahr ef-Edelfeder Theodore Dalrymple alias Anthony Daniels mit seiner Verteidigung von Vorurteilen. Schließlich durfte der Herausgeber selbst die ef-Rednerriege komplettieren und die anwesenden Amerikaner mit den Besonderheiten der Politischen Korrektheit in Deutschland vertraut machen.

Die PC war ohnedies der rote Faden, der sich durch viele Reden zog. Themen dazu waren unter anderem „Global Warming“, der Gleichheitskult, das amerikanische Empire und die Obamania. Die intellektuelle Herkunft der Teilnehmer war auch in diesem Jahr sehr unterschiedlich. Was alle einte, war ihre entschiedene politische Unkorrektheit.

Der „AIDS-Dissident“ Peter Duesberg – ein Deutscher Molekularbiologe, der in Kalifornien forscht – hatte sich über die Einladung zu einer solchen Konferenz zunächst sehr gewundert und Hans-Hermann Hoppe gewarnt: „Über meine Thesen darf man eigentlich nicht mehr sprechen!“ Nach dem ersten Konferenztag meinte Duesberg: „Jetzt ist mir klar, dass die Einladung kein Versehen war!“ Und ihn wunderte dann auch nicht mehr, dass sich niemand über seine Erkenntnisse hypermoralisch entrüstete. Vielmehr stieß der Mediziner auf unvoreingenommenes Interesse.

Über einige Vorträge werden wir im einzelnen noch auf ef-online berichten. Andere werden für die ef-Juli-Ausgabe (ef 94) exklusiv ins Deutsche übersetzt und gedruckt. Und Robert Grözinger hat für ef-online ein Video-Interview mit Guido Hülsmann zur Finanzkrise geführt, das in Kürze hier erscheinen wird.

An dieser Stelle soll deshalb Raum für einige Randbemerkungen sein. Eine solche machte etwa Peter Duesberg: „In den USA gibt es heute mehr Aidshilfeorganisationen als Aidspatienten!“ Er nannte beide Zahlen.

Vom Amerikaner Steve Farron erfuhren die Konferenzteilnehmer vom erschütternden Ausmaß der im Grunde rassistischen US-amerikanischen Diskriminierungspolitik unter dem Label „Affirmative Action“ gegenüber den Weißen. Tests und Abschlussprüfungen in fast allen Berufsqualifikationen werden heute systematisch nach Rasse getrennt unterschiedlich bewertet. Das Ergebnis erfuhr man beim Smalltalk: „In den USA lässt sich kein vernünftiger Mensch von einem schwarzen Arzt behandeln!“ Ein weiteres Beispiel also von staatlicher Unterstützungspolitik, die am Ende die Unterstützten treffen wird. Mieterschutzgesetze und Frauenförderung lassen freundlich grüßen…

Mitunter wurde auch eine kräftige Prise Selbstironie in den Pausenkaffee gestreut. Vorneweg auch hier das geradezu jugendlich wirkende 72-jährige, tanzende, schwimmende, feixende Enfant Terrible Peter Duesberg, das mit seiner AIDS-Kritik von den PC-Anklägern gerne als Schwulenfeind verleumdet wird. Auf die Frage, wie man ihn denn per Email kontaktieren könne, antwortete er im Vorbeihüpfen: „Sie finden mich leicht über Google. Suchen Sie unter Homophobie!“

Und noch ein Anekdötchen: Der deutsche Carlos A. Gebauer warf ein, die amerikanischen Teilnehmer sollten den US-Militarismus doch nicht gar so negativ sehen, immerhin wäre seine Duisburger Biographie ganz anders verlaufen, wenn die US-Armee nicht bis östlich von Hannover vorgestoßen wäre, sondern etwa nur bis zum Rhein. Es war der Amerikaner Paul Gottfried, der mit dem Hinweis antwortete, dass die Deutschen in „das ganze Schlamassel der Naziherrschaft und des Zweiten Weltkriegs“ kaum hineingeraten wären, wenn nicht bereits „der amerikanische Imperialismus im Ersten Weltkrieg entscheidend und folgenschwer mitgemischt hätte“. Eine These, die nicht nur die neudeutschen Glaubenskonventionen in Frage stellt, sondern auch international haarscharf an den Vorgaben der politischen Korrektheit vorbeischrammt.

Zu den Besonderheiten der Treffen der Property and Freedom Society zählt auch, dass hier einmal nicht das zunehmend beliebte Feindbild Islam gepflegt wird. Und das liegt nicht nur oberflächlich am Veranstaltungsort, sondern wurde auch inhaltlich begründet. Wie im letzten Jahr war es der deutschstämmige US-Amerikaner Peter Mentzel (Liberty Fund), der in seinem Vortrag an die durchaus an Habsburg erinnernde Toleranz des Osmanischen Vielvölkerreichs im Allgemeinen und an das multiple Rechtssystem dort im Besonderen erinnerte.

Und so zeichnete auch niemand den üblichen Popanz von der allseits lauernden islamistischen Gefahr. Man war sich einig: Die noch größeren Gefahren gehen heute im Westen von den eigenen Regierungen aus. Der Brite Sean Gabb (Libertarian Alliance) hielt dazu einen Vortrag über die Politische Klasse. Ihm wurde klug entgegengehalten, es habe zu allen Zeiten seit Menschengedenken eine „Ruling Class“ gegeben und es sei eine Illusion zu glauben, diese ganz abstreifen zu können. Gabb bestätigte, dass „dies wohl leider richtig“ sei. Und dann ergänzte der Engländer, dass er deshalb nie pauschal zu einer Revolution geraten habe, da die neue „Ruling Class“ im Ergebnis durchaus schlechter sein könne als die damit überwundene. In Anbetracht aber der erschreckenden Entwicklung in Richtung der totalitären, konfiskatorischen Rundumüberwachungs- und Gesinnungsstaaten des Westens, die keinerlei Respekt vor den Eigentumsrechten, ja keinerlei menschliches Maß überhaupt mehr kennten, in Anbetracht einer verkommenen und zügellosen politischen Klasse, so Gabb, könne er diesen allgemeinen Einwand heute kaum mehr aufrecht erhalten.

Wichtiger vielleicht als aller Erkenntnisgewinn ist die einzigartige Atmosphäre bei den Treffen der Property and Freedom Society. Ja, hier kümmern sich die mitgereisten Frauen mitunter ohne Schuldgefühle um die Kinder am Pool, während die Männer im Konferenzraum arbeiten. Für alle wurde das inoffizielle Motto des vierten Jahrestreffens gleich zu Beginn von Hans-Hermann Hoppe vorgegeben: „Have Fun!“ Freunde folgen deshalb zurecht immer wieder gerne dem jährlichen Ruf des großen Demokratiekritikers nach Bodrum.

Geschätzt die Hälfte der etwa 80 Teilnehmer sprach deutsch, eine „Übermacht“, die durchaus an die Anfänge der Mont Pélerin Society erinnert. Eher noch stärker als die „großdeutsche“ war die anwesende ef-Fraktion, wozu neben dem Herausgeber, den genannten beiden Redaktionsbeiräten und PFS-Sekretär Robert Grözinger auch ef-Kolumnist Bruno Bandulet, das Wiener ef-Autorentrio Rahim Taghizadegan, Eugen Maria Schulak und Andreas Tögel, die internationalen Autoren Sean Gabb und Paul Gottfried sowie einige Leser, Stammtischfreunde und Unterstützer zählten.

Stammleser werden auch Peter Duesberg lange kennen, war ef doch bereits vor zehn Jahren eine der bis heute nur sehr wenigen deutschen Zeitschriften, die Duesberg ausführlich interviewten und seine Thesen – AIDS als chemische Krankheit beziehungsweise als Lifestyle-Konsequenz aus Drogenkonsum und afrikanischer Mangelernährung – mehrmals in Erinnerung rief.

Es ist mithin also mehr als eine Namensverwandtschaft, welche die Property and Freedom Society mit der Zeitschrift eigentümlich frei verbindet. Deshalb sei am Ende auch ein Hinweis aus deutschem Anlass gestattet auf die zeitgleich mit diesem Kongress in der Heimat nach 42 Jahren offengelegte Stasitätigkeit des Mörders von Benno Ohnesorg. Der Schuss von Karl-Heinz Kurras war die große emotionale Legitimation derer, die sich die Politisierung aller Lebensbereiche auf ihre roten Fahnen schrieben. Ihre folgenschwere Geschichte basiert, so wissen wir jetzt, schon im Beginn auf einer linken Lebenslüge. Sie vernichten seit mehr als vier Jahrzehnten Moral, Freiheit, Ehrlichkeit, Wohlstand, Anstand, Familie, Schönheit und Kultur.

In Bodrum trafen sich die Anstifter der kulturellen Gegenrevolution.

Internet

Auf der Internetseite der Property and Freedom Society werden in Kürze auch Videos mit einzelnen Vortragen verlinkt.

Die letztjährigen Reden sind hier zu finden.

26. Mai 2009

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Kommentare

Sphairon, am 26. Mai 2009 um 18:28 ( Link )

Gibt es eigentlich für den geneigten Leser ohne größere Publikationserfolge oder "name recognition" eine Möglichkeit, an diesen Konferenzen teilzunehmen, oder ist ein Ruf in der Szene Pflicht, um eingeladen zu werden?

Blutscheich, am 26. Mai 2009 um 18:30 ( Link )

"Zu den Besonderheiten der Treffen der Property and Freedom Society zählt auch, dass hier einmal nicht das zunehmend beliebte Feindbild Islam gepflegt wird. Und das liegt nicht nur oberflächlich am Veranstaltungsort, sondern wurde auch inhaltlich begründet. Wie im letzten Jahr war es der deutschstämmige US-Amerikaner Peter Mentzel (Liberty Fund), der in seinem Vortrag an die durchaus an Habsburg erinnernde Toleranz des Osmanischen Vielvölkerreichs im Allgemeinen und an das multiple Rechtssystem dort im Besonderen erinnerte."

Das Osmanische Reich mag im Vergleich zu anderen Herrschaftssystemen relativ tolerant gewesen sein. Das muss aber noch lange nicht auf den Islam zurückzuführen sein. Es kann zum Beispiel auch daran liegen, dass es im Osmanischen Reich zu große nicht-islamische Minderheiten gegeben hat (Griechen, Armenier, syrische Christen, Rumelier, Balkanesen, aber auch die von Muslimen oft als Häretiker angesehenen Aleviten) als dass man sich zu viel Unterdrückung erlauben konnte, wollte man nicht Gefahr laufen, dieses Vielvölkerreich frühzeitig auseinanderbrechen zu lassen.

Leider gibt es kein Beispiel eines Landes oder einer Herrschaft, in der eine große Mehrheit der Bevölkerung Muslime waren und wo dennoch relative Toleranz gegenüber religiösen Minderheiten herrschte. Selbst in der heutigen (noch) halbwegs laizistischen Türkei haben es Christen immer schwerer (siehe Mor Gabriel).

Radiergummi, am 26. Mai 2009 um 19:19 ( Link )

Zu den Besonderheiten der Treffen der Property and Freedom Society zählt auch, dass hier einmal nicht das zunehmend beliebte Feindbild Islam gepflegt wird. Und das liegt nicht nur oberflächlich am Veranstaltungsort, sondern wurde auch inhaltlich begründet. Wie im letzten Jahr war es der deutschstämmige US-Amerikaner Peter Mentzel (Liberty Fund), der in seinem Vortrag an die durchaus an Habsburg erinnernde Toleranz des Osmanischen Vielvölkerreichs im Allgemeinen und an das multiple Rechtssystem dort im Besonderen erinnerte.

Oder die Knabenlese, die Verschleppung ganzer Dörfer, die regelmäßigen Raubzüge in den umliegenden Ländereien, die nicht unter osmanischer Herrschaft standen, die Jizya-Zahlungen, der allgemeine rechtlose Status als Dhimmi für Anhänger der Bücher Thora und Bibel, die Auspressung aller im Reich vorhandenen menschlichen Ressourcen, die nicht dem Islam anhängen, die Seeräuberei bis in das 19. Jahrhundert hinein, die Geltung der Scharia und andere Oberflächlichkeiten.

Mal abgesehen davon und das der Islam in seinem Kern, der sich nicht mal eben wegreformieren läßt, eine totalitäre Ideologie mit Gottesbezug ist sowie das weltliche Vorbild eines jeden Moslems selbst Sklavenhändler/-halter, Henker, Mörder, Räuber, Lügner, Kriegsherr und ein machtbesessener Pädophiler war, ist der Islam als "Feindbild" natürlich vollkommen abwegig.

Herr Mentzel hätte sich wenigstens die Mühe machen können und vom Märchenland Al-Andaluz erzählen können...

http://www.wiedenroth-karikatur.de/02_PolitKari071019.html

Al_Bore, am 26. Mai 2009 um 20:36 ( Link )

Bevor die Seite in einer Islamismusdiskussion absäuft, würde ich mich gerne der Frage Sphairons an den Autor anschließen.

Andreas Tögel, am 27. Mai 2009 um 6:09 ( Link )

Die Antwort auf Sphairons Frage lautet: ja! Bei der zurückliegenden Konferenz waren mehrere Personen anwesend, die keineswegs der "Szene" angehören. Bei ernsthaftem Interesse empfiehlt sich daher eine Kontaktaufnahme mit HHH himself :-)!
Die Konferenz im nächsten Jahr wird am selben Ort stattfinden - voraussichtlich allerdings um eine Kalenderwoche später.

Sphairon, am 27. Mai 2009 um 13:00 ( Link )

Herr Tögel,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Da kann man ja noch glauben und hoffen, diese illustre Gemeinschaft tatsächlich einmal selbst kennenzulernen.

Satanas, am 27. Mai 2009 um 20:42 ( Link )


In Bodrum trafen sich die Anstifter der kulturellen Gegenrevolution.

Genauer: Anstifter einer Renaissance der Kultur.

Stellt sich nun aber die Frage, wie das im konkreten aussehen könnte. Da gibt es wahrscheinlich zwei parallele Ansätze.

1) Renaissance der Kultur, am heutigen Pidgin vorbei. Dazu wäre sicher eine Literatursammlung wichtig, die einerseits liberale Gedanken ausdrückt, sowie eine Sammlung historischer Schriften, die die Entwicklung unserer Kultur (insbesondere auf Freiheitliche Ideen, aber eben auch nicht-freiheitliche Ideen) erläutert.
Erstere Literatur wäre hilfreich, um Neueinsteigern liberale Gedanken näher zu bringen. Zweiteres hilft, einmal wirkliche Dikussionen nachzuerleben - also die prä-Kerner Diskussionen (mit Argumenten).

Alles, was es sonst noch an Kultur gibt (Kunst und Musik) braucht das heutige 68er Pidgin zunächst gar nicht zu verdrängen. Ähnlich wie bei neuen Ideen genügt einfach erst einmal, daß es da ist.

2) Es stellt sich die Frage, ob die Machtbasen der 68er geschleift werden müssten. Das hat aber zunächst weniger mit Kultur als mit Macht zu tun. Den freien Wettbewerb der Ideen überlebt das heutige Pidgin nicht. Ohne Subventionen und GEZ Gebühren sind sie am Ende.

Da aber Herrschaft immer bis zu einem gewissen Grade auf dem Konsens von Herrschern und Beherrschten beruht, müssen genug Menschen eine ideelle und kulturelle Alternative sehen. Damit wäre das Machtfundament der 68er schon erheblich geschwächt.

Satanas, am 27. Mai 2009 um 20:56 ( Link )


dass die Deutschen in „das ganze Schlamassel der Naziherrschaft und des Zweiten Weltkriegs“ kaum hineingeraten wären, wenn nicht bereits „der amerikanische Imperialismus im Ersten Weltkrieg entscheidend und folgenschwer mitgemischt hätte“

Vergessen wir nicht, daß Amerika durch Sezessionskrieg und 1.Weltkrieg schon viel Freiheit verloren hat. Was im 2. Weltkrieg vielleicht noch verloren ging sei mal dahin gestellt. Fest steht: Die Fahnenschwenkenden "pro-amerikanischen" Deutschen (und andere) besorgen das Geschäft der politischen Klasse Amerikas und nicht die Sache der Amerikaner. Die amerikanischen Politiker zu kritisieren ist die Sache der patriotischen Amerikaner und aller Freunde der Amerikaner. Anitamerikanisch sind Bush und Obama.

Martin Möller, am 27. Mai 2009 um 21:15 ( Link )

Lehrt Herr Prof. Hoppe denn eigentlich noch in Las Vegas?

Waldmeister, am 27. Mai 2009 um 22:16 ( Link )

Er ist letzes Jahr wohl in den Ruhestand getreten.

Martin Möller, am 27. Mai 2009 um 22:52 ( Link )

Amerika ist zumindest an Hitler und an allen Folgeerscheinungen des NS schuld, und zwar schuld durchaus im forensischen Sinne, das ist sicher und unstreitig.

Max, am 28. Mai 2009 um 9:11 ( Link )

Dazu wäre sicher eine Literatursammlung wichtig, die einerseits liberale Gedanken ausdrückt, sowie eine Sammlung historischer Schriften, die die Entwicklung unserer Kultur (insbesondere auf Freiheitliche Ideen, aber eben auch nicht-freiheitliche Ideen) erläutert.

Dabei kann es sich doch nur um eine Propagandaschrift handeln. Die meisten Liberalen der heutigen Zeit haben doch keine Ahnung (oder völlig falsche Vorstellungen) von der ideengeschichtlichen Herkunft und Entwicklung ihrer Ideologie.

Mit den kindisch-naiven Grundannahmen des frühen Liberalismus und der totalitären Gesellschaftsklempnerei des klassischen (Minimax-)Liberalismus ist alles, nur keine dauerhafte "Renaissance der Kultur" zu erwarten.

Satanas, am 28. Mai 2009 um 17:54 ( Link )

@Max


Dabei kann es sich doch nur um eine Propagandaschrift handeln. Die meisten Liberalen der heutigen Zeit haben doch keine Ahnung (oder völlig falsche Vorstellungen) von der ideengeschichtlichen Herkunft und Entwicklung ihrer Ideologie.
Mit den kindisch-naiven Grundannahmen des frühen Liberalismus und der totalitären Gesellschaftsklempnerei des klassischen (Minimax-)Liberalismus ist alles, nur keine dauerhafte "Renaissance der Kultur" zu erwarten.

Hallo Max,

gerade um die ideengeschichtliche Herkunft liberaler Ideen zu verstehen, braucht es eben eine solche Literatursammlung.

Und die "kindisch naiven" Ideen des frühen Liberalismus können heute an der Geschichte gemessen werden. Insofern sind sie nicht das Maß aller Dinge.

Es ist aber wichtig, nicht auf Schlagworte und Moden hereinzufallen. Daher sollte man die Ideengeschichten über einen längeren Zeitraum betrachten. Dafür sollte man eben auch die frühen liberalen Denker kennen. Welche frühen Ideen halten sie eigentlich für kindisch?

Serdar Günes, am 04. Juni 2009 um 6:09 ( Link )

Einen der Redner in Redner kenne ich ganz gut von seinen Texten: Mustafa Akyol
Er schreibt lesenwerte Artikel.


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