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Dokumentation: AUF-Partei und Libertas schließen Bündnis für EU-Wahlen im Juni

von Redaktion eigentümlich frei

Pressemitteilung von Libertas Europa und AUF-Partei

Berlin/Nürnberg, 12. Mai 2009 - Die AUF-Partei für Arbeit, Umwelt und Familie und die Libertas Partei haben sich für die Wahlen zum EU-Parlament am 7. Juni in Deutschland verbündet. Zur Wahl wird die AUF-Partei mit ihren Kandidaten, eigenem EU-Programm und unabhängiger Finanzierung antreten. Die Libertas Partei wird im anstehenden EU-Wahlkampf die Kandidatenliste der AUF-Partei empfehlen sowie den AUF-Wahlkampf mit eigenen Aktionen unterstützen. Die künftigen AUF-Parlamentarier werden der Libertas-Fraktion im neuen Europäischen Parlament beitreten.

Die inhaltliche Basis des politischen Bündnisses ist ein von beiden Partnern gefordertes europaweites Referendum über den Vertrag von Lissabon. Im vergangenen Juni war die von Declan Ganley gegründete Libertas-Bewegung bereits maßgeblich am „Nein“ der Iren gegen den neuen EU-Vertrag beteiligt. Für die anstehenden EU-Wahlen hat Ganley mittlerweile eine europaweite Bewegung gegründet, der beispielsweise mit Philippe de Villiers und Eline van den Broek namhafte Protagonisten der „Nein“-Volksabstimmungen gegen den Lissabonner Vertrag in Frankreich und den Niederlanden angehören. Ganley wendet sich im wesentlichen gegen die überbordende Brüsseler Bürokratie, gegen die Verschwendung von Steuergeldern, die Intransparenz in der Europäischen Gesetzgebung sowie die immer stärkere Übertragung staatlicher Souveränität nach Brüssel ohne direkte demokratische Legitimation. Libertas hat sich zum Ziel gesetzt, am 7. Juni europaweit in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten mit eigenen Listen und mit von Libertas unterstützten Kandidaten zur EU-Wahl anzutreten.

Dieter Burr, Spitzenkandidat der AUF-Partei zur Europawahl: „Die AUF-Partei steht für ein Europa als Gemeinschaft von souveränen und demokratischen Nationen, die auf Basis von rechtsstaatlichen Prinzipien, konsequenter Meinungsfreiheit und kultureller Vielfalt geführt werden. Ein gemeinsamer EU-Vertrag steht nicht über dem deutschen Grundgesetz, er muss mit ihm vereinbar sein. Eine gemeinsame Verfassung kann nur durch Volksabstimmung in Kraft treten. Die AUF-Partei tritt an, um im Europäischen Parlament in der Libertas Fraktion gemeinsame politische Vorstellungen, basierend auf einer christlichen Ethik und im Sinne der deutschen Bürger in Brüssel umzusetzen.“

Declan Ganley, Libertas-Chairman und Gründer: „In Deutschland allein sind vier Verfassungsklagen gegen den Vertrag von Lissabon am Bundesverfassungsgericht anhängig. Die etablierten Parteien haben bisher stur die grundlegenden Bedenken der Bürger gegen diesen undemokratischen Vertrag ignoriert. Durch unser Bündnis haben nunmehr auch die deutschen Bürger erstmals die Möglichkeit, sich am 7. Juni mit ihrer Simme für mehr Demokratie, Transparenz und Verantwortlichkeit in der Brüsseler Verwaltung auszusprechen.“

Europawahlkundgebung am 16. Mai mit Eva Herman und Declan Ganley

Am Samstag, 16. Mai, findet ab 11.00 Uhr die Auftaktveranstaltung der AUF-Partei im Hotel Excelsior in Frankfurt/Main (nahe Hauptbahnhof) statt. Prominenteste Redner sind die ehemalige TV-Moderatorin Eva Herman sowie Libertas-Gründer Declan Ganley.

Die AUF-Partei

Im Januar 2008 gegründet, tritt die überkonfessionelle AUF-Partei bei der Europawahl erstmals an. In Ihrem Grundsatzprogramm tritt sie für eine geistig-ethische Erneuerung auf Grundlage des christlichen Menschenbildes und für ein nachhaltig lebenswertes Deutschland ein. Zu den AUF-Grundsätzen gehören die Freiheit und die Grundrechte des Bürgers, der freiheitliche Rechtsstaat, die Meinungs- und Religionsfreiheit sowie die Förderung von Ehe und Familie. Die AUF-Partei tritt für ein Europa als Wertegemeinschaft auf Grundlage des christlichen Menschenbildes ein, will aber ein „Europa der Nationen“, in dem nur diejenigen Sachverhalte zentral geregelt werden, die der Nationalstaat allein nicht regeln kann (Subsidiarität). Deshalb müssten auf Europa übertragene Kompetenzen teilweise wieder auf die Nationalstaaten zurück übertragen werden. Ein neuer EU-Vertrag darf nicht ohne Volksabstimmung in Kraft treten. Parteivorsitzender ist der Volkswirt und Informatiker Dr. Peter Schneider (Volkenroda/Thüringen).

Libertas

Libertas.eu ist eine pro-europäische Bürgerbewegung, die sich zum Ziel gesetzt hat, mehr Demokratie, Rechenschaftspflicht und Transparenz in die Gesetzgebung sowie die Institutionen der EU einzubringen. Im Juni werden sich von Libertas unterstützte Kandidaten in den 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union für das Europäische Parlament zur Wahl stellen. Libertas.eu engagiert sich um das Mandat der europäischen Wähler, die EU-Verwaltung zu reformieren. Damit tritt zum ersten Mal eine gesamteuropäische Partei zu den Europawahlen an.

Internet

AUF-Partei

12. Mai 2009

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Kommentare

Reiner Vogels Fördermitglied, am 12. Mai 2009 um 13:47 ( Link )

Super, man kann wieder wählen.

drchaos, am 12. Mai 2009 um 15:28 ( Link )

Offenbar hat sich bei ef niemand die Mühe gemacht, das Programm der AUF-Partei zu lesen. Dabei finden sich darin eine ganze Menge "Leckerbissen":

- über den geplanten Ausbau des Elterngelds (heisst bei AUF "Erziehungsgehalt") dürften sich nicht nur Sozialisten, sondern besonders auch unsere vermehrungsfreudigen Neubürger freuen, die damit erst recht keinen Anreiz mehr haben, an der altmodischen Erwerbsarbeit festzuhalten (Seite 11)

- damit aus dem Nachwuchs später auch gute Staatsbürger werden, bleibt die Staatsschule erhalten und zusätzlich kommt öfter mal ein "Familienhelfer" um nach dem Rechten zu schauen (Seite 12)

- höhere Steuern auf Alkohol und Zigaretten sowie ein Ausbau der Medienzensur ("Jugendschutz") sorgen dafür, dass bei Kindern und Erwachsenen der Ernst des Lebens betont wird und der Spass nicht überhand nimmt (ebenfalls Seite 12)

- ein deutliches Bekenntnis zum Zwangsaustragen sowie ein Verbot der Sterbehilfe sorgt dafür, dass der Mensch von der Wiege bis zur Bahre geschützt wird, ob er will oder nicht (Seite 13)

- Gesamtschulen für alle! Ein linker Traum wird Wirklichkeit (Seite 14)

- "CO2-neutrale Verkohlung für die Energieversorgung" - fragt sich, wer da verkohlt werden soll (Seite 15)

- Bürgerversicherung für alle (natürlich per Zwang). Da haben Ulla Schmidt und Karl Lauterbach wohl am Programm mitgeschrieben (Seite 15)

- Verbraucherschutz! Weg mit der Wegwerfgesellschaft: Alle Produkte müssen für mehr als 2 Jahre halten - ob das auch für Klopapier gilt? (Seite 16)

- Schärfere Strafen für Steuerhinterzieher! (Seite 19)

- Energie verteuern, damit "mittel- und langfristig das Verkehrsaufkommen insgesamt drastisch zurückgehen" kann. Bauer, bleib bei deiner Scholle...

- ...bzw. in Passivhaus-"Ökosiedlungen". Kann ja nicht angehen, dass jeder selbst entscheidet wie und wo er wohnen will (Seite 20)

- wie das mit der ebenfalls geforderten "Dezentralisierung von bisher in Städten errichteten Strukturen" zusammengehen soll, müssten die AUFrechten Strategen aber noch mal erklären (Seite 21)

- Keine Markierung von Menschen mit RFID-Chips! Hat zwar auch so keiner vor, aber man kann ja mal sicherheitshalber dagegen sein (Seite 21)

- Wehrpflicht beibehalten (Seite 21). Da man als Jugendlicher nicht mehr saufen und rauchen darf, müssen die Jungs das weiterhin beim Bund oder im Zivildienst lernen. Mädchen brauchen das nicht, die sind ja sowieso schwanger.

- "Wir wollen Deutschland zu einer Politik motivieren, die anderen Völkern dient, ohne eine Gegenleistung zu erwarten" - das nenne ich wahrhafte christliche Selbstlosigkeit! (Seite 23)

- Verlegung der deutschen Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem (Seite 24). Weil wir ja sonst nichts Wichtiges zu tun haben.

Fazit: Ein Hort der Polit-Esoterik, der den "Violetten" in nichts nachsteht und gegenüber dem die APPD (die leider nicht zur Europawahl antritt) als Hort von Vernunft und Seriosität erscheint. "Super, kann man wieder wählen"? Wohl kaum.

Fatal, am 12. Mai 2009 um 16:15 ( Link )

@ Doktor Chaos: Vielen Dank dafür, dass Du Dir die Zeit genommen hast, in diesem Wahlprogramm herumzustöbern und die schlimmsten Schmankerl herauszustellen!
Das heißt wohl, man muss doch mal wieder das gelbe kleinste Übel wählen.

Gerhard Bauer, am 12. Mai 2009 um 16:24 ( Link )

Das Welthandelsrecht als rechtsfreier Raum für die Wirtschaft
Drucken E-Mail
Über Unternehmensethos, Marktzwänge und das Sozialprinzip -

Von KARL ALBRECHT SCHACHTSCHNEIDER, 6. Mai 2009 -

1. Den rechtlichen Rahmen der Wirtschaft unserer Welt bilden nicht allein, ja nicht einmal wesentlich, die Regelungen der Europäischen Union (EU) oder gar die Gesetze der Einzelstaaten, sondern die Verträge der Welthandelsorganisation (WTO) und die weltweite Kapitalverkehrsfreiheit. Die EU ist zu einer unselbständigen Region des Weltmarktes geworden....
..Der Autor:

Karl Albrecht Schachtschneider ist Professor emer. für Öffentliches Recht an der Universität Erlangen-Nürnberg.
Als Staatsrechtler vertritt Schachtschneider eine von Kants Freiheitslehre und den Ideen der europäischen Aufklärung ausgehende Freiheits-, Rechts- und Staatslehre. Prof. Schachtschneider hat eine Reihe von Verfassungsbeschwerden eingereicht, so auch gegen den EU-Reformvertrag.
http://www.hintergrund.de/20090421393/wirtschaft/welt/das-welthandelsrecht-als-rechtsfreier-raum-f%C3%BCr-die-wirtschaft.html

Leute wie Schachtschneider werden gemieden wie die Pest. Er war einmal im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen, danach nie wieder. Er sagte in der Talkrunde nicht das Richtige.
Wenn jemand die Schauspielerei und Trommelei nicht mitmacht, hat er fast keine Chance in der Öffentlichkeit Gehör zu finden.
Den Artikel lesen und weiterverbreiten.

lukas, am 12. Mai 2009 um 16:30 ( Link )

drchaos,

Naja, die meisten dieser Köstlichkeiten haben ja eher weniger mit der EU zu tun. Wenn die AUF-Leute auf EU-Ebene das Libertas-Programm übernehmen, dann kann man sie doch im Rahmen einer Europawahl unterstützen, ohne dabei die Unterschiede in der nationalen Politik unter den Tisch zu kehren?

kfa, am 12. Mai 2009 um 16:50 ( Link )

Schade. Da muß man sich nach dem durch Unprofessionalität so verpatzten Einstieg nun den Erstbesten an den Hals werfen um doch noch mit ins Boot zu kommen. Ich weiß nicht wer die AUF-Leute sind und zu welchem Grad die Ziele kompatibel sind, aber ich will es auch gar nicht wissen. Wer sich Religion auf die Fahnen schreibt (egal welche) kommt mit meiner Wahlstimme nicht in die Politik. Religion und Freiheit gehen nicht zusammen, Punkt. Ich werde nun stattdessen die Esperanto-Partei (E.D.E.) wählen. Das Sprachprojekt verdient wirklich Aufmerksamkeit, geht es doch ein Problem an das ein enormer Kostenfaktor für die EU ist. Die leider auch in jener Bewegung vorherrschenden kollektivistischen und marktfeindlichen Tendenzen werden, davon bin ich überzeugt, von der Evolution erledigt werden. Naturgesetze sind die einzigen, auf die man immer vertrauen kann.

Viscount, am 12. Mai 2009 um 17:15 ( Link )

Werter @drchaos,

vielen Dank für die Mühe, jawohl. Herzlich gelacht habe ich auch dabei - das blieb mir allerdings dann im Halse stecken, als ich bemerkte, daß für tatsächlich aufrechte Libertäre wohl nur wieder das kleinste gelbe Übel auf dem Urnen-Beipackzettel stehen dürfte. Wiewohl der Esperanto-Laden durchaus eine Überlegung wert, danke auch für diesen Hinweis.

Ich werde in mich gehen! Welches Ergebnis dabei zu erwarten ist, weiß ich zur Stunde zwar noch nicht, der hier in Rede stehende Sektiererclub kann aber ganz sicher ohne mich weitersegeln.

Kristof , am 12. Mai 2009 um 22:30 ( Link )

Die Aufstellung und das Parteiprogramm der AUF-Partei zeigt zumindest, dass im Lage der Kollektivisten und der Staatsgläubigen Bewegung zu verzeichnen ist. Selbst die Antifa zeugt per Knospung die Autonomen Nationalisten. Wir können einer Entwicklung beiwohnen, die sich schon in der Weimarer Republik abgespielt hat.

Dottorando, am 12. Mai 2009 um 23:50 ( Link )

@drchaos

Ja, große Überraschung: Die AUF ist keine libertäre Partei. Aber das sind die anderen auch nicht.

Aber Sie haben ein paar Punkte vergessen:

Eine Erziehung, die durch den Staat erfolgt, schwächt die Grundlagen einer freiheitlichen Demokratie und einer mündigen Bürgerschaft. Tendenzen, welche Familie durch Staat oder Gesellschaft ersetzen wollen, lehnt
AUF daher entschieden ab. (Seite 5)

Für AUF hat der Gedanke der Subsidiarität höchste Priorität (Seite 6)

Wir wollen die Eigenverantwortung der jeweiligen Schule, gerade auch die finanzielle und personelle, noch stärker voranbringen. Als hilfreiches Instrument für Profilierung und Qualitätssteigerung der Schulen durch moderaten Wettbewerb sehen wir die mittelfristige Einführung von „Schulschecks“ für jedes Kind an.

AUF tritt für eine finanzielle Gleichstellung von Privatschulen und Privatschul-Initiativen ein, um staatliche Schulen zu entlasten und Eltern echte Wahlfreiheit zu gewähren.

Wir treten dafür ein, dass es wie überall in Europa straffrei möglich ist, Kinder zu Hause zu unterrichten (Homeschooling). Wie in anderen Ländern auch wird sich ein differenziertes Homeschooling-Wesen entwickeln, mit guten Angeboten an Unterrichtsmaterial und Fortbildungsmöglichkeiten für Zuhause unterrichtende Eltern. (Seite 14)

Wir nehmen die Bedrohung durch den internationalen Terrorismus sehr ernst, wehren uns aber gegen das Schüren von Ängsten, um in der Bevölkerung die Akzeptanz für Gesetzesverschärfungen zu erhöhen. Anstatt Unsummen in Überwachungsprogramme zu stecken, plädiert AUF für eine Stärkung der Polizeiarbeit vor Ort durch deutliche Personalaufstockung und eine Verbesserung der Ausstattung. Es gibt eine Vielzahl von realen Gefahren für unsere Sicherheit und wir sollten diese nicht nach der Häufigkeit ihrer Medienpräsenz bewerten, sondern nüchtern den tatsächlich verursachten persönlichen und gesellschaftlichen Schaden analysieren und ebenso dessen Ursachen. Organisier-
te Kriminalität, Drogen- und Menschenhandel, Korruption und Veruntreuung im weitesten Sinne fügen vielen Menschen direkten Schaden zu und belasten die Allgemeinheit. Hier sieht AUF einen großen Nachholbedarf bei der Bekämpfung und noch mehr bei der Prävention. (Seite 17)

Wir halten die Rückkehr zu einem soliden und ehrlichen Geld- und Währungssystem, das auf hinterlegten echten Werten (z. B. Edelmetallen und Rohstoffen) als Reserven beruht, für dringend erforderlich. Ein solches System, das Verantwortung fördert, Disziplin fordert und Fehlentwicklungen vorbeugt, wird im Kreditwesen und in der gesamten Finanzwirtschaft zu einer neuen finanziellen Stabilität führen und einer inflationären Entwicklung dauerhaft entgegenwirken. (Seite 18)

Wir wollen die bisherigen Sozialleistungen zusammenfassen und das System der Sozialleistungen umbauen und massiv vereinfachen. Durch die Einführung eines bedingten(sic!) Grundeinkommens wird jeder Bürger in unserem Land sozial abgesichert. (Seite 18)

Die Einführung eines einfachen Steuersystems gehört neben dem grundsätzlich geforderten Bürokratieabbau (Arbeitslosigkeit / Sozialhilfe / Staatliche Förderung usw.) zur Schaffung von neuen Arbeitsplätzen und zu den wichtigsten Eckpfeilern.
Dieses einfache Steuersystem wird konkretisiert durch die die Reduzierung der Steuerarten, Abschaffung von Steuersubventionen und Ausnahmetatbeständen. Eine pauschale Einkommensteuer für bestimmte Einkunftsarten wird abgelehnt.
Einkünfte, die das bedingte Grundeinkommen übersteigen, werden mit einem linearen Steuersatz versteuert. (Seite 19)

Gesetze, die bereits zur Einschränkung der persönlichen Freiheit und der legitimen Selbstbestimmung des Menschen geführt haben, sind aufzuheben oder in angemessener Weise zu ändern. Dies gilt u. a. für die Regelungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes, das gerade mit Mitteln des Rechts versucht, auf sittliche Überzeugungen einen einseitigen Einfluss zu nehmen. (Seite 21)

Das Grundgesetz beschreibt den Defensivcharakter der Bundeswehr und schließt die Vorbereitung eines Angriffskrieges ausdrücklich aus. Wir lehnen militärische Auslandseinsätze und jede Form von Präventivkriegführung ab. Wir halten die schrittweise Veränderung der Sicherheitspolitik in den letzten Jahren für den falschen Weg. Dies bedeutet nicht weniger als eine grundlegende Änderung der gegenwärtigen Sicherheitspolitik, die unter der Prämisse, die Handelswege und die Rohstoffversorgung unseres Volkes und der Wirtschaft weltweit sicherstellen zu müssen, Begründungen für den Einsatz der Bundeswehr in vielen Bereichen der Welt ermöglicht. Diese Entwicklung wollen wir rückgängig machen. (Seite 22)

In vielen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit werden nur Symptome behandelt, die Ursachen von Missständen jedoch nicht beseitigt. Oft werden Fehlentwicklungen durch die Leistung von Entwicklungshilfe – häufig ungewollt – sogar verstetigt. Insbesondere die rein finanzielle Entwicklungshilfe ist in der derzeitigen Form im Bereich der Wirtschaft eher schädlich als nützlich, weil sie zu einer Verstetigung korrupter Strukturen beiträgt. (Seite 23)

Wenn ich also diese Passagen aus dem Parteiprogramm nehme, rückt das die AUF in ein ganz anderes Bild als das, was Sie uns offensichtlich nicht ohne Absicht vermitteln wollten. Ich finde hier Punkte libertärer Programmatik, die von keiner anderen Partei vertreten werden.

Nichtdestotrotz bleibt es natürlich dabei, dass die AUF keine libertäre Partei ist. Wäre eine solche auch überhaupt denkbar? Wenn sich Libertäre aber mal dazu aufraffen könnten, das nächstliegende Machbare zu realisieren, statt sich untätig in einem selbstauferlegten Reinheitsgebot zu suhlen, dann könnten wir vielleicht mal tatsächlich mitkriegen, dass viele Deutsche doch lieber eine Volksabstimmung über den Lissabon-Vertrag bevorzugen. Die Wahl der AUF soll ja keine Liebesheirat sein, sondern eine Zweckehe.

Goldelse, am 13. Mai 2009 um 8:46 ( Link )

Ich kann all das Zeug nicht wählen, ich wähle die Reps, aus, fertig. Keine EU, keine Ausländer.

Dagny Taggart, am 13. Mai 2009 um 9:09 ( Link )

AUF tritt für eine finanzielle Gleichstellung von Privatschulen und Privatschul-Initiativen ein, um staatliche Schulen zu entlasten und Eltern echte Wahlfreiheit zu gewähren.

Wer finanziert die "Finanzielle Gleichstellung"? Der Steuerzahler?


Organisier-
te Kriminalität, Drogen- und Menschenhandel, Korruption und Veruntreuung im weitesten Sinne fügen vielen Menschen direkten Schaden zu und belasten die Allgemeinheit. Hier sieht AUF einen großen Nachholbedarf bei der Bekämpfung und noch mehr bei der Prävention. (Seite 17)

Also mehr Präventionsstaat und weiterhin ein Verbot des Handels mit Rauschmitteln?


Wir halten die Rückkehr zu einem soliden und ehrlichen Geld- und Währungssystem, das auf hinterlegten echten Werten (z. B. Edelmetallen und Rohstoffen) als Reserven beruht, für dringend erforderlich.

Als neues Monopol oder im Zuge einer Privatisierung und Liberalisierung des Geldwesens?

Rudolf Fischer, am 13. Mai 2009 um 9:42 ( Link )

Zu kfas Kommentar:
"Ich werde nun stattdessen die Esperanto-Partei (E.D.E.) wählen. Das Sprachprojekt verdient wirklich Aufmerksamkeit, ..."

Esperanto ist kein Sprachprojekt, sondern inzwischen eine normale Sprache mit einer über die ganze Welt verstreuten Sprachgemeinschaft (esperanto.de). Ich selbst bin Lehrbeauftragter für Esperanto an der Universität Münster.

Lediglich sprachpolitisch ist die Einführung des Esperanto in den politischen und wirtschaftlichen Alltag außerhalb der privaten Kreise der Esperantosprecher ein Projekt. Dem nimmt sich E.D.E. an. Mutig, aber richtungsweisend.

Rudolf.Fischer@Esperanto.de

kfa, am 13. Mai 2009 um 10:38 ( Link )

@Rudolf Fischer,
Multe dankon, sed ni ne fendu harojn cxi tie :) Tion mi ja intencis diri, estas la projekto de EDE enkonduki kaj disvastigi E-on sur institucia nivelo. Kompreneble la lingvo mem estas delonge jam ne "projekto".

Vielen Dank, aber wir wollen hier nicht Haare spalten :) Das meinte ich ja, es ist das Projekt der EDE auf institutioneller Ebene Esperanto einzuführen und zu verbreiten. Natürlich ist die Sprache selbst schon lange kein "Projekt" mehr.

kfa, am 13. Mai 2009 um 11:38 ( Link )

Dottorando:
"Wenn sich Libertäre aber mal dazu aufraffen könnten, das nächstliegende Machbare zu realisieren, statt sich untätig in einem selbstauferlegten Reinheitsgebot zu suhlen, dann könnten wir vielleicht mal tatsächlich mitkriegen, dass viele Deutsche doch lieber eine Volksabstimmung über den Lissabon-Vertrag bevorzugen. Die Wahl der AUF soll ja keine Liebesheirat sein, sondern eine Zweckehe."

Da ist was dran, natürlich. Wir werden nicht alles auf einmal bekommen und darüber zu schmollen bringt nichts. Per Salamitaktik werden unsere Freiheiten immer weiter beschnitten, wahrscheinlich bekommen wir sie nur so auch wieder zurück. Es wird kein Meteor vom Himmel fallen der nur die Kollektivisten hinwegfegt. Aber schauen Sie bitte genau hin was Sie sich da ins Boot holen, wenn Sie solche Kompromisse eingehen! Christliche (oder überhaupt) Nächstenliebe ist eine feine Sache wenn sie aus persönlicher Überzeugung kommt. Per Gesetz verordnete und vom Staat organisierte Nächstenliebe ist keine. Man muß eigentlich nicht einmal Atheist sein um zum gleichen Schluß zu kommen. Auch wenn manche Ziele der AUF in unserem Sinne sind, mir ist die Gefahr viel zu groß dann wieder von Leuten regiert zu werden die (ihre subjektive) Moral und Gesetz nicht auseinanderhalten können (z.B. durch Benachteiligung nichtehelicher Beziehungen, oder à la Stoiber, Gotteslästerung strafbar machen etc.)

@Goldelse:
Neee, finde ich auch nicht gut. Die Konkurrenz tut uns ganz gut. Die Reps haben doch überhaupt keine Ahnung wie die Welt hinter dem deutschen Tellerrand aussieht. Gehen Sie mal z.B. nach Asien, nicht wegen der billigen Frauen, sondern um sich eine Weile wirklich ins Leben einzubauen. Sie werden feststellen, daß wir da auch was lernen können. Aber wie wäre es endlich dafür zu sorgen, daß einige Bevölkerungsgruppen hier in D sich mal wenigstens an das existierende Grundgesetz halten? Ich finde es unerträglich daß wir immer noch die Praxis der Beschneidung von Minderjährigen zulassen, die nicht wählen können ob sie das wollen oder nicht. Das erfüllt den Tatbestand der Körperverletzung. Das endlich durchzusetzen dürfte aber einigen Schmerzen bereiten...

Auch die EDE setzt sich übrigens dafür ein, daß der Lissabon-Vertrag dem Volk zur Abstimmung vorgelegt wird. Das Parteiprogramm findet sich auf ihrer Homepage http://e-d-e.eu/ als PDF unter dem Link "Kurzprogramm für die Europawahl".

Goldelse, am 13. Mai 2009 um 11:53 ( Link )

@kfa
Ich bin gegen jedwede Völkervermischung, weil es nie gut gehen kann, wenn wie hier in Deutschland 100 verschiedene Ethnien zusammenleben. ich gehe auch nicht nach Asien oder Afrika und schon gar nicht würde mich da einer durchfüttern wie wir hier alle. Alles.was dem Internationalismus Grenzen setzt, unterstütze ich, daher finde ich Esperanto schrecklich und unnütz. Wir haben Deutsch, und das seit Jahrhunderten. Eine NWO hat keine Zukunft, sie beschleunigt unseren Untergang. Einerseits wird über das Klima gejammert, andererseits nimmt der Flugverkehr rabiat zu. Die Reps wollen keine EU und sie wollen ein Deutschland, wie es einmal war (die Zeit 33-45 ist ausdrücklich ausgenommen, sonst bin ich Autobahn), und das will ich auch.

kfa, am 13. Mai 2009 um 15:13 ( Link )

@Goldelse,
Wie Sie meinen, solange Sie mir das Recht auf Vermischung nicht verweigern. Ich mag nun mal Curry und Mandelaugen lieber als Sauerbraten und schlechtgelaunte Nasenpiercings. Im Grunde ist was Sie da vertreten das Gegenteil von Freiheit. Und dieses Argument gegen Esperanto ist leider so weitverbreitet wie dumm. Manche in ihrer blinden Ablehnung von allem Fremden/Neuen wollen nicht verstehen daß es sich dabei um nichts weiter als ein sehr effizientes Kommunikationsmittel handelt. Was man damit kommuniziert, bleibt immer noch jedem selbst überlassen. Eine Sprache selbst bedeutet doch keine politische Agenda. Also wirklich...

A. Lehmann, am 13. Mai 2009 um 17:41 ( Link )

Esperanto ist vollkommener Quatsch. Ein konstruierter Irrsinn. Die Weltsprache für die Anhänger des Weltstaates und der Weltreligion.
Man kann andere Sprachen erlernen und dann in diesen kommunizieren. Wer zu blöd dafür ist wird auch kein Esperanto lernen.

Stattdessen sollte man viel eher für den Erhalt unserer wunderschönen, hochgeachteten deutschen Sprache eintreten. So wie jeder Pole für sein polnisch und jeder Chinese für sein chinesisch eintreten sollte.

Im übrigen ist Freiheit ohne Vielfalt gar nicht vorstellbar. Daher ist das erzwungene Völkergemisch tatsächlich abzulehnen.

Ohne mich hier als Wähler der Republikaner bezeichnen zu wollen, ist es doch ausgesprochen oberflächlich dieser Partei unterstellen zu wollen sie repräsentiere den deutschen Typus der nicht über den Tellerrand schauen könne. Gegen schrankenlose Einwanderung und gegen die totalitäre EU zu sein ist etwas vollkommen anderes.

Rudolf Fischer, am 13. Mai 2009 um 18:00 ( Link )

Goldelse schrieb:
"Alles.was dem Internationalismus Grenzen setzt, unterstütze ich, daher finde ich Esperanto schrecklich und unnütz. Wir haben Deutsch, und das seit Jahrhunderten."

Esperanto ist nur für den Gedankenaustausch über die Sprachgrenzen hinweg gedacht, Deutsche sollen untereinander weiter deutsch sprechen. Insofern brauchen Sie nichts zu befürchten.

Goldelse schrieb ferner:
"Ich bin gegen jedwede Völkervermischung, weil es nie gut gehen kann, wenn wie hier in Deutschland 100 verschiedene Ethnien zusammenleben."

Nun sind die Deutschen (wie alle Völker) ja schon Produkt einer Völkermischung, weil das ganz normal ist und gar nicht verhindert werden kann. Sicher gibt es Reibereien wegen verschiedener Lebensweisen und Ansichten, aber das ist unter Deutschen auch so.

Ich war in vielen Ländern und habe dank Esperanto dort die Menschen kennen gelernt: Sie sind überall liebenswert (mit den üblichen Ausnahmen wie unter uns Deutschen). Um das herauszufinden, muss man sich verständigen können, und dafür ist Esperanto da.

kfa, am 13. Mai 2009 um 19:00 ( Link )

@A.Lehmann u.a.:
Also jetzt nur noch einmal und für alle zum Mitschreiben, denn eigentlich dreht sich der ursprüngliche Beitrag um etwas anderes:

Die Idee des Esperanto ist es allen Menschen ein Kommunikationshilfsmittel an die Hand zu geben mit dem sie sich auf Augenhöhe begegnen können. Wenn jeder nur genau eine Fremdsprache lernen muß um sich damit mit allen anderen verständigen zu können, dann ist das doch eine tolle Sache. Diese Sprache ist zudem noch viel leichter zu meistern als alle anderen, d.h. innerhalb von Wochen anstatt Jahren. Und es würde endlich für die Fairness sorgen daß auch unsere angelsächsischen Freunde diesen Schritt mitgehen. Deswegen gibt doch niemand seine eigene Sprache und Identität auf! Im Gegenteil, man hätte sogar mehr Zeit sich damit zu befassen wenn man nicht mehr so viel Englisch pauken müßte. Wo die Leute nur immer diesen Weltregierungs- und -religionsunsinn herhaben ist mir vollkommen schleierhaft.

Goldelse, am 13. Mai 2009 um 19:34 ( Link )

kfa

Ich kann Deutsche nur bedauern, die das Fremde anbeten, aber diese Einstellung teile ich mit anderen Jugendlichen, die die 68er verschimmelt finden, so wie die 68er ehrenwerte Politiker mit Anstand und Moral überholt empfanden. Sie haben uns in ein Chaos gestürzt und ich möchte erleben, dass eine Roth, ein Tritt-ihn und ein Fischer vor ein Tribunal gestellt werden für das, was sie verbockt haben, Chaos.
Es gibt mehr Konfirmationen und kirchliches Heiraten als je zuvor, die 68er sind tot, auch wenn die Autoanzünder zunehmen und die langhaarigen Männer, alles nur das Endspiel.

Rudolf Fischer
Wenn Sie viele Menschen in der Welt kennengelernt haben, wie ich auch, dann mögen Sie diese Völker da zu belassen, wo sie sind und nicht hier auf Kosten der armen Deutschen durchzufüttern. Humbold hat Völker erforscht, aber er hat uns davon verschont, dass wir ihnen finanziell hier oder da helfen müssen.
Deutsche haben natürlich Vertreter anderer Völker aufgenommen, aber nicht die, die dem deutschen Temperament konträr gegensätzlich sind und nicht in der Masse wie jetzt. Ein Volk kann seine Identität nur bewahren, wenn ein gesunder Zuzug gegeben ist, das ist jetzt ausgehebelt. Ich bin kein NWO Mensch, sondern Deutsche mit Feiertagen und Traditionen, wer das verneint, möge umziehen.

Al_Bore, am 13. Mai 2009 um 19:59 ( Link )

@kfa

Auch wenn das alles vom eigentlichen Thema abschweift: eine Kunstsprache als Mittel zum muttersprachübergreifenden Verständnis schon aus praktischen Gründen reiner Selbstzweck zu bleiben. Mangels Masse esperantokundiger Weltbürger werde ich wohl kaum per Zufall auf geeignete Gesprächspartner treffen. Und an dem Punkt wird Esperanto ein beliebiger Kontaktaufhänger für Gleichgesinnte wie Briefmarkensammeln oder der Lieblingssport.

Auf Augenhöhe begegne ich den Menschen meines Reiseziels doch wohl immer noch am ehesten, wenn ich auch nur ein paar Brocken der Landessprache herausbringe. Abgesehen davon, daß man mit Exoten wie Esperanto in Alltagssituationen in 99 Prozent aller Fälle verständnisloses Achselzucken hervorrufen wird (und somit sogar mit dem ungeliebten Englisch mehr Wohlwollen erzeugen dürfte).

Außerdem finde ich, und das bitte ich nicht persönlich zu nehmen, schon das oben präsentierte Beispiel ästhetisch so abstoßend, daß das für mich sowieso nie in Frage käme. Liest sich, als hätte sich ein Baske zu lange auf dem Amselfeld verlaufen.

Rudolf Fischer, am 13. Mai 2009 um 20:11 ( Link )

A. Lehmann schrieb:
"Esperanto ist vollkommener Quatsch. Ein konstruierter Irrsinn. Die Weltsprache für die Anhänger des Weltstaates und der Weltreligion."

Wollen Sie das besser wissen als ich? Ich verwende Esperanto seit vielen Jahren und bin weder Anhänger eines Weltstaates noch einer Weltreligion.

A. Lehmann schrieb:
"Man kann andere Sprachen erlernen und dann in diesen kommunizieren. Wer zu blöd dafür ist wird auch kein Esperanto lernen."

Ich weiß ja nicht, wie viele Fremdsprachen Sie sprechen. Ich spreche außer Esperanto drei weitere Fremdsprachen fließend. Ich habe gern Esperanto zusätzlich gelernt, war kein Problem und macht Spaß.

A. Lehmann schrieb:
"Stattdessen sollte man viel eher für den Erhalt unserer wunderschönen, hochgeachteten deutschen Sprache eintreten."

Warum soll sich das denn ausschließen? Ich trete selbstverständlich außerdem für den Erhalt der deutschen Sprache ein. Ich bin eines der ersten 50 Mitglieder des Vereins Deutsche Sprache. Was machen Sie denn aktiv für die deutsche Sprache?

Rudolf Fischer, am 13. Mai 2009 um 20:26 ( Link )

Al_Bore:
"Auf Augenhöhe begegne ich den Menschen meines Reiseziels doch wohl immer noch am ehesten, wenn ich auch nur ein paar Brocken der Landessprache herausbringe."

Das versuche ich zwar auch in möglichst vielen Ländern, aber in der Rolle ist man natürlich wie ein stammelnder Idiot, von "Augenhöhe" kann da ja gar nicht die Rede sein, es ist das Gegenteil.

Al_Bore:
"Außerdem finde ich, und das bitte ich nicht persönlich zu nehmen, schon das oben präsentierte Beispiel ästhetisch so abstoßend, daß das für mich sowieso nie in Frage käme. Liest sich, als hätte sich ein Baske zu lange auf dem Amselfeld verlaufen."

Rein subjektives Urteil, Sie nehmen Ihren Geschmack als maßgebend. Dabei konnten Sie hier nur die Schreibweise der Sprache sehen, sie nicht hören. Wie werden Sie da bei einer nichtlateinischen Schrift reagieren?

Esperanto ist in seiner Lautform nahe am Spanischen. Wer natürlich Spanisch für unästhetisch und abstoßend hält, der ist wenigstens konsequent, wenn er Esperanto genauso beurteilt. Muss jeder selbst wissen.

chrisv, am 13. Mai 2009 um 20:37 ( Link )

@Esperanto-Fans:
Ich will ja niemandem zu nahe treten, aber mir scheint es fast so als ob heutzutage das Englische weitestgehend die Funktion übernommen hat, für die Esperanto gedacht war/ist. Welche Vorteile bietet denn Esperanto gegenüber dem Englischen, das ebenfalls leicht zu erlernen ist und den Vorteil bietet, dass man sofort auf einen riesigen Vorrat an Literatur, Filmen, ... zugreifen kann?

@A. Lehmann, Goldelse:
Diese Deutschtümelei ist ziemlich weltfremd. Konsequent weiterbetrieben kommt man damit nämlich zu Zuständen, wie sie im ländlichen Odenwald bis ins 20. Jahrhundert hinein geherrscht haben - dort gibt es in den spät erschlossenen Tälern einige Dörfer, in denen sich heute noch alle irgendwie ähnlich sehen und man kann tatsächlich eine signifikant erhöhte Prävalenz bei bestimmten Erbkrankheiten beobachten. Isolation und mangelnder Austausch mit der Aussenwelt haben dort zu allem Möglichen geführt, aber ganz bestimmt nicht zu Fortschritt und Wohlstand. Der ist stattdessen schon immer entlang der Handelsrouten entstanden, und zwar durch den Austausch von Ideen, Waren und nicht zuletzt von Genen (zum Glück für die Menschheit lässt sich die Evolution nicht von kirchlichen Vorstellungen zur Sexualmoral o.ä. aufhalten :-)). Vergleichen Sie doch einfach mal die prachtvollen Bürgerhäuser z.B. am Frankfurter Römer mit den armseligen Hütten der Bauern im gerade mal 50 km entfernten Erbach oder Höchst (das Freilandmuseum in Gottersdorf hat eine wirklich schöne und interessante Ausstellung dazu), mehr braucht man nicht zu sehen um zu begreifen, wozu Austausch und wozu Isolation führt.

Man sollte nicht den Fehler machen, aus der schädlichen, massenhaften Einwanderung in die Sozialhilfe, die heutzutage stattfindet und die -im Gegensatz zum freiwilligen, marktwirtschaftlichen Austausch- uns tatsächlich praktisch keine Vorteile bietet, zu schließen, es wäre das beste, wenn jeder für sich allein herumwurstelt. Das Problem ist der Fehlanreiz durch den Sozial- und Rundumversorgungsstaat, und das betrifft im Übrigen beileibe auch nicht nur Wohlfahrtsmigranten, sondern genauso auch "reinrassige" Deutsche.

Ohne internationalen Austausch dagegen könnten wir hier gar nicht diskutieren, denn die Hardware, auf der wir schreiben, wurde in China gebaut, das Netz, über das wir kommunizieren, von Amerikanern erfunden, der Browser wiederum in Genf, das Betriebssystem, mit dem der Server läuft, hat ein Finne angefangen (heute arbeiten viele Programmierer auf der ganzen Welt daran) usw. usf.

Andreas Schönberger, am 13. Mai 2009 um 20:37 ( Link )

Für die AUF-Partei mit ihren hohen christlichen Idealen ist die Zusammenarbeit mit Libertas eigentlich ein Armutszeugnis:
Libertas hat mit dem christlichen Glauben nun wirklich überhaupt nichts zu tun, erst recht nicht mit der Bibel, im Gegenteil: Libertas gilt als extrem liberalistisch. Dass die AUF-Partei nun ein Bündnis mit dieser Bewegung eingeht, zeigt, dass AUF offenbar alles tut, um öffentliche Aufmerksamkeit zu bekommen, auch auf Kosten der eigenen christlichen Überzeugnungen!

Rudolf Fischer, am 13. Mai 2009 um 21:19 ( Link )

chrisv schrieb:
"Ich will ja niemandem zu nahe treten, aber mir scheint es fast so als ob heutzutage das Englische weitestgehend die Funktion übernommen hat, für die Esperanto gedacht war/ist. Welche Vorteile bietet denn Esperanto gegenüber dem Englischen, das ebenfalls leicht zu erlernen ist und den Vorteil bietet, dass man sofort auf einen riesigen Vorrat an Literatur, Filmen, ... zugreifen kann?"

Es ist richtig, dass heute Englisch die "Lingua franca" der Welt ist, nicht aus sprachlichen, sondern aus machtpolitischen Gründen. Esperanto kann deshalb heutzutage keine ausschließende Alternative sein, sondern wird als Zusatzfremdsprache gelernt.
Die Vorteile sind:
- leichte Erlernbarkeit
- die schon von kfa angesprochene "gleiche Augenhöhe": es gibt bei einem Gespräch auf Esperanto keine privilegierten Muttersprachler und unterprivilegierten Fremdsprachler.

Englisch leicht zu erlernen?

Diesen Trugschluss ziehen viele. Zum einen, weil sie nichts anderes kennen, zum anderen, weil sie sich selbst ja nicht radebrechen hören, und außerdem, weil man landläufig meint, die Grammatik bestünde aus dem Formenreichtum der Konjugationen und Deklinationen wie im Deutschen (also "Deutsch ist schwer, Englisch ist leicht").

Dabei gilt für Englisch:
- Die Aussprache ohne Akzent lernt man nie.
- Die Schreibweise stammt aus dem 15. jahrhundert und hat mit der Aussprache bekanntlich nicht mehr viel zu tun. Die Rechtschreibung beherrschen deshalb auch viele Englisch-Muttersprachler nicht.
- unregelmäßige Verben
- Die Idiomatik (richtige Ausdrucksweise) ist so verzwickt, dass man sich jahrelang in englischsprachiger Umgebung aufgehalten haben muss, um sie (wenigstens in der Variante dieser Umgebung) einigermaßen zu beherrschen.

Ich habe darüber eine wiss. Untersuchung durchgeführt, die auch veröffentlicht ist. Auf Wunsch gebe ich gern die Literatur an.

Esperanto ist die erste und einzige Fremdsprache, die ich in absehbarer Zeit absolut fließend beherrschte. Ich spreche sehr gern andere Sprachen (aber am liebsten Deutsch :-), aber die sind alle himmelweit schwerer als Esperanto.

Für den privaten Gedankenaustausch in mehrsprachiger Umgebung (Europa!) gibt es nichts Besseres. Nur sprachpolitische Vorbehalte und sprachwissenschaftliche Unkenntnis haben den Durchbruch des Esperanto bislang verhindert.

Die Esperantosprechenden stört das nicht allzu sehr. In kleinem Kreis lebt sich's gemütlicher. Ehe ich's vergesse: Literatur usw. gibt's auch in Esperanto, originale und übersetzte.

Al_Bore, am 13. Mai 2009 um 21:31 ( Link )

@Rudolf Fischer

"Das versuche ich zwar auch in möglichst vielen Ländern, aber in der Rolle ist man natürlich wie ein stammelnder Idiot, von 'Augenhöhe' kann da ja gar nicht die Rede sein, es ist das Gegenteil."

Rein subjektives Uerteil ;-), ich sehe das anders.

"Rein subjektives Urteil, Sie nehmen Ihren Geschmack als maßgebend. Dabei konnten Sie hier nur die Schreibweise der Sprache sehen, sie nicht hören. Wie werden Sie da bei einer nichtlateinischen Schrift reagieren?"

Aber natürlich lege ich bei ästhetischen Urteilen meinen eigenen Geschmack als Maßstab an, wessen denn bitteschön sonst? Auf nichtlateinische Schriften reagiere ich je nach Kontext - von gar nicht, über ästhetisch urteilend bis hin zu mißtrauisch. Jedenfalls spielen sie in meinem Sprachempfinden keine Rolle.

"Esperanto ist in seiner Lautform nahe am Spanischen."

Mit dem Baskischen lag ich ja vielleicht auch nicht so weit daneben, aber da lehne ich mich zu weit aus dem Fenster. Jedenfalls schrieb ich auch nicht "das hört sich an", sondern "das liest sich".

"Muss jeder selbst wissen."

Der Satz des Tages. Zu ergänzen wäre vielleicht noch "... solange er Andere nicht zu ihrem Glück zwingt, womöglich noch auf deren Kosten".

Und noch kurz zu "sprachpolitischen Vorbehalte" aus Ihrem letzten Beitrag: Sprachpolitik an sich ist rundheraus abzulehnen.

Jürgen Hodler, am 13. Mai 2009 um 22:26 ( Link )

Werter Herr Schönberger, da haben Sie mir doch einen gewaltigen Lacher entlockt.:)) Aber in der Tat, christliche Ideale und demokratische Marktschreierei sind auf Dauer eben nicht in Einklang zu bringen. In der christlich-demokratischen Synthese (im richtigen Licht betrachtet eine geradezu ungeheuerliche Unzucht) wird die demokratische Doktrin unweigerlich das Christentum verschlingen. Ein Vorredner hat in diesem Kontext berechtigterweise die Vorstellung einer in Papiergesetzesform gegossenen "Nächstenliebe" gerügt. Dadurch wird der eigentliche Sinn der Nächstenliebe auf das Gröbste entstellt und folglich hat man es hier wie in jedem anderen Demokratenclub auch mit einer dem Stimmenfang dienenden Umverteilung zu zun. Die Sozialpolitik ist nun einmal - um mit Simone Weil zu sprechen - die große satanische Versuchung durch den Fürsten dieser Welt und es versteht sich von selbst, daß diese Falle im demokratischen Kontext unweigerlich zuschnappt. "Du sollst nicht einer Mehrheit folgen zum Schlechten; und du sollst bei einem Rechtsstreit nicht antworten, indem du dich der Menge nach neigest und das Recht biegest" (2. Mose 23,2). Dann studiere man noch spaßeshalber Art. 1 (Grundsätze und Leitlinien). Die dort vorzufindende Durchseuchung mit liberalistisch-freimaurerischem Vokabular kann nur noch als erschreckend bezeichnet werden und so sei jedem Christen guten Willens angeraten, der Aufforderung zur Götzenhuldigung am Tage der offenen Demostempel keinesfalls Folge zu leisten. Auch hier gilt, was ich bereits mit Blick auf den Libertas-Demokratenclub zu sagen hatte: Jeder sich Christ nennende Politiker, der dem Grundgedanken der Demokratie entsprechend den Willen des Volkes anstatt den Willen Gottes repräsentiert, begeht Wahrsagerei (siehe die unzähligen Versprechungen und Verlautbarungen eines demokratischen Politikers) und schlußendlich Abgötterei und Götzendienst. Nun ist die Demokratie dem Geiste des Dämon entsprungen und wer also mit einem Gang zur Wahlkabine einen demokratischen Politiker, gleichgültig aus welcher Motivation heraus, zum Vormund ernennt, der ermächtigt folgerichtig den Geist des Irrtums und des Antichristentums zum Handeln.

Minarchist, am 13. Mai 2009 um 22:35 ( Link )

@ Gerhard Bauer:
Soll Ihr Linkverweis zu diesem Traktat von Prof. Schachtschneider ein verspäteteter Aprilscherz sein? Ich habe mir diesen Schwachsinn tatsächlich durchgelesen und habe mich köstlich darüber amüsiert. Diesen Unsinn sollen wir weiterverbreiten, dieses Machwerk eines ahnungslosen Sozialdemokraten? Wissen Sie eigentlich, wo Sie hier gelandet sind? Posten Sie sowas doch bitte im Forum Ihrer Sozialistenfreunde, da gehört es hin.

Rudolf Fischer, am 14. Mai 2009 um 9:20 ( Link )

Al_Bore schrieb u.a.:
"'Esperanto ist in seiner Lautform nahe am Spanischen.'
Mit dem Baskischen lag ich ja vielleicht auch nicht so weit daneben, ..."

Sie scheinen geografisch benachbarte Sprachen für automatisch lautlich verwandt zu halten. Baskisch hat mit dem Spanischen absolut nichts zu tun (außer den üblichen Lehnwörtern), ist nicht einmal eine indoeuropäische Sprache. Wenn Sie so wenig über Sprachen wissen, wie kommen Sie dann zu einer solchen Aussage wie:
"Liest sich, als hätte sich ein Baske zu lange auf dem Amselfeld verlaufen."?
Das soll ja wohl negativ in Richtung Baskisch gehen, obwohl Sie offensichtlich über diese Sprache nichts wissen.
Dabei ist gerade Baskisch eine faszinierende und von ihrem Ursprung her geheimnisvolle Sprache.

Max S., am 14. Mai 2009 um 12:13 ( Link )

@esperanto:

Also, es liest sich wie spanisch plus x. Die Schreibweise ist nicht gerade schön für das Auge (chinesisch o.ä. ist da trotz nicht-lateinisch schöner). Es ist eher unwahrscheinlich, dass sich diese Sprache durchsetzt, da keiner in der Wirtschaft sie nutzt: Dort ist Englisch Standard-sprache, d.h. sie wird von der Mehrheit genutzt. Die Handelssprachen sind die Sprachen, die sich in der Welt verbreiten.

Es ist richtig, dass heute Englisch die "Lingua franca" der Welt ist, nicht aus sprachlichen, sondern aus machtpolitischen Gründen. Esperanto kann deshalb heutzutage keine ausschließende Alternative sein, sondern wird als Zusatzfremdsprache gelernt.
Die Vorteile sind:
- leichte Erlernbarkeit
- die schon von kfa angesprochene "gleiche Augenhöhe": es gibt bei einem Gespräch auf Esperanto keine privilegierten Muttersprachler und unterprivilegierten Fremdsprachler

Wie leicht ist es erlenbar? Gibt es genauso viele unregelmäßige Verben wie im spanischen (graus)?

Dabei gilt für Englisch:
- Die Aussprache ohne Akzent lernt man nie.
- Die Schreibweise stammt aus dem 15. jahrhundert und hat mit der Aussprache bekanntlich nicht mehr viel zu tun. Die Rechtschreibung beherrschen deshalb auch viele Englisch-Muttersprachler nicht.
- unregelmäßige Verben
- Die Idiomatik (richtige Ausdrucksweise) ist so verzwickt, dass man sich jahrelang in englischsprachiger Umgebung aufgehalten haben muss, um sie (wenigstens in der Variante dieser Umgebung) einigermaßen zu beherrschen.

Oh, aber das ist im englischen auch net schlimm, da es im Gegensatz zur deutschen oder französischen Sprache auch keine eindeutige Auslegung gibt. Es ist ein Vorteil, kein Nachteil. Dialekte sind eine natürliche folge von weltweiter Verbreitung und würden auch bei Esperanto einsetzen, wenn man sie nutzen würde. Dadurch würde sie nicht besser als Englisch. Von allen Sprachen (zumindest lateinischen) ist sie die einfachste Sprache. Ich habe mich an franz. und spanisch probiert und muss sagen: zu kompliziert, einarbeiten dauert zu lang und es sprechen zu wenig Leute die Sprache.

Apropos Basken, wer mal in Nordspanien war, genauer Barcelona Richtung franz. Grenze, der sieht dort eine Mischung aus franz. und spanischer Sprache, die in sich wieder ein Dialekt von beiden ist. Trotzdem kann man sie lesen (d.h. sie ist lateinisch) und verstehen, wenn man eine der Sprachen kann.

Al_Bore, am 14. Mai 2009 um 12:38 ( Link )

@Rudolf Fischer

Ich hatte nicht verheimlicht, daß ich spekuliere, vielen Dank fürs gelehrte Nachtreten. Woher Sie die Deutung nehmen, ich hätte mich negativ über das Baskische geäußert, ist mir schleierhaft. Baskisch ist mir einfach ebenso egal wie Esperanto, nur daß ersteres ohne Verplempern von erpresstem Geld in der Welt ist. Im übrigen wünsche ich Ihnen für den Rest Ihres Lebens herzlich viel Privatvergnügen mit Spanisch, Baskisch und gerne auch Bürokranto, solange Sie damit niemandem auf der Tasche liegen (was ich aufgrund des von Ihren genannten Umfelds allerdings anzweifle). Und tschüß.

kfa, am 14. Mai 2009 um 13:55 ( Link )

Nun ja, mit dem Amselfeld lagen Sie uninformierterweise nicht vollkommen daneben, gehen Sie nur etwas weiter nördlich nach Bialystok. Aber wir müssen hier wirklich nicht simple Fakten aufrollen, dafür gibt es schließlich Wikipedia. Es gibt eine gewisse ästhetische Hemmschwelle bei Esperanto, zugegeben, wahrscheinlich gerade weil die Vielzahl vertrauter Wörter in einer fremden Grammatik flektiert zunächst seltsam, auf manche sogar abstoßend wirkt ("La birdo flugas" - ich gestehe, mir haben sich da auch zuerst die Zehennägel gekräuselt). Aber wie bei vielem, der Appetit kommt beim Essen, das kann ich aus eigener Erfahrung versprechen. Die Genialität Zamenhofs erschließt sich bei seinem Studium. Wie haben Sie eigentlich als Jüngling angefangen, guten Wein schätzen zu lernen? Der schmeckt auch erst mal nur sauer, bis man es besser weiß.

Zurück zum Thema, ist es nicht ironisch, wie sehr nach Hoppe und Gaddafi aufgeklärte Kritiker der Demokratie nach ihr schreien, um sich überhaupt erst mal Gehör zu verschaffen? Wir alle wollen über den Lissabon-Vertrag und weitere von ähnlicher Tragweite höchstselbst abstimmen. Aber eigentlich doch nur, weil das Beispiel Irland uns Hoffnung macht daß noch nicht alles verloren ist. Müßten wir befürchten, daß die ganze stimmgewaltige Schafherde fahnenschwenkend nach Brüssel rennt, dann würde diese Diskussion auch anders aussehen. Und um die Demokratie zu überwinden, muß man sie wohl erst einmal überhaupt haben. Hinterher können wir dann ums Faß versammelt ja singen, "Die Kritiker der Elche waren früher selber welche..."

Das bringt mich noch einmal zur EDE. Der Vorschlag war sehr wohl ernst gemeint und reiflich überlegt. Daß ich jetzt zufällig als Esperantist geoutet das gleiche Steckenpferd habe, wäre als Argument für die Wahl einer politischen Partei wirklich zu dünn. Lesen Sie einmal das Parteiprogramm nicht unter der Überschrift "Esperanto", sondern weiter unter "Demokratie". Darin wird im Grunde die direkte Demokratie gefordert, Transparenz und Subsidiarität. Im Prinzip, auch wenn die Vokabel vermieden wird, eine Verschweizerung der EU. Das finde ich nicht schlecht, oder zumindest viel besser als die jetzigen Verhältnisse. Ich halte es schon eine Weile so, wann immer in einer Diskussion aufkommt daß die Schweiz doch der EU beitreten solle, antworte ich daß ich es eigentlich lieber umgekehrt hätte.

Und die Einführung von Esperanto, um jetzt alle Mißverständnisse auszuräumen, wird von der EDE nicht als eine neue Pflicht für alle Bürger angestrebt (gleichwohl man es als schöne Utopie ansähe wenn es alle könnten), sondern auf institutioneller Ebene in der EU. Schon jetzt gehört es doch zum Skillset eines Europapolitikers oder -diplomaten (oder auch nur -beamten) mehrere Sprachen zu sprechen, da ist das leicht zu lernende Esperanto wirklich kein Ding der Unmöglichkeit. Damit ließen sich Millionen einsparen für das Heer von Dolmetschern das man jetzt beschäftigen muß. Das ist zwar angesichts der Milliardenverschwendung bei Subventionen etc. nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber einer mit großer psychologischer Wirkung und Symbolkraft.

Alles, was der Reduzierung von öffentlichen Ausgaben hilft, die man mir in Form von Steuern mit Pistole an die Stirn abnimmt, werde ich befürworten. Schritt für Schritt, denn irgendwo muß man ja anfangen.

Oliver Janich, am 15. Mai 2009 um 16:18 ( Link )

Wie wär´s gleich mit einer Kooperation mit der SED? Ich hatte viel Hoffnung auf Libertas gesetzt und wäre auch mit meiner Partei bereit gewesen sie zu unterstützen. Wenn es Carlos Gebauer ernst meint mit seinen Prinzipien müsste jetzt eigentlich ein Parteivorsitz frei werden... Herzlich willkomen bei der "Partei der Vernunft", der offensichtlich einzig wirklich libertären Partei Deutschlands.

mit vernünftigen Grüßen,

Oliver Janich

http://www.parteidervernunft.de/

Gründung am 30. Mai im Hambacher Schloss

Rudolf Fischer, am 15. Mai 2009 um 16:36 ( Link )

Max S. schrieb über Esperanto:
"Also, es liest sich wie spanisch plus x."

Da sind Sie einer nicht-offiziellen Schreibweise aufgesessen (die die Sonderzeichen in Nicht-Unicode-Umgebung transskribieren soll). Im Esperanto gibt es kein "x". Aber im Spanischen!

Überzeugen Sie sich beispielsweise unter

Lehrmaterial mit Beispieltexten
.

Max S. schrieb über Esperanto:
"Wie leicht ist es erlenbar? Gibt es genauso viele unregelmäßige Verben wie im spanischen (graus)?"

Es gibt natürlich überhaupt keine unregelmäßigen Verben.

Beim Englischen haben Sie mich falsch verstanden: Die Hauptschwierigkeit im Englischen sind nicht Dialekte (das kommt dazu, im Esperanto seit 120 Jahren weltweit nicht, weil es ja eine internationale Sprache ist), sondern die Idiomatik, die richtige Ausdrucksweise.

Im Esperanto formt jeder Anfänger sofort korrekte Sätze, da keine bestimmte Ausdrucksweise vorgeschrieben ist.

In meinem letzten Kursus haben Studenten bei 1 1/2 Stunden wöchentlich insgesamt 15 Doppelstunden gelernt, und ich kann danach schon nahezu den gesamten Unterricht einsprachig machen.

Max S. schrieb über Esperanto:
"Apropos Basken, wer mal in Nordspanien war, genauer Barcelona Richtung franz. Grenze, der sieht dort eine Mischung aus franz. und spanischer Sprache, die in sich wieder ein Dialekt von beiden ist. Trotzdem kann man sie lesen (d.h. sie ist lateinisch) und verstehen, wenn man eine der Sprachen kann."

Das ist Katalanisch, weiter im Norden Okzitanisch; hat beides mit Baskisch nichts zu tun.

kfa schrieb u.a.:
("La birdo flugas" - ich gestehe, mir haben sich da auch zuerst die Zehennägel gekräuselt)."

Warum? Alle Sprachen sind Mischsprachen. Bei "The bird is an animal" (angelsächsisch-romanisches Gemisch) kräuselt sich doch auch nichts.

Stefan Gruber, am 15. Mai 2009 um 19:52 ( Link )

@Oliver Janich

Hab mir Ihre Parteien-Homepage angesehen. Perfekt - einfach nur perfekt. Mehr fällt mir zu ihrem Programm nicht ein. Das ist eine kompromisslose, libertäre und unterstützenswerte Partei. Nehmen sie doch Kontakt zu Herrn Lichtschlag auf. Vielleicht stellt er die Partei mal in den nächsten Ausgaben vor?

kfa, am 16. Mai 2009 um 10:45 ( Link )

@Oliver Janich,
Sieht auf den ersten Blick großartig aus... nur, Grundeinkommen mit Sozialabgaben finanzieren die komplett der Unternehmer übernimmt? Die Kosten bleiben doch die gleichen und gehen daher von den Gehältern ab bzw. fließen in die Preise ein. Der AN hat sie nur nicht mehr auf dem Zettel stehen, sie sind daher einfach versteckt, oder? Aber bevor ich was falsches sage, ich werd's mir noch ein paarmal durchlesen...

@Rudolf Fischer,
"Warum? Alle Sprachen sind Mischsprachen. Bei [...] kräuselt sich doch auch nichts."
Natürlich haben Sie recht. Es gibt kein logisches oder vernünftiges Argument dagegen. Nur der erste, ästhetische Eindruck folgt keiner Logik oder Vernunft. Von daher kann ich manche Kritiker verstehen, wenn's auch noch viel heftiger kräuselt ob dieser Zurschaustellung eines Mangels an Intellektualität, der offenbar verhindert diese kleine, subjektive Hürde zu überspringen. Ist wohl wie mit Frauen und Männern - wenn Ihnen eine/r nicht in den ersten drei Sekunden gefällt, dann kann der/die noch so schön reden, zur Vermischung kommt es an dem Abend nicht mehr. Bei mir und "La birdo flugas" war es die so simple Aneinanderreihung eines englischen und eines deutschen Wortes die mich spontan abgestoßen hatte, wohl durch Denglisch traumatisiert... Wenn uns eine neue Sprache begegnet, dann mokieren wir uns oft darüber oder spotten, dies oder jenes Wort sieht aber komisch aus, weil es wohl ähnlich ist wie etwas uns Bekanntes, oder im Gegenteil so fremd daß wir geschockt darüber sind wie man nur Buchstaben so aneinanderreihen kann. Aber bei gewachsenen Sprachen würde deswegen niemand auf die Idee kommen sie in Frage zu stellen, es ist halt einfach so und man akzeptiert daß es für jemand anderen die Heimat bedeutet. Bei einer Kunstsprache folgt sogleich die Ablehnung des Erfinders, "wie kann der sich nur sowas ausdenken", und die Schwelle zur Akzeptanz wird nicht ganz so leicht übersprungen weil man ja einen "Schuldigen" hat. Als Kind habe ich mich oft über die vielsprachigen Gebrauchsanleitungen bei neuen Elektrogeräten hergemacht und eine Weile geblättert, ohne natürlich ein Wort zu verstehen. Auf der letzten Seite war immer Finnisch, das fand ich ganz besonders lustig durch die vielen "ää" und "kk". Inzwischen habe ich es gelernt und lache nicht mehr, Finnisch ist mit weniger als einer Handvoll unregelmäßiger Wörter eine der systematisch perfektesten Sprachen der Welt. Aber es springt halt nicht jeder über seinen Schatten, und bei Ablehnung von Zwang kann man auch nicht allen helfen...

Goldelse, am 16. Mai 2009 um 10:48 ( Link )

chrisv, am 13. Mai 2009 um 20:37

Die Menge machts, es geht nicht, dass wir als Volk verschwinden, weil wir fremde Völker, die sich auch noch enorm vermehren, während wir unsere eigenen Kinder töten, mit durchfüttern müssen. Ist sowas normal? Ich sage nein, Schluss damit!!!!! An den Pranger mit den Schuldigen!!!!

Carl, am 16. Mai 2009 um 11:06 ( Link )

Genau was wir brauchen... Eine weitere Partei, die die EU-kritisches Wählerpotential unterteilt. Am Ende könnte ja noch eine EU-kritische Partei irgendwas reißen! Bloß nicht! Da verteilen wir das Potential lieber auf ein Dutzend Parteien, von denen dann am Ende keine einzige... Es ist zum auswachsen.

A. Lehmann, am 18. Mai 2009 um 17:18 ( Link )

@ Rudolf Fischer

"Wollen Sie das besser wissen als ich? Ich verwende Esperanto seit vielen Jahren und bin weder Anhänger eines Weltstaates noch einer Weltreligion."
Ich weiß ja nicht, wie viele Fremdsprachen Sie sprechen. Ich spreche außer Esperanto drei weitere Fremdsprachen fließend. Ich habe gern Esperanto zusätzlich gelernt, war kein Problem und macht Spaß."

Das bleibt Ihnen ja alles unbenommen. Es ging auch nie um Ihre Sprachfähigkeiten, nehmen Sie es also bitte nicht persönlich.

Vielmehr generell darum mittels einer Kunstsprache zu versuchen die Welt zu "einen", oder nennen wir es meinetwegen "Hürden abbauen". Das wäre sowohl naiv wie furchterregend und die Intention von Esperanto riecht zehn Meilen gegen den Wind nach modernem Ideologiemüll, nach reinster Logenarbeit. Wie und von wem es finanziert wird will ich gar nicht wissen. Was man über den Gründer und seine Brüder nachlesen kann reicht schon.

Wenn Sie sich nicht zu diesem Lager zählen, umso besser.

"Ich trete selbstverständlich außerdem für den Erhalt der deutschen Sprache ein. Ich bin eines der ersten 50 Mitglieder des Vereins Deutsche Sprache. Was machen Sie denn aktiv für die deutsche Sprache?"

Da ich aus dem alemannischen Sprachraum komme bin ich leider des zentralistisch-richtigen Sprechens nicht mächtig. Aber in schriftlicher Form bemühe ich mich selbstredend um ihren Erhalt.

@ chrisv

"dort gibt es in den spät erschlossenen Tälern einige Dörfer, in denen sich heute noch alle irgendwie ähnlich sehen und man kann tatsächlich eine signifikant erhöhte Prävalenz bei bestimmten Erbkrankheiten beobachten"

1. Ja, ja und schon ist er identifiziert, der reaktionäre Marsch zurück ins "Mittelalter" (hier Odenwald, 20 Jhr.). Wie immer, kann ich dazu nur sagen.
Kein Mensch spricht von "Isolation" und "Deutschtümelei". Mit Wolfsburg oder Berlin will ich gewiss nicht "tümeln".

Austausch ja, aber in gesundem Maße, auf natürlichem Wege und mit den passenden Völkern. Wozu die turkstämmigen Völker, in dieser Menge, gewiss nicht gehören.

Natürlich sind die "Bergler" ein eigenes Völkchen, ich kenne das selbst zur Genüge aus dem Schwarzwald. Da bin ich ja sogar ich schon ein mißtrauisch beäugter "Ausländer". Aber seis drum, die Leute sind mir trotzdem tausendmal sympathischer als jeder großstädtische halbproletarisierte und viertelislamierte Gender-Wahnling.
Die "letzten Menschen" tummeln sich in Großstädten. Von feiner Auslese ist da keine Spur.

2. Was aber das "irgendwie ähnlich sehen" und die "Erbkrankheiten" angeht, da laufe ich doch gemütlich durch jede deutsche mittlere Stadt und sehe massenweise Kranheitsfälle. Selbstredend jetzt alle individuell-gleich mit Arschgeweihen, baggypants und Kuhglocken um die Nase, alle zappeln und zucken sie, gar nicht mehr wissend ob es am afrikanischen Papi oder dem ADS-infiziertem Selbst liegt. Gentümelei nenne ich das! Und Gendertümelei wird folgen.

3. Ich vermute im Übrigen das ein nicht geringer Teil unserer anatolischen I-Migrant-Innen (oder wie schreibt man das?) im erbkrankheitlichen Bereich nicht ganz ohne Vorbelastung ist. Und wie weit man in nordafrikanischen Dorfgesellschaften reist um eine Angetraute zu finden will ich jetzt gar nicht spekulieren...

Rudolf Fischer, am 18. Mai 2009 um 18:06 ( Link )

A. Lehmann schrieb:
[Es geht] "Vielmehr generell darum mittels einer Kunstsprache zu versuchen die Welt zu "einen", oder nennen wir es meinetwegen "Hürden abbauen". Das wäre sowohl naiv wie furchterregend ..."

Mit Esperanto soll nur weltweit ein leicht erlernbares Verständigungsmittel angeboten werden, sicher auch mit dem allgemeinen Gedanken: Wer sich verständigen kann, versteht sich auch besser (Förderung des Weltfriedens). Da das, wie die Esperanto-Sprechergemeinschaft zeigt, funktioniert, habe ich keine Ahnung, warum das "naiv" oder gar "furchterregend" sein soll.

A. Lehmann schrieb weiter:
"... und die Intention von Esperanto riecht zehn Meilen gegen den Wind nach modernem Ideologiemüll, nach reinster Logenarbeit. Wie und von wem es finanziert wird will ich gar nicht wissen."

Da Esperanto ja schon 120 Jahre Jahre alt ist, kann es kein moderner Ideologiemüll sein ;-). Von "Logenarbeit" habe ich nichts bemerkt (und ich bin immerhin der Vorsitzende des Deutschen Esperanto-Bundes). Finanzierung: Unsere Bilanzen werden regelmäßig in der Bundeszeitschrift "Esperanto aktuell" veröffentlicht. Der Deutsche Esperanto-Bund finanziert sich zum größten Teil aus Mitgliedsbeiträgen, zum Rest aus Spenden unserer Mitglieder. Keine Subventionen vom Staat oder gesellschaftlichen Gruppen. Alles leicht nachprüfbar. Raum für eine Verschwörungstheorie ist da nicht.

A. Lehmann schrieb weiter:
"Was man über den Gründer und seine Brüder nachlesen kann reicht schon.
Wenn Sie sich nicht zu diesem Lager zählen, umso besser."

Der Initiator des Esperanto war der russisch-jüdische Augenarzt L.L. Zamenhof, ein hoffnungsloser Idealist, der an eine geeinte Menschheit ohne nationale und religiöse Schranken glaubte. Esperanto sollte dafür nur eine Grundlage sein.

Für seine Sprache fand er bald viele Interessenten, aber nicht für den ideologischen Hintergrund, den ich nicht teile, aber durchaus für respektierlich halte.

Jetzt, 120 Jahre später, bin ich persönlich mehr für die Einheit in der Vielfalt, sowohl politisch als auch kulturell und religiös, ferner auch bei den Sprachen: Erhalt der Muttersprachen, Lösung des internationalen Verständigungsproblems durch Esperanto (oder andere Modelle, die die Gleichberechtigung der Gesprächspartner wahren).

Einem zentralen Einheitsstaat ziehe ich föderalistische Strukturen vor. Alles, wie gesagt, meine persönliche Meinung. Man darf gern anderer sein.

Nur nicht hinter Esperanto irgendwelche finsteren Kräfte vermuten, das ist alles Quatsch. Der Deutsche Esperanto-Bund ist sehr bürgerlich und steht fest auf dem Boden des Grundgesetzes.

A. Lehmann, am 19. Mai 2009 um 17:18 ( Link )

@ Rudolf Fischer

"Da Esperanto ja schon 120 Jahre Jahre alt ist, kann es kein moderner Ideologiemüll sein ;-)."

Den Beginn der Moderne etwa 1789 festzulegen mag mehr Sinn machen.

Logenarbeit hat es generell an sich das andere es nicht bemerken (oder vorspielen). Womit ich nicht ausdrücken wollte das ich den Esperantobund für in irgendeiner Weise infiltriert halte (was wohl vollkommen unnötig wäre), sondern ich sprach von seinen Gründervätern und dem Schoße aus dem es kroch.

Der russisch-jüdische Augenarzt mit seiner freidenkerischen Liebe zum Menschengeschlecht, das ist ja besser als jeder Schnulzenroman. Zamenhof wird in manchen Quellen als Maurer bezeichnet (seine Einstellungen passen darauf wie die Faust aufs Auge). Gestern las ich noch von einem seiner Weggefährten, diesmal bestätigter Freimaurer (die Quelle finde ich gerade nicht).

"Für Paneuropa wurde auch eine einheitliche Sprache vorbereitet, denn der am 30.8.1913 in Bern gegründete freimaurerische „Weltbund“ erklärte das vom Russen Lazarus Zamenhof verfertigte Esperanto zu seiner Sprache."
http://www.wfg-gk.de/verschwoerung48g.html

Da ist auch die Verbindung von Graf Nikolaus Coudenhove-Kalergi (Paneuropa) und Esperanto absolut nicht ungewöhnlich. Kalergi ist bestätigter Hochgradfreimaurer, reichte den Entwurf für die jetzige europäische Flagge ein (Maurerfarben blau und gold, fünfzackige Sterne) und vertonte das Stück des Hochgradfreimaureres Beethoven neu zur europäischen Hymne.

"Ferner gibt es für Einzelmitglieder regulärer und anderer Logen (auch Frauen) aller Länder die
Universala Framasona Ligo (1905/1913; Universelle Freimaurer Liga; begründete Esperanto)."
http://www.freimaurer.ch/arbeiten/wegweiser.shtml

Es spielt weniger eine Rolle wie gross nun genau die Verstrickung der Esperantogründer in Logenaktivitäten war. Wichtig ist das eben der Traum von einer Sprache ebenso diesem Gedankengut entspringt wie der Traum von einer Religion, einem Staat und einem Menschen ("ein Hirt und eine Herde...")

"Weltweites Verständigungsmittel", "Förderung des Weltfriedens" etc. Diese Schlagwörter, das was man als ideologischen Hintergrund über die Sprache und vor allem seine Gründer nachlesen kann, das ist reinstes Maurergedankentum.

Es gibt im übrigen dazu seriöse Literatur, lassen Sie sich also bitte nicht von den Verlinkungen schrecken.

Was das "naiv" und "furchterregend" angeht:
Ich halte die Wünsche (wie oben ausgeführt) für naiv und die Folgen für furchterregend. Es geht dabei nicht um einzelne oder viele Idealisten.

Rudolf Fischer, am 19. Mai 2009 um 18:40 ( Link )

A. Lehmann schrieb:
"'Weltweites Verständigungsmittel', 'Förderung des Weltfriedens' etc. Diese Schlagwörter, das was man als ideologischen Hintergrund über die Sprache und vor allem seine Gründer nachlesen kann, das ist reinstes Maurergedankentum."

Von mir aus. Aber spricht das nun gegen Esperanto oder für die Freimaurer? ;-)

Sie setzen voraus, dass das Freimaurertum eine Verschwörung und negativ zu beurteilen ist. Da ich nie einem Freimaurer begegnet bin, der sich mir zu erkennen gab, kann ich dazu nichts sagen.

Dass Zamenhof Freimaurer gewesen sein soll, ist mir neu. Dass der Deutsche Esperanto-Bund offiziell nichts mit den Freimaurern zu tun hat, kann ich versichern.

Ich weiß, dass auch Freimaurer Esperanto verwenden, aber das tun sehr viele gesellschaftliche Gruppen politischer, religiöser oder sonst weltanschaulicher Art.

Dass Esperanto allgemein und nicht nur von uns Esperanto-Verbänden verwendet wird, ist aus unserer Sicht völlig in Ordnung. Wäre es ganz verbreitet, könnten wir uns auflösen. Die im Welt-Esperantobund organisierten "bürgerlichen" Esperanto-Freunde, darunter der deutsche Landesverband, erklären sich ansonsten politisch und weltanschaulich neutral, bis auf die Sprachpolitik, und natürlich unter Einhaltung der Menschenrechte und in Deutschland dessen Grundgesetz.

Damit möchte ich dieses Thema abschließen, aber man kann mich gern persönlich dazu anschreiben.
Rudolf.Fischer@Esperanto.de

A. Lehmann, am 20. Mai 2009 um 17:14 ( Link )

Sehr geehrter Herr Fischer,

das hängt natürlich ganz von der persönlichen Einstellung zu den Zielen der Freimaurerei ab.

Wer sich einerseits für wohlfeil formulierte Ziele einsetzt und andererseits offensichtlich eine Menge zu verbergen hat, erscheint dem geneigten Beobachter irgendwie nicht ganz koscher. Andere Organisationen haben möglicherweise geheime Abzweigungen, geheime Dienste, aber gewiss keine vollkommene Verschleierung ihrer Mitglieder und ihrer inneren Struktur (von letzterer wissen doch selbst die unteren Maurergrade sehr wenig bis gar nichts).

Ein Christ ist angehalten zu seinem Glauben zu stehen und in selbst im Fall des schlimmsten persönlichen Nachteils zu vertreten. Ein Maurer dagegen darf sich "bedeckt halten", ihm ist unter Strafe verboten andere, lebende Maurer zu outen.

Bei der durch die Maurerei selbst und durch andere Quellen bestätigten, riesigen Zahl prominenter Mitglieder (seit gut 300 Jahren) erscheint es mir äußerst lachhaft zu glauben es handele sich dabei nur um eine Organisation mit karitativem Zweck und hanebüchenen Bräuchen und Ritualen. Kein gestandener Mann würde dort eintreten, niemand bräuchte seine Identität verheimlichen. Weder Churchill noch Washington oder Kaiser Wilhelm II hätten sich doch für derartigen Blödsinn hergegeben.

Wie gesagt, bei Zamenhof gibt es Spekulationen. Deren Gedankengut scheint er jedenfalls, ob mit oder ohne erfolgter Kugelung, aufs Hervorragendste vertreten zu haben.

Auch die Kirche sendet natürlich mittlerweile Radioprogramme in Esperanto. Wie sie mittlerweile auch viele andere Überzeugungen dieser Organisation vertritt, die eigentlich bei Eintritt die sofortige, die de-facto Exkommunikation zur Folge hat. Das ist natürlich paradox und aufs Höchste verdächtig. Es ist eben eine tiefgreifende Unterwanderung geschehen, nicht zum Wohle der Kirche.

Damit wollen wir es dann in der Tat belassen.

kfa, am 20. Mai 2009 um 17:59 ( Link )

Es ist doch erschreckend, wie unintellektuell das ausgerechnet hier bei manchen zugeht. Es sei jedem sein Glaube belassen, dafür sind wir Freiheitsfreunde. Aber man kann es doch nicht so brüsk ignorieren wenn einem ein paar simple Fakten präsentiert werden zum Zwecke der Weiterbildung? Was ist so schwer zu verstehen an einer einfachen Aussage wie der, daß Esperanto nichts weiter als ein Hilfsmittel, ein Kommunikationswerkzeug ist, das sich weder aus der Intention seines Schöpfers noch aus seiner eigenen Natur heraus der Instrumentalisierung irgendeiner bestimmten Weltanschauung unterordnet? Der Satz war jetzt wahrscheinlich wieder zu lang für manchen. Oder Glaube ist immer noch so viel stärker als Wissen. Naja, damit wollen wir es dann belassen.

Georg Löding, am 21. Mai 2009 um 6:00 ( Link )

Wie kann Esperanto ein Hilfsmittel sein, ein Kommunikationswerkzeug?

Im Busch von Afrika (da bin ich seit 15 Jahren immer wieder) versteht man nicht mal die Laute des Esperanto! Das Esperanto ist doch nur was für besserwisserische Menschen, die sich einbilden, zur Elite zu gehören.

By the way: Latein versteht man sogar im Busch,
dorthin ist die heilige Schrift schon vorgedrungen, während man hier in den egalitären "Salons" eine neue "Sprache" erfindet.
Dann doch gleich die Sprache von "Herr der Ringe"

Ich erkläre hiermit meine Stinkerfüße zum Kommunikationsmittel.

Aufgepasst, wer den Gestank nicht liebt:

"....daß Juden oder andere Völker des ermordeten Messias der Christen oder der gemeuchelten Christen gedenken. Gerne hörten wir einmal eine solche Entschuldigung." Georg

"Wohl besser nicht. Könnte zynisch wirken. Wer sollte sich entschuldigen für die Verursachung des zentralen Ereignisses, auf dem die Christenheit beruht: dem Opfertod zur Erlösung aller." EEkat

Nee, so meinte ich das in diesem Zusammenhang nicht. Es soll sich natürlich niemand für den Opfertod Jesu Christi zur Erlösung der Menschen entschuldigen. [Sie machen aus mir noch einen römischen Katholiken :-)]

Ich meinte damit, weil wir Christen an allem Schuld sind, besonders dann, wenn man einem der Stämme des deutschen Volkes angehört, würde es doch dem Dialog förderlich sein, wenn sich die Völker der Welt nicht nur für den Mord an den Juden entschuldigen würden, sondern sich dann auch konsequent für den Mord am Messias der Christen entschuldigen.

Es wäre dann doch auch nur folgerichtig, wenn sich im Geiste einer wahren Aussöhnung unter den Menschen, die vielen irre geleiteten Ideologien (Islam, Sektentum, Humanismus, Aufklärung, Liberalismus, Sozialismus, Kommunismus, Darwinismus, Kollektiwismus, Egalitismus, Homosexualismus und die Freimaurer) für den Mord an Christen bei der Kirche entschuldigen.

Da manchen ["Dass Herrn Ratzinger das nötige Fingerspitzengefühl fehlt ist hinlänglich bekannt, dass er in der Hitler Jugend war ist sicher jedem Israeli durch die Medien bekannt gemacht worden." Rüdiger Merzen] das - bewiesen oder unbewiesen - nötige Fingerspitzengefühl fehlt oder weil man in der HJ zwangsrekrutiert war und damit eventuell als Empfänger einer solchen Entschuldig nicht in Frage kommen könnte, würde ich mich freiwillig für den Empfang einer solchen Entschuldigung zur Verfügung stellen.
Ich habe Fingerspitzengefühl, möchte mir noch Sympathien erringen und war nicht in der HJ.

Wenn sich die irre geleiteten Ideologien also entschuldigen möchten, stehe ich für eine solche Entschuldigung als Empfänger für die Christenheit zur Verfügung. Wegen meiner Herkunft aus einem deutschen Stamm, würde ich dies natürlich für die christliche Kirche in Deutschland besonders gerne wahrnehmen.

Ich will jetzt nicht zu weit vorgreifen, doch nach Empfang der Entschuldigungen hat unter Umständen eine durch mich ausgesprochene Absolution rechtsgültige Wirkung für die gesamte christliche Kirche.
Dies müßte ich zuvor jedoch noch mit Seiner Heiligkeit Papst Benedictus XVI. theologisch klären, um nicht Gefahr zu laufen, dass ich möglicherweise, meine von Jesus Christus erhaltene Kompetenz überschreite.

Da ich nicht engherzig bin, spräche ich aber nach der längst überfälligen Entschuldigung der oben genannten Ideologien für die Verbrechen an der Christenheit und den Christen, auf jeden Fall eine Absolution aus.

Das könnte Menschen aus verschiedenen Völkern, Weltanschauungen, Religionen und Ideologien versöhnen. Ich spreche hier auch ganz bewußt von der Versöhnung unter Menschen.

Denn eines ist unumstößlich klar, das will ich nicht verschweigen, eine Versöhnung zwischen dem Christentum und den Feinden des Christentums, kann es natürlich niemals geben; obwohl manche christlichen Sekten diesen Eindruck machen.

Auch eine Verbrüderung zwischen der wahren Religion und den für den Menschen tödlichen Irrtümern der Ideologien, wird es niemals geben.

Dies widerspräche im tiefsten Sinne der Sendung Christi, der den Menschen mit seinem Schöpfer aussöhnen möchte und sich deshalb mit ihm verbrüderte.

Mit dem Aufstand, der Revolution und der Empörung des Menschen gegen den Schöpfer, hat sich Christus weder versöhnt noch verbrüdert.

Er hat zwar den Abfall und die Dekadenz, die falschen Traditionen und das Anspruchsdenken der religiösen, politischen und gesellschaftlichen Eliten offen genannt und verurteilt.
Aber er hat dabei keine Autoritäten und Ordnungen als solche versucht abzuschaffen, wenn er ihr böses Tun auch scharf verurteilt hat.

Er war eben kein Revolutionär, wie es uns die linken Heinis immer wieder auftischen wollen. Er war auch kein gesellschaftlicher Reformer von dem die Romantiker träumen.

Die Freiheit von der er sprach, war die Freiheit das Gute tun zu können und nicht die Freiheit der Humanisten, Aufklärer und Liberalen für die alles gleich, alles egal ist (natürlich außer: frei von einem Gott zu sein, der über sie regiert - das ist ihnen allen gemein und nicht egal), so daß der Hochmut und die Leidenschaften des Menschen die Regierungsgeschäfte in die Hand nehmen kann.

Die Gleichheit von der Christus sprach, hat auch nicht mit der Gleichmacherei und Gleichschaltung der Freimaurerei zu tun.

Die Gleichheit von der Christus sprach, war die Gleichheit aller Menschen vor den ewigen Gesetzen, die Gleichheit aller Menschen in der Trennung von Gott, der Gleichheit in der Versklavung von Sünde und Tod, der Gleichheit in der Gefangenschaft von Hochmut und Leidenschaften, der Gleichheit in der Unfähigkeit des Wollens, der Gleichheit in der Beschränktheit der Vernunft, der Gleichheit, daß alle Menschen der Erlösung bedürftig sind.

Schaun mir mal, vielleicht werd ich doch noch römisch katholisch.

Gelobt sei Jesus Christus - in Ewigkeit! Amen.

Jurij Below, am 27. Juni 2009 um 2:47 ( Link )

Liebe Leute,
da ich bei der EU-Veranstaltung der AUF-Partei im Frankfurter Hotel Excelsior am 16. Mai 2009 war, konnte ich nicht rechtzeitig die Rede von Frau Herman da aufzeichnen und auch nicht der Volltext von AUF-Partei anfordern, weil sie haben die Rede bei Ihrer Webseite nicht veröffentlicht.

Nach der mehr als Jahr der Verbannung der Journalistin aus der Öffentlichkeit, nun Frau Herman macht eigene Sendung „Eva Prinzip“ bei FamilyFair.de in Hamburg.

Die Rede in Frankfurt, meiner Meinung nach, ist einen Appell an alle Europäer und beinhaltet kritische Analyse dessen, was nun mit EU und mit dem „Germanischen Volk“ passiert. Die Zeit der theoretischen Diskussionen ist offenbar für Frau Herman ist vorbei, man muss etwas tun, dass Europa nicht ausstirbt.

Eva Herman, die immer noch an keiner Partei verbunden ist, hat in einer illustre Runde aufgetreten: Gabriele Kuby mit ihrer ausdrucksvoller Rede über Gender Mainstream, Dr. Hans-Peter Raddatz, der Islamisierungsgefaht deutlich erklärt hat und dem Gast aus Irland Mr. Declan Ganley über Diktat und Bedrohung der Demokratie durch EU gesprochen hat.

Nach meiner Bitte Frau Herman hat mir den Volltext zu kommen lassen dem habe ich nur den Titel FÜNF NACH ZWÖLF und eine Gliederung durch Rubriken angepasst.

In Zeiten, da Täuschung und Lüge allgegenwärtig sind, ist das Aussprechen der Wahrheit ein revolutionärer Akt.
George Orwell

Meine Damen und Herren, vielen Dank für die Einladung. Die Europawahl steht kurz bevor, und es ist wichtig und richtig, dass durch Veranstaltungen wie diese den Menschen in unserem Land verdeutlicht wird, was ein vereinigtes Europa für Europäer, für die Deutschen bedeutet. Wer und was ist Europa? Viele Menschen haben leider nur diffuse Vorstellungen davon.

Das Europa und wir

Heißt Europa Zusammenhalt - von 27 Ländern? Wer entwirft diesen Zusammenhalt? Wer bestimmt und wacht darüber? Wessen Interessen dieser 27 Staaten werden hier angehört und umgesetzt? Heißt Europa Gerechtigkeit - für alle gleichermaßen? Heißt Europa Gleichstellung oder Gleichmacherei aller Staaten? Gleichberechtigung? Ist das überhaupt möglich bei der Vielfalt der Kulturen und Traditionen? Wer lenkt Europa? Und welcher Geist bestimmt unser Europa?

Ich bin der Ansicht, dass wir viel zu selten über jene wichtigen Fragen nachdenken und sprechen, die für unser künftiges Schicksal jedoch entscheidend sein werden. Ich wünschte mir viel mehr Aufklärung in der Öffentlichkeit und durch Politik und Medien. Kennen Sie alle die Kandidaten, die Ihr Land vertreten? Ich bin der Ansicht, dass ein starkes Europa starkes leisten könnte. Stark ist eine Vereinigung vor allem dann, wenn die Interessen aller Beteiligten gleichermaßen gewahrt und umgesetzt werden können. Wenn die Unterschiedlichkeit der Menschen, ihrer Kulturen und ihrer einzelnen, speziellen Traditionen berücksichtigt werden. Wenn die Menschen also in jedem Land so bleiben dürfen, wie sie sind, - wie ihre Kultur sie geprägt hat.

Das ist eine große Herausforderung, - und keine leichte Aufgabe. Man kann sich ihrer allerdings nur annehmen, wenn man es auch ernst meint, - ernst mit dem Wohl eines jeden einzelnen Menschen, mit den Familien, mit den Frauen, den Männern, und vor allem auch mit den Kindern und ihrer Zukunft in Europa. Jeder einzelne, der an Europa mitbaut, muss ich dieser ungeheuren Verantwortung bewusst sein. Das ist kein Pappenstiel..! Das ist kein Job wie jeder andere, mit dem man so viel Geld wie möglich verdient. Jeder Politiker, der von uns, dem Volk, gewählt wird und der an der Europäischen Union mitgestalten darf, der muss es wirklich und wahrhaftig ernst meinen mit uns, anderenfalls wird es auf ihn zurückkommen, eines Tages.

Meine Damen und Herren, ich bin keine Europagegnerin. Ich bin vielmehr der Überzeugung, dass es sinnvoll ist, sich in der Gemeinschaft zu unterstützen und zu stärken. Doch frage ich mich oft, ob die Sache wirklich gut gehen kann, wenn sie so weiterläuft wie bisher- nicht alleine politisch.
Ich spreche von etwas viel Wichtigerem, dem Wichtigsten überhaupt: Ich spreche von dem Kapitän, der dieses riesige, europäische Schiff lenken, und manövrieren muss, - weil es anders ja gar nicht geht: Ich spreche von unserem Schöpfer, der uns allen, jedem Einzelnen, das Leben schenkte, der uns seine Schöpfung in ihrer ganzen Schönheit, und Pracht in die Obhut gab, der uns in großer, allumfassender Liebe gewähren ließ, hunderttausende, Millionen Jahre. Ich spreche von GOTT, den man aus der Europäischen Verfassung gestrichen hat! Unser Schöpfer und Vater, er senkte in uns die Liebe, das Licht und die Fähigkeit, die Wahrheit, also IHN, zu erkennen. Er vertraute uns, und er vertraute uns seine Erde an.

Und wir? Was taten wir? Wie gingen wir mit diesem Geschenk um, - und mit unserem Leben, und dem Leben des Nächsten? Wie achteten wir bisher einander? Und wie dienten wir unserem Schöpfer?

Wie sieht unsere Erde denn heute aus? Verwüstet, ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Durch globalisierte Machtkomplexe, die alleine aus Gewinnmaximierung und Kostensenkung zusammengesetzt wurden. Unsere Verantwortung für die Schöpfung? Wie haben wir sie wahrgenommen?
Ist es ein Wunder, dass wir heute hilflos zusehen müssen, wie unsere Systeme zusammenbrechen? Ist es ein Wunder, dass nicht nur eine weltweite Kapital- Banken und Wirtschaftskrise herrscht? Dass ebenso die Natur sich aufbäumt und wir einer Klimakatastrophe entgegenschlittern, die jetzt bereits auf allen Teilen der Erde verheerende Ausmaße zeigt? Dass auch unsere gesellschaftlichen Stütz- und Sozialsysteme kaputt sind, leer, ausgeraubt, für die Zukunft unbrauchbar? Dass unser mitmenschliches Zusammenleben aufs Höchste gefährdet ist?

Unser Gott, den wir Menschen uns selbst schufen, der sich durch Materialismus und Machtbewusstsein Auszeichnende, unser Goldenes Kalb, funktioniert in Wirklichkeit doch überhaupt nicht, weil dieses durch Menscheneitelkeit erdachte System an allen Ecken und Enden krankt und leidet- es kollabiert….!!!

Ist das eigentlich so schwer zu erkennen?
Ich meine, die Zeichen liegen doch klar wie nie zuvor auf der Hand. Meine Damen und Herren, wenn wir von einem vereinten und funktionierenden Europa sprechen wollen, wenn wir tatsächlich über die Zukunft diskutieren - und planen möchten, dann gehören dazu ganz andere Inhalte als politische alleine. Wir müssen über Werte sprechen, die uns Menschen zusammenhalten, und ohne die wir nur eine kurze Zeitspanne auf diesem Planeten überstehen können.

Europa stirbt aus

Europa, liebe Gäste, stirbt aus! Bis auf wenigste Ausnahmen ist in allen europäischen Ländern die Geburtenrate auf ein Minimum gesunken. 2,1 Kinder brauchen wir pro Paar, um als Gesellschaft überleben zu können. Deutschland liegt mit ein bisschen über 1,3 Prozent in einem verheerenden Tief, seit dem letzten Jahr schrammen wir am untersten Rand seit dem Zweiten Weltkrieg vorbei, seit über vierzig Jahren liegen wir in Deutschland bei einer Geburtenrate von unter 1,4 Kindern. Die skandinavischen Staaten, Spanien, Belgien, Holland, Dänemark, Österreich, Schweiz,- alle zwischen 1,3 und 1,6 Kindern pro Paar.

Italien, das Land der Mammas und Bambini, ist mit 1,1 Kindern ins Bodenlose abgestürzt. Das ist Europa heute. Wenn wir dem nicht ganz schnell etwas entgegensetzen, dann können wir heute zwar noch tapfer versuchen, Europa zu gestalten und zu bauen, aber für wen? Morgen ist keiner mehr da… weg--- ausgestorben! Pessimismus? Schwarzmalerei? Mitnichten, meine Damen und Herren, ich spreche über Fakten,- es ist Tatsache, dass wir aussterben. Kinder, die nicht geboren wurden, können keine Kinder bekommen!

Wer mir heute den Vorwurf macht, ich wolle zurück in die Steinzeit, dem antworte ich: Nein! Auf keinen Fall. Denn nicht in der Vergangenheit menschlichen Handelns liegt der Schlüssel, sondern in dem Erkennen der Schöpfungsgesetze, die seit Urzeiten zuverlässig und immer gleich funktionieren. Jesus Christus selbst beruft sich oft genau auf alles das, „was geschrieben steht“, also auf das Alte. Wir Menschen allerdings haben längst den Weg verlassen, der uns immer schon gezeigt wurde und der uns durch Jesus noch einmal die Wahrheit brachte.

Volltext der Rede FÜNF NACH ZWÖLF von Eva Herman.

Liebe Grüße aus Frankfurt
JB


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