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![]() Jg. 1968, Gründer und Herausgeber der Zeitschrift "eigentümlich frei", Verleger (ef und Lichtschlag Buchverlag). ef-Sucheef-EinkaufspartnerWenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button: |
Nach dem revolutionären ersten Mai: Dort die Lügen, hier die WahrheitEs kam, wie es kommen musste Die Prognose auf ef-online vor wenigen Tagen war nicht schwierig. Der revolutionäre erste Mai würde zu schwersten roten Ausschreitungen führen. Die von den Propagandaleitmedien dann kurzerhand den braunsozialistischen Brüdern in die Schuhe geschoben würden. Schließlich musste der pseudoreligiöse „Kampf gegen rechts“ immer und überall als jener ideologische Überbau unseres Staates zementiert werden, der Politiker, Medien und die nun wieder brandschatzenden Fußtruppen gleichermaßen Halt geben soll. Der Blogger Kewil zählt ein paar typische Überschriften so auf: N24: „Schwere Krawalle bei NPD-Aufmarsch in Ulm“. „Zeit“: „Schwere Randale bei NPD-Aufmarsch in Ulm“. „Süddeutsche“: „Rechtsradikale greifen Kundgebungen an“. „Bild“: „Verletzte bei NPD-Aufmarsch in Ulm“. „Kölnische Rundschau“: „Gewalteskalation auf NPD-Demo“. „Tagesspiegel“: „Schwere Randale bei NPD-Aufmarsch in Ulm“. Was war tatsächlich geschehen? Nehmen wir auch hier zunächst die Auflistung des Kewil-Blogs „Fakten – Fiktionen“: Köpenick, 2000 rote Mehrheitsfaschisten gegen einen braunen Neonazi „Um kurz nach zwölf startete der Protestzug der Gegendemonstranten in Köpenick, rund 2000 Menschen waren dabei, Fahnen von Gewerkschaften, SPD, Grünen und Linken waren zu sehen, viele Jugendliche liefen auch schon hier im Outfit des schwarzen Blocks auf. Die Lage blieb friedlich, nur einmal drohte kurzzeitig die Eskalation – als ein Neonazi auf dem Balkon seiner Wohnung im dritten Stock den vorbeiziehenden linken Demo-Zug provozierte. Minutenlang zeigt der junge, kahl rasierte Mann den Hitler-Gruß. Steine und Flaschen fliegen in seine Richtung, durchschlagen Fenster des Hauses. Dann verschwindet der Mann in die Wohnung, Sekunden später taucht stattdessen ein behelmter Polizist auf dem Balkon auf. Da applaudiert sogar der schwarze Block – zum letzten Mal an diesem Tag.“ („Spiegel“) Seelenbinderstraße, Berlin, insgesamt nur 200 braune Alt- und Neonazis „Die Rechtsextremisten wollten - wie in anderen Städten in Deutschland - zum ersten Mal seit Jahren wieder am 1. Mai Präsenz zeigen. Tatsächlich war jedoch so gut wie nichts von ihnen zu sehen. Polizeikräfte hatten das Gebiet um die Parteizentrale in der Seelenbinderstraße weiträumig abgesperrt. Etwa 200 alte und neue Nazis zogen sich zum Familienfest auf den Hof des Hauses zurück.“ („Spiegel“) Kreuzberg und Kotti, 5000 gewalttätige rote Mehrheitsfaschisten „Tatsächlich bestätigten sich am Abend die Befürchtungen. Von vielen der rund 5000 Teilnehmer der abendlichen Demo ging eine lange nicht gekannte Aggression aus.“ („Spiegel“) 18:40 Uhr, Kreuzberg, autonome SS, Palis und linksfaschistische Antifa „Die Autonomendemo ist gestartet. Vorneweg ein Transparent: ‚Kapitalismus ist Krieg und Krise’, dahinter ein Block sonnenbebrillter Schwarzjacken, gefolgt von den ‚Antifaschistischen Linken’. Palästinenserflaggen und Antifa-Fahnen sind zu sehen. („Tagesspiegel“) 19:00 Uhr, Kottbusser Tor, Dittfurth fordert neue RAF und Umsturz „Der Revolutionärszug steht zunächst wieder, jetzt werden Reden gehalten. Die ÖkoLinX-Politikerin Jutta Dittfurth ruft vom Demonstrations-Truck herab zu einem bundesweiten Schul- und Unistreik am 17. Juni auf. Außerdem sagt sie: ‚Die soziale Ordnung in Deutschland bleibt eine Gefängnisordnung.’ Im Verlauf der Wirtschaftskrise seien in Deutschland 100.000 Leiharbeiter ‚geräuschlos entsorgt’ worden. Dittfurth heizt die Menge an: ‚Ulrike Meinhof hat Bambule empfohlen’ – in einem Fernsehspiel über Mädchen, die sich gegen die Unterdrückung in ihrem Heim auflehnen – ‚wir auch!’. Die Rednerin fragt, indirekt einen gewaltsamen Umsturz rechtfertigend: ‚Wäre die Bastille gefallen - nur durch Lichterketten? Wäre die Befreiung vom Faschistenpack denkbar - als Loveparade?’“ („Tagesspiegel“) 19:26, Moskauer Str., Kreuzberg: Roter Stoßtruppführer Kyrill Jermak „Tagesspiegel-Reporter Jörn Hasselmann berichtet von anderer Stelle: ‚In Angst und Panik vor der sich Bahn brechenden Gewalt nahmen Myfest-Besucher Reißaus, Mütter zerrten ihre Kleinkinder an den Händen davon, um sich aus der Gefahrenzone zu bringen.’ Und: ‚Die Demo-Teilnehmer bahnten sich mit Leuchtkugeln, die sie abfeuern, den Weg durch die Massen des Myfests. An der Spitze marschiert der Bezirksverordnete der Linkspartei in Lichtenberg, Kirill Jermak.’ („Tagesspiegel“) Ulm: 1000 Braune gegen 10.000 rote Mehrheitsfaschisten „Bei einem Aufmarsch von mehr als 1000 Neonazis ist es am Freitag in Ulm zu schweren Angriffen von militanten Linken gekommen. Durch umherfliegende Steine und Flaschen wurden 21 Demonstranten und 29 Polizisten verletzt. Auch ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur dpa ist unter den Verletzten. Die Einsatzkräfte setzten Wasserwerfer ein, um gewalttätige Gruppen auseinander zu treiben. Die Gewalt sei nach ersten Erkenntnissen ausschließlich von militanten Linken ausgegangen, sagte ein Polizeisprecher. ‚Mir sind keine Straftaten bekannt, die aus dem rechten Spektrum kamen.’ Der Aufmarsch war von der NPD- Nachwuchsorganisation ‚Junge Nationaldemokraten’ organisiert worden. („Stuttgarter Nachrichten“) „Obwohl die Gewalt also wieder von den sich in großer Überzahl befindlichen linksautonomen SS -Schwarzhemden und deren rotfaschistischen Sympathisanten aus Kommunisten, Gewerkschaftlern, SED, Linkspartei und SPD ausging“, so Blogger Kewil, versuchte „die gleichgeschaltete Systempresse dies mit verklausulierten Texten und Überschriften zu verschleiern.“ Kewil schließt: „Während Dittfurth zu neuem RAF-Terror aufruft – dafür darf sie morgen bestimmt zu Anne Will – werden in zig Headlines immer die Rechten vorgeschoben.“ Ähnlich sieht es auch der Blogger Marco Kanne (Opponent). Er hat dazu über die „national befreiten Zonen“ der Neonazis bei Wikipedia folgende Definition nachgeschlagen: „Einen Bereich, in dem rechtsextrem motivierte Gewalt das Straßenbild so stark prägt, dass Menschen mit Migrationshintergrund, sich als links oder alternativ verstehende und andere von Rechtsextremen als ‚fremd’ und ‚feindlich’ Eingestufte wie Homosexuelle, Juden, Behinderte sich aus Furcht vor gewalttätigen Übergriffen nicht mehr auf die Straße oder in öffentliche Einrichtungen wagen und aus Angst vor Repressalien auch nicht Anzeige erstatten.“ Kanne ersetzt nun „gedanklich rechtsextrem durch links; Menschen mit Migrationshintergrund kann bleiben (zum Beispiel traditionsbewusste Bayern); links oder alternativ wird mit rechts, konservativ oder liberal substituiert; anstelle Homosexuelle tritt traditionsbewusste Familienväter und -Mütter; Juden kann ebenfalls stehen bleiben, da viele Linke auch Antisemiten sind, und aus Behinderte wird Kapitalisten.“ „Was hat man dann?“, fragt Kanne. „Eine ziemlich realitätsnahe Beschreibung Kreuzbergs“ am revolutionären ersten Mai. „Der kleine aber wenig feine Unterschied“, so Kanne, sei die Tatsache, „dass die Polizei in national befreiten Zonen nicht zugunsten der Neonazis gegen deren Kritiker und Gegner vorgeht, wie dies in den sozialistisch befreiten Zonen Berlins mit seiner blutroten Regierung unter Beteiligung der in Die Linke umbenannten SED der Fall ist.“ Die „Junge Freiheit“ schließlich berichtet wie folgt über die Ausschreitungen: „Nach den traditionellen Demonstrationen zum 1. Mai war es am Freitag in Berlin zu den erwarteten Übergriffen von Linksextremisten auf die Polizei gekommen. Dabei wurden die Beamten unter anderem mit Brandsätzen, Steinen und Flaschen beworfen. Die Krawalle brachen anders als von der Polizei erwartet nicht erst nach Einbruch der Dunkelheit aus, sondern bereits kurz nach 18 Uhr. Aus einem Demonstrationszug mit 5.000 Menschen im Stadtteil Kreuzberg wurden die Polizisten mit Steinen, Flaschen, Feuerwerkskörpern und Brandsätzen beworfen. Die Polizei ging mit Tränengas und Pfefferspray gegen die Gewalttäter vor, die sich vor allem in einem rund 400 Personen starken sogenannten schwarzen Block zusammengerottet hatten. Diese versuchten unter anderem, eine von Polizisten geschützte Tankstelle anzugreifen. Nach Angaben der Polizei wurden 289 Personen festgenommen. Gegen sie seien Ermittlungsverfahren unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung eingeleitet worden. Zudem wurden 273 Polizeibeamte verletzt, 14 von ihnen konnten laut der Polizei ihren Dienst nicht fortsetzen.“ Inzwischen berichtet auch die „Welt“ recht offen von versuchten Polizistenmorden: „Wir haben Glück gehabt, dass es keine Toten gab!“ Man stelle sich die Lichterketten, Parteiverbotsverfahren, Sondersendungen und das Gesicht Claudia Roths vor, wenn auch nur ein Bruchteil des Terrors wirklich von denen ausgegangen wäre, denen man es tagelang systematisch in die Schuhe zu schieben suchte… Internet 03. Mai 2009 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Arne Hoffmann, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Klaus Rainer Röhl schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Social BookmarksAnzeigenKommentareUser_Agent, am 03. Mai 2009 um 17:29 ( Link ) Mir fällt auch auf, daß jede der Propagandainstrumente andere Anzahlen von »aufmarschierenden Neonazis« angibt. @Arne Hoffmann Christian Perbandt, am 03. Mai 2009 um 18:53 ( Link ) Rot Front marschiert - 1.Mai - eine Nachlese Rote Fahnen über Deutschland! Berlin brennt. Wie von mir vorausgesagt ist aus dem friedlichen linken Protesten das Monstrum des Hasses und der Gewalt geworden, das in altgewohnter stalinistischer Intoleranz alles zu zerstören sucht was wagt sich dem sozialistischen Totalitarismus entgegenzustellen. Auch die Vertreter der großen Parteien sind scheinbar nur noch Marionetten der linken Hetzer. An einem Sternmarsch gegen Rechtsextremismus nahmen unter anderem Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) und Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) teil. “In Hannover bekommen Rassisten keinen Zentimeter Raum”, ruft Weil (SPD). Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) steht neben ihm und applaudiert. Unten schwenken Grüne, Linke und Junge Liberale mit Conti-Arbeitern ihre roten Banner... Kristof , am 03. Mai 2009 um 19:29 ( Link ) Herr Hoffmann, die Autonomen Nationalisten stellen den Sachverhalt anders dar (Google Blogsuche hilft weiter). Diesen Aussagen nach haben die ausländischen Teilnehmer der DBG-Demo mittels Holzstangen die AN-Demo angegriffen. Nun haben wir zwei Versionen. Geben Sie mir bitte wenigstens einen Anhaltspunkt, anhand dessen ich die Glaubwürdigkeit dieser beiden Darstellungen überprüfen kann. User_Agent, am 03. Mai 2009 um 21:06 ( Link ) Der Berliner Kurier stellt womöglich den Sachverhalt richtig und unverschleiert dar. TommyW, am 03. Mai 2009 um 21:31 ( Link ) Bilder sind vielleicht ganz gute Anhaltspunkte zur Verifizierung der verschiedenen Darstellungen. http://www.derwesten.de/static/nachrichten/7404/12411935675630/53421214_23438397_slide.jpg Bilder von prügelnden Braun-Sozialisten konnte ich keine finden. Wenn man dann noch sowas lesen kann: Carl, am 03. Mai 2009 um 22:40 ( Link ) Tja... Was diese "Autonomen Nationalisten" nun genau sind, was sie überhaupt wollen, hat sich mir auch noch nicht so ganz erschlossen. Ist der Begriff der individuellen Autonomie und der Nationalismus nicht eigentlich ein Widerspruch an sich? Vielleicht gründen die EF-Kommentatoren ja mit mir die etatistisch-libertäre Bewegung? TommyW, am 03. Mai 2009 um 23:31 ( Link ) Das "autonom" bezieht sich vor allem darauf partei- und vereinsunabhängig zu sein. Weitergehende Autonomien werden in der Regel nicht angestrebt. Klaus Wulf, am 05. Mai 2009 um 0:20 ( Link ) Spiegel TV hat Sonntagabend über die Krawalle berichtet. Unter dem Motto same pocedure as last year oder Spaß muss sein. Alles nur halb so wild.Riesengaudi einiger überdrehter Demonstranten. Gemeint waren damit diese schwarzverkleideten und vermummten Jungs. Der handelsübliche Bildungsbürger assoziert mit dem Wort Demonstrant das Prädikat friedlich. Braune dagegen marschieren auf. Wie gewohnt zu sehen waren die armen Demonstrationsopfer, also die oben erwähnten Schwarzvermummten, die sich dann vor der Kamera wortreich über die ach so brutale Polizei beschweren konnten. Was sind denn schon harmlose Moltow-Cocktails gegen die böööse Polizei? Übrigens, das Wörtchen links suchte man im Beitrag vergeblich. Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können |
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Arne Hoffmann, am 03. Mai 2009 um 17:19 ( Link )
Dortmund: 300 Neonazis attackieren DGB-Kundgebung
(...) Die Situation eskalierte, über die Treppe am Hauptbahnhof rasten plötzlich die Rechten in Richtung Innenstadt los, griffen dabei die Polizisten an. (...) Obwohl die Polizei schnell Verstärkung aus Bochum angefordert hatte, konnten die Neonazis nicht aufgehalten werden. Sie zogen in Richtung Friedensplatz, vor dem Theatervorplatz erreichten sie schließlich die DGB-Kundgebung. Die Rechtsradikale warfen Steine auf die Teilnehmer der Mai-Kundgebung, wollten die Menschen direkt angreifen. Mit Holzstangen und Steinen bewaffnet attackierten die teilweise vermummten Rechten den DGB-Tross. Es entwickelte sich laut Angaben der Polizei eine handfeste Auseinandersetzung, bei der es Verletzte unter den Demonstranten, aber auch auf Seiten der Polizei gab. Der Polizei gelang es, unter Einsatz des Schlagstocks, die Rechten abzudrängen.
"Das ist eine neue Qualität der Gewalt", sagte ein Polizist. Ganz gezielt seien die Menschen, ohne Vorwarnung, auf Menschen losgegangen und wollten sie verletzen. Auch viele Polizisten spürten die Gewaltbereitschaft der Neonazis - mehrere Beamte wurden verletzt.
Nachdem der Angriff der Nazis auf die Teilnehmer der DBG-Kundgebung abgewendet werden konnte, zogen die Rechten weiterhin marodierend in Richtung Ostwall ab - wo sie Steine sammelten. Offenbar sollte der Angriff fortgeführt werden.
http://www.derwesten.de/nachrichten/wr/2009/5/1/news-118558120/detail.html
Und jetzt zum Kontrast noch mal den Schlussabsatz des obigen ef-Artikels:
"Man stelle sich die Lichterketten, Parteiverbotsverfahren, Sondersendungen und das Gesicht Claudia Roths vor, wenn auch nur ein Bruchteil des Terrors wirklich von denen ausgegangen wäre, denen man es tagelang systematisch in die Schuhe zu schieben suchte ..."