30. April 2009

IG-Metall-Chef Berthold Huber Gewerkschaftsvorsitzender fordert Zwangsanleihe für Reiche

„Sozialausgleich wie nach dem Krieg“

Jetzt ist die Katze aus dem Sack: IG-Metall-Chef Berthold Huber fordert im Gespräch mit der „Zeit“ angesichts der Wirtschaftskrise einen „neuen Lastenausgleich ähnlich wie nach dem Krieg“. Es gebe „auch andere historische Beispiele“ für „eine gelungene Umverteilung“.

Ob damit die Programme Lenins, Stalins oder Maos gemeint sind, bleibt unklar. Klar aber ist: Nach den Vorstellungen des Gewerkschaftschefs soll jeder, der nach Abzug von Schulden über ein Vermögen von mindestens 750.000 Euro verfügt, verpflichtet werden, eine Staatsanleihe zu kaufen. Dies sei, so Huber, „keine Enteignung“, denn nach 15 Jahren solle die Anleihe zurückgezahlt werden. Darauf gibt es das große Gewerkschafterehrenwort!

Was heute der Metaller fordert wird ziemlich sicher nach der Bundestagswahl Programm – neben anderen Steuererhöhungen und vielen möglichst versteckten Leistungskürzungen, völlig unabhängig von der Regierungszusammensetzung. Wie eine solche Politik dann aussieht, kann heute bereits in Lettland beobachtet werden. Selbst die FDP hat mit ihrer Zustimmung zum letzten Konjunkturpaket eindrucksvoll bewiesen, dass sie am Ende wie immer alles mitmacht.

Es wird also höchste Zeit für die, die noch etwas zu verlieren haben, ihre Vermögen nun zu verstecken beziehungsweise in möglichst verborgene Sachwerte zu flüchten. Für gewöhnlich ist das der Beginn der Hyperinflation…


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