André F. Lichtschlag

Jg. 1968, Gründer und Herausgeber der Zeitschrift "eigentümlich frei", Verleger (ef und Lichtschlag Buchverlag).

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Vor dem revolutionären ersten Mai: Und jährlich grüßt Horst Wessel

von André F. Lichtschlag

Vorschlag zur Lösung eines historisch gewachsenen Problems

Momentan schlafen sie noch alle. Einer geregelten Arbeit geht man in diesen Kreisen für gewöhnlich nicht nach. Die Steuerzahler sorgen bestens für den eigenen Unterhalt, grundgesichert durch Hartz-IV und mit zahlreichen großzügigen Bonuszahlungen angereichert, die den „Projekten gegen rechts“ zugesteckt werden und die bekanntlich meist in linksautonomen Selbstbedienungsstrukturen versickern. Die Söldner an den bewaffneten Rändern des Systems wurden zu allen Zeiten gut entlohnt.

Heute und morgen Nacht wollen die Sturmabteilungsmänner beim „revolutionären ersten Mai“ hellwach dabei sein und wie in jedem Jahr seit den Kreuzberger Krawallen 1987 möglichst viele Autos anzünden, Geschäfte plündern – und sich dabei wie Horst Guevara oder Che Wessel sehr wichtig vorkommen.

In den kommenden beiden Nächten sei etwa in Berlin und Hamburg mit, so mutmaßt die Tageszeitung „Die Welt“, in diesem Jahr „besonders schweren Unruhen“ zu rechnen: „Nicht zuletzt die Beschwörung sozialer Unruhen durch Gewerkschafter und Politiker könnte die linke Szene zu Exzessen anspornen.“

Bereits ohne vorgeschobenen Feiertag und ohne die jüngste Anfeuerung durch die SPD-Präsidentschaftskandidatin Gesine Schwan wurden alleine in Berlin seit Anfang Januar mehr als 90 Autos von den linksautonomen Imitatoren der SA und des Rotfrontkämpferbunds „abgefackelt“. Für heute und morgen fordert die Szene, diese Beutezahl mehr als zu verdoppeln.

Alleine im letzten Jahr wurden nur in Berlin 103 Polizisten von den Gewalttätern verletzt, 2007 wurden 130 verletzte Polizeibeamte in der Hauptstadt gezählt. Es ist wohl eher ein glücklicher Zufall, dass zuletzt kein Polizist ermordet wurde. Jeweils nur etwa 200 der 10.000 schweren Gewalttäter wurden kurzzeitig festgenommen. Längere Haftstrafen sind nirgends bekannt geworden.

Die Propagandaleitmedien Tagesschau, „Bild“ und Spiegel-Online betreiben – auch dies bereits Tradition im Vorfeld – seit Tagen eine Desinformationskampagne. Sie berichten geschickt von „geplanten Neonaziveranstaltungen am ersten Mai und zu befürchtenden schweren Ausschreitungen“. Dass die gewaltlosen Mini-„Neonaziaufmärsche“ von mehreren Hundert braunen Sozialisten nur ein Randaspekt sind und die schweren Ausschreitungen zumindest in den vergangenen Jahren ausnahmslos auf das Konto der roten Brüder gehen, wird dezent verschwiegen oder mutwillig verdreht. Schließlich muss der pseudoreligiöse „Kampf gegen rechts“ immer und überall als jener ideologische Überbau unseres Staates zementiert werden, der Politiker, Medien und die nun wieder brandschatzenden Fußtruppen gleichermaßen Halt geben soll. Wirklich gestoppt werden darf die linke Gewalt durch die „Deeskalationsstategie der Polizei“ jedenfalls nicht, vom CDU-Senat nicht, und von der rot-roten Stadtregierung nun schon gar nicht.

Tatsächlich ist der rotbraune Spuk seit nunmehr 22 Jahren historisch gesehen nur konsequent, machten doch morgen vor 76 Jahren die braunen Nationalsozialisten diesen von der roten sozialistischen Internationale ausgerufenen Ersten Mai zum deutschen Feiertag.

Wagen wir entgegen dieser geschichtlichen Kontinuität ein Gedankenexperiment. Stellen wir uns vor, es wäre politisch gewollt, friedliche Bürger und deren Eigentum vor den Terrorbanden des Ersten Mais zu schützen. Gäbe es eine Lösung? Sie wäre denkbar einfach. Methode A etwa könnte sehr idealistisch lauten, jeden Zerstörer des Eigentums von Dritten so lange zum zeitlich begrenzten Sklaven des geschädigten Geschäfts- oder Autobesitzers zu machen, bis der Schaden zuzüglich einer kleinen, angemessenen Wiedergutmachung abbezahlt ist. Das wäre zwar gerecht, aber wenig praktikabel, weil es die Geschädigten nach der Tat erst recht und noch einmal zu einem Ziel der notorischen Gewalttäter und ihrer Freunde machen würde. Es ist auch kaum bekannt, dass diesseits von Theoretikern im Elfenbeinturm sich Opfer von Straftaten für eine solche Lösung begeistern könnten.

Methode B könnte daher etwas weniger elegant so lauten: Jeder, der im Zusammenhang mit Gewalttaten wie Brandschatzung und Plünderung gefasst wird, geht für sechs Jahre ohne Bewährung ins Gefängnis. Das ist zufällig genau das Strafmaß, zu dem Horst Mahler für die Äußerung falscher Meinungen verurteilt wurde. Was für dumme und dreiste Auffassungen recht ist, müsste doch für dumme und dreiste Taten nur billig sein. Wetten, dass schon im nächsten Jahr der zweitägige Terror der roten Banden von den Straßen Berlins und Hamburgs vollständig verschwunden wäre?

Dann könnte man auch in einem Akt wirklicher Vergangenheitsbewältigung den Nazifeiertag endlich abschaffen, die Geschäfte öffnen lassen und friedlich und unbehelligt arbeiten oder einkaufen oder bummeln gehen. Zu schön, um wahr zu sein?

30. April 2009

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Kommentare

ranzer, am 30. April 2009 um 11:46 ( Link )

Man könnte auch einfach jedem Ladenbesitzer eine Schrotflinte in die Hand drücken.

Das könnte man übrigens auch in Problembezirken machen. Wie lang würden Jugendbanden dann noch ganze Viertel tyrannisieren können?

Carl, am 30. April 2009 um 12:28 ( Link )

Seitdem auch zierliche Frauen bei der Polizei ihren Dienst tun, ist die Deeskalationsstrategie das einzige, was diese "Schutzleute" noch vermögen. Oft können sie sich ja nichtmal selbst schützen, geschweige denn die öffentliche Ordnung.

Es gibt einfach zu schöne Bilder, wenn man junge Frauen, vielleicht 165cm groß und 60 Kilo schwer, in so einen Kampfanzug steckt und von ihnen erwartet gegen allerlei gewaltbereites Gesindel vorzugehen. Da hilft dann auch ein gutes Abitur in Deutsch und Sozialkunde nicht mehr...

Man bräuchte wohl großgewachsene Kerle, mit Oberarmen wie Baumstämme, die diesem Mob mal die Richtung weisen, aber stattdessen haben wir demoralisierte Ordnungshüter, die sich lieber hinter einem Wasserwerfer verstecken und sich damit begnügen bei Ausschreitungen das Protokoll zu führen.

Molot, am 30. April 2009 um 14:42 ( Link )

Dass Sie die Volksverhetzung und Leugnung, Verharmlosung und Verächtlichmachung der größten industriellen Massenvernichtung durch Mahler da lapidar als "falsche Meinung" bezeichnen...

Wie würden Sie es denn bezeichnen? Als "richtige" Meinung? Eine Meinung ist es ja in jedem Falle.
m.f.G.
B.Ullmann

Haderach, am 30. April 2009 um 15:08 ( Link )

@terzett
Aus Ihrem Beitrag entnehme ich dass Sie die willkürliche Zerstörung fremden Eigentums für ein demokratisches Grundrecht halten? Oder fällt das für Sie unter Ausdruck einer politischen Meinung?

Ich würde mir wünschen dass der Staat eine seiner wichtigsten Aufgaben, nämlich den Schutz persönlichen Eigentums, etwas konsequenter umsetzen würde.
Es ist keinesfalls einzusehen dass Anarchisten und Chaoten - egal welcher Gesinnung - mehr oder weniger ungestraft anderer Leute Eigentum zerstören. Hier wäre eine wirklich harte Reaktion des Staates dringend nötig!

Minarchist, am 30. April 2009 um 15:10 ( Link )

@terzett:
Was sonst soll das Verfolgen einer Meinung, und sei sie auch noch so falsch, anderes sein als "Gesinnungsjustiz"? Das Abstreiten selbst einer Tatsache darf nicht dazu führen, daß jemand dafür politisch und juristisch verfolgt wird und mehrere Jahre hinter Gittern verbringt. Ein System, das hierzu imstande ist, mag vieles sein, jenes jedoch nicht: moralisch oder freiheitlich.

Alexander Majtanic, am 30. April 2009 um 15:30 ( Link )

Siehe einer an, ein "Libertärer" der dem Sklaventum positiv gegenübersteht. Soviel also zu dem so propagierten Freiheitsgedanken. Oder das der Staat, den man eigentlich wegschrumpfen will, alles überwacht und zu drakonischen Strafen lange einsperrt. Das dies ein Mehr an Steuern bedeutet sollte aber klar sein, oder ? Mal wieder zu kurz gedacht wie man sieht...

Und das der Herr Lichtschlag gerne den 1.Mai abschaffen will wundert mich absolut nicht. Die Arbeitnehmer die frei hätten und trotzdem Lohn bekommen müssten Arbeiten gehen, was den Unternehmer finanziell sehr zugute kommen würde. Außerdem würde ein Symbol der Arbeiterschaft abgeschafft werden, ein symbolischer "Sieg" der Unternehmer über die Arbeiter um zu zeigen wer die Macht hat.

Mit Freiheit hat das alles nichts zu tun.

Was man außerdem auch von den anderen Kommentaren merkt: Wo Gewalt entsteht, wird nach Gegengewalt gerufen. Das schaukelt die Stimmung immer weiter auf, anstatt die Ursachen der Probleme zu bekämpfen, damit so etwas garnicht zustande kommen kann. Typisches konservatives Denken halt, aber bestimmt nicht liberal.

Stefan Miller, am 30. April 2009 um 15:32 ( Link )

"Dass Sie die Volksverhetzung und Leugnung, Verharmlosung und Verächtlichmachung der größten industriellen Massenvernichtung durch Mahler da lapidar als "falsche Meinung" bezeichnen "

für den einen ist es ein Schokoriegel, für den anderen die längste Praline der Welt.

Urs Bleiker, am 30. April 2009 um 16:04 ( Link )

Die Polizei tut mir sicher nicht leid! Das sind Staatsdiener, die sich aus Gründen der Staatsraison gegen Entgelt verprügeln lassen. In Zürich sperrt die Polizei für das Happening extra die Innenstadt für den Verkehr.

Mein Vorschlag als Ergänzung auf den entsprechenden Hinweisschildern: "Lieber dummer kleiner autofahrender Bürger, die Innenstadt ist heute für gesetzestreue und steuernzahlende Arschlöcher wie dich gesperrt, damit die roten Chaoten uns ungestört in die Visage treten können. Bitte kein Mitleid für uns. Wir bekommen dafür dein Geld und die neue Fresse bezahlst du uns auch mit deinen Steuern. Dafür bleibt das System erhalten und du darfst weiterhin zahlen. Freundliche Grüsse, Stadtpolizei Zürich"

Alexander Majtanic, am 30. April 2009 um 16:08 ( Link )

@Urs Bleiker

Mich würde brennend ihr Vorschlag interessieren, was sie anders machen würden.

Urs Bleiker, am 30. April 2009 um 16:40 ( Link )

@Alexander Majtanic

Das, was ich getan habe: Nicht Polizist werden!

Wenn Sie aber meinen, was die Stadt tun könnte, ganz einfach: Keinen "1.-Mai-Umzug" ausrichten und Chaoten sofort dingfest machen!

Goldelse, am 30. April 2009 um 16:51 ( Link )

Hier musste nur ein anderes Lokal gefunden werden. So langsam habe ich das Gefühl, dass die roten Horden uns alle erpressen wollen, ähnlich der Mafia. Das Wort Nazi wurde mittlerweile inflationär gebraucht, und wo ein Nazi auftritt, egal, was der in Wirklichkeit ist, hat die SA das Recht, den Laden zusammenzutreten. Ich finde erschreckend, was von unserer Demokratie übriggeblieben ist.
http://www.michaelwinkler.de/Kommentar.html

Alexander Majtanic
Und was schlagen Sie vor? Dass sich Gastwirte erpressen lassen müssen, weil mit Gewalt gedroht wird?
Dass Autos brennen müssen, weil paar gut organisierte Nichtsnutze unzufrieden sind? Die Antifa missbraucht neuerdings schamlos Schülerdemos und nutzt sie für ihre Zwecke, nachzulesen in der aktuellen JF. Warum waren die Schülerproteste in Berlin und Hannover so gewalttätig? Alles dieselbe Handschrift.
Sie wollen eine Lösung? Verbot der SED Partei und Beobachtung der linken Szene durch den Verfassungsschutz. Der Kampf gegen Rechts ist ein Hort aller linker Nichtstuer, die Zeit haben, im Internet Rechte auszuspähen, leider diffamieren und denunzieren sie dabei rechtschaffene Bürger, die mit Hitler gar nichts am Hut haben.

Sphairon, am 30. April 2009 um 18:18 ( Link )

Siehe einer an, ein "Libertärer" der dem Sklaventum positiv gegenübersteht.

Herrn Lichtschlags Wortwahl war zugegebenermaßen ein wenig spitzfindig. Wenn allerdings jemand durch Akte der Gewalt und Zerstörung erkennbar macht, dass er auf das Prinzip der gegenseitigen Rücksichtnahme und den Grundsatz der Freiwilligkeit pfeift, muss er damit rechnen, zu einem gewissen Anteil - dem Anteil in Höhe des Schadens nämlich - von seiner eigenen Freiheit entbunden zu werden.

Welche Art von Strafe bevorzugen Sie denn? Oder denken Sie, eine Gesellschaft kann langfristig ohne Strafmechanismen auskommen?

Außerdem würde ein Symbol der Arbeiterschaft abgeschafft werden, ein symbolischer "Sieg" der Unternehmer über die Arbeiter um zu zeigen wer die Macht hat.

Der 1. Mai bezeichnet den Sieg der politischen Mittel, des Raubs, Zwangs und Mordes, über die ökonomischen Mittel, den beiderseitig vorteilhaften Tausch und Handel sowie die freiwillige Assoziation.

In diesem Sinne ist er tatsächlich ein blutroter, dazu noch ein pechschwarzer Tag für die Freiheit in der Welt.

bernardo, am 30. April 2009 um 18:21 ( Link )

Was man MUSS, das sagt eigentlich ganz klar das Gesetz. Es muß nur Anwendung finden:

"§ 125 Landfriedensbruch

(1) Wer sich an

1. Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder Sachen oder

2. Bedrohungen von Menschen mit einer Gewalttätigkeit,

die aus einer Menschenmenge in einer die öffentliche Sicherheit gefährdenden Weise mit vereinten Kräften begangen werden, als Täter oder Teilnehmer beteiligt oder wer auf die Menschenmenge einwirkt, um ihre Bereitschaft zu solchen Handlungen zu fördern, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht ist."

Alexander Majtanic, am 30. April 2009 um 20:00 ( Link )

@Urs Bleiker

Diesen 1.Mai-Umzug verbieten wäre eine Freiheitsbeschränkung an das Versammlungs- und Demonstrationsrecht. Nur weil ihnen der Demonstrationsgrund nicht passt, haben sie kein Recht, die Meinungsfreiheit von anderen zu beschneiden. Und aus libertärer Sicht schon gar nicht, wenn es ihr Eigentum nicht betrifft.

Was Gewalttaten angeht: Ja, Chaoten gehören bestraft. Nur wäre der Aufwand extrem groß Zerstörungen zu verhindern, wenn die Polizei eingreift, eskaliert die Situation nur, es kommt auf beiden Seiten zu extremster Gewalt. Man sollte dort ansetzen warum viele Menschen auf die Straße gehen und manche aggressiv handeln, diese Probleme sind sehr vielschichtig. Aber damit müsste man sich ja mit den Menschen beschäftigen, an die aber Konservative und Rechte kein Interesse haben sondern am liebsten irgendwo einsperren möchten. Aus den Augen, aus den Sinn halt. Nur das funktioniert (zum Glück) nicht.

@Goldelse

Sie stellen die falschen Fragen. Die richtigen wären: Warum drohen die Autonomen mit Gewalt ? Warum sind diese unzufrieden ?
Ich bin der Meinung das etwas schief läuft in der Gesellschaft. Das sehen sie ja auch, aber nur aus einen anderen Blickwinkel und mit anderen Lösungsvorschlägen. Ich denke ein Großteil der Menschen sind die Verlierer dieser Gesellschaftsordung, viele schweigen, wenige begehren dagegen auf. Ich denke, dass die "Libertären" der EF zu den Gewinnern gehören, also auf der anderen Seite stehen. Ich sehe deutlich, dass hier viele auf libertär tun, doch letztendlich geht es nur darum, mehr Geld zu haben als man schon hat, und von dem "Gesindel" wie Ausländer Moslems, Arbeiter, Staatsdiener, Unterschichtler usw, die in das enge bürgerliche Leben nicht passen, nichts wissen zu wollen. Letztendlich spüren das auch die Menschen, daher darf sie es nicht wundern das Stimmen laut werden.

Ich bin auch nicht mit der Antifa zufrieden, der Kampf gegen Rechts nützt nichts und bindet Kräfte und verschwendet Energie. Gegen das System so zu rebellieren bringt es nicht weiter noch gewinnt man die Sympatie der Mehrheit. Aber ich denke auch, das sich Rechte, Konservative und Faschisten ziemlich nah stehen (natürlich nicht ident). Der Übergang ist fließend, daher wird auch gegen das bürgerliche System "gekämpft" was ja heute ja das System mit beeinflusst. Ich finde der Kampf sollte aber anders geführt werden, demokratischer und freier, nicht mit Gewalt.

Die Linke verbieten ? Was hat sie Verfassungswidriges getan ? Ich weis, sie wünschten es sich, weil die linke Szene ihre Gegner sind, aber auch hier sehe ich wieder den Ruf nach dem Staat und Verbot von anderen Meinungen. Würden sie übrigens auch die NPD, REP, usw verbieten ?

@Sphairon
So richtig ernst wird er es nicht gemeint haben, aber trotzdem hat er Sympathien dazu.
Wenn eine Sachbeschädigung vorliegt gehört der Täter bestraft. Aber es gibt soviel was das hindern würden: Erst die Masse an Autonomen, aber gut, einige werden rausgepickt. Je mehr Polizei desto mehr Eskalation. Verbot der Veranstaltung wäre Diskriminierung (wegen ein paar dutzende Autonome viele 1000 friedliche Menschen zu verhindern wäre die Entschuldigung für einen totalitären Staat). Dazu kommt noch das eh schon schlechte Image der Polizei als Handlanger des Staates und was sie tut wird nur bestätigt. So bleibt der Polizei nur eines: Das kleinere Übel wählen, nur die Extremsten rausziehen, die Versicherung zahlt ja den Schaden der entsteht.
Die Unternehmer können ihre Auto wegstellen und die Geschäftsauslage mit Pappe bestücken oder sich freundlich vor die Geschäfte stellen, wenn sie so Angst haben. Heißt doch bei den Libertären es selber in die Hand zu nehmen, oder ?

Strafe gegen Eigentum ja, aber da gibt es auch wieder viele Grauzonen. Wie einen totalitären Staat bekämpfen ? Wie gegen mafiöse Unternehmer vorgehen ? Hmmm, macht kaputt was euch kaputt macht, fällt mir ein. Aber was das wieder ist hat jeder andere Vorstellungen.

Der 1.Mai steht für mich als Tag der Arbeiterbewegung, Tag der Gewerkschaften und ihre Errungenschaften, den Kampf gegen Unterdrückung. Bei ihrer Antwort merkt man, das die Gesellschaft in Klassen unterteilt ist. Gilt dies nicht zu überwinden ?
So freundlich stehe ich diesen Tag auch nicht gegenüber. Viel Propaganda um nichts (die Welt die daraus wurde ist bestimmt nicht das Ziel gewesen), zudem sollte man nicht diese Art von Arbeit feiern sondern sie ändern.

Goldelse, am 30. April 2009 um 20:25 ( Link )

Alexander Majtanic,
Die Gesellschaft MUSS eine Leistungsgesellschaft sein, jemand, der vor dem PC hockt und Leute denunziert, wie es die Linke derzeit tut, ist fehl am Platze. Genau wie es Leute aus Zentralafrika sind, die uns beibringen, wie man Wasser aus langen Distanzen herträgt. Diese ganze Internationalisierung stinkt Leuten wie mir, jeder mag in seiner Region, in seinem Land glücklich sein, wir in Deutschland sind nicht die Guten, wir beuten aus, diese ganze Helferindustrie gehört abgeschafft, sie ist selbstsüchtig. Der Kern sind Familie und Region und keine eine Weltordnung ohne Verantwortung, das unterscheidet Leute wie mich zu Ihnen. Je weiter die Zentrale ist, umso hilfloser und rechtloser ist der Bürger, auch Sie, weil Verantwortung weiterdelegiert wird. Man sieht es an dem Wahnsinn EU, weg damit.

User_Agent, am 30. April 2009 um 20:25 ( Link )

@Alexander Majtanic

Was man außerdem auch von den anderen Kommentaren merkt: Wo Gewalt entsteht, wird nach Gegengewalt gerufen. Das schaukelt die Stimmung immer weiter auf, anstatt die Ursachen der Probleme zu bekämpfen, damit so etwas garnicht zustande kommen kann. Typisches konservatives Denken halt, aber bestimmt nicht liberal.

Was willst du den sonst tun? Gegen die Gewalt Worte werfen?
Es ist unverschämt, daß wenn jemand Gewalt anwendet, er erwartet, daß er keine Gegengewalt zu spüren bekommt.

@Alexander Majtanic

Die Linke verbieten ? Was hat sie Verfassungswidriges getan ? Ich weis, sie wünschten es sich, weil die linke Szene ihre Gegner sind, aber auch hier sehe ich wieder den Ruf nach dem Staat und Verbot von anderen Meinungen.

Verbot sollte sein, wenn Gewalt angewendet und/oder gefördert wird. Die SED tut das definitiv.
Verfassungswidriges gibt es eigentlich gar nicht, weil a) das Grundgesetz keine Vefassung ist und b) die Bundesrepublik Deutschland seit dem 18.06.1990 juristisch aufgelöst ist.
In dieser Hinsicht wird nur willkürlich gehandelt.

Was die Meinungsfreiheit betrifft, zitiere ich mal Voltaire:

Ich mag verdammen, was du sagst, doch ich werde mein Leben dafür einsetzen, daß du es sagen darfst.

Martin Möller, am 30. April 2009 um 22:56 ( Link )

Wieso ist die brd aufgelöst? Durch welchen Rechtsakt sei denn das geschehen??

Fatal, am 30. April 2009 um 23:47 ( Link )

Guten Abend Herr Majtanic,

erstens weiß ich nicht, ob Herr Lichtschlag wirklich libertär ist. Entsprechendes Adjektiv ist meines Wissens nach vom Cover dieser Zeitschrift entfernt worden. Darüberhinaus wüsste ich nicht, wo er sich positiv zu Sklaverei geäussert hätte. Da aber Anhänger Ihrer politischen Gesinnung dafür bekannt sind, freiwillig vereinbarte Arbeitsverhältnisse als solche zu betrachten, hat dies wohl nicht viel zu sagen (Was macht eigentlich ein Anarchist mit einem Arbeitnehmer, der sich nicht "befreien" lassen möchte? Wird der dann dazu gezwungen, sich "befreien" zu lassen? Ich schweife ab).

Zu der Behauptung, Gewalt und Gegengewalt würden sich nur gegenseitig hochschaukeln, kann ich nur auf Singapur oder verschiedene US-Großstädte verweisen: Nach der Einführung von Zero-Tolerance-Regelungen sind die Kriminalitätsraten dort deutlich zurückgegangen.
Und warum sollte man sich bei jedem mit seinen Problemen beschäftigen? Jeder Mensch hat irgendwelche Probleme und die allermeisten greifen niemals zu Gewalt. Deutschland und Österreich sind so wohlhabend wie noch nie in ihrer Geschichte, trotz Finanzkrise. Jeder Mensch (der es möchte) hat ein Dach über dem Kopf, Heizung, Kühlschrank (samt Inhalt), elektrisches Licht, Kleidung und weiß der Teufel was sonst. Ein Hartz IV-Empfänger ist deutlich reicher als der Großteil unserer Vorfahren und als der Großteil der derzeitigen Weltbevölkerung.

Diese Krawallmacher sind gewöhnliche Verbrecher, die wahrscheinlich mit einem großzügigem Schuss Selbstgerechtigkeit einfach nur das tun, was ihnen am meisten Spaß macht, so wie primitive Schulhofrowdies oder Hooligans. Sobald denen mal ein bisschen Gegenwind entgegenpfeift, verkriechen die sich in ihren Löchern und es herrscht Ruhe.

Alexander Majtanic, am 01. Mai 2009 um 0:55 ( Link )

@Goldelse

Ja, diese Leistungsgesellschaft wegen dem internationalen Wettbewerbsdruck. Doch denke ich, dass mehr Freiheit den Menschen den Druck nehmen wird, vorallem wenn sie gleichberechtigt und gleichbehandelt wirtschaften. Und so mehr Leistung zusammenkommen kann.
Was die Linke betrifft, ich glaube kaum das alle Linken am Computer hocken und Rechte jagen, könnte man auch sagen, dass die Rechten gegen die Linken schreiben, usw. Gibt genug rechte Internetseiten.Aber warum sind diese Fehl am Platz ? Eine Gesellschaft lebt vom Diskurs und von der Kritik, eine einseitige Meinung führt zur Diktatur. Daher freies Recht für alle sich zu äußern (aber auch die Verantwortung zu übernehmen)

Was der Kern ist... da hat jeder seine eigenen Vorstellungen, stimmt, das ist der Unterschied. Wobei ohne Verantwortung... das stimmt ja nicht, man hat Verantwortung zu den anderen Mitmenschen, man arbeitet und lebt zusammen. Meiner Meinung nach schließen die Kernpunkte Familie und Region vieles aus (Wer nicht zu der Familie gehört, gehört irgendwie nicht zum Leben dazu, Region macht Menschen uninteressant wenn sie nicht dort wohnen wo man selbst wohnt, obwohl es sie aber gibt und man die Entscheidungen auch von weit weg führt)

Ich bin gegen eine Zentrale, das wäre eine Herrschaft von Menschen über andere Menschen. Ich bin dafür, dass die Menschen ihr Leben ZUSAMMEN in die Hand nehmen, nicht gegeneinander leben. Ein Staat ist sicher nicht die Lösung.

@User_Agent

Einfach: Die Ursache der Unzufriedenheit finden und beiseitigen. Wenn es in Deutschland Millionen von arbeitslosen Menschen und noch viel mehr Leute gibt, die von ihrer Arbeit überleben statt wirklich leben zu können und vieles mehr, wird es Unzufriedenheit geben. Da sollte man anpacken.

Die SED gibt es nicht mehr. Ein paar ehemalige Mitglieder und Sympathisanten gibt es in der Linken, doch die sind alle am System angepasst. Damals nach Hitler hat man in den großen Parteien auch ehemalige Nazis aufgenommen, die ihr Denken sicherlich in die Partei mit eingebracht oder sich so von der Nazimitläuferschaft befreit haben.
Solange es keinen Aufruf zur gezielten Gewalt gibt kann man es auch nicht bestrafen, weil keine direkte Gefahr von Leib, Leben und Eigentum besteht. Ich denke nicht, dass die Linke dazu aufgerufen hat, z.B das Gebäude der Deutschen Bank zu sprengen. Das wäre strafbar. Aber keine Angst, bestimmt hat der Staat in linken Organisationen auch ihre Informanten so wie bei den rechten Parteien wo niemand hier ein Verbot will. Ich denke man sollte Konsequent denken: Freiheit für alle. Die besseren Ideen sollten sich frei durchsetzen.

Über das Grundgesetz: Da kann ich nicht zustimmen, dafür ihnen einen Link dazu geben:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtslage_des_Deutschen_Reiches_nach_1945

Ah, das Zitat wollte ich anführen ! Wusste aber leider nicht mehr den genauen Wortlaut und vergaß es schließlich. Es passt sehr gut zu den Kommentaren, die ein Verbot von linken Parteien und Demonstrationen fordern, danke.

Alexander Majtanic, am 01. Mai 2009 um 1:36 ( Link )

@Fatal

Ah, guten Abend.
Hehe, ich glaube auch nicht, dass er libertär ist, zuviel konservatives Bürgertumsdenken ist zu finden um die kleine feine Welt zu erhalten die von sovielen Faktoren bedroht wird und letztendlich doch immer der eigentlich verhasste Staat gerufen wird wenn man nicht mehr weiterweis.
Zur Sklaverei: Ja, er führt sein Beispiel A als "gerecht" an, das ist wohl als Zustimmung zu deuten. Da weder beschrieben wird, welche Tätigkeiten der "Sklave" zu verrichten hat, noch welchen Wert seine Arbeitsstunde hat (seine Arbeitskraft könnte z:b nur 1 Cent pro Stunde betragen, so ist er praktisch ewig ein "Sklave" bis alles mal abbezahlt ist) würde ich es schon behaupten. Aber er kann ja hier gerne dazu Antworten.

Was sie mit dem Arbeitnehmer und "befreien" meinen, kann ich leider nicht deuten, möchte aber sagen, dass es darum geht, diese Chef > Arbeitnehmer zu überwinden und ein Betrieb von den Menschen zusammen geleitet wird. Ich wüsste nicht was man da nein sagen könnte, der Mitarbeiter, der unter einem Chef "dienen" will kann die Entscheidung bei den anderen Menschen lassen, kommt auf dass selbe heraus. Nur wäre das dumm in meinen Augen, aber wenn er nicht mitmachen will, dann braucht er nicht.

Es gibt verschiedene Arten von Gewalt. Das sind keine sozialen Unruhen, sondern Banden, Drogen, Diebstahlskriminalität. Da gibt es höchstens ein paar Verbrecher gleichzeitig auf einem Haufen und die Polizei stürmt rein und fertig. Die Gefängnisse füllen und es gibt immer neue Verbrecher die schnell weggeputzt werden. In diesen Ländern gibt es keine Solidarität zwischen den Menschen, daher ist es auch für die Polizei leichter gegen Verbrechen vorzugehen,da es keine Masse ist, dafür sind die Verbrechen aber auch deutlich härter.
Man kann solche Massendemonstrationen die sozialgesellschaftliche Hintergründe haben und ein paar Autos brennen nicht so bekämpfen wie die andere Kriminalität. Na gut man kann, wie China am roten Platz 1989 oder wie vor 1-2 Jahren in Burma.... aber ich glaube das will keiner, oder ?
Autonome Zellen werden bestimmt beobachtet, wenn diese was anstellen, werden sie vom Staat zur Rechenschaft gezogen. Denn brennende Autos und Massenschlägereien mit der Polizei in Deutschland zu dieser Zeit sind mir nicht bekannt, daher glaube ich kaum das es so schlimm ist wie viele denken.

Stimmt, Österreich und Deutschland sind Reich, wir jammern auf hohen Niveau. Da fällt mir aber etwas dazu ein: "Es könnte doch schlimmer sein... ja, aber es könnte auch bedeutend besser sein !" Ich denke sie sind Libertärer weil sie eine Verbesserung wollen. Ich glaube sie sind wohlhabender als so manch anderer in Deutschland aber letztendlich wollen sie auch mehr: Mehr Netto, mehr Freiheiten. Die Menschheit ist bestrebt sich weiterzuentwickeln, wir wollen es alle noch besser haben. Das ist gut, aber gut man kann es auch übertreiben. Das Problem was wir haben, ist meiner Meinung nach, das die Gesellschaft die Menschen hemmt und konserviert und sie in ein System hineinpresst wo es keinen Ausweg zu geben scheint. Welche Leben besser darin und finden ihren Weg, welche schlechter und suchen einen anderen Weg.

Ja stimmt, manche wollen einfach nur Zerstörung, Kriminelle die sich hinter eine Sache verstecken. Doch diese sind in der absoluten Minderheit. Von diesen wenigen auf alle zu schließen wäre unfair gegenüber der Mehrheit die mit den Krawallmachern nichts am Hut haben.

freiheitistunteilbar, am 01. Mai 2009 um 3:56 ( Link )

Ah, guten Abend.
Hehe, ich glaube auch nicht, dass er libertär ist, zuviel konservatives Bürgertumsdenken ist zu finden um die kleine feine Welt zu erhalten die von sovielen Faktoren bedroht wird und letztendlich doch immer der eigentlich verhasste Staat gerufen wird wenn man nicht mehr weiterweis.

Zur Sklaverei: Ja, er führt sein Beispiel A als "gerecht" an, das ist wohl als Zustimmung zu deuten. Da weder beschrieben wird, welche Tätigkeiten der "Sklave" zu verrichten hat, noch welchen Wert seine Arbeitsstunde hat (seine Arbeitskraft könnte z:b nur 1 Cent pro Stunde betragen, so ist er praktisch ewig ein "Sklave" bis alles mal abbezahlt ist) würde ich es schon behaupten. Aber er kann ja hier gerne dazu Antworten.

Glaube versetzt bekanntlich berge, durchaus. Nur Lichtschlag mag da weniger inkonsequent sein wie Sie ihm unterstellen. Die Tatsache, dass man einen Einbrecher weder erschießen noch durch eine private Sicherheitsagentur fassen lassen darf, bringt einen leider dazu, die verhältnismäßig schlechteren Dienste des Gewaltmonopolisten in Anspruch nehmen zu müssen.

Zeitlich begrenzt deutet eher darauf hin, dass der Stundensatz nicht bei 1€ Cent / Stunde liegen mag. ;-)

Lion Edler, am 01. Mai 2009 um 4:30 ( Link )

Und auch mein Lieblings-Fußballverein Union Berlin meint mal wieder den Fußball politisieren zu müssen, indem er anlässlich des ersten Mai einen Aufruf gegen die NPD unterstützt...
http://www.fc-union-berlin.de/default.php?content=vereinsnews_detail&id=3507

Wenn ich dauernd so einen Scheißdreck zur Kenntnis nehmen muss, denke ich mir manchmal: Aus Protest gegen den ,,Krampf gegen Rechts" MLPD oder NPD wählen - damit das System und die Gesellschaft möglichst schnell zusammenkrachen! :-(

Michael Seifert, am 01. Mai 2009 um 11:15 ( Link )

Es ist zwar schier unmöglich in Absurdistan eine politische Debatte ohne Rekurse auf das "Dritte Reich" und die kommunistische Diktatur in der DDR zu führen, aber ich will dennoch mal alle ideologischen Brillen absetzen und das Phänomen des 1.Mai in Berlin so ausleuchten.
Im Jahre des Herrn 1986 ging es eigentlich schon los, da die Hausbesetzerbewegung da eigentlich schon auslief und die militanten Teile eine gewisse Rache für die Niederlage üben wollten.
1987 war allerdings der erste richtig militante 1.Mai. Es war immer das Bündnis von sozialen Randgruppen und sog. Autonomen (autonom von Schweine-System-Geld lebend) mit den versprengten Resten der linksextremen Szene seit 1968.In den Jahrzehnten wurde die Bedeutung der linksextremen Szene analog zu ihrem Aufstieg ins Establishment (Prototyp Joschka Fischer:Von der "Putztruppe" zum Bundesaußenminister)immer geringer.Die demonstrierten nicht mehr, die fuhren jetzt Dienst-Mercedes oder waren Stadtrat oder Verwaltungsrichter. Damit entpolitisierte sich dieser 1.Mai immer weiter und die fehlenden Marschierer wurden durch "junge Männer mit Migrationshintergrund" und andere von Testosteron und Drogen aufgeheizte Gewaltfreunde ersetzt. Damit kam eine neue Qualität der Auseinandersetzung mit der Staatsmacht auf die Tagesordnung. Es wurde härter. Allerdings nur nach Wetterlage. Regnete es in Strömen oder war es kalt und ungemütlich, blieb auch die Randale aus, denn mehr als Spaß am "fight" war ja nicht die Motivation. Von einigen unentwegten Kurden und den letzten roten Sozialarbeitern abgesehen.
Nun könnte man das Ganze als ritualisierte Auseinandersetzung von sozial und politisch Randständigen mit der Polizei an einem einzigen Tag im Jahr und damit zynisch als "Maifestspiele" abtun und zur Tagesordnung übergehen.
Es steckt aber doch mehr dahinter.
Seit Jahrzehnten lässt ein demokratischer Rechtsstaat es zu, dass nach seinem eigenen Strafgesetzbuch schwerste Straftaten ungesühnt begangen werden. Derselbe Staat verfolgt Falschparker und Gartenfrevler unerbittlich.
Damit macht sich dieser Staat unglaubwürdig und lächerlich und schafft sich langfristig selbst ab, denn der Normalbürger sieht angesichts dieser Straffreiheit nun nicht mehr ein sich an die Gesetze zu halten, wenn sie ihn drücken.
Ganz nüchtern müsste also nichts weiter geschehen, als das der Staat seine eigenen Gesetze wieder mit eiserner Hand durchsetzt ohne gleich in eine Diktatur abzugleiten.
Die Verhaftung und Verurteilung aller Gewalttäter zu schweren Strafen wäre also das einzig adäquate Mittel des Rechtsstaates.
Herrn Lichtschlag ist also insofern völlig zuzustimmen, dass die Verurteilung zu mehrjährigen Haftstrafen ohne Bewährung und zum Schadenersatz eine ungeheuer dämpfende Wirkung hätte, die den Rechts- und Straßenfrieden wieder herstellen würde.
Mir ist übrigens auch kein einziges demokratisches Land bekannt, das solche rituellen Gewalt-"Festspiele" dulden würde.

dickbrettbohrer, am 01. Mai 2009 um 11:49 ( Link )

@Alexander Majtanic
„Die Linke verbieten ? Was hat sie Verfassungswidriges getan ?“

Die Linke ist eine Schmarotzerbande und lebt allein durch Erpressung der arbeitenden Bevölkerung, denen die tägliche Mühsal und Arbeitsplage keine Kraft läßt, sich politische Vorteile zu verschaffen. Schöpferische und werktätige Menschen haben kein Interesse an Krawallen, ja nicht einmal an Politik. Sie wollen in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen.
Daß man sie mittels Papierfetzen lebenslang hinters Licht führt, welches irrtümlich als „Geld“ bezeichnet wird, erfahren sie allenfalls am Ende ihres Lebens, wenn sie erkennen, daß sie einem Phantom nachgehetzt sind. Lange währt die bürgerliche Illusion, daß durch Arbeit und Sparsamkeit eine finanzielle Absicherung für Alter und Unglück erreicht werden könne; arbeitet nicht jeder letztlich für ein Stück Freiheit - vor allem auch Freiheit von menschlicher Willkür? Die Tatsachen sprechen eine andere Sprache: Unbewußt und ungewollt finanzieren sie jene, die ihnen Schaufenster einschlagen und Autos anzünden. Das ist die traurige Wahrheit, die dadurch möglich wird, daß Schuldscheine für „Geld“ gehalten werden.

Daß Arbeit und Sparsamkeit unter den gegebenen fiat-money-Umständen illusionäre Mittel zum Zweck sind, an dem individuelles Leben zerbricht, die arbeitsteilige Wirtschaft zugrunde geht und damit der Wohlstand, ist dem Weltbild des Sozialismus zu verdanken, den die Linken mit viel Erfolg im Establishment vertreten. Sie, die allein dank unverdienter Zuteilung aus Zwangsabgaben, die bei schöpferisch tätigen, Mehrwert schaffenden Menschen eingetrieben werden (wozu nicht die Tätigkeit der Beamten- und Funktionärsheere beitragen, auch wenn sich das, was sie tun, „Arbeit“ nennt), Zeit und Muße haben, um Krawalle zu veranstalten oder zumindest beim Pöbel anzustiften, den man für solche Zwecke in jeder Gesellschaft instrumentalisieren kann. Die Krawalle wären rasch zu Ende, wenn dieser Teil der Gesellschaft nicht durchgefüttert und subventioniert würde. Was wir gegenwärtig erleben, ist ein Wohlstandsphänomen.

Wer sich der täglichen Mühe eigener Lebensunterhaltung unterziehen muß, hat weder Zeit zur Rebellion, noch sieht er darin irgend einen Sinn. Denn die Gegensätzlichkeiten sind geistige Konstrukte, die Böswilligkeits- und Ausbeutungsunterstellungen sind kindische Phantasien unreifer Gemüter. Arbeitende Menschen erkennen dies intuitiv. Von sich mühenden Menschen, gleich wie wohlhabend oder arm sie sind, ist noch niemals Gewalt ausgegangen. Gewaltbereit sind immer nur die gelangweilten Kost- und Müßiggänger der Gesellschaft. Wer sie verteidigt, begibt sich gedanklich in ihre Nähe. Das mag Herrn Majtanic gefallen oder auch nicht, die Tatsachen selbst wird auch er nicht aus der Welt schaffen können.

User_Agent, am 01. Mai 2009 um 17:29 ( Link )

@Michael Seifert

Die Verhaftung und Verurteilung aller Gewalttäter zu schweren Strafen wäre also das einzig adäquate Mittel des Rechtsstaates.
Herrn Lichtschlag ist also insofern völlig zuzustimmen, dass die Verurteilung zu mehrjährigen Haftstrafen ohne Bewährung und zum Schadenersatz eine ungeheuer dämpfende Wirkung hätte, die den Rechts- und Straßenfrieden wieder herstellen würde.

So ist es. Die Antifanten machen doch nur Krawalle, weil sie einen ungeheuren Spaß dabei verspüren. Aber für 6 Jahre Gefängnis würden sich Krawalle nicht lohnen.

@dickbrettbohrer bezüglich des am ersten Mai des Jahres 2009 um 11:49 Uhr auf dem Kommunikationswege der elektonischen Datenfernübertragung verschickten Kommentars:
Zustimmung bei jedem Satz.
Nur: Arbeitende Menschen haben auch manchmal die Schnauze voll und protestieren. Aber nicht so wie Sozialschmarotzer.

Heutzutage wird oft Wert und Preis verwechselt.
Z.B. hat Fiat Money keinen Wert, es hat einen Preis. Gold und Silber dagegen haben einen natürlichen Wert (einen Preis sowieso).

@Alexander Majtanic

Stimmt, Österreich und Deutschland sind Reich, wir jammern auf hohen Niveau. Da fällt mir aber etwas dazu ein: "Es könnte doch schlimmer sein... ja, aber es könnte auch bedeutend besser sein !"

Richtig.
Über das Grundgesetz: Da kann ich nicht zustimmen, dafür ihnen einen Link dazu geben:

Die Rechtslage des deutschen Reiches nach 1945 ist zwar auch ein interessantes Thema, aber das meine ich nicht. Ich meine die Streichung des Art. 23 GG am 17.06.1990 (gültig am Tage nach der Verkündung, deswegen ist die BRD erst ab dem 18.06.1990 aufgelöst).
Hier die Fassung des Grundgesetzes von 1949 und hier die Fassung des GG von heute.
In Artikel 23 war ursprünglich das Staatsgebiet des GG niedergeschrieben worden (ohne die »neuen« Länder natürlich). Dann wurde der Artikel überblendet; durch einen Artikel ersetzt, von wegen die BRD darf an die EUdSSR Hoheitsrechte übertragen.
1990 hat auch der Bundesgerichtshof bestätigt, daß die BRD aufgelöst wurde, habe ich irgendwo im Weltnetz gelesen.

Die SED gibt es nicht mehr. Ein paar ehemalige Mitglieder und Sympathisanten gibt es in der Linken, doch die sind alle am System angepasst

»Ein paar« ist maßlos untertrieben. In Wirklichkeit sind viel mehr Mitglieder der Linkspartei ehemalige Mitglieder der SED.

Einfach: Die Ursache der Unzufriedenheit finden und beiseitigen. Wenn es in Deutschland Millionen von arbeitslosen Menschen und noch viel mehr Leute gibt, die von ihrer Arbeit überleben statt wirklich leben zu können und vieles mehr, wird es Unzufriedenheit geben. Da sollte man anpacken

Unzufriedenheit ist kein Grund, Fahrzeuge in Brand zu setzen.

Goldelse, am 01. Mai 2009 um 19:47 ( Link )

Alexander Majtanic

"Ja, diese Leistungsgesellschaft wegen dem internationalen Wettbewerbsdruck. Doch denke ich, dass mehr Freiheit den Menschen den Druck nehmen wird, vorallem wenn sie gleichberechtigt und gleichbehandelt wirtschaften."
Das Wort gleich kann ich nicht mehr hören, das ist Sozialismus/Kollektivismus. Der Fortschritt der Menschheit lebt von der Konkurrenz und dem Siegen des Besseren.
Das Wort "international" ist eine Maßnahme, die Gleichstellung durchzusetzen. Nationen sollten konkurrieren, auch nationale Währungen, nicht wie jetzt das Dilemma mit dem Euro, der viele Nationen betrifft, gute und schlechte, es ist sozialistische Gleichmacherei. Hier kämpfen wir einen 2 Frontenkrieg. Gleichstellung=Kollektivismus=keine Verantwortlichkeit gegen die 2. Front:
Nationen=Individuelles Handeln und dessen Bewertung=Verantwortung mit allen rechtlichen Mitteln. Möge sich jeder aussuchen, wo er leben mag. In einer austauschbaren uniliteralen Welt ohne Ansprechpartner oder beim Kramladen nebenan. Ich mag letzteres.

Lion Edler, am 01. Mai 2009 um 23:50 ( Link )

An Michael Seifert:
Wann werden denn bitteschön mal in politischen Debatten der BRD ,,Rekurse" zur SED-Diktatur geführt? Ich kann nur andauernde Rekurse zum dritten Reich erkennen.

Und nein, es handelt sich eben nicht um irgendwelche ,,frustrierten Jugendlichen" oder ,,Festspiele". Sondern um elendes, widerliches KOMMUNISTENPACK mit einem geschlossenem, kommunistischem Weltbild, die mit solchen Einschüchterungs- und Terror-Wellen jedes Jahr ein weiteres Scherflein für die kommunistische Weltrevolution beitragen wollen. Und auf diesem Weg sind sie bereits sehr weit gekommen, denn die Systemmedien der BRD zeigen auch in diesem Jahr erneut VOLLE RÜCKENDECKUNG für das KOMMUNISTENPACK. Und auch die Politiker und sonstigen Amtsschimmel-Parasiten an den BRD-Futtertrögen der Macht zeigen sich sehr kooperativ und tolerant. Anstatt sich unmissverständliches gegen das KOMMUNISTENPACK zu stellen, kämpfen sie am 1.Mai gegen ,,rechts", obwohl von dieser Seite so gut wie keine Gefahr ausgeht. Und daran zeigt sich ja, dass die Rekurse zur DDR eben nicht geschehen, sondern nur zum Nationalsozialismus. Wenn das KOMMUNISTENPACK erstmal wieder dank ROT-ROT-GRÜNEN NICHTSKÖNNERN und VOLLVERSAGERN und DREISTEN ARSCHLÖCHERN an die Macht gekommen ist, wenn also Recht und Gerechtigkeit durch die RECHTEN durch linke Nummern der LINKEN ersetzt worden ist, dann werden die aufrechten und gerechten Menschenm vom ROTEN KOMMUNISTENPACK wieder aufgehängt, erschossen und ertränkt. Die Geschichte hat es gezeigt, und die SED zeigt ja noch heute, dass sie keinerlei Interesse daran hat, die Diktatur vom KOMMUNISTENPACK negativ zu bewerten und zu verurteilen. Auf eine neue Massemörder-Herrschaft des KOMMUNISTENPACK habe ich aber kein Bock, weil ich nicht aufgehängt werden will, und deswegen bin ich der Meinung, dass man bei den Randalen und Terror-Wellen am 1.Mai nicht einfach von irgendwelchen Langeweile- und Spaß-Phänomenen sprechen sollte, sondern die Bedrohung und den Feind beim Namen nennen sollte: Nämlich dass es sich um elendes KOMMUNISTENPACK handelt. Man sollte dies so benennen, damit die Konditionierung der Gesellschaft sich dahin gehend ändert, dass sie sich von der Umerziehung emanzipiert und das KOMMUNISTENPACK nicht mehr verhätschelt und schönredet, sondern öffentlich anprangert, bekämpft und auf die Finger haut, wie sie es verdient haben und für immer verdienen. Die KOMMUNISTEN sind die Nazis von heute und genauso sollte man sie behandeln und bekämpfen und nicht einfach als ,,Andersdenkende" betrachten.

Gerade der 1.Mai muss jedem zivilisierten Menschen für immer ein heiliges Mahnmal sein:

KEIN FUßBREIT DEM KOMMUNISTENPACK !

NULL TOLERANZ gegenüber KOMMUNISTEN, LINKSFASCHISTEN und LINKSNAZIS !

Alexander Majtanic, am 02. Mai 2009 um 4:37 ( Link )

@dickbrettbohrer

die tägliche Mühsal und Arbeitsplage keine Kraft läßt...

Wer sich der täglichen Mühe eigener Lebensunterhaltung unterziehen muß...

Habe diese Aussagen von ihnen mal rausgenommen, weil ich diese sehr interessant finde. Ich höre daraus eine erdrückende Herrschaft der Arbeit... man wird von der Arbeit zum Sklaven gehalten. Da frage ich mich: Wozu sich versklaven lassen ?
In ihren Text verteufeln sie direkt alle Menschen die sich nicht in ihrer Arbeit aufopfern, steht es nicht jedem frei wie viel er arbeiten möchte ? Sollen alle Menschen etwa soviel arbeiten, damit sie an nichts andere denken und das soll etwa die Probleme lösen ? Die Arbeit soll sich dem Menschen unterordnen, nicht die Menschen der Arbeit.

Gewaltbereit sind immer nur die gelangweilten Kost- und Müßiggänger der Gesellschaft.

Absolut Falsch.
Ein Blick in die Weltgeschichte zeigt ein anderes Bild: Sklavenaufstände, Bauernaufstände, Aufstände von Industriearbeitern, Matrosen, Volksaufstände aller Schichten, das Jahrtausende lang. Und ich denke nicht, das die Angeführten zuwenige Arbeitszeit hatten...

Die allermeisten Menschen protestieren sicher nicht aus Langeweile, sondern weil sie eine Notwendigkeit darin sehen.

@User_Agent

Hmm, könnte sein, das die BRD mit ihren Erloschen sein gleich neugegründet wurde. Das da einige Dinge nicht ordnungsgemäß gehandhabt wurden, kann ich mir schon vorstellen, z.B hätten alle Deutsche über eine neue Verfassung abstimmen sollen, was nie geschah.

Ja, es sitzen sicher ehemalige SED Leute darin, aber... diese werden immer weniger. Zudem hat die Linke ja auch eine Basis in Westdeutschland aufgebaut, da gibt es keine alten SEDler. Aber ich will auch diese Leute nicht verteidigen, die DDR war nicht gut und von Mitläufertum halte ich auch nichts.

Unzufriedenheit kann sich in unterschiedliche Formen ausdrücken. z.b. hielten französische Arbeiter Manager fest. Nach dem Gesetz wäre dies Freiheitsberaubung, aber... keiner (jedenfalsl las ich nichts) beschwerte sich, nicht einmal öffentlich die Manager, die sogar Verständnis hatten. Extreme Situationen fordern manchmal extreme Ausdrucksmittel. Und ich denke, viele Menschen fühlen es einfach mit, da da was nicht stimmt und sympathisieren mit Arbeitnehmern und Demonstranten. Ich finde es auch übertrieben ein Auto in Brand zu setzen, aber wenn niemand Zeichen setzt wird nie etwas geschehen und sich ändern.

z.B. wie würden sie gegen etwas vorgehen was sie nicht wollen ? (eine sozialistische Regierung wurde ins Amt gewählt, erhöht die Steuern und verstaatlicht die Industrie)

@Goldelse

Der Fortschritt der Menschheit lebt von der Konkurrenz und dem Siegen des Besseren

Da stimme ich ihnen zu, weil ich es ebenfalls so sehe. Doch es gibt verschiedene Arten von Konkurrenz und vorallem wie es aussieht. Und ganz wichtig auch, was das Ergebnis nach dem Konkurrenzkampf sein soll, wer Vorteile hat und wer nicht. Konkurrenzkampf bedeutet, das es immer Verlierer gibt, auch welche die nichts dafür können. Und Konkurrenz wo es nur um das kämpfen geht (Börse). Eigentlich ist dies ein sehr umfangreicher Stoff. Jedenfalls sollte der Konkurrenzgedanke schaffend sein, nicht versklavend (Verlierer wird erniedrigt) oder destruktiv sein.

Mit international konkurieren die Menschen auf der gesamten Welt, warum ist ihre Grenze auf Nationen ausgerichtet ? Ist mir zu willkürlich, warum nicht Familien, Gemeinden, oder Kontinente ? Unter einer Nation sehe ich auch nur eine Gesellschaft, keine eigenständigen Individuen.

In einer austauschbaren uniliteralen Welt ohne Ansprechpartner oder beim Kramladen nebenan. Ich mag letzteres.

Menschen mit gemeinsamen Interessen ziehen sich an. In einer freien Gesellschaft können sie ihre Ansprechpartner leicht finden und ihr Leben frei gestalten. Das können sie vielleicht auch jetzt schon, mehr oder weniger, andere hingegen nicht. Daher gleiches Recht auf Freiheit für alle Menschen, vorallem für alle eine gute Startbasis.

Fatal, am 02. Mai 2009 um 13:06 ( Link )

Hallo Herr Majtanic,

wo bitte sehen Sie in der BRD denn bitte Sklaven? Jedem Arbeiter hier steht es völlig frei, sich einen anderen Arbeitgeber zu suchen, wenn ihm sein derzeitiger nicht passt, oder er kann auch als Erimit in irgendeinen Wald ziehen.
Dass derjenige, der etwas haben will zuerst dafür arbeiten muss, hat nichts mit Zwang zu tun, sondern ist eine logische Notwendigkeit. Wer einen Fisch will, muss sich nun mal ein paar Stunden mit einer Angel ans Meer setzen und wer ein halbwegs anständiges Leben führen möchte, der muss eine sinnvolle Funktion in unserer arbeitsteiligen Gesellschaft ausführen, das hat nichts mit Sklaverei zu tun.

Und zu Ihrer Kritik an Börsen: Sehen Sie sich die Länder an, die keine Börsen haben und dann schauen Sie doch mal nach, wie es dort den ärmsten Bevölkerungsschichten so geht. Fällt Ihnen was auf?

Der grundsätzliche Unterschied zwischen kapitalistischen und nicht-kapitalistischen Gesellschaften liegt nicht bei den Reichen, denn die gibt es in jeder Gesellschaftsform. Er liegt bei den Armen, die in nicht-marktwirtschaftlich organisierten Gesellschaften förmlich dahindarben, in marktwirtschaftlich organisierten Gesellschaften hingegen ein sehr angenehmes Leben führen können.

Juergen , am 02. Mai 2009 um 19:27 ( Link )

@Lion Edler

Ihren eigenen Ausagen zu Folge sind sie Student der Theologie. Angesichts Ihrer hasserfüllten Eskapaden empfehle ich Ihnen mal in der Bibel unter dem Stichwort "Feindesliebe" nachzuschlagen. Dann können Sie sich fragen, ob Sie Ihr Studium weiterverfolgen wollen oder ob Sie nicht besser eine professionelle Karriere als Einheizer bei PI anstreben sollten.

MfG

Juergen

Heiko Kretzschmar, am 02. Mai 2009 um 22:29 ( Link )

Herr Lichtschlag hat es auf den Punkt gebracht.

Der Hauptgrund für die Krawalle ist, daß die Gesinnungsfreunde von SPD, PDS und Grünen verhindern, daß die Rechtsbrecher angemessen bestraft werden.

Das Gerede von der Deeskalation habe ich schon immer für Verdummung gehalten. Bei wieviel brennenden Autos, eingeschlagenen Fensterscheiben, geplünderten Geschäften oder verletzten Polizisten liegt eigentlich die Grenze, wo die Sicherheitskräfte dann endlich einschreiten sollen? Ich habe auch noch nie gehört, Deeskalation sei die richtige Strategie gegen Neonazis, oder man solle für rechte Jugendliche Verständnis haben, schließlich hätten wir, die Gesellschaft, ja erst die Probleme hervorgebracht …

@terzett, am 30. April 2009 um 13:23

Daß die Mehrheit lediglich friedlich demonstrieren will, kann man jemandem erzählen, der die Hose mit der Kneifzange anzieht. Tatsächlich sorgen die friedlichen Demonstranten für die moralische Unterstützung der Krawallmacher und feuern diese zum Teil noch an. Da die Veranstaltung nun schon zum 20. Mal in Folge immer denselben Verlauf nimmt, kann man auch nicht so tun, als sei man von den Ausschreitungen überrascht worden. Wer an einer solchen Demonstration teilnimmt, solidarisiert sich in Wirklichkeit mit Kriminellen und Extremisten. Ich würde jedenfalls zu keiner Demonstration gehen, wenn abzusehen ist, daß von Seiten der Demonstranten Gewalt gegen Sachen oder Personen angewendet wird, oder wenn sich Extremisten, z. B. die NPD, daran beteiligen.

Der Revolutionäre 1. Mai ist deshalb so ein Erfolgsmodell, weil er für über 90 % der Teilnehmer keine negativen Konsequenzen hat. Um den Sumpf auszutrocknen schlage ich folgendes vor: 1. Sobald es zu Ausschreitungen kommt, wird die Demonstration von der Polizei aufgelöst. Wer sich dem widersetzt, wird festgenommen und bestraft. 2. Feinde der freiheitlich-demokratischen Grundordnung sollten grundsätzlich keine öffentlichen Gelder erhalten, also z. B. nicht im öffentlichen Dienst beschäftigt werdend dürfen, keinen Anspruch auf Sozialhilfe haben oder durch öffentlich geförderte Projekte wie den „Kampf gegen Rechts“ alimentiert werden. Seine Beamtenposition zu verlieren oder für seinen Lebensunterhalt selbst sorgen zu müssen, dürfte in dieser Szene doch viele abschrecken.

Martin Möller, am 02. Mai 2009 um 22:48 ( Link )

Herr Kretzschmar, träumen Sie? Oder werden Sie gerade von der Mama gestillt?

Alexander Majtanic, am 03. Mai 2009 um 0:34 ( Link )

@Fatal
Nunja, Lohnsklaven. Viele Menschen ertragen die Arbeit, weil es scheinbar keine Alternative gibt. Gibt genug berichte von Burnout, Stressfaktoren und kranke Mitarbeiter die zur Arbeit gehen, aus Angst ihren Job zu verlieren. Und es gibt genug Arbeitstellen mit niedrigen Lohn, der nicht viel Spielraum lässt. Zudem wer keine Arbeit hat, hat auch keinen gesellschaftlichen Status, das Selbstwertgefühl geht runter und zieht sich zurück und will mit der anderen Umwelt nichts mehr zu tun haben.
Einfach den Arbeitnehmer wechseln können sich nur die Spitzenkräfte leisten, aber es können erstens nicht alle Spitzenkräfte sein (wenn, dann würden die Kriterien weiter angehoben), noch hat jeder die Möglichkeit dazu, zudem entscheidet doch letztendlich der Unternehmer wen er will, nicht die Mehrzahl der Menschen.

Dass derjenige, der etwas haben will zuerst dafür arbeiten muss, hat nichts mit Zwang zu tun, sondern ist eine logische Notwendigkeit. Wer einen Fisch will, muss sich nun mal ein paar Stunden mit einer Angel ans Meer setzen und wer ein halbwegs anständiges Leben führen möchte, der muss eine sinnvolle Funktion in unserer arbeitsteiligen Gesellschaft ausführen, das hat nichts mit Sklaverei zu tun.

Klar, da bin ich einer Meinung. In einer freien Gesellschaft werden produktive Energien in allen geweckt, statt einfach einer x-beliebigen für sie bedeutungslosen Lohnarbeit nachzugehen, ohne die sie aber gesellschaftlich nichts wert sind.

Aus voll kapitalisierte Hochleistungsindustrienationen bilden sich Börsen. Also wenn der Reichtum schon da ist, wird mit dem an der Börse gehandelt. In Ländern wo nichts ist, kann auch keine Börse sein, weil diese Länder diesen hohen Status nicht erlangt haben. Die Börse ist so ein erlangter Status, nicht ein Mittel um arme Nationen reicher zu machen.

Ja, in den großen Industrienationen, den Nutznießern des Kapitalismus geht es sogar den Armen verhältnismäßig gut. Doch anderswo sieht es nicht so rosig aus. In China z.b arbeiten die Menschen ebenfalls nach einer Marktwirtschaft, die Wanderarbeiter sagen ihnen sicher etwas. Auch in Südamerika gibt es genügend Armut.
Auch ein interessantes Detail: Vor der Krise lag der Reallohn der Österreicher auf dem selben Niveau wie 1990 ! Und jetzt mit der Krise sicher deutlich darunter. Das Arbeitslosengeld bekommt keinen Inflationsausgleich, und die Inflation frisst die Lohnerhöhungen schon lange weg. Und immer wieder hörte ich früher, dass die Armut in Österreich steigt, mehr 1 Millionen Österreicher (von 8) fallen unter die Armutsgrenze, weiter Millionen sind bedroht. Die meisten Menschen werden nicht reicher, sondern ärmer, die Schere spaltet sich auf, den die Menschen die Gewinn schlagen bereichern sich ja an anderen. Und so öffnet sich die Schere immer weiter...

Minarchist, am 03. Mai 2009 um 1:17 ( Link )

Immer wieder erschreckend, wie sehr die Gewerkschafts- und Sozialdemokratenprosa verfängt und ahnungslos-unkritisch nachgeplappert wird. Hier von Ihnen, Herr Majtanic. Wo waren Sie, als es in China JEDEM schlecht ging? Wo haben Sie da geklagt? Jetzt ermöglichen marktwirtschaftliche Prozesse, daß Menschen aus der Armut herauskommen (können) - aber was tun Sie? Statt sich darüber zu freuen, beklagen Sie als Gleichheitsideologe, daß es nicht allen (gleich) schlecht geht! Ja, wie furchtbar, die ominöse "Schere zwischen Arm und Reich" öffnet sich ... wollen Sie, daß sie sich wieder schließt, nur damit es jedem dreckig geht? Sollen wir in Deutschland wieder alle zu armen Bauern werden ohne Arbeitsteilung, nur damit ihr inhumanes Gleichheitsideal erfüllt wird? Auch das Geplapper von der "Armutsgrenze" oder den Menschen, die angeblich beständig ärmer würden. Immer die gleichen Worthülsen, eingetrichtert von linken Scharfmachern, Hetzern und Klassenkämpfern.

Und dann der ewige Klassiker, so absurd wie falsch wie abwegig: "denn die Menschen die Gewinn schlagen bereichern sich ja an anderen".

Ich kann nicht mehr ...

Philipp Heinsch, am 03. Mai 2009 um 20:11 ( Link )

@Minarchist:

Mein Reden!

@Lion Edler:

Volle Zustimmung! Trotzdem mieser Tonfall, das ist schlechter Stil ;) Einmal KOMMUNISTENPACK schreiben reicht m.E. vollkommen.

---

Zu der These, dass arbeitende, produktive Menschen nur ihre Ruhe wollen und in Frieden ihrer Arbeit nachgehen wollen:

Naja, nicht zwangsläufig. Das Hooligan-Phänomen beweist dies (ich spreche von den "echten" Hooligans, nicht irgendwelchen Krawallbrüdern). Da treffen (trafen?) sich Menschen aus mittleren Bevölkerungsschichten, mit Job, Familienväter und, naja, BÜRGER eben, auf Absprache nach einem Fussballspiel, um sich (nach feststehenden, aber ungeschriebenen Regeln) zu prügeln.

Im Unterschied zu den ... Typen ... , die da am 1. Mai Autos anzünden, haben diese allerdings ihre Lust an der Gewalt ausgeübt, ohne Leute zu schädigen, die damit nix am Hut haben wollten; meistens jedenfalls.

Beide Phänomene sind darin gleich, dass Lust an Gewalt zelebriert wird (einen Boxkampf zu schauen ist m.E. nichts prinzipiell anderes: Lust an Gewalt). ABER die einen halten die Spielregeln ein, die anderen nicht.

Und genau diese anderen gehören (selbst nach den ethisch recht willkürlichen Regeln des Strafrechts!) bestraft - und zwar ordentlich.

Ethisch gerechtfertigt wäre es, wenn jeder dieser Krawallbrüder die von ihm verursachten Schäden aus eigener Tasche (!) bezahlen müsste. Da diese ... Nasen ... aber oft keine eigene Tasche haben, sondern eben nur die des Steuerzahlers, entfällt diese gerechtfertigte Bestrafungsmethode.

Ergo: Bleiben nur Knast oder Arbeitslager.

Auch wenn mich das zutiefst anwidert, aber eine andere Lösung (lies: Bestrafung) sehe ich einfach nicht.

Irgendwer hat geschrieben, man müsste mal auf "die Gesellschaft" gucken, schauen, was schief läuft, und dann quasi sozialtherapeutisch auf diese Verbrecher einwirken, oder eben die "gesellschaftlichen Missstände" aufheben, um ihnen den Grund für die Gewalt zu nehmen.

Naja... das klingt mir arg nach "Verhandeln mit Terroristen" oder "Kuschelpädagogik", aber keinesfalls nach einer konstruktiven Problemlösung!

Urs Bleiker, am 04. Mai 2009 um 12:49 ( Link )

@Alexander Majtanic

Erstens……..

Mein Vorschlag:
„Wenn Sie aber meinen, was die Stadt tun könnte, ganz einfach: Keinen "1.-Mai-Umzug" ausrichten und Chaoten sofort dingfest machen!“

Ihre Interpretation meines Vorschlags:
„Diesen 1.Mai-Umzug verbieten wäre eine Freiheitsbeschränkung an das Versammlungs- und Demonstrationsrecht. Nur weil ihnen der Demonstrationsgrund nicht passt, haben sie kein Recht, die Meinungsfreiheit von anderen zu beschneiden.“

Kleine Frage:
Haben schon mal eine Spendenaktion für krebskranke Kinder ausgerichtet?
Nein?
Na, in dem Fall: Warum wollen Sie Spendenaktionen für krebskranke Kinder verbieten?

Zweitens……..

Ihre Aussagen:

„Siehe einer an, ein "Libertärer" der dem Sklaventum positiv gegenübersteht.“

„Was Gewalttaten angeht: Ja, Chaoten gehören bestraft. Nur wäre der Aufwand extrem groß Zerstörungen zu verhindern, wenn die Polizei eingreift, eskaliert die Situation nur, es kommt auf beiden Seiten zu extremster Gewalt. Man sollte dort ansetzen warum viele Menschen auf die Straße gehen und manche aggressiv handeln, diese Probleme sind sehr vielschichtig. Aber damit müsste man sich ja mit den Menschen beschäftigen, an die aber Konservative und Rechte kein Interesse haben sondern am liebsten irgendwo einsperren möchten.“

Mein Vorschlag:

Ich bitte Sie um Angabe Ihrer Anschrift und der Beschreibung des Typs, der Farbe und des Kennzeichens Ihres PWs. Den genauen Standort (Garage, Parkplatz) brauche ich auch. Ich mache mich dann mit Baseballschläger und einem kleinen Cocktail nach Molotows Rezept gleich auf den Weg…….

Gut sind Sie auch der Meinung, dass sich im Einfordern von Schadenersatz für ein ruiniertes Auto eine positive Einstellung zum Sklaventum äussert - finde ich auch (schliesslich müsste ich für die Kohle arbeiten). Auch das Eingreifen der Polizei würde klar zu einer sinnlosen Eskalation der Gewalt führen - das gilt es auf jeden Fall zu vermeiden. Schön, dass Sie sich nach dem Zertrümmern und Abfackeln Ihres PWs um meine vielschichtigen Probleme kümmern. Gut gibt es noch Leute, die sich gerne mit Menschen beschäftigen. Die meisten Leute wollen einen nur irgendwo einsperren……. :-)


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