Robert Grözinger

Robert Grözinger, Jahrgang 1965, Diplom-Ökonom, ist freier Journalist und Übersetzer.

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Piraterie: Selbstschutz ist das beste Gegenmittel

von Robert Grözinger

Staaten können im Kampf gegen die Freibeuter unmöglich gewinnen

„Was sagt es über uns aus, wenn die ganze Nation jubelt, weil die US Navy, die mächtigste Marine der Welt, vier somalische Jugendliche besiegt hat?“ kommentiert der amerikanische Militärexperte William S. Lind die gewaltsame Befreiung des US-Frachtschiffkapitäns aus den Händen somalischer Piraten am Osterwochenende. Der Jubel der Amerikaner ging in der Tat an der Realität vorbei. Denn obwohl berechtigterweise Erleichterung darüber herrschte, dass Kapitän Richard Phillips unversehrt befreit werden konnte, war dieser „Sieg“ in Wahrheit eine Niederlage. Wie die Kriege im Irak und in Afghanistan kann die USA auch den Kampf gegen die Piraterie im Indischen Ozean unmöglich gewinnen.

Lind zufolge befindet sich die Welt militärhistorisch in einer neuen Phase, die er „Fourth Generation Warfare“ (4GW) nennt. Das ist jene Form von Krieg, in der einer der Hauptbeteiligten kein Staat ist, sondern wo „ein Kampf zwischen dem Staat und einer Vielfalt nichtstaatlicher primärer Loyalitäten“ stattfindet. Die „Hauptwährung“ in diesem Kampf sei „Legitimität“. In dieser Situation trumpfe die von Martin van Crefeld so bezeichnete „Macht der Schwäche“. Lind erklärt es so: „Der Macht Amerikas fehlt es an Legitimität, weil es auf der physischen Ebene so überwältigend ist. ... Jemand, der sich dem amerikanischen Militär widersetzt, wird zum Held. Im Gegenzug verliert jeder Staat, der das amerikanische Militär unterstützt, seine Legitimität. Je öfter Amerika militärisch interveniert, desto mehr Staaten verlieren ihre Legitimität zugunsten der 4G-nichtstaatlichen Entitäten. Faktisch erleben wir eine Umkehrung des Wunsches von König Midas.“ Jenem legendären Monarchen wurde alles, was er berührte, zu Gold.

Die USA, so Lind, befinde sich militärstrategisch noch immer in der zweiten Generation. Diese baute auf überlegene Feuerkraft. Daher befinde sich die USA militärisch in einer „Abwärtsspirale“. „Nur eine defensive Großstrategie, wo wir uns um unsere Angelegenheiten kümmern und es anderen Staaten überlassen, sich um ihre zu kümmern“, könne die Amerikaner aus diesem Teufelskreis erlösen.

Wie eine solche Großstrategie angesichts derzeitiger Gefahren zum Erfolg führen kann, zeigt sich im konkreten Einzelfall des aktuellen Überfalls auf das italienische Kreuzfahrtschiff „Melody“ am 25. April. An Bord waren Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes, die mit Schusswaffen ausgerüstet waren. Das war der entscheidende Punkt. Ein paar Schüsse in die Luft, und nach fünf Minuten suchten die Piraten das Weite. Soweit zu erfahren war gab es weder Tote noch Verletzte. Jedenfalls kein tagelanges Drama mit mit teurer und aufwendiger Rettungsaktion und drei Toten am Ende wie im Fall der Maersk Alabama.

Der Indische Ozean ist zu groß, das Gebiet nahe des Roten Meeres als eine Hauptverkehrsstraße der Weltmeere zu stark befahren, als dass noch so viele Marineeinheiten alle zivilen Schiffe wirksam vor Piraten schützen könnte. Die Seeräuber arbeiten offenbar nach dem unkoordinierten Schwarmprinzip: Irgendwann wird irgendwer schon durchkommen.

Die Logik gebietet daher den mit Feuerkraft unterstützten Selbstschutz. Doch auch der muss bezahlt werden. Solange manche Regierungen der Welt freiwillig einen vom Steuerzahler finanzierten Schutz anbieten, riskieren die Reedereien lieber den gelegentlichen Verlust der Fracht beziehungsweise die gelegentliche Zahlung von Erpressungsgeldern. Bei Kreuzfahrten sieht die Sache anders aus: Sollte einer Desperado-Truppe die Übernahme eines Urlaubsdampfers gelingen, wäre im wahrsten Sinne die Hölle los. Verwandte und Freunde zu Hause in zig verschiedenen Ländern, und die dortigen Massenmedien, würden die Regierungen zu sofortigem Handeln drängen. Die Erpressungssumme würde ins astronomische steigen. Der eine oder andere Regierungschef könnte sich zu einer hochriskanten Befreiungsaktion genötigt sehen. Das ist vermutlich auch der Grund, weshalb es dem Kreuzfahrtschiff überhaupt erlaubt war, Waffen an Bord zu haben. Normalerweise sind Waffen auf Schiffen in Häfen und Territorialgewässern verboten, wie der ehemalige US-Präsidentschaftskandidat Ron Paul kritisiert, „ironischerweise um Piraterie zu verhindern“.

Wie auch immer die Sache ohne diesen Schutz aber ausgegangen wäre, als blutige Befreiung oder als unblutiger Freikauf, die Reiseveranstalter hätten einpacken können, weil ihnen die Kunden mit einem Schlag weggeblieben wären. Angesichts dieser Risiken ist eine private Bewaffnung nicht nur der strategischen 4GW-Situation angemessener. Auch für die Steuerzahler wäre es billiger, wenn sich die Staaten ganz aus dem Schutzgeschäft im Indischen Ozean zurückzögen, der Bewaffnung der zivilen Schifffahrt nicht mehr im Wege stünden und die Reedereien bei erkennbarem Bedarf den Schutz ihrer eigenen Schiffe übernehmen würden.

Internet:

Wikipedia-Eintrag zum Thema „Fourth Generation Warfare“

William Lind: Retrospective

Ron Paul: Responses to Piracy

27. April 2009

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Kommentare

Benedikt, am 27. April 2009 um 19:53 ( Link )

Guter Artikel. Möglich wäre auch die Vergabe von einer Art Aufbringungsbriefen, die den Empfänger zum Aufbringen von (bekannten) Piraten berechtigen.

Molot, am 27. April 2009 um 19:57 ( Link )

weshalb es dem Kreuzfahrtschiff überhaupt erlaubt war, Waffen an Bord zu haben.

Wer, in Gottes Namen, kann es denn einem Schiff auf offener See vebieten, bewaffnet zu sein????

Veritas, am 27. April 2009 um 20:01 ( Link )

"Normalerweise sind Waffen auf Schiffen in Häfen und Territorialgewässern verboten..."

Irgendwann müssen Schiffe ja zwangsweise mal
anlegen, sie müssten sich also
dann auf offener See bewaffen!?

Prinzipiell Zustimmung!

Benedikt, am 27. April 2009 um 21:16 ( Link )

weshalb es dem Kreuzfahrtschiff überhaupt erlaubt war, Waffen an Bord zu haben.

Wahrscheinlich war es ihnen gar nicht erlaubt. Die Presse schweigt jetzt natürlich über diese Hintergründe, sie will ja nicht das Augenmerk auf offenkundig kontraproduktive Waffenverbote lenken.

Andreas Tögel, am 27. April 2009 um 22:09 ( Link )

Auf welcher Rechtsgrundlage das Verbot der Notwehr beruht (und nichts anderes ist das gegen rechtschaffene Menschen gerichtete Verbot, Waffen zu führen) ist mir schleierhaft. Das gilt übrigens nicht nur auf hoher See! Weshalb der Leviathan sich konsequent in der Rolle des Komplicen gewaltbereiter Verbrecher gefällt, ist und bleibt erklärungsbedürtig.

Benedikt, am 27. April 2009 um 22:32 ( Link )

Zum Thema Leviathan ein paar Schriftzitate:
"Verwünschen sollen sie die Verflucher der Tage, / die es verstehen, den Levíatan zu wecken." (Hiob 3,8)

"25 Kannst du den Leviathan am Angelhaken ziehen, / mit der Leine seine Zunge niederdrücken?
26 Legst du ein Binsenseil ihm in die Nase, / durchbohrst du mit einem Haken seine Backe?
27 Fleht es dich groß um Gnade an? / Richtet es zärtliche Worte an dich?
28 Schließt es einen Pakt mit dir, / sodass du es dauernd nehmen kannst zum Knecht?
29 Kannst du mit ihm wie mit einem Vogel spielen, / bindest du es für deine Mädchen an?
30 Feilschen darum die Jagdgenossen, / verteilen sie es stückweise unter die Händler?
31 Kannst du seine Haut mit Spießen spicken, / mit einer Fischharpune seinen Kopf?
32 Leg nur einmal deine Hand daran! / Denk an den Kampf! Du tust es nie mehr." (Hiob 40)

"24 Herr, wie zahlreich sind deine Werke! / Mit Weisheit hast du sie alle gemacht, / die Erde ist voll von deinen Geschöpfen.
25 Da ist das Meer, so groß und weit, / darin ein Gewimmel ohne Zahl: kleine und große Tiere.
26 Dort ziehen die Schiffe dahin, / auch der Leviatan, den du geformt hast, um mit ihm zu spielen." (Psalm 104)

"An jenem [jüngsten] Tag bestraft der Herr mit seinem harten, großen, starken Schwert den Leviatan, die schnelle Schlange, den Leviatan, die gewundene Schlange. Den Drachen im Meer wird er töten." (Jes 27,1)

NM, am 27. April 2009 um 23:20 ( Link )

Schuster bleib bei deinem Leisten! Ist schon interessant, dass ein Journalist und Ökonom jetzt experte für maritime Sicherheitspolitik ist!
Aber da in beinahe jedem Artikel "weniger Staat" gefordert wird, ist es jetzt für einige wohl nur schwer vorstellbar, dass die Sicherung der Seewege originäre Aufgabe der maritimen Streitkräfte ist, und damit auch deren Notwendigkeit begründen.
Das Hauptproblem liegt mal wieder in der Politik, indem den Kriegsschiifen, insbesondere den deutschen, nicht die "Rules of Engagement" an die Hand gegeben werden, um effektiv gegen die Piraten wirken zu können. Zur Zeit sieht es so aus, dass Piraten damit rechnen müssen vertrieben oder maximal verhaftet zu werden (und dann finden sich auch noch deutsche Anwälte, die die BRD daraufhin verklagen). Leider versteht der Durchschnitts-Somalier dieses Verhalten als Schwäche bzw. als kalkulierbares Risiko...und lacht uns aus.
Erst wenn das Verhältnis zwischen Risiko und möglichen Gewinn drastisch und nachhaltig gestört wird, ist eine Lösung in Sicht. Das heißt aber, dass die Überlebenschance eines Piraten im Falle eines Übergriffs weit unter 50% sinken muss, unter gleichzeitiger Zerstörung seiner Basis (die übrigends alle bekannt sind).

Privaten Sicherheitsdiensten könnten wohl in der Lage sein vereinzelt gegenwärtige Angriffe abzuwehren jedoch nicht das Problem zu lösen, und die Macht dazu gehört auch nicht in die Hände von Söldnern.
Nicht außer acht lassen sollte man auch den Aspekt, dass die Sicherung von Ladungen im Milliardenbereich ein dermaßen ertragreicher Geschäftszweig wäre, dass diese "Firmen" kein Interesse daran hätten das Problem wirklich zu lösen...ganz im Gegenteil!!! -Schutzgeld auf Welthandelniveau-

Also es bleibt (leider) bei den Regierungen der
Industrienationen sich nicht von ein paar bewaffneten Somaliern weiter lächerlich machen zu lassen.

In diesem Sinne...

Fatal, am 27. April 2009 um 23:54 ( Link )

Die USA sind übrigens männlich plural, nicht weiblich singular.

Werner Ende, am 28. April 2009 um 6:35 ( Link )

Ich kann Herrn Grözinger völlig zustimmen. Die moderne Piraterie zeigt einmal mehr das Versagen der Staaten, Schutz und Sicherheit seiner Bürger zu gewährleisten.
In "The Myth of National Defense", Editor H.H. Hoppe finden sie gute Alternativen, und die sind privat!

Fatal liefert in seinem Beitrag ungewollt (?) die besten Argumente gegen den Staat und für den Markt.

Andreas Tögel, am 28. April 2009 um 7:28 ( Link )

Zur Frage der Bewaffnung vom Handelsschiffen ein sehr interessanter Text, der die rechtliche Seite beleuchtet:
http://www.geschichtsforum.de/f62/bewaffnete-handelsschiffe-im-1-wk-16739/

Es ist bezeichnend, daß die deutsche Seite (die sich schon vor dem aufziehenden 1. WK in der Rolle der die Britischen Inseln mittels "U-Boot-Piraten" blockierenden Partei sah) gegen die "Notwehr zur See" erklärte! Wer hat denn heute ein Interesse daran, Piraten das Geschäft zu erleichtern - und weshalb?!

Dazu sei - ganz praktisch - ergänzt, daß die schiere Ausdehnung der gefährdeten Gewässer es völlig unmöglich macht, allein mit der Kriegsmarine nachhaltig wirksam Sicherheit zu schaffen.

Ein paar automatische Waffen an Bord jedes Handels- oder Passagierschiffes (nebst ein paar Besatzungsmitgliedern, die damit umgehen können) bieten indessen gegen ein nicht etwa mit Elitekämpfern, sondern mit schmierigen Halsabschneidern besetztes "Schnellboot" allemal den besten Schutz.

Wer sich (an Land) des Nachts durch zweifelhafte Gegenden bewegt, kann schließlich auch nicht auf Polizeischutz hoffen...der muß sich schon selbst gegen allfällige Angriffe wehren...oder?

pegasus, am 28. April 2009 um 10:08 ( Link )

Hallo Herr Grözinger

es kommt ja weiß Gott selten vor bei Artikeln in ef, aber nehmen Sie es mir nicht übel, soviel Blödsinn wie in Ihrem Artikel habe ich selten gelesen.

Das einzige wo Ihnen zuzustimmen ist, das ist die Forderung nach bewaffneten Leuten auf Schiffen, um sich selber verteidigen zu können. Das sehe ich genauso.

Alles jedoch was Sie über die USA schrieben, ist völlig realitätsfremd.
Die Befreiungsaktion durch USA Spezial Kräfte hatte im wesentlichen überhaupt nichts mit Militär zu tun, sondern war die gewaltsame Beendigung einer Geiselnahme. Im Prinzip war das eine Polizeiaktion.

Und was sind das für Reden mit Irak und Afghanistan. Dies hat mit der Beendigung einer Geiselnahme schon überhaupt gar nichts zu tun. Und was heißt überhaupt die USA könnten den Kampf im Irak nicht gewinnen. Sie haben ihn schon gewonnen. Militärisch schon lange und auch der Aufbau neuer Strukturen und die Hilfe zur Selbsthilfe schreitet voran und die Zahl der Attentate hat gewaltig abgenommen.

Bevor Sie solche Dinge schreiben empfehle ich Ihnen erst mal saubere Recherche. In dem Zuge würde ich Ihnen empfehlen mal in „Zettels“ Blog vorbei zu schauen.
- Und dort mal die Serie „Ketzereien zum Irak“ zu studieren. Dort finden Sie chronologisch und sehr gut aufbereitet und recherchiert wirkliche Fakten zum Thema.

http://83273.homepagemodules.de/t478f28-Ketzereien-zum-Irak.html

Was die Aussagen dieses Herrn Lind angeht, kann ich nur sagen, da schlägt man ja lang nieder. In Konsequenz heißt das dann, jeder Pirat, jeder Terrorist, jeder Sprengstoff- Anarchist jeder fanatische islamistische Mörder ist plötzlich ein heroischer Robin Hood, und zu seinen Taten legitimiert. Und jedem Staat der diese Verbrecher bekämpft, fehlt es an Legitimität.

Man sollte diesen Mann mal auf seinen Geisteszustand untersuchen. Dann können wir ja gleich Polizei, Militär, alles abschaffen.

Die USA befindet sich nicht in irgendeiner Generation von Militär, sondern sie ist aufgrund ihrer Größe und Stärke eine Supermacht und damit fiel ihr auch die Aufgabe zu, eine Art Polizeirolle weltweit übernehmen zu müssen, ob ihr das gefallen hat oder nicht.

Wer bitteschön sollte denn sonst diese Rolle übernehmen? Ach ja, ich vergaß, das Militär hat ja keine Legitimität mehr, und die USA sollten sich um ihre Belange kümmern, damit gefälligst die Staats Terroristen in aller Welt, wie Saddam Hussein einer war, in Ruhe weiter morden können.

Wenn die USA auch nach dem Zweiten Weltkrieg so gehandelt hätten, dann würden wir heute in Europa schon längst die Beglückungen des Kommunismus haben.

Da kann ich nur sagen aber ohne mich.

Internationales Militär sollte sehr wohl an solchen Orten wie dem Horn von Afrika Präsenz zeigen, und ich gehe auch noch weiter, sowohl das Militär wie auch private Sicherheitsdienste sollten auf solche Piraten ohne Vorwarnung scharf schießen.

Wenn dies konsequent gemacht würde, dann ist es sehr schnell vorbei mit diesen Terroranschlägen.
Wenn ich von bewaffneten Leuten angegriffen werde, habe ich auch das Recht unmittelbar und ohne weitere Vorwarnung zu schießen. Mal ganz von der Tatsache abgesehen, dass diese Terroristen grundsätzlich als erstes das Feuer eröffnen. Dabei werden nicht nur Schnellfeuer- und Maschinengewehre benutzt, auch mit panzerbrechenden Waffen wurden schon Schiffe beschossen, übrigens auch ein Kreuzfahrtschiff.

Statt dessen machen sich Staaten wie Deutschland lächerlich, wir sind nämlich eine jener Nationen, die sich am liebsten nur um sich kümmern würden.

Diese Terroristen werden als Gäste zu einer First Class Reise auf einer deutschen Fregatte eingeladen, der Chefkoch muss selbstverständlich diesen werten Gästen mit Umstellung seines Speiseplanes (kein Schweinefleisch) entgegenkommen und unsere Soldaten werden als Putz- Kommando abkommandiert, um Kojen und Toiletten dieser Gäste zu reinigen.

Und nach dem man die Herren in Kenia abgeliefert hat, und diese festgestellt haben, dass das Gefängnis dort nicht ihren Ansprüchen genügt, besonders im Vergleich zur First Class Reise vorher, verklagen diese Irren die Bundesrepublik, weil diese durch die Verhaftung verantwortlich sei, dass es den Herren Terroristen auch an nichts fehle.

Und selbstverständlich reist dann auch noch ein Herr Trittin nach Afrika, damit auch ja alles beim Prozess mit rechten Dingen zugeht.

Das alles ist nicht nur jämmerlich, es ermuntert dieses terroristische Gesocks geradezu tätig zu werden. Nein, die USA haben absolut richtig gehandelt, drei dieser Terroristen zu erschießen.

Goldelse, am 28. April 2009 um 11:09 ( Link )

Ist die Geschichte mit den paar Piraten nicht der Grund, dass alle nach einer Weltarmee schreien? Das wäre dann das endgültige Ende von Freiheit und Demokratie.
Und @pegasus die USA als Weltarmee zu stilisieren, kommt meinem Szenario gleichfalls nahe. Auch hüte uns Gott vor privaten Sicherheitsdiensten, der Willkür wäre Tür und Tor geöffnet. Wie mein Vorredner schon ausführte, verkommt dieser Piratengeschichte zu einer Posse, bei der ich mich fragen muss, wem das nützt?
Und da bin ich wieder bei meinem ersten Satz.

pegasus, am 28. April 2009 um 11:52 ( Link )

Hallo Goldelse

Also zuerst einmal, ich habe nichts von einer Weltarmee gesagt? Ich sprach davon das die USA eine Art Polizeirolle weltweit innehaben.

Ansonsten verstehe ich aber nicht was Sie mit Ihrem Beitrag sagen wollen. Wer bitte bekämpft denn nun die Verbrecher nach Ihrer Vorstellung, wenn nicht Armee und auch nicht Sicherheitsdienste?

Ebenherz, am 28. April 2009 um 12:43 ( Link )

@pegasus

Herr Grözinger redet keinesfalls Blödsinn.

Die Rede ist hier von einer weiteren Spielart des 'nicht-symetrischen Krieges'.
Eine derartige gewaltsame Auseinandersetzung kann man nur durch militärische Überlegenheit nicht zu seinen Gunsten entscheiden. Beispiele dafür sind sehr wohl Irak und Afghanistan. Oder erklären Sie uns, wieso beide Feldzüge trotz jeglicher Übermacht zu keinem Ende kommen. In Pakistan spricht man sogar von einem Vormarsch der Taliban.
Herr Grözinger nennt es den Verlust von Legitimität. Anders ausgedrückt, das kompromisslos übermächtige militärische Auftreten der USA wird von einer stets wachsenden Gruppe von Menschen in vielen Ländern als Bedrohung angesehen.
Gerade durch die eigene Schwäche angespornt, wird jeder Akt des Widerstandes eine Heldentat. Dies ist eine in der Bevölkerung gelebte Empfindung, aus der sich praktisch unendlich viele 'Hit and Run' - Kämpfer rekrutieren lassen.

Noch grössere Überlegenheit gepaart mit noch härterem Vorgehen wird noch mehr Menschen in noch mehr Ländern zu stärkerem solidarischem Verband treiben.

Diesen Teufelskreis kann man nur dadurch durchbrechen, dass man aufhört überall mit eisernem Stiefel dazwischen zu gehen.
Selbstverteidigung eines Schiffes als angemessene Reaktion eines Opfers taucht die Piraten in schlechtes Licht. Wer lange genug in schlechtem Licht steht, von dem wenden sich die Menschen ab, der wird nicht länger ein Held sein.

pegasus, am 28. April 2009 um 13:26 ( Link )

@Ebenherz

Ihre Aussage zum Irak ist schlicht und ergreifend falsch. Sie haben sich, obwohl ich schon den entsprechenden Tipp gegeben habe, mit der Chronologie der Vorgänge im Irak nicht im geringsten befasst. Auch ihre Frage warum es so lange dauert zeigt deutlich völliges Unwissen beim Thema. Also bitte lesen Sie es nach, bevor sie solche Aussagen machen.

Ansonsten sind ihre Aussagen die bekannten, typischen linkslastigen USA Angriffe.

Von welchen Leuten die sich bedroht fühlen reden Sie eigentlich? Von Europa wohl nicht, von den ehemaligen von Russland unterdrückten Staaten wohl erst recht nicht, also von wem bitteschön? Da bleiben ja wohl nur jene Staaten, die selber eine Bedrohung für die Sicherheit anderer Nationen darstellen.

Offensichtlich gehören Sie auch zu jenen „lieber rot als tot“ Rufern, die wir in den achtziger Jahren als der NATO Doppelbeschluss anstand hatten.

Nach ihrer Theorie könnten wir ja dann auch die Polizei abschaffen, das ist ja genauso ein Machtinstrument vor dem sich viele Menschen fürchten.

Und wenn ich diesen Ihren Satz lese,
„Wer lange genug in schlechtem Licht steht, von dem wenden sich die Menschen ab, der wird nicht länger ein Held sein.“

fehlen mir wirklich 99 Cent am Euro.

Welche Geisteskrüppel sehen denn in Piraten und Terroristen Helden, doch wohl nur solche, die selbst Piraten und Terroristen sind oder werden wollen. - Und die bekämpfen wir dann in dem wir sie staatlich nicht bekämpfen und hoffen dann darauf, dass diese ganz bekümmert, darüber dass man sie nicht mehr als Helden sieht, vom Saulus zum Paulus werden, oder wie?

Noch naiver geht es nicht. Genau damit ermuntert man solche Leute erst.

Ich für meinen Teil bin sehr froh, dass die USA eine starke Militärmacht sind und auch jedermann klar ist, dass sie im Zweifelsfalle nicht nur reden, sondern auch handeln.

Dieser Tatsache verdanken Kritiker wie Sie überhaupt die Freiheit die Dinge zu schreiben die sie dort geschrieben haben.
Nur das Wissen um die Stärke des amerikanischen Militärs und das Wissen um die Bereitschaft der USA das Militär einzusetzen hat die frühere Sowjetunion davon abgehalten, sich Deutschland komplett einzuverleiben.

Ach sieh an, da haben wir nun doch noch einen gefunden, der Angst vor den USA hat.
Wenn das auch so bleibt, bin ich damit hoch zufrieden und noch zufriedener bin ich, wenn islamistische Staaten diese Angst ebenfalls haben.

Goldelse, am 28. April 2009 um 13:53 ( Link )

http://alles-schallundrauch.blogspot.com/

@ pegasus
Wenn Sie die Worte von Christoph Hörstel in seinen 3 Videos angefangen vom 23. April verstanden haben, verstehen Sie auch, was ich geschrieben habe. Diese weltweit gezündelten Konflikte haben nicht den Hauch einer Chance, beendet zu werden, das sollen sie nämlich gar nicht. Und bei uns wird es auch bald knallen, die Grundlage wurde bereits gelegt und offen darüber gesprochen.

User_Agent, am 28. April 2009 um 14:15 ( Link )

Ich habe daran Zweifel, daß die Soldaten in den somalischen Gewässern außergewöhnlich viele Piraten fangen. a) weil Gewässer weitläufig sind b) es wahrscheinlich nicht wirklich um Piraten geht c) ziemlich plötzlich alle Staaten Soldaten nach Somalia schickten

Man weiß, wovor sich Verbrecher am meisten fürchten: Nicht vor der Polizei oder sonstigem, sondern vor bewaffneten Opfern.

Molot, am 28. April 2009 um 14:22 ( Link )

@ pegasus

Nur das Wissen um die Stärke des amerikanischen Militärs und das Wissen um die Bereitschaft der USA das Militär einzusetzen hat die frühere Sowjetunion davon abgehalten, sich Deutschland komplett einzuverleiben.

Und wenn die Amis seinerzeit ihr "starkes Militär" zuhause gelassen und ihre "Bereitschaft", sich in fremde Angelegenheiten einzumischen etwas gezügelt hätten, dann hätten sie (die Sovjets) sich auch die andere Hälfte nicht einverleibt.

Ebenherz, am 28. April 2009 um 14:23 ( Link )

@pegasus

Wie man an Ihrer unsachlichen Argumentation erkennen kann, hegen Sie selbst bereits starke Zweifel an der Richtigkeit Ihrer so resolut vorgetragenen Meinung.

Sie sind auf dem richtigen Weg.

DontTreadOnMe, am 28. April 2009 um 14:49 ( Link )

@ NM
Ihrer Ansicht nach reicht Herrn Grözingers Kompetenz als Ökonom und Journalist nicht, um eigene Überlegungen zur maritimen Sicherheitspolitik anzustellen. Dazu ein Zitat von Schopenhauer: "Gesunder Menschenverstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber kein Grad von Bildung den gesunden Menschenverstand."
"Schuster bleib bei deinem Leisten"...Getreu diesem Motto müssten Sie ja in genau jenem sicherheitpolitischen Bereich ziemlich bewandert sein.
Sicher werden Sie uns den Wortlaut im Grundgesetz zeigen können, in dem es heißt, "dass die Sicherung der Seewege originäre Aufgabe der maritimen Streitkräfte ist". Ich finde immer nur GG Art. 87a. (1): Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf.
Vielleicht können Sie auch erläutern, wie man den Überfall auf ein (in einer deutschen Werft gebautes) Schiff, dass unter liberischer Flagge und mit venezuelanischer Besatzung fährt, als Verteidigungsfall nach GG Art. 115a interpretiert. Der NATO-Bündnisfall täte es auch.
RoE sind dem GG logischerweise immer nachrangig und insofern irrelevant.
Und zu "Söldnern" und "Schutzgeld auf Welthandelniveau": so könnte man auch gegen die Sky-Marshalls in Flugzeugen argumentieren. Oder bewaffnete Fahrer von Werttransporten. Oder gegen private Bodyguards. Vielleicht sind das auch alles originäre Aufgaben der deutschen Fallschirmjäger oder der Luftwaffe.
Zu den Piraten könnte man mal folgendes lesen:

http://principiis-obsta.blogspot.com/2009/04/die-zwei-arten-von-piraterie-in-somalia.html

pegasus, am 28. April 2009 um 14:58 ( Link )

@Molot
„Und wenn die Amis seinerzeit ihr "starkes Militär" zuhause gelassen und ihre "Bereit-schaft", sich in fremde Angelegenheiten einzumischen etwas gezügelt hätten, dann hätten sie (die Sovjets) sich auch die andere Hälfte nicht einverleibt.“

Hallo Molot, mir ist völlig schleierhaft, wie man so naiv, geschichtliche Realitäten verbiegen kann. Es zeigt entweder die komplette Unwissenheit über die historischen Fakten oder was noch schlimmer wäre, zu versuchen bewusst die Tatsachen zu verdrehen.

Bevor Sie so etwas schreiben, sollten Sie sich besser informieren, beispielsweise bei alten Berlinern. Die Luftbrücke wurde damals erst eingerichtet, nachdem die Sowjets den ersten Schritt gemacht hatten und die Versorgungswege von West-Berlin gekappt hatten.

Glauben Sie auch, die ganzen Satellitenstaaten wie zum Beispiel die baltischen Staaten, Polen, die Tschechoslowakei, Ungarn, Rumänien, die Ukraine, um nur einige zu nennen, seien damals alle freiwillig zu russischen Vasallen geworden und der Prager Frühling sei durch einen russischen Rosenstrauß abgewürgt worden?

Und was glauben Sie, warum Tschechien und Polen heute amerikanische Raketen auf eigenem Territorium haben wollen und warum diese früheren so genannten Bruder- Staaten heute alle in die NATO wollen?

pegasus, am 28. April 2009 um 15:03 ( Link )

@Ebenherz
„Wie man an Ihrer unsachlichen Argumentation erkennen kann, hegen Sie selbst bereits starke Zweifel an der Richtigkeit Ihrer so resolut vorgetragenen Meinung.“

Schwach Ebenherz, sehr schwach, wenn Ihnen da nicht mehr einfällt. Aber wie auch, wenn man sich nicht die Mühe machen will die Fakten zu studieren.

pegasus, am 28. April 2009 um 15:38 ( Link )

Hallo Goldelse

Christoph Hörstel, geschenkt. Der ist so seriös wie ein Hans-Günter Wallraff.

Goldelse, am 28. April 2009 um 16:56 ( Link )

@pegasus
Wie wärs mal zur Abwechslung mit richtiger Argumentation? Merken Sie nicht selber, dass Sie jede abweichende Meinung ohne Argumente abtun? Ich kann Ihnen nur ein Forum empfehlen, in dem die Mitglieder diese Schwäche nicht merken.

NM, am 28. April 2009 um 17:14 ( Link )

@ DontTreadOnMe
Sie haben natürlich Recht bezüglich ihrer Aussage zum GG Art87a, was die Aufstellung der Streitkräfte angeht.
Der Einsatz der Streitkräfte wird jedoch durch die Verteidigungspolitischen Richtlinen der jeweiligen politischen Lage angepasst, in der letzten Fassung von 2003. Daraus werden die detailierten Aufträge für die Teilstreitkräfte durch die jew. Inspekteure erlassen. Somit gilt der Sicherungsauftrag seit 1990 für die Marine.
In den VPR nehmen Aufträge gem. UN-Charta einen hohen Stellenwert ein. Die UN-Seerechtskonvention sowie die UN-Resolution 1816 sehen eindeutig ein Vorgehen der Staatengemeinschaft gegen die Piraterie vor.
Dass Grundgesetz und Un-Charta aufgrund der asymetrischen Bedrohung derezit voneinander abweichen, sorgt für genug Diskussionsstzoff in Berlin und schafft einen rechtsfreien Raum in dem Piraten recht ungestört agieren können.
Nicht zuleltzt dies ist der Grund, dass auf den eigesetzten Fregatten sowohl Bundespolizei als auch Juristen an Bord sind, um in jedem einzelenen Fall die Rechtslage zu erörtern.
Natürlich ist diese Lage, wie bereits beschrieben, unakzeptabel.

NM, am 28. April 2009 um 18:59 ( Link )

...musste unterbrechen...weiter im Text:
Zu dem Fall des von Ihnen beschrieben Beispielschiffes.....auf hoher See, außerhalb der 12sm Zone, erweiterte Notwehr bzw. Nothilfe seit je her zulässig, unabhängig von der Nationalität, und wurde so auch schon vor dem Atalanta-Einsatz, von Schiffen im Rahmen OEF praktiziert. Die Nothilfe in fremden Hoheitsgewässern ist zulässig, wenn es sich um Deutsche Staatsbürger handelt, oder wenn um Hilfe ersucht wird und das entsprechende Land seine hoheitlichen Aufgaben (so Somalia) nicht selbstständig wahrnehmen kann.
Es gelten aber die Regeln der Notwehr, der Angriff muss bereits stattfinden, die Verhältnismäßigkeit der Waffen muss gegeben sein, keine Nacheile. Somit bleibt ein Zeitraum von max. 15 min, bevor es sich um eine Geiselnahme handelt und die reicht meist nicht aus, um einzugreifen, wenn das Kriegsschiff nicht in unmittelbarer Nähe ist.

MfG

Molot, am 28. April 2009 um 20:46 ( Link )

@pegasus,
In Geschichte brauche ich von IHNEN sicher keine Nachhilfe.

Die Luftbrücke wurde damals erst eingerichtet, nachdem die Sowjets den ersten Schritt gemacht hatten und die Versorgungswege von West-Berlin gekappt hatten.
Die "Einmischung" der Ami`s in fremde Angelegenheiten begann ja wohl auch nicht 1948?
"Erst eine fremde Scheune anzünden, dann beim löschen helfen und sich hinterher als Retter der Ruine aufspielen"??

Veritas, am 28. April 2009 um 21:48 ( Link )

@ pegasus

Molot mein wohl den 1.Weltkrieg.
Ohne Einmischung der USA wäre es
wohl, insbesonders aufgrund Bestreben
des österreichen Kaisers, auf einen
Friedensschluß hinausgelaufen.
Roter und Brauner Terror hätten
sich so kaum bilden können.

Sehr gut beschrieben z.B. in "Demokratie, Gott
der keiner ist."

pegasus, am 29. April 2009 um 9:08 ( Link )

Hallo Veritas

Nein, das meint Molot nicht, er hat ja in all seinen Beiträgen die USA aufgrund des Einsatzes ihres Militärs als Verursacher von Konflikten diffamiert.

Der Erste Weltkrieg hingegen begann zunächst zwischen den Mittelmächten, dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn, auf der einen Seite und den Entente-Mächten, Frankreich, Großbritannien und Russland sowie Serbien auf der anderen Seite.

Wider Willen kamen Belgien und Luxemburg als Opfer hinzu, in welche die deutschen Streitkräfte ungeachtet deren Neutralität nach dem Konzept des Schlieffenplans einmar-schierten. Im Verlauf des Krieges wurden die Mittelmächte durch das Osmanische Reich und Bulgarien verstärkt, während auf alliierter Seite unter anderem Japan, Italien, Portugal, Rumänien, Griechenland und die USA in den Krieg eintraten.

Kurz gesagt, das war ein Krieg der sich aufschaukelte und wo das Militär der USA weder Auslöser war, noch von Anfang an dabei war.

pegasus, am 29. April 2009 um 9:09 ( Link )

@Molot
„In Geschichte brauche ich von IHNEN sicher keine Nachhilfe.
Die "Einmischung" der Ami`s in fremde Angelegenheiten begann ja wohl auch nicht 1948?“

Sie können Ihre Behauptungen fortführen wie Sie wollen, sie werden durch Wiederholungen nicht wahrer. Und ihre Behauptung Konflikte entstünden erst durch amerikanisches Militär, sind gerade was das erste Drittel des letzten Jahrhunderts angeht erst recht falsch.

Damals waren es die Mittelmächte in Europa, wie auch Japan die die Kanonenboot Politik betrieben.
Wenn Sie also Behauptungen aufstellen die sich klar nicht mit den historischen Gegebenheiten decken, dann ist nicht die Geschichte falsch, sondern Ihre Behauptungen. Und das bedeutet sehr wohl, dass Sie Nachhilfe in Geschichte nehmen sollten.

Ihr erster Satz oben impliziert, dass ich Ihnen Nachhilfe in Geschichte angeboten hätte, da nehmen Sie sich zu wichtig.

pegasus, am 29. April 2009 um 9:10 ( Link )

Hallo Goldelse

„Wie wärs mal zur Abwechslung mit richtiger Argumentation? Merken Sie nicht selber, dass Sie jede abweichende Meinung ohne Argumente abtun?“

Ich glaub ja nicht was Sie hier schreiben.

Sie beginnen eine Diskussion mit einem halben Dutzend Zeilen, aus denen man nicht mal lesen kann, welchen Standpunkt Sie überhaupt damit beschreiben wollen, und auf Nachfrage verweisen sie auf einen Link, auf dem drei lächerliche Filmchen von Christoph Hörstel zu sehen sind und dann lehnen Sie sich zurück und meinen Sie hätten jetzt argumentiert?

Christoph Hörstel tingelt seit Jahren als selbst erkorener Militärexperte durch die Lande und nervt alle mit immer neuen Verschwörungstheorien.
Der Mann hat Betriebswirtschaft und Sprachen studiert und hat mit Gulbuddin Hekmatyar und verschiedenen Islamisten sehr zweifelhafte Afghanistan Kontakte.

Hörstel behauptete, dass die USA den Krieg in Afghanistan bereits vor den Anschlägen des 11. September 2001 geplant hätten und die Taliban im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet bis heute Kämpfer rekrutieren lassen.

In einem Interview mit dem Südwestrundfunk behauptet Hörstel eine Verwicklung der CIA in die Anschläge am 11.September. Außerdem behauptete er eine verdeckte Teilnahme der Bundeswehr am Irak-Krieg.

In seinem neuen Buch Brandherd Pakistan entwickelt Hörstel die Theorie des Terrormana-gements. Er geht davon aus, dass die USA zwar offiziell den Anti-Terror-Kampf führen, jedoch der CIA über seine Kontakte zum pakistanischen Geheimdienst Inter-Services Intelligence die Taliban unterstützt. Auch die Bundesregierung Deutschlands wisse davon.

Er wird von seriösen Publikationen massiv angegriffen, die FAZ nennt ihn zum Beispiel „einen politisch hochbewusst kalkulierenden Lobbyisten der Taliban“.

Nein Goldelse Sie können zwar von mir aus jede beliebige Meinung haben, wenn Sie jedoch glauben mit Hinweisen auf Christoph Hörstel bringen Sie Argumente dann brauchen Sie sich nicht zu wundern, wenn sie damit platt gebügelt werden.

Mal ganz von der Tatsache abgesehen, dass es gegen Kaffeesatz- Leserei wie sie von Herrn Hörstel betrieben wird keine Argumente gibt. Wo nichts ist, kann man weder dafür noch dagegen argumentieren.

pegasus, am 29. April 2009 um 9:12 ( Link )

@Molot, Goldelse, Ebenherz

so, Herrschaften ich werde mich nun aus dieser unfruchtbaren Diskussion ausklinken.

Mal ganz davon abgesehen, dass alles vom Thema abgekommen ist, habe ich nur die üblichen linken Antiamerikanismen aller Sozis und Attac gelesen, Einwürfe über den Irak ohne jegliche Kenntnis und auch ohne Bereitschaft die Fakten nachzulesen, weitergehend über naive Darstellungen, wie sich Piraten und Terroristen zum positiven Paulus verwandeln, wenn wir kein Militär einsetzen, bis hin zu den Weltverschwörungstheorien eines Herrn Hörstel.

Das ist keine Diskussion, schon gar nicht über Fakten, das sind allenfalls Ideologien und das wiederum ist für mich Zeitverschwendung.
Dann noch einen schönen Tag noch.

Goldelse, am 30. April 2009 um 7:37 ( Link )

@pegasus
Und was haben Sie jetzt abgeliefert? Sie erzählen die Geschichte von Herrn Hörstel nach. Machen wir es doch so: Sie negieren das alles und glauben der offiziellen Version, mich jedenfalls überzeugen die sogenannten Verschwörungstheorien, weil alles planmäßig nach einem Muster abläuft, auch der Tschetschenienkrieg wurde vom russischen Geheimdienst inszeniert, googeln Sie mal nach Alexander Litwinenko oder der Journalistin Politkowskaja. Wer die offizielle Version des 11.9. noch glaubt, glaubt auch noch an den Klapperstorch, schon Zucker aufs Fensterbrett gestreut?

DontTreadOnMe, am 30. April 2009 um 10:03 ( Link )

@ NM
Vielen Dank für den kleinen Ausschnitt derzeitiger deutscher Sicherheitspolitik. Noch ein paar Bildchen und Quellen dazu und es reicht vermutlich schon für einen kurzen Vortrag an der Führungsakademie der Bundeswehr.
Mir ist durchaus bewusst, wie unsere verteidigungspolitischen Richtlinien zustande kommen. Ich verstehe auch die Bedenken unserer Soldaten bzgl. der unsicheren rechtlichen Lage in somalischen Gewässern. Weitreichende RoE's bzw. ein robustes Mandat, wie es der Abschaum im Berliner Reichstag gerne nennt, würde unserer Marine den Dienst sicher erleichtern. Aber egal wie Sie es drehen und wenden, es heilt nicht die Verletzung des GG. Und so verhält es sich mit nahezu allen Einsätzen, an der die Bundeswehr bis heute beteiligt war und ist. Die Sicherheit unseres Landes wird eben nicht am Hindukush verteidigt. Leider ist der mündige Staatsbürger in Uniform wohl Illlusion. Anders kann ich mir die Abwesenheit jeglicher Kritik von Seiten des Offizierkorps nur schwer erklären.
MfG

NM, am 30. April 2009 um 14:01 ( Link )

@ DontTreadOnMe
Ich stimme Ihnen bezüglich des Abschaums in Berlin absolut zu. Aber auch das so "unabhängige" Bundesverfassungsgericht hat ja 1994 den Weg für diese Einsätze geebnet. Für den Hindukusch hat man ja den Verteidigungsfall vorgeschoben, wobei wir ja nun alle wissen, wieviele Afgahnen am 11.9. beteiligt waren. Hatte alles nichts mit einer Pipeline zu tun!!!
Noch bedeutend schlimmer ist der Krieg im Kosovo zu sehen, der gegen das Völkerrecht geführt wurde. Was mich zu den noch größeren Verbrechern in NY führt, die all das legitimieren, während man den Russen den Krieg in Südossetien vorwirft, der von Georgien ausging. Und vor der libanesischen Küste haben wir schon gar nichts verloren, dieses Kontingent soll nur als Begründung herhalten, keine Truppen anderswo zu verstärken.
Ich sehe diese Kriegschronik durchaus mit einer Gänsehaut.
Bei dem aktuellen Anti-Piraterieeinsatz bin ich aber etwas anderer Meinung, wenn auch nicht GG konform, besteht dort wirklich ein nationales Interesse, was einen Bw-Einsatz rechtfertigen würde. Der Golf von Aden ist DER Seeweg überhaupt für Öl und den Handel mit Asien, und dieses Feld solte man nicht ohnmächtig irgendwelchen Piraten überlassen. Aber ist wohl Ansichtssache.
Ich meine aber auch, dass diese Verbindung zu wichtig ist, um sie an private Sicherheitsdienste abzutreten, die dann eben nicht mehr ausschließlich mit Handfeuerwerwaffen hantieren, sondern auch mit schwerem Gerät. Seegefechte zwischen Handelsschiffen und Piraten sollten in der Vergangenheit bleiben. Ich habe kein Problem mit Bodyguards oder Skymarshalls, Organisationen wie "Blackwater" traue ich aber nicht weiter, als spucken kann. Waffen sind numal Macht, und Macht korrumpiert. Und da ich nicht an den Gutmenschen glaube, gehe ich davon aus, dass diese Organisationen früher oder später eigene politische Interessen verfolgen.

Der mündige Uniformträger wird wohl eher die Außnahme bleiben, da natürlich im Mainstream rekrutiert wird. Aber wie ja selbst wissen, in diesem Bereich schon ein Problem mündige Staatsbürger zu finden.

MfG

DontTreadOnMe, am 01. Mai 2009 um 5:36 ( Link )

@ NM
Ich bin ganz Ihrer Meinung. Was will man von einem Verfassungsgericht erwarten, dessen Richter nach Parteienproporz festgelegt werden?
Ich sehe auch die wirtschaftliche und strategische Bedeutung des Golfs von Aden. Aber wir dürfen doch nicht sagen: es besteht ein nationales Interesse, also kann man auch das GG missachten. So würde die NPD wohl gerne ein nationales Interesse jenseits der Oder-Neiße-Grenze herbei reden. Genosse Schäuble sieht ja in der Sicherheit das höchste aller nationalen Interessen. Da müssen das Recht und die Freiheit leider zurück stecken.
Sie begründen Ihre Bedenken bzgl. eines privaten Sicherheitsdienstes mit den Erfahrungen mit Blackwater. Ich würde diese aber nicht mit einem Sicherheitsdienst vergleichen. Wohl eher mit der Sturmabteilung, aber perfekt ausgestattet. Rechtlich immun, niemandem Rechenschaft schuldig. Es sind Söldner. Das hat mit einem Sicherheitsdienst, der einen Angriff auf See abwehrt, wenig zu tun.

Rüdiger Märzen, am 01. Mai 2009 um 12:57 ( Link )

Im Grunde kann ein Piratenboot einem Schiff aus Stahl nichts anhaben, ein paar trainierte Schützen würden ausreichen um das Piratenphänomen endgültig und für immer in die Wikipedia zur Erquickung der künftigen Generationen zu verbannen.

Shuca, am 01. Mai 2009 um 22:00 ( Link )

Ich weiß nicht.Diese Pirateneskalation könnte einem Angriff auf dem Iran nur nützlich sein .


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