05. April 2009

Obamas atomwaffenfreie schöne neue Welt Hinter der Maske lauert die Kriegsvorbereitung

Die Schwachen und Zivilisten haben kein Interesse an Abrüstung

Seit 64 Jahren lebt die Welt dort, wo Atomwaffen aufgestellt sind, in Frieden. Das ist eine ungewöhnlich lange Zeit. Die Waffen schwiegen hierzulande selbst in den aggressivsten Tagen des Kalten Krieges.

Dort aber, wo keine atomaren Sprengkörper auch den fernsten Angreiferführer in seiner Existenz zu vernichten drohte, da wurden oft und gerne brutale „Stellvertreterkriege“ geführt.

Jedes Kind lernt früh, dass Abschreckung funktioniert. Gehänselt und gedemütigt werden immer nur die Schwachen. Selbst die werden verschont, wenn sie sich mit starken Freunden „bewaffnen“.

Wer hat also ein Interesse daran, „Abrüstung“ zu fordern? Es sind dies entgegen weitverbreitetem Aberglauben gerade die Möchtegernangreifer, die stets Entwaffnung befürworten. Nicht ihre potenziellen Opfer.

So schrieben sich im Kalten Krieg die kämpferischen Kommunisten aus Moskau und ihre fünften Kolonnen im Westen stets „Frieden und Abrüstung“ auf ihre eigentlich blutroten Fahnen. Dank der Einfältigkeit der Gutmenschen-Fußtruppen (erinnern wir uns an die halbe Million "Friedensbewegter" im Bonner Hofgarten) hätten sie es fast geschafft, die Nato-Nachrüstung – also das Gleichziehen der Bewaffnung – des Westens zu verhindern. Ronald Reagan, Margaret Thatcher und Helmut Kohl, der 1983 einmal über sich selbst hinauswuchs, haben wir es zu verdanken, dass der vom Kommunismus bedrohte Westen standhielt und so die Gefahr eines heißen Krieges durch eigene Bewaffnung verhindert werden konnte.

Seither haben die Kriege in Bosnien, Serbien, Afghanistan und Irak gezeigt, wer den Part des aggressiven und hoch ideologisierten Weltbeglückers nach der Abdankung des Kommunismus übernommen hat. Heute sind es die von ihrer Mission beseelten neokonservativen Demokratieexporteure unter Führung der USA, die sich rhetorisch der Abrüstung verschreiben. Ihr neuer Führer Barack Obama verspricht uns nun eine „Welt ohne Atomwaffen“ wie einst Leonid Breschnew. Tagesschau und „Spiegel“ jubeln diesen gefährlichen Verheißungen des neuen schwarzen Messias zu wie einst die Aktuelle Kamera und das „Neue Deutschland“ den weisen Worten des gelobten Genossen Generalsekretär. Von Moskaus nützlichen Idioten der DKP-nahen Friedenslisten wie Uta Ranke-Heinemann oder Ewald Lienen damals sowie den washingtontreuen „liberalen“ Jubelpersern (denken wir auch an die viertel Million Obamajünger an der Berliner Siegessäule) heute ganz zu schweigen.

Die Massen mögen im Herzen irregeleitet sein. Zeit ist es aber, den Verstand einzuschalten. Und der sagt klar und deutlich: Je mehr Atomwaffen auf allen Seiten, desto besser! Und um es politisch nicht ganz korrekt auf die Spitze zu treiben: Genau dies wäre möglicherweise auch ein funktionsfähiger Friedensplan für den gesamten Nahen Osten!


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